Hormonelle Kopfschmerzen - Was hilft?

    • (1) 21.12.18 - 10:05
      Inaktiv

      Ich bin ein PMS-gebeuteltes Wesen. Einen Teil meiner zahlreichen Beschwerden habe ich dadurch in den Griff bekommen, dass ich jetzt in der zweiten Zyklushälfte Progesteron nehme. Was geblieben ist, sind Kopfschmerzen, schlimme Kopfschmerzen, die vom Nacken nach vorne kriechen und bis zu drei Tagen mein Horn zu Matsche werden lassen. Ich leide.

      Als ich vor drölfmillionen Jahren die Pille nahm, hatte ich das immer in der Pillenpause und seither halt in jedem vermaledeiten Zyklus. Pille will ich auf gar keinen Fall mehr nehmen, das ist nämlich der Vorschlag der FA: “Nehmen Sie die doch mehrere Zyklen durch.“

      Leider reagieren diese speziellen Kopfschmerzen nicht auf Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin.

      Hat jemand Ideen, was helfen könnte? Ich gebe mich auch mit Symptombehandlung zufrieden, besser wäre natürlich, Ursachenbekämpfung (laut FA das Abstürzen des Östrogenspiegels).

      Was ich seit mehreren Monaten erfolglos nehme: einen Magnesium/B-Vitamin-Komplex und Vitamin D (Dekristol, 1000 i.E, alle 14 Tage eine).

      • (2) 21.12.18 - 12:35

        Ich hatte das auch, mir hat nur meine FA nicht geglaubt, dass es hormonell ist, weil ich teilweise 20 Schmerztage im Monat hatte.

        So als die Hormone weg waren - bei mir durch Chemotherapie quasi von einen auf den anderen Tag - war Ruhe.

        Was bei mir geholfen hat
        - Wärme im Nacken
        - Sauna (danach einige Stunden schneefrei)
        - Ibuprofen hochdosiert
        - Osteopathie
        - Sport ( auch an den Tagen mit Schmerzen, dann nicht Höhe Intensität, aber länger)

        Nimmst du wirklich nur 1.000 i.E Vitamin D alle zwei Wochen? Das ist ziemlich niedrig dosiert. Als Standarddosierung hört man in der Regel 1.000 am Tag.

        Alles Gute

        (3) 21.12.18 - 14:03

        auch wenn schmerzmittel nehmen ja nicht so der hit ist ... mir helfen auch die genannte Präparate alle nicht, -- aber dafür tomapyrin. - und nur das.

        eine freundin von mir schwört auf die Mischung, die ihre homöopathin gemixt hat. --
        scheint wohl jeder für sich sein eigenes Präparat finden zu müssen...

        (4) 21.12.18 - 14:29

        Das hatte ich früher auch und habe es mit Akupunktur in den Griff bekommen.
        Ich lag zum Teil 2 Tage im abgedunkelten Raum und es half nichts.
        Nach der ersten Geburt kam es dann nie wieder.

      • Grundsätzlich ist es immer auch ein Ansatz an der ersten Zyklusphase zu schrauben, denn dann geht es in der zweiten meistens besser.

        Da die Eizellen, die ausgewählt werden, ungefähr drei Monate alt sind, haben solche Maßnahmen, die an die Ursache gehen, Vorlaufzeit, bis sie wirken.

        "schlimme Kopfschmerzen, die vom Nacken nach vorne kriechen "

        Noch eine Behandlung, die ganz konkret das Symptom angehen würde und die bei meiner Freundin Wunder wirkte, wäre, Botox in den Nacken zu spritzen.

        Das hat bei ihr verhindert, dass die Kopfschmerzen weiter kriechen (nach oben und nach vorne). Sie blieben regelrecht stehen im Nacken.

        • (6) 22.12.18 - 13:34

          Wie würdest du denn die erste Zyklushälfte unterstützen? Und bei welchem Facharzt wat deine Freundin?
          Das wäre toll, wenn der Schmerz einfach im Nacken stecken bliebe. Das könnte ich viel besser ignorieren.

          • Gespritzt hat das letztlich ihre Dermatologin (die sie ohnehin häufiger wegen der Falten spritzt;-)).. Auf die Idee gebracht hat sie ihr Hausarzt, der sie zu diesem Zweck an ein Schmerzzentrum schicken wollte, die damit arbeiten.

