Macht eine Kinder Reha mit sehr kleinem Kind Sinn? (Atemwegserkankung)

    • (1) 03.04.19 - 21:40

      Hallo,

      uns wurde zur Reha geraten wegen chronischer Bronchitis/ frühkindlichem Asthma. Unser Kleiner ist aber erst 14 Monate alt.

      Jetzt habe ich mich ein wenig eingelesen und finde, dass sehr viele Therapiemaßnahmen auf die Verhaltensschulung des Kindes zielen. Oder Sporttherapie um die Leistungsfähigkeit zu steigern. Das ist bei unserem Kleinen ja nicht möglich, da ist er einfach noch zu jung.

      Macht eine Reha trotzdem Sinn, auch wenn es dann "nur" das Reizklima für ihn und die Schulungen für uns Eltern ist?

      Sind die Kliniken denn auch auf so kleine Patienten eingestellt?
      Für mich muss klar, sein, dass er auf jeden Fall davon profitiert.
      Und, dass es für uns auch "machbar" ist. Dass z.B ein Mittagschlaf möglich ist, es Spielmöglichkeiten gibt, wo nicht alles gefährlich ist. Sonst gibt das nur wochenlangen Stress.
      Für uns als Familie wäre das nämlich eine echte Herausforderung, das muss gut überlegt sein.

      Lg

      • Wir waren mit den Kindern in Davos, in Oberjoch und auf Amrum (Satteldüne). Unsere Patientenkinder waren da immer schon mindestens 2 Jahre alt, aber es gab auch andere Kinder, die jünger waren.
        So kleine Kinder sind immer nur während der Elternschulungen in der Betreuung, oder sonst insgesamt relativ kurz. Die Betreuung war selten ein Problem. An Therapien gab es je noch Klinik: Schulung der Inhalationstechnik (Pari Boy, Spray mit Inhalierhilfe) zusammen für Mutter und Kind, Abhören nach Belastung (Rennen mit Mama, dann Abhören), Physiotherapie (Pustespiele, Hüpfen auf dem Trampolin, heiße Rolle, Sekretmobilisation) immer zusammen mit Mama (oder Papa), Wasserspiele zusammen mit Mama /Papa im Schwimmbad, Therapiebäder bei Neurodermitis, Sauna ab 2 Jahre, Kneipp-Anwendungen (Z.B. wechselwarme Fuß- und Armbäder oder Fußbäder im Wechsel mit Treten im kalten Becken), Mutter-Kind-Turnen mit Atemübungen zwischendurch, Ausflüge in die Landschaft (mit den Erziehern zusammen)...
        Die Zimmer waren immer kindersicher, für die Kleinen gab es immer die Möglichkeit, einen Mittagsschlaf zu machen (wurde am Anfang abgefragt und dann im Therapieplan berücksichtigt), Spielzimmer und Spielplätze für die Kleinen gab es auch überall. Meist auch Kinderwagen oder Bollerwagen zum Ausleihen.
        Die Kleinen Kinder sind in den Rehakliniken immer häufiger geworden. Unsere letzte Kinderreha letztes Frühjahr auf Amrum war für unsere damals 6-Jährige schon teilweise nervig, da weit über die Hälfte der Kinder viel jünger waren und es sehr viele Kleinkinder gab. Manche Mütter waren mit 2 Kindern unter 3 Jahren da. Auch in den Elternschulungen wurde darauf Rücksicht genommen, wenn Kinder mit dabei waren, weil sie nicht in der Betreuung geblieben waren.
        Natürlich ist es mit Kleinkind stressiger als mit Schulkind, da du dich die ganze Zeit um das Kind kümmern musst, es überall zu den Therapien begleiten musst. Aber unseren Kindern ging es danach meist deutlich besser als vorher.

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