Knie OP vor drei Wochen

    • (1) 04.01.19 - 13:18

      Hallo,
      ich wurde vor drei Wochen am Knie operiert. Es war eine offene OP, da ich einen gutartigen Tumor im Knie hatte, der logischerweise mit der offenen Methode besser entfernt werden konnte. Ich war auch ein paar Tage stationär im Krankenhaus. Zwei Wochen durfte ich das Knie an Gehstützen mit 10-20 Kg teilbelasten. Danach wieder wie es mir eben möglich ist.
      Inzwischen sind drei Wochen vergangen. Ich schaffe es zwar zu Hause schon mal ohne Krücken herum zu humpeln, aber ich bin immer noch extrem stark eingeschränkt. Wenn ich ne Stunde auf den Beinen war, dann geht gefühlt einfach nichts mehr. Nachts werde ich noch oft wach, weil ich vermutlich durch eine falsche Liegeposition, starke Schmerzen im Knie habe.
      Irgendwie macht mir der Heilungsprozess Sorgen. Ich bin nach drei Wochen immer noch so stark eingeschränkt, dass ich mich frage, wann ich denn mal wieder normal im Schritttempo gehen kann, geschweige denn arbeiten kann(Ich habe keinen Bürojob). Auch wenn ich so wie jetzt auf dem Sofa liege und mich zur Pause zwinge, habe ich Schmerzen. Die sind zwar auszuhalten, aber weh tut es trotzdem.
      Ich wurde noch nie operiert und habe diesbezüglich keine Erfahrungen. Den nächsten Arzttermin habe ich erst in einer Woche. Krankengymnastik geht erst in anderthalb Wochen los.
      Das Knie ist auch immer noch deutlich geschwollen.
      Eine Freundin, die vor ein paar Wochen am Innenminiskus ambulant operiert wurde, ist nach vier Wochen schon wieder arbeiten gegangen.
      Und ich krebsel hier nach drei Wochen immer noch auf Krücken herum.
      Muss ich mir da irgendwie Sorgen machen???
      Über Erfahrungen bin ich dankbar.
      VG

      • (2) 04.01.19 - 19:39

        Was wurden denn nach der OP noch für Maßnahmen ergriffen, damit du wieder in Schwung kommst?

        Mein Mann hatte an beiden Knien minimalinvasive OPs. 2011 rechts und 2017 links. 2011 wurde es ambulant gemacht. Krankengymnastik, Krücken für die erste Zeit und nach drei Woche durfte er wieder arbeiten. Das Knie macht bis heute Probleme. Mal mehr, mal weniger.

        Beim linken Knie hatte er einen anderen Orthopäden und die OP fand in einer anderen Klinik statt. Mein Mann musste eine Nacht im KH bleiben und bekam dort auch ein Training, wie er für die nächsten 6 Wochen schonend Treppen steigen und aus dem Sitzen aufstehen sollte. Er bekam eine Orthese fürs Knie und leihweise eine elektrische Bewegungsschiene, die zusätzlich zur Krankengymnastik einem Muskelabbau im operierten Knie entgegenwirken sollte. 5 Wochen war er zu Hause und sollte danach erstmal Tätigkeiten mit schwerem heben und vielen Treppen vermeiden.

        Tja, am linken Knie ist nix mehr los. Es mag Zufall sein. Aber dadurch das wir den direkten Vergleich hatten sind wir schon davon überzeugt, dass man viel machen kann, um die Heilung zu unterstützen.

        Ein paar Wochen nach der OP hat mein Mann sich Hyaluronsäure ins Knie spritzen lassen. Leider zahlt das die Kasse nicht. 4 Behandlungen kosten ca. 500 Euro. Das Knie wird dadurch erstmal "geschmiert". Man läuft besser und verfällt nicht in Schonhaltung. Das ist auch wichtig für den Muskelaufbau. Und starke Muskeln an den betreffenden Stellen sind wichtig, wenn es wieder werden soll.

        • (3) 04.01.19 - 19:53

          Vielen Dank für deine Antwort.
          Also im Prinzip wurde nichts weiter gemacht. Ich stehe so ein bisschen im Regen. Es gab eben nur die Anweisung wie ich mich die ersten zwei Wochen verhalten soll. Danach quasi nichts mehr.
          Man hatte mir schon im Vorfeld gesagt dass es ne große OP ist und dauern wird. Ich war auch fünf Tage stationär im Krankenhaus und hatte die erste Zeit so eine Wunddrainage.
          Aber irgendwie stehe ich jetzt hier, drei Wochen sind um, und es funktioniert einfach noch nichts. Wie gesagt, ich schaffe es mal von der Küche ins Wohnzimmer ohne Krücken aber im nächsten Moment knickt mir das operierte Knie ein und ich hab damit zu kämpfen dass ich nicht umfalle.
          So gesehen bin ich schon viel auf den Beinen. Ist ja auch nicht anders möglich mit zwei Kids. Aber gut geht's mir, bzw. dem Knie damit nicht.

          • (4) 04.01.19 - 22:57

            Dass es mit der Krankengymnastik bei dir erst nach über 4 Wochen losgeht ist schon echt spät. An deiner Stelle würde ich versuchen, irgendwie schon früher bei deinem Arzt vorstellig zu werden, damit er sich das nochmal anschaut. Ich fürchte, dass du das Knie schon zu früh zu stark belastet hast. Nach der OP ist die Gelenkschmiere erstmal weg und muss sich neu bilden. Wenn man dann zu früh belastet, geht das auf den Knorpel und die Knochen. Mit 2 Kindern ist es natürlich nicht immer leicht sich ausreichend zu schonen, aber ich denke, du musst einen Weg finden, dich noch mehr zurückzunehmen.

