schlechte Ärzte - was tun?

    • (1) 11.02.19 - 12:49
      Inaktiv

      Ich habe jetzt zum selben Fall gleich zwei wirklich schlechte Erfahrungen gemacht - ich habe mir im Nacken einen Nerv eingeklemmt oder einen Bandscheibenvorfall, wäre nicht der erste im Hals.
      Ich habe heftige Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Damit bin ich letzte Woche zu meinem Hausarzt. Der hat mir eine Frist von 10 Tagen gesetzt, in denen ich die Schmerzen durch Training/Massagen los werden soll und dazu habe ich ein "hochwirksames Schmerzöl" bekommen... keine nähere Erläuterung dazu... hab mich schon über das grüne Rezept gewundert, gegooglet... ein homöopathisches Öl... ja , danke, aber nein Danke.
      Ich bin noch nicht allzu lange dort in der Praxis, bisher musste er mir nichts medikamentös verordnen. Dauerverordnungen hat er klaglos übernommen. Insgesamt finde ich es aber schwierig bis hin zu unmöglich mir ungefragt und vor allem unerklärt mit Placebos zu kommen.

      Die Schmerzen wurden kaum besser, dazu Taubheitsgefühl in Arm und Ohr bzw. Gesichtshälfte, gestern bin ich also zum ärztlichen Notdienst, weil ich so langsam, ohne wirksames Schmerzmedikament latent am Durchdrehen war.
      Die Ärztin fasst mir einmal an auf die Schulter (und ja, genau das) und erkennt sofort "das ist nur eine Verspannung, kommt davon, wenn man im Büro arbeitet." Die Anamnese war damit abgeschlossen, zur Therapie gab es ein "Muskelrelaxant, das entspannt die Muskeln, das können sie auch jetzt sofort nehmen." Ging aus dem Raum, kam wieder, gab mir 4 Pillen und wünschte mir einen schönen Tag.
      Bekomme habe ich Diazepam, also Valium. Keine Aufklärung über ein doch recht heftiges Medikament, keine Nachfrage ob eine Sucht vorliegt oder ob ich andere Medikamente nehme. Es gab ja nicht mal einen Beipackzettel oder auch nur den Produktnamen, er war mit etwas Glück (war ja nicht mal ein ganzer Blister) dann hinten drauf lesbar.
      Und wenn ich keine Ahnung von dem Medikament oder der Wirkweise von Muskelrelaxantien gehabt hätte und hätte die Pille "jetzt sofort" genommen, wäre ich nicht mal mehr mit dem Auto heim gekommen - die Praxis hat ein riesiges Einzugsgebiet und ist schlecht angebunden, dass ich mit dem Auto da war, war mehr als wahrscheinlich. Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich mich beschwere, weil ich das Verhalten grob fahrlässig und vor allem gefährlich für den Patienten finde, ganz davon ab, dass ich so ein Verhalten auch insgesamt sehr entmündigend und überhaupt nicht angemessen finde.
      Geholfen war mir damit aber auch nicht - mit den Halbwertszeiten von Diazepam und meiner Verantwortung, die ich ab heute morgen wieder alleine trage war mir das zu riskant.

      Ich weiss ja, dass es auch anders geht, umso ärgerlicher fand ich den Kontakt jetzt... würdet ihr euch beschweren, bringt das was? Mein Hausarzt ist die Woche über weg, ich muss also irgendwie über die nächsten Tage kommen und bin sehr unzufrieden mit der Situation...

      • Ich kann Dir nur raten, einen Termin bei einem Chiropraktiker zu machen.
        Für mich sind diese Leute ein Segen, gerade bei solchen Problemen wie Du sie hast.

        Alles Gute.

        • (3) 11.02.19 - 13:25

          Deswegen bin ich bei meinem Hausarzt gelandet, er hat eine chiropraktische Ausbildung und macht das eigentlich auch sehr manierlich. Aber als ich letzte Woche da war, war nichts zu holen, rein gar nichts.

      (4) 11.02.19 - 13:19

      Du kannst zu Vertretung des Hausarztes gehen. Diazepam ist kein Muskelrelaxans, da hat sich die Ärztin wohl vergriffen. Muskelrelaxans wäre an sich schon hilfreich gewesen.
      Grundsätzlich war die Idee von Deinem Hausarzt doch gar nicht schlecht. Das Schmerzöl hilft sehr vielen Menschen und viele Hausärzte versuchen erst mal, mit pflanzlichen oder homöopathischen Medikamenten auszukommen. An sich keine schlechte Idee, denn Schmerzmittel haben nun mal auch Nebenwirkungen. Und wenn es dem Patienten nicht ausreicht, wird er schon vorzeitig wieder kommen.
      Auch Bandscheibenvorfälle werden zunächst konservativ behandelt, also mit Schmerzmitteln und Physiotherapie. Wenn die Schmerzen aber so stark sind und du zusätzlich Gefühlstörungen hast, dann geh schnell zu einem Vertretungshausarzt, vielleicht musst du zu einem Neurochirurgen geschickt werden.

      • (5) 11.02.19 - 13:29

        Ich sehe einen gehörigen Unterschied zwischen pflanzlich und homöopathisch und ich bin die letzte, die sich gegen etwas pflanzliches sperrt, ich bin aber nicht gewillt für Hokuspokus Geld auszugeben und in jedem Fall erwarte ich eine vernünftige Aufklärung über jedes Medikament.

