Spenden?

Hallo
Ich hatte heute eine Diskussion mit einer Freundin, es ging um das Thema Organspende/Knochenmarkspende.
Sie war der Meinung, dass ein Mensch "vollständig" begraben werden muss. Dabei ist sie gar nicht gläubig. Wenn jemand streng gläubig ist, könnte ich es zumindest ein Stück weit verstehen.
Ich sehe es so, dass ich nichts mehr brauche wenn ich tot bin und es doch schön ist, anderen noch zu helfen. Gerade weil man selbst dafür auf nichts verzichtet. Ob die Organe nun in der Erde vergammeln oder im besten Fall noch 10 Leuten das Leben retten, ist für mich ein riesen Unterschied. Und ich bin auch gläubig und ich glaube nicht, dass ich in meinem nächsten Leben noch Dinge meines jetzigen Lebens brauchen werde.
Bei der Knochenmarkspende könnte so viel schief gehen und man wüsste ja nie was passiert. Ja es kann was schief gehen. Aber ich kann auch morgen blöd stolpern und unglücklich fallen und bin auch tot. Das Leben ist lebensgefährlich.

Man sieht so oft Aufrufe in sozialen Medien wo Stammzellspender gesucht werden und ich denke dann immer, hoffentlich trifft es uns niemals dass wir jemanden suchen müssen. Und wenn doch, wie kann ich von anderen erwarten etwas zu tun, wozu ich selbst nicht bereit bin?

Also würden diejenigen die selbst nicht Spenden möchten auch für ihr Kind eine Spende ablehnen wenn dadurch sein Leben gerettet werden kann?

Hallo,

ich trage einen Organspendeausweis mit mir, das Kreuz habe ich bei "Nein" gesetzt. Nicht weil ich "komplett" begraben werden möchte, sondern weil ich die Chance haben möchte, beim Sterben in den Armen gehalten zu werden. Gleiches gilt für meine Kinder. Ich möchte sie ggf. in meinen Armen halten, wenn sie sterben. Ist man Organspender, ist das nicht möglich.

Mit der Lebendspende habe ich auch so meine Probleme. Ich würde für Menschen, die mir nahestehen, meinen Mann oder meine Kinder spenden. Für Fremde würde ich das gesundheitliche Risiko nicht auf mich nehmen.

Ich selbst möchte keine Spenderorgane von Fremden. Ob ich das für meine Kinder ablehnen würde, weiß ich nicht. Ich habe schon oft darüber nachgedacht. Da würde ich mich wohl in einer extremen Zwickmühle befinden. Im Zweifelsfall würde ich mich wahrscheinlich für eine lebensrettende Spende entscheiden. Aus dem Bauch heraus. Weil ich auch nur ein Mensch bin. Zudem werden die Organe ja niemandem entnommen, der sich gegen eine Spende entschieden hat.

LG

Selbstverständlich ist es auch einem Organspender möglich, beim Sterben in den Armen gehalten zu werden. Erschreckend, wie uninformiert manche sind!

"Erschreckend, wie uninformiert manche sind!"

Das kann ich nur zurückgeben. Du solltest dich informieren.

Als Spender muss man an Maschinen am Leben erhalten werden. Ist man erst mal tot, werden die Organe ja nicht mehr durchblutet. Somit sind sie unbrauchbar.

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Hallo!

Ich finde das muss jeder für sich entscheiden. Allerdings sollte man sich wirklich Gedanken darüber machen, wie man selbst entscheiden würde wenn man selbst schwer erkrankt ist oder das Kind, der Ehemann usw.
Würde man die Hilfe dann annehmen? Ich habe diese Frage für mich mit einem klaren ja beantwortet. Darum habe ich einen Organspendeausweis und bin auch bei der DKMS registriert. Ich finde man sollte von anderen nichts verlangen zu dem man selber nicht bereit ist.
Aber es ist einfach ein schwieriges Thema und viele haben auch einfach Angst und entscheiden sich deswegen gegen eine Spende.
LG Laila

"Ich finde man sollte von anderen nichts verlangen zu dem man selber nicht bereit ist."

Ich verlange von niemandem etwas, wenn ich Spenderorgane annehme. Jeder entscheidet selbst, ob er spendet oder nicht.

Bei der Entscheidung für sich selbst ist es noch recht einfach, finde ich. Für meine Kinder zu entscheiden finde ich schon schwieriger. Muss oder soll, ja darf ich ihnen überhaupt Spenderorgane vorenthalten, nur weil ich nicht bereit bin zu spenden?

Nein so war das auch nicht gemeint. Ich wollte damit nur erklären wie ich zu meiner Entscheidung gekommen bin. Wie gesagt es ist ein sehr schwieriges Thema. Ich habe für mich so entschieden. Mein Mann ist auch kein Spender,er akzeptiert meine Entscheidung und ich seine.

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Hey,

Ich finde, dass auch die Meinung der Angehörigen eine Rolle spielt. Meine Mutter starb als ich 20 war und musste obduziert werden. Diese Vorstellung hat mir ziemlich zugesetzt, so dass ich heute denke, meine Angehörigen sollten das entscheiden können. Das geht aber auch nur, weil es für mich selbst in Ordnung wäre, meine Organe zu spenden. Allerdings kann man ja nun wirklich viele Teile des Körpers spenden bis hin zur Hornhaut des Auges. Und ich weiß genau, dass ich das bei meinen engsten Angehörigen schrecklich finden würde und ich damit länger zu tun hätte.

Liebe Grüße

Hallo, ich sehe es so wie du. Ich bin Organspender, sowie stammzellspender und habe regelmäßig bevor ich schwanger wurde Blut und Plasma gespendet.

Ich finde dies sehr wichtig, es gibt täglich so viele Menschen , die auf diese spenden angewiesen sind . Viele haben das Pech und finden keinen passenden Spender. Falls ich mal auf solche Hilfe angewiesen wäre, wöre ich dankbar einen Spender zu haben .
Mein großer Bruder hatte leider nicht das Glück, er hätte dringend eine Knochenmarkspende benötigt. In unserer Familie war leider kein passender Spender zu