Mutter-Kind-Kur

    • (1) 28.10.18 - 11:18

      Hallo,

      ich habe Mal eine Frage, vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen.

      Ich bin in der Schwangerschaft schwer erkrankt, was zur Folge hatte das man in der 29. SSW überlegt hat meine Tochter per Kaiserschnitt zu holen um mein Leben retten zu können. Im Endeffekt musste dies zum Glück nicht passieren, ich war aber noch mehrere Monate nach der Geburt immer wieder für längere Zeit im Krankenhaus bis ich endlich wieder gesund war. Jetzt ist noch nicht Mal ein Jahr vergangen und ich bin wieder im Krankenhaus, diesmal aber nicht als Patientin sondern als Begleitperson für meine Tochter. Wie sind jetzt seit fünf Tagen hier und eine Entlassung ist noch nicht in Sicht. Die Erfahren aus meiner Schwangerschaft und in der Zeit danach machen mir generell noch psychisch zu schaffen und der jetzige Krankenhausaufenthalt macht das ganze nicht besser, sondern wirbelt sehr viel wieder auf und es kommen die ganzen Ängste so richtig durch.

      Ich hatte schon einige Male daran gedacht auf eine Mutter-Kind- Kur zu gehen um meine Schwangerschaft und die Zeit danach richtig verarbeiten zu können und um auch den jetzigen Krankenhausaufenthalt zu verarbeiten. Geht dann eine Kur auch? Oder bekommt man eine Kur nur, wenn man körperlich Beschwerden hat? Vielleicht weiß ja jemand von euch etwas.

      LG

      • "Ich hatte schon einige Male daran gedacht auf eine Mutter-Kind- Kur zu gehen um meine Schwangerschaft und die Zeit danach richtig verarbeiten zu können und um auch den jetzigen Krankenhausaufenthalt zu verarbeiten. Geht dann eine Kur auch? Oder bekommt man eine Kur nur, wenn man körperlich Beschwerden hat? Vielleicht weiß ja jemand von euch etwas."


        Mutter-Kind-Kur (Dauer 3 Wochen, Konstenträger Krankenkasse, Verlängerungen nur in ruhigen Zeiten, wenn im anschließenden Kurgang Platz ist und wenn die Krankenkasse genehmigt)
        - erholen. Auch bei psychischen Problemen. Jedoch KEINE Therapie um etwas aufarbeiten zu können.
        - VORBEUGUNG um bei bestehenden Symptomen keine Diagnose entstehen zu lassen.

        z.B. damit aus Erschöpfung keine Depression/Burn Out wird
        damit aus einem chronischen Schnupfen kein Asthma wird

        - bei bestehenden Krankheiten, wenn sich diese auf die FUNKTION MUTTER auswirkt.

        bestehendes Asthma = viele Arzttermine, weniger Zeit für die Kinder
        bestehendes Asthma Kind = viele Arzttermine, Angst ums Kind, ständige Termine, Erholung für die Mutter, damit diese den eigentlich Alltag mit Kindern wieder wuppen kann ohne ungerecht zu werden, ohne zu schreien etc.

        damit aus der daraus resulitierenden Erschöpfung kein Burn Out wird. Arbeit reduzieren, Schule weglassen, Kinderarzttermine ausfallen lassen, geht einfach nicht (immer). Entsprechend steigt das Gefühl ausgelaugt zu werden.


        Kur als Pause vom Alltag
        UND überdenken des Alltags um aus dem Hamsterrad herauskommen zu können.



        Reha: je nach Kostenträger, Ursache ca. 3-6 Wochen, Verlängerungen keine Erfahrung
        bestehende Krankheiten heilen oder lindern
        Herstellen der Arbeitskraft

        - Asthma
        - orthopädisches
        - Diabetis
        - kardiologisch
        - Burn Out
        - Depression

        usw.


        eine Kur kann dir nur den Abstand von zu Hause geben. Überdenken, was im Alltag sinnvoller laufen könnte.
        Vor lauter HAmsterrad sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht ;-)


        In deinem geschilderten Fall wäre eine Kur ein Tropfen auf den heißen Stein.
        Kann helfen, muss aber nicht.
        Könnte auch neue Ängste auslösen. Auch wenn es kein Krankenhaus ist, so ist es eine klinik mit medizinischen Anwendungen!