            Ich drücke dir die Daumen, dass doch noch alles gut abheilen kann.

      (5) 05.01.19 - 10:24

      Hallo,

      du solltest nochmal zum Arzt, nicht erst in einer Woche .

      Vielleicht hat sich etwas entzündet oder es gibt einen Erguss oder Ödem, das kann alles sein.

      Vielleicht brauchst du Antibiotika oder Cortison, aber das weiß der Arzt besser.

      Wenn es so weh tut, würde ich langsamer machen, der Schmerz zeigt dir, dass es zu viel ist.

      Gute Besserung!

      (6) 06.01.19 - 17:36

      ich hatte Anfang Juni eine minimalinvasive große OP am linken Knie. Es wurde mein vorderes Kreuzband mit einer eigenen Sehne wieder aufgebaut und der Innenmeniskus refixiert. Dazu war ich in einer großen Sportklinik, die nur Gelenke operiert und bei Knien sehr viel Erfahrung hat. Ich war 2 Nächte im Krankenhaus und durfte am Anfang den Fuß nur abrollen. Nach 2 Wochen dann Teilbelastung mit 10kg, ab der 6. Woche dann Vollbelastung. Auch der Bewegungsumfang war entsprechend eingeschränkt. Am Anfang 2 Wochen nur passiv bis 40° Beugung, dann 2 Wochen bis 60°, dann 2 Wochen bis 90°. Hatte verschiedene Orthesen, letztendlich bis 3 Monate nach der OP. Von der KLinik bekam ich einen genauen Plan und für die ersten 6 Wochen eine elektrische Bewegungsschiene, die ich mehrfach am Tag benutzen sollte. Außerdem einen Muskelstimulator. Direkt nach der OP begann Lymphdrainage und Physiotherapie. AU war ich etwa 8 Wochen, danach war ich zum Glück noch 1 Monat arbeitslos, sodass ich erst nach 3 Monaten wieder anfing zu arbeiten. Wäre vorher auch kaum möglich gewesen.
      Wegen den Kindern und dem Haushalt hatte ich von der Krankenkasse 6 Wochen lang eine Haushaltshilfe bekommen. War nervig, ging aber nicht anders. Vor wenigen Wochen hatte ich nochmals ein Rezept KG bekommen. Ich darf weiterhin nicht allen Sport und nicht alle Bewegungen machen, mein Knie braucht wohl 1 Jahr, bis es wieder "normal " eingesetzt werden kann. Die Beweglichkeit ist noch nicht optimal, kann das Knie noch nicht so gut abknicken, wie das gesunde.
      3 Wochen nach Knie-OP sind nichts! Das kann noch nicht normal sein!!! Aber warum hast Du nicht sofort Physiotherapie, Lymphdrainage und eine Bewegungsschiene bekommen?? Dein Knie muss von Anfang an bewegt werden und braucht professionelle Anleitung!!! Da lief und läuft bei Dir einiges schief, es sind nicht die wirklichen Profis bei Dir dran! Mach Druck, geh jetzt sofort schon zur Physiotherapie, Du brauchst auch unbedingt Lymphdrainage und lass einen sehr erfahrenen Arzt auf das Knie schauen!!! Auch hast Du wahrscheinlich viel zu schnell belastet. Lass das dringend überprüfen!

      • (7) 06.01.19 - 19:21

        Hallo Lexa, danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin irgendwie total verunsichert. Ich hatte halt nur die Anweisung bekommen, wie ich mich die ersten zwei Wochen verhalten soll. Das war auch die Teilbelastung von 10-20 kg. Danach kam im Prinzip nichts mehr. Es war einfach total blöd, weil Weihnachten und Neujahr dazwischen lag. Ich war ja schon froh, dass ich direkt nach Weihnachten die Fäden heraus bekommen habe. Dafür bin ich ja auch noch mal in die Klinik gefahren und habe nachgefragt, wie es jetzt weiter geht. Natürlich war nicht der Arzt da der mich operiert hatte, sondern ein anderer Arzt der zwischen Weihnachten und Neujahr Notfallsprechstunde hatte. Er meinte einfach, dass ich nach diesen zwei Wochen wieder anfangen dürfte zu belasten, so wie es mir eben möglich ist....
        Ich habe mich schon die letzten zwei Tage deutlich zurück genommen und ich merke ganz klar, dass die Schmerzen weniger werden sobald Ruhe ins Bein kommt.
        Am kommenden Freitag habe ich endlich den Termin. Ich werde meinen Arzt noch mal aus quetschen. Krankengymnastik war auch vorher nicht möglich weil sich aufgrund der Urlaubszeit alles verschoben hat....
        LG

        • (8) 06.01.19 - 22:40

          Aber eine Motorschiene hätte man Dir doch verordnen können. Mir wurde beim OP-Vorgespräch gleich gesagt, dass ich für den 1. Tag nach Entlassung sofort einen Termin für Lymphdrainage und KG ausmachen muss! Und die Motorschiene war einen Tag nach Entlassung da!

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