Familienkur - Erfahrungen oder Empfehlungen?

    • (1) 17.01.19 - 12:23

      Hallo zusammen,

      ich denke im Moment über eine Mutter-Kind-Kur nach. Habe etwas im www geforscht und bin dann auf Familienkuren gestoßen.
      Mein Mann und ich sind im Moment total erschöpft. Naja, was heißt im Moment?! Seit mehrere Monaten... Unser kleiner (1.5 J.) schläft seit Geburt total schlecht. Zwei raltiv gute Wochen hatten wir mal. Der Große (gerade 4 geworden) hat auch immer mal wieder unruhige Nächte. Der Kleine ist allgemein ein unruhiger und quirliger Junge. Der Große ist eher der ruhigere Part, aber von ihm kommt natürlich auch im Moment oft Gegenwind. Ich arbeite 6 Stunden am Tag und mein Mann ist bei der Berufsfeuerwehr, schläft auf der Arbeit auch kaum, hat Rücken schmerzen und überlegt inzwischen, ob er in den Innendienst wechseln sollte.
      Ich frage mich, wie andere Familien den normalen Alltag durchstehen. Fühle mich oft als Versagerin... Zurzeit könnte ich einfach nur heulen :-(
      Jedenfalls würde uns eine Familienkur wahrscheinlich weiterbringen als "nur" eine Mutter-Kind-Kur. Die wäre glaube ich mit einem 1.5 J. Kind (+ noch ein 4 J.) nicht so einfach alleine "durchzustehen".

      Ich weiß gar nicht, warum ich das jetzt alles so genau aufgeschrieben hab. Wahrscheinlich musste ich es mir von der Seele schreiben.

      Also hat jemand Erfahrungen mit einer Familienkur und vielleicht sogar eine Empfehlung?

      Ich bin dankbar für jeden Rat!

      Liebe Grüße
      Binasti

      • Mutter-Kind-Kur bedeutet, dass Mutter mit Kind(ern) zur Kur fährt, Tipps lernt mit dem Alltag umzugehen.

        Vater-Kind-Kur, dass der Vater mit den Kind(ern) zur Kur fährt und lernt mit den Anforderungen im Alltag umzugehen.
        Diese wird eher genehmigt, wenn er den größeren Teil der Erziehung übernimmt.


        Familienkuren sind hauptsächlich dann, wenn ein Kind schwer krank ist,
        ein Familienmitglied schwer erkrankt ist oder war
        Todesfall in der Kernfamilie
        Ziel ist dann wieder als Familie zusammenzufinden. Lernen mit der schweren Zeit umzugehen. Zurückfinden in Leben und Alltag. Mit der Trauer umzugehen.


        Bezüglich Schlaf wird von der Krankenkasse u.U. das Argument kommen:
        einer fährt mit den Kids zur Kur und lernt dort Tipps für den Alltag.
        Der andere kann zu Hause in der Zeit schlafen.

        (3) 17.01.19 - 13:38

        Hallo,

        eine Freundin von mir war mit ihrem Mann und den zwei Kindern zur Familienkur. Sie haben die Antragsstellung über die „Kurberatung Deutschland“ gemacht.
        Allerdings war es bei Ihnen nach schwerer, potenziell lebensgefährlicher Erkrankung des einen Kindes.

        Es ist wohl nicht so einfach eine Familienkur bewilligt zu bekommen.

        Alles Gute, mokli

        Hallo!
        Deine Beschreibung deiner Jungs könnte von mir stammen. Sie sind 2 und 4.5 Jahre alt und der Kleine ist ein total schlechter Tagschläfer gewesen und während der Stillzeit...naja...kennen wir alle mehr oder weniger...
        Mein Unterschied zu dir: ich arbeite zur Zeit nicht und mein Mann hat einen mehr oder weniger geregelten Bürojob.
        Ich bin aus der Schweiz, von daher kann ich dir keine Tips zu einer Kur geben.
        Aber was mich bisschen „schockiert“ ist, dass du täglich 6 Stunden arbeitest. Wirklich jeden Tag? Ich stell mir das sehr stressig vor mit zwei Kindern diesen Alters und ganz zu schweigen von Papa‘s unregelmässiger Arbeitszeit. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das fast nicht gut kommen kann. Versteh mich nicht falsch, ich meine damit, dass ICH das auch nicht schaffen würde.
        Vielleicht würde euch eine Familienberatung gut tun. In welcher Form auch immer.

        Ich wünsche euch viel Glück! Und vergiss nicht, es geht allen ähnlich oder gleich was die Kinder angeht. Das drum rum Organisierien ist nicht einfach, aber ausschlaggebend.

      • (5) 17.01.19 - 21:57

        Ich arbeite selbst in einer Eltern-Kind-Kurklinik und wir haben in jedem Kurgang mehrere Familien zur Familienkur. Gerade mit einem so kleinen Kind sind Kuren sehr anstrengend, da das Kind sich nicht immer gut betreuen lässt, Anfangsschwierigkeiten hat, mal krank wird...Das lässt sich als Ehepaar besser meistern. Wir bieten auch bei Bedarf Paargespräche bei den Psychologen an.
        Wegen der Beantragung: geh am Besten zu einer Beratungsstelle. Ihr müsst das offiziell als Vater-Kind und als Mutter-Kind-Kur laufen lassen, jeder mit einem Kind. Das Ganze dann mit einer Klinik der Wahl absprechen, dass ihr als Familie kommen wollt. Dann müsste das klappen. wir haben extra große Familienappartements dafür...

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