        • (6) 11.02.19 - 13:35

          Ich persönlich nehme auch keine homöopathischen Medikamente, hätte das auch gleich dem Arzt gesagt. Hättest ja auch gleich in der Praxis nochmal anrufen können, machen auch die Apotheken...Vernünftige Aufklärung über jedes Medikament, ist nicht immer möglich, wenn die Praxis voll ist.

    Huhu,
    früher hat man Tetrazepam (Musaril) verschrieben, das gibt es leider nicht mehr, daher wohl das Diazepam als Alternative. Ohne Aufklärung allerdings imho etwas grenzwertig...

    Wenn du Missempfindungen hast, wäre das was für einen Arzt zum abklären. Vielleicht gibt es ja einen Vertretungsarzt für deinen HA oder auch einen Orthopäden (manche haben extra Akutsprechstunden)?

    Hallo,
    Ich würde auf jedenfall Rückmeldung geben. Hab beruflich mit vielen Arztpraxen zu tun und muss sagen, dass es bei vielen so chaotisch und unstrukturiert zugeht, dass es mich wundert, dass die überhaupt noch aufmachen.
    Ja, Stress,Zeitdruck mag alles sein. Aber seine Arbeit muss man trotzdem ordentlich machen. Der letzte Arzt, der mich bei meinen Rückenschmerzen wirklich körperlich untersucht hat, was der vom Kiesertraining ( Sportstudio)bei der Anamnese. Das kanns ja nicht sein.

    Eine gute Praxis nimmt Kritik positiv entgegen, denn sie gibt ihr die Chance sich zu verbessern.

    Lg fatty

    Solches Verhalten kenne ich, leider.

    Ob ich mich beschwere hängt davon ab, wie dringend ich Hilfe brauche.

    Wenn sich mein Problem gelöst hat und ich schwarz auf weiß habe, woran es lag, sage ich dann schon etwas.
    Bevor ich das Risiko eingehe, suche ich mir jedoch Plan B. Das heißt im Zweifel einen anderen Arzt.

    Beschweren hat bei meiner alten Hausärztin sehr viel gebracht. Die Praxis war offen und um Rat dankbar, wenn etwas mal aus den Fugen geriet. So konnten sie rechtzeitig wieder handeln. Dort war ich über viele Jahre und es war ein menschenwürdiger Ton.

    Bei anderen Praxen biss ich damit auf Granit. Friss oder stirb. Nimm die Medikamente oder lass es. Da waren auch ähnliche Hammersituationen dabei wie bei dir mit dem Diazepam. Auch Andeutungen in Richtung wie "Patient macht nicht mit" oder unterschwelliges Anzweifeln meiner geistigen Fähigkeiten ... im Zweifel sind Sie der Patient ... und bei der verordneten Medikamentengabe ist ja klar, wer nicht so ganz klar denken kann.

    Entsprechende Ärzte haben mich nicht wieder gesehen! Die Häufigkeit der Begegnungen hat jedoch leider zugenommen. Woran es liegt, keine Ahnung. In der Region fällt es anderen ebenfalls auf bzw. haben von gleichen Ärzten ähnliche Ratschläge, Medikamente oder sehr teure Placebos (ohne Untersuchung!) vorgeschlagen bekommen.

    Ärzte, die untersuchen und dann entscheiden, gibt es auch. Diese haben Aufnahmestopp.Patienten gehen zwar gesund und munter wieder raus und kommen erst bei neuen Problemen wieder. (nicht zum 5. mal wegen der unbehandelten, ungeklärten nicht untersuchten gleichen Sache!).
    Aber genau deswegen gehen dort so viele hin, weswegen keine neuen mehr aufgenommen werden können.



    Beschweren mache ich daher nur noch sporadisch. Siehe oben.
    Bei einigen Praxen habe ich anfangs noch was gesagt. Die Antwort war dann: ja, wissen wir, aber die meisten Patienten gehen sowieso wieder. / Der Arzt ist eben so. / Team hat auch gewechselt bzw. einzelne traf ich dann in anderen (Fach)Arztpraxen wieder / bei einem anderen wird es Ihnen nicht besser ergehen, die sind doch heute alle so.
    Nein, es sind nicht alle so. Bei Fachärzten habe ich jetzt die, die ich brauche, wenn auch mit weitem Fahrtweg.

    Hallo!
    Du tust mir leid! Mit deiner Vorgeschichte, ist das Verhalten der Ärzte verantttwortungslos.
    Da wäre es vielleicht ne idee, selbstständig zum orthopäden zu gehen (bzw. Dort anzurufen) und um Hilfe zu fragen.
    Gute Besserung!

    Wegen des Diazepans würde ich in der praxis noch mal anrufen.

    Und ganz ehrlich: probier das Öl.... wir nutzen seit Jahren - wirklich seit vielen Jahren - Pyolysinsalbe gegen eitrige Wunden und haben vor kurzem entdeckt, dass es homöopathisch ist. Hilft aber hervorragend bei entzündungen und eiter... ist nicht nur hokuspokus...

Wie auch schon öfters geschrieben wurde, wende dich am besten an einen Chiropraktikter, der sollte dir gut helfen können

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