Unglaubliche Schlafprobleme

    • (1) 19.10.18 - 23:40

      Hallo ihr lieben,

      vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.

      Seit mein erster Sohn auf der Welt ist, habe ich unglaubliche schlafprobleme.

      Mein Sohn ist 3 Jahre. Mein kleiner anderer Sohn ist 4 Monate.

      Folgendes ist, vielleicht hat jemand Rat von euch.

      Von den kleinsten Geräuschen kann ich nicht einschlafen. Wenn ich im Schlafzimmer liege und hundemüde bin, habe ich das Gefühl mich so unter Druck zu setzen, schlafen zu müssen, dass ich nicht schlafen kann und regelrechte Herzattacken bekomme.

      Hintergrund - mein Mann schnarcht und das so laut wie ein Elefant.

      Sobald wir zusammen liegen, setze ich mich so sehr unter Druck. Und während mein Mann schläft nach 2 Minuten und ich am einschlafen bin, beginnt irgendwann das Sägewerk und mein Körper ist wie erschrocken und mein Herz rast wie verrückt und ich kann nicht schlafen.

      Es klappt tatsächlich nur, wenn ich alleine schlafe. Noch nicht mal mein dreijähriger Sohn kann bei mir schlafen, da ich von jeden kleinsten Geräusch wach werde und wie ne herzattacke habe. Ich war schon bei allen Ärzten und hab mich durch checken lassen. Aber die finden nichts. Ich bin einfach nur noch fertig, da ich bei meinen Mann auf totales Unverständnis treffe.

      Habt ihr eine Lösung? Oder kennt ihr das sogar?

      • Guten Morgen,

        wenn ihr den Platz habt, als erstes den Mann aus dem Schlafzimmer schmeißen, also getrennt schlafen.

        Schritt 2: Deinen Mann ins Schlaflabor schicken. Extremes Schnarchen schlägt langfristig auf den Gesundheit.

        Schritt 3: lerne Entspannungstechniken. Um runterzukommen hilft mir Meditation. Aber auch Yoga oder anderes könnte hilfreich sein. Einfach mal was ausprobieren.

        Schritt 4: setze dich nicht unter Druck schlafen zu müssen. Konzentriere dich auf deinen Atem. Ist Übubgssache.

        Schritt 5: Wenn’s ganz arg kommt, nehme ich „Baldurat“, hochkonzentriertes Baldrian. Nehme dann auch immer zwei. Macht nicht abhängig.

        Du siehst, ich bin mit nicht schlafen können sehr erfahren. Bei mir ging es in der ersten Schwangerschaft an, 15 Jahre her, und durchzieht meine letzten Jahre. Bei mir endete es in komplett nicht schlafen und in einer psychischen Krankheit.

        Dein Kleiner ist ja erst 4 Monate alt, wenn du nachts zu wenig Schlaf bekommst, dann schlaf tagsüber mit dem Kleinen zusammen. Lass den Haushalt liegen.

        Aber erster Ansatzpunkt ist dein Mann!

        VG

        • (3) 20.10.18 - 11:16

          Das finde ich jetzt extrem unfair den Mann für die Empfindlichkeiten der Ehefrau verantwortlich machen zu wollen. Wer nicht schlafen kann, darf sich einen ruhigeren Platz zum Schlafen suchen. Dann geht es auch.
          Die meisten Männer schnarchen doch. Da gibt es eine ganz einfache Lösung: getrennte Schlafzimmer.

          • (4) 20.10.18 - 12:09

            Unfair? Je nachdem welche Wälder der Mann umsägt, hat das nichts mit den Befindlichkeiten der Frau zu tun! Nun wir beide wissen nicht, wie laut das Schnarchen ist und in der Tat ist jeder anders empfindlich.
            Ich gehöre schlaftechnisch auch zu der sehr empfindlichen Sorte, und wenn ich funktionieren soll brauche ich ein Minimum von 4 h Schlaf. Das benötigt die TE mit zwei kleinen Kindern auch.

            Also, eine Untersuchung bzgl Schlafapnoe kann sicherlich nicht schaden.

      "Von den kleinsten Geräuschen kann ich nicht einschlafen. Wenn ich im Schlafzimmer liege und hundemüde bin, habe ich das Gefühl mich so unter Druck zu setzen, schlafen zu müssen, dass ich nicht schlafen kann und regelrechte Herzattacken bekomme. "

      Wenn organisch alles ok ist, kann das schlafen "müssen" einen Teufelskreis lostreten.

      Wie war es vor der Geburt deines Kindes? Was hat sich verändert?
      Grund der Frage: was war vorher anders? Was kannst du dir da Gutes abgucken? Welche Einflüsse haben dir da gut getan? Kannst du diese wieder herstellen?

      Nimm den Druck raus. So schwer es auch fällt.

      Ich kenne den Druck. Das Problem war: je mehr ich schlafen wollte, desto kleinere Geräusche haben mich aufgeschreckt. War es absolut ruhig, hatte ich plötzlich ein Pfeifen in den Ohren. Das sicherlich sonst auch. Nur bei Ruhe wirkte es so laut und schrill, dass es jeden Baulärm in die Ecke gestellt hätte.


      Was wirklich geholfen hat:
      nachts entspannen. NICHT schlafen wollen. Mich freuen, wenn ich nachts meine Ruhe habe. Wach sein, dösen, träumen, "Tagträumen". All das, wofür ich tagsüber keine Zeit mehr hatte. Mir keine Zeit genommen hatte.
      Das entspannte mich. Anfangs schlief ich dann zwar später ein. ABER ICH SCHLIEF!

      Ohne das Tagträumen schlief ich nachts fast gar nicht und wenn doch, dann nur sehr unruhig. Dann lieber weniger schlafen und dafür erholter.


      Auch wichtig: mir Tagsüber Zeit für mich nehmen. Zum Träumen, zum ausruhen (nicht schlafen), zum entspannen.
      Dadurch nehme ich weniger Probleme mit ins Bett. Dadurch kennt der Körper die Erholungsphasen (und kann sie nachts besser einstellen)

      Bewusste Pausen machen.



      Freunden hat auch geholfen:
      Ohrstöpsel (funktioniert bei mir gar nicht, dann kommt bei mir das Pfeifen)
      Musik hören
      Hörbücher hören
      lesen
      Ernährung

      Bei mir ist noch wichtig, dass ich abends genug gegessen habe. Hunger macht mich sonst wach. Nicht zu schwer und nicht zu wenig essen.

      Seit mein Kind da ist, hat sich mein Schlaf verändert. Auch an dem Punkt ist es umso wichtiger, dass ich mir Tagsüber Zeit für mich einbaue und bewusst auch mal tagsüber ein bisschen! Tagträume oder einfach mal nichts tue.

      Vor meinem Kind hat aufschreiben geholfen abends.


      Wenn die Geräusche der Hauptfaktor sind: würde es dir helfen mal zwei Nächte in ein ruhiges Hotel zu gehen? Zwischen Wellness und bei Ruhe ausschlafen, um dann zu Hause neue Strategien auszuprobieren?


      Hat dein Mann früher auch schon geschnarcht?
      Wenn ja, ist es jetzt eine penetrante Störquelle, aber nicht die eigentliche Ursache.
      Hat er etwa zeitgleich angefangen, könnte er sich zwar untersuchen lassen. Die Frage ist nur, ob es was bringt. Auch wenn es nervig ist. Da können dann u.U. auch mal Ausschlafnächte in einem Hotel oder Pension gut tun. (hat bei mir geholfen, als meine Eltern krankheitsbedingt stark geschnarcht haben).

      Schlaf ist wichtig.
      Mit Druck erreicht man jedoch gar nichts und kann zu einer Spirale führen.
      Nicht schlafen wollen (so paradox es klingt), kann ein Anfang sein, um das zu unterbrechen.

      Auch hilfreich kann sein: Matratze umdrehen, andere Bettwäsche, Lattenrost neu einstellen, Temperatur ausprobieren.
      Das sind eher kleinigkeiten, können allerdings vom Trott ablenken.

    • (7) 20.10.18 - 16:00

      Hallo,

      getrennte Schlafzimmer, auf jeden Fall. Wenn jemand aus voller Tiefe schnarcht, bekomme ich blutrünstige Mordlust.

      Schlafprobleme können neben dem, was hier schon aufgezählt wurde, auch an Nährstoffmangel liegen. Lies mal hier:
      https://lenz-schlaf-projekte.de/schlaf/schlafstorungen/schlafbezogene-erkrankungen-durch-vitaminmangel

      Das würde ich als erstes probieren, B-Vitamine haben da bei meinem Mann Wunder bewirkt.

      LG

      Hallo,

      mir geht es wie Dir, nur, dass mein Großer nächstes Jahr 18 wird.

      Ich habe vor ca. 4 Jahren meinen Mann aus dem Schlafzimmer verbannt, habe eine Gewichtsdecke, trinke einmal die Woche Schlaf- und Nerventee und für ganz schlimme Zeiten verschreibt mir meine Ärztin ein Schlafmittel - hab ich bisher aber nur 3x genommen.

      Für den Urlaub hab ich Ohrstöpsel, da kann ich neben meinem Mann schlafen, aber für die Dauer möchte ich das nicht, daher getrennte Zimmer.

      Dir alles Gute!

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