        Wäre eine ambulante Therapie denkbar?
        zum Aufarbeiten von Ängsten und tiefergehenden Problemen sind eher ambulante Therapien oder ggf. Reha denkbar. Wobei Reha-Kliniken auf Sparkurs sooo viel auch nicht bieten können und häufig nicht auf Begleitkinder ausgelegt sind.


        Ambulante Therapie um mit deinen Ängsten, Sorgen, tiefergehendem in behandelndem Sinn behandeln zu können, kann wirksam sein.

        Mutter-KInd-Kur, ergänzend auf der Ebene, dass du als Mutter wieder "funktioniern" möchtest, dass du auf der Mutterebene für dein Kind emotional da sein möchtest, wäre evtl. denkbar.

        Mutter-Kind-Kur kann jedoch KEINE Therapie ersetzen. Es gibt zwar psychologische Gespräche. Diese dienen aber eher dazu, den Alltag zu Hause zu beleuchten und Lösungen zu finden, damit man nach der Kur nicht erneut in die Erschöpfungsfalle tappt.


        Kinder-Reha gibt es auch.
        DA kommt es auf die Krankheit des Kindes an. Je nach Alter des Kindes auch mit erwachsener Begleitperson.
        Ziel ist, dass das Kind mit der Erkrankung leben lernt/Heilung/Linderung bekommt
        Eltern Schulungen zu dem Thema bekommen. Sonst aber nur zur Begleitung dabei sind.


        Viele Krankenhäuser haben Sozialstationen. Diese können meist bei finanziellen Problemen, Anträgen etc. helfen.

        Dort könntest du aber auch fragen, ob sie Tipps haben bezüglich thereuptischen Ansprechpersonen, Möglichkeiten in der Umgebung. Anträgen für dein Kind (Falls es etwas länger andauerndes/chornisches wäre), Selbsthilfegruppen, medizinische Beratungsstellen oder eben das, was es bei euch so gibt.

        Hausarzt ist auch eine Anlaufstelle (deine Ausgangssituation). Nur hier ist es sehr unterschiedlich, was sie wissen.

        Krankenkasse könnte auch eine Ansprechwahl sein. Manche bieten Listen mit Adressen an.

        • Das sind super viele Infos. Danke dir, damit ist mir schon weiter geholfen.

          • (4) 30.10.18 - 20:39

            Bedenke bitte bei Deinen Überlegungen, dass Dein Kind noch sehr klein ist! Bei Kinderreha, eigener Reha mit Kind als Begleitperson und Mutter-Kind-Kur muss Dein Kind in fremder Umgebung teilweise recht lange in die Kinderbetreuung. Viele so kleine Kinder haben da noch Schwierigkeiten und das belastet dann die Mutter.

      Ich kann dir nur davon abraten, mit einem so kleinen kind auf kur zu fahren.

      MutterkindKur ist nicht das richtige für dich. So ne mu-ki-kur ist eigentlich nur Urlaub mit bissl klinikstruktur.
      Nichts, um arge probleme zu bearbeiten.
      es gibt aber ganz viele kurarten. Google mal nach ner kurberatung und lass dich beraten. Hätte ich auch tun sollen...

      Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf Mutter-Kind-Kur, meine Tochter ist 5 und hatte wirklich sehr viel spaß dort. Wir waren an der Ostsee :D Ich hab die gleichen Bedenken wie die anderen hier, deine Tochter ist halt noch sehr Jung. Allerdings solltest du dich mal genau darüber informieren. Angebote gibt es glaube ich einige, selbst in meinem Kurort waren auch Mütter mit Kleinkindern.

      übrigens gab es genau dieses Thema hier schonmal
      https://www.urbia.de/forum/3-kleinkind/1596410-hat-jemand-erfahrung-mutter-kind-kur-mit-1-jahrigem-kind

      Viele Grüße

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