Kann Bronchitis im Zusammenhang mit Allergien stehen?

    • (1) 06.03.19 - 21:31

      Hallo,

      mein Kleiner (13 Monate) hat chronisch obstruktive Bronchitis.
      Die Lunge ist vorgeschädigt durch RSV - also kein Wunder laut den Ärzten.

      Eine Freundin meinte nun, wir wollten dch auch mal an Allergien denken. Hat sie recht? Gibt es da einen Zusammenhang? Sollte ich unsere Ärztin mal darauf ansprechen?

      Lg

      • Ja, was meinst du denn, was ein allergisches Asthma ist? Das ist eine spastische Bronchitis durch Allergien bedingt!
        Bei Euch gibt es einen Grund, den RS-Virus. Aber mit den gleichen Beschwerden würde er auch auf Allergien reagieren, wenn er welche hätte. Beobachtet ihn mal, ob es irgend einen Zusammenhang zu irgendwelchen Allergenen gibt. Wenn ihr einen Zusammenhang erkennt, dann wäre ein Allergietest sinnvoll.

        Welche Diagnose habt ihr denn genau bekommen? Was wurde denn bisher an Diagnostik/ Therapie gemacht?

        Asthma und COPD sind vom Mechanismus her völlig unterschiedlich und werden auch unterschiedlich therapiert. Asthma kommt eher bei Kindern vor als COPD und hat oft allergische Ursachen.
        Vieles kann man mit einer Lungenfunktionsprüfung rauskriegen, fragt sich nur ob man das bei einem 18 monatigen Kind schon durchführen kann.
        Hast du denn das Gefühl, dass es allergisch sein könnte? Verändern sich die Beschwerden im Tagesverlauf? Wird es schlimmer nach xxxxx (Kontakt mit Tieren, Duftstoffen....)

        • Also wir sind halt immer wieder zum Abhören beim Arzt um eine Lungenentzündung auszuschließen. Ansonsten bekommt er dauerhaft Kortison als Spray und im Akutfall Salbutamol bzw Kortisonzäpfchen.
          Jetzt wurden erst mal die Polypen operiert um die Nasenatmung zu ermöglichen, was ja auch Infekte vorbeugt.

          Einen Zusammenhang mit bestimmten Auslösern kann ich nicht erkennen.

          • Rein von den Medikamenten her klingt es tendenziell eher nach Asthma. Das kann (muss nicht) allergisch bedingt sein.

            Ich schließ mich mit dem Pneumologen an. Oft machen die Allergologie mit, dann wäre ja eh alles beisammen. 😊

        Eine COPD gibt es bei kleinen Kindern nicht! Die kommt nur im späteren Erwachsenenalter vor und ist meist durch jahrelanges intensives Rauchen bedingt!
        Bei kleinen Kindern spricht man häufig nicht gleich von Asthma, sondern erst nur von einer spastischen oder obstruktiven Bronchitis. Das kann entweder im Schulalter wieder verschwinden, oder es entwickelt sich ein Asthma daraus. Die Therapie ist aber die Selbe wie beim Asthma.

      • Wie kommst du denn auf COPD???
        Das ist ein Kleinkind und der Verlauf (bes. nach RSV) nicht ungewöhnlich und verwächst sich meist.
        Für eine COPD ist das Kind viele Jahre(zehnte) zu jung und auch ein Asthma ist sehr unwahrscheinlich in dem Alter.

    Bei meinem Sohn sind Hausstaubmilben in Kombination mit einem Infekt der Auslöser.
    Nur Milben merkt man ihm nicht an, kam ein leichter Schnupfen dauerte es maximal 1 Tag und er hatte eine obstruktive Bronchitis.
    Seit er Milbenschutzbezüge über dem Bettzeug hat, wenig Milbenfänger (Kuscheltiere, Teppich etc. wenn dann waschbar) ist es deutlich besser.

    (9) 07.03.19 - 17:53

    Leider ja. Sogar Nahrungsmittelallergien können sich durch Husten äußern, Tierhaare, Milben und Pollen sowieso.

    Ich würde dir empfehlen, zum Pneumologen mit deinem Sohn zu gehen, da kennen die sich besser aus.

    • (10) 07.03.19 - 21:31

      Aber undbedingt zum KINDERpneumologen!

      • (11) 07.03.19 - 21:37

        Kommt halt auf den Arzt an.

        Unser alter Erwachsenenpneumologe ist leider in Rente gegangen, der war so süß mit meinem Kleinkind damals und es war im völlig egal, was die Therapie gekostet hat.

        Wir hatten damals alles super im Griff. Therapiepläne gab es eingeschweißt für die Pinnwand und sowas.

        Seitdem waren wir bei 3 Kinderpneumologen, das taugt alles nichts, was die so aufschreiben.

        Ich würde es daher nicht daran festmachen, ob der Pneumologe Pädiater ist.

Hallo september13,
in 90 Prozent der Fälle ist die Ursache eine Infektion mit Viren. Nicht selten steckt aber auch eine Asthma-Erkrankung dahinter, die nach entsprechender Behandlung zu einem deutlichen Rückgang der Bronchitishäufigkeit führt.

Ich würde die Ärztin auf jeden Fall mal darauf ansprechen, besonders wenn bei Euch Allergien in der Familie liegen.

Eurem Kleinen wünsche ich gute Besserung und Dir ein schönes Wochenende!
Alles Gute!

Hallo

ich berichte mal von unserem Weg. Mein Sohn hatte das erste mal eine spastische Bronchitis mit 15 Monaten. Am Anfang eher selten. Wurde zwischen dem 3 und 4 Lebensjahr so schlimm das er das auch im Sommer hatte und ich schon das Gefühl hatte mit dem Kinderarzt per Du zu sein. Mit 3,5 in die Mutter-kind Kur an die See. Den Winter darauf war es fast weg. Er musste dennoch Budes als Vorsorge nehmen. Das hatte er fast durchgehend 1,5 Jahre genommen. Im Akutfall im noch Salbutamol oder Rectodelt Zäpchen. Er war mit fast 4 Jahren beim Lungenfunktionstest. Bei sehr kleinen Kindern bringt das nix da sie ja auch die Anweisungen mitmachen müssen. Allergietest über Blut etc ist auch erst mit ca 5 Jahren so richtig Aussagekraftfähig. Es sei denn er hätte eine Allergie gegen Lebensmittel da wird dann wohl auch schon viel früher geschaut durch Testungen. Mein Sohn hatte mit 5,5 Jahren den ersten Allergietest auf der Haut und da wurde erkannt das er Hausstaubmilben hat. Daher hat er jetzt Milbenbezüge für das Bett. Seit letztem Jahr ist auch bekannt das er Gräserpollenallergie hat. Diesen Winter hatte er nur 2 Anfälle. Mittlerweile ist er 7,5 Jahre. Es wurde weniger aber so ganz weg ist es nicht.

LG und viel Kraft und Glück
Hexe12-17

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