            Jedenfalls konnten dadurch diese Anfälle, die sie mehrer Tage lähmen, deutlich abgemildert werden.

            Zur Zyklusunterstützung:

            es wäre ganz interessant zu wissen, wie es genau bei dir hormonell aussieht.. Ob du allgemein an den Wechseljahren kratzt (mit Hormontälern), eine echte Gelbkörperschwäche hast mit einer Östrogendominanz oder ob es dir an Östrogen mangelt..

            Ganz simpel wäre es mit Tees und Heilpflanzen zu arbeiten.. (z.B. Frauenmantel und Schafgarbe..)

            Noch besser, jemanden zu Rate ziehen, der sich wirklich gut mit bioidentischen (!) Hormonen auskennt. Und auch mehr im Blick hat (Nebennierenschwäche, Behandlung mit niedrig dosiertem DHEA etc..)

            Da kann man so viel Feintuning machen, das sollte in ganz erfahrene Hände. Ein Arzt, der zur Pille rät, um zu regulieren, würde mein Vertrauen nicht genießen.

            LG

            Ich habe früher in der ersten Phase immer Himbeerblätter, Rosmarin und Salbei gemischt.

            Beifuß soll auch prima unterstützen, aber den habe ich nicht probiert..

            in der zweiten Frauenmantel und Schafgarbe..


            Zumindest psychisch hat mir das sehr gut getan:-)

            Mit Cranberrysaft drin schmeckt das Ganze auch lecker und hat mir noch gute Blasenentzündungsprophylaxe geleistet;-)

      (9) 22.12.18 - 14:08

      Habe ich auch, genau so, wie du es beschreibst. Bei mir ist es Migräne, hormonell gesteuert, daher helfen mir tatsächlich Triptane. Gibt es schon niedrig dosiert frei verkäuflich, ich lasse mir allerdings Maxalt verschreiben.
      Nachdem ich mich jahrelang damit herumgeärgert habe, aber nie auf die Idee kam, dass dies eine ausgewachsene Migräne sein könnte, ist die Diagnose gesichert, sonst würden die Triptane nicht anschlagen.

    (11) 22.12.18 - 19:49

    Genau so habe ich das auch. Zum Glück nicht jeden Monat. Ich schätze mal 8-9x im Jahr. Massage, Wärme etc lindern ein wenig aber weg bekomme ich es damit nicht.
    Bei mir ist es auch gesichert eine Migräne die eben den Hormonabfall ausgelöst ist. Mir hilft entweder Novalgin oder triptane (ich nehme Almotriptan, das gibt es im 2er Pack auch Rezeptfrei. Ich bekomme es verschrieben)

    (12) 23.12.18 - 00:09

    Hallo,

    du Arme, ich weiß jetzt nicht wie sehr das passt zu hormonell bedingt, aber Kopfschmerzen die wie von Dir beschrieben vom Nacken hochkriechen bekomm ich ganz gut mit Schüsslersalz Nr 7 weg, oder wenn das nicht hilft helfe mir die Voltaren Dolo, bei mir kommen die Schmerzen von Verspannungen die durch den veränderten Blutdruck während der Tage dann so "ausarten".

    Wenn Magnesiummangel der Grund ist: Magnesiummangel kommt teilweise von einem Folsäuremangel, es gibt da verschiedene Studien dass sich ein Gendefekt in unseren Breiten immer mehr ausbreitet, bei dem die Menschen Folsäure nicht umwandeln können. Beim Versuch Folsäure in Folat umzuwandeln verbrennt der Körper Unmengen Magnesium wodurch der vordergründig erahnbare Magnesiummangel entsteht. Kompliziert erklärt jetzt, google mal nach MTHFR. Seit ich weiß dass ich das habe und Folat jeden Tag nehme sind die Beschwerden geringer als früher.

    Alles Gute Dir ich hoffe Du findest hier gute Tipps,

    (13) 23.12.18 - 20:38

    Kenne ich....Den fallenden Östrogenspiel bekämpfe ich mit Gynokadin( 2 Tage vor Einsetzen der Menstruation), die Verspannungen der Rückenmuskulatur mit Diclophenac. Ich warte SEHNSÜCHTIG auf die Wechseljahre.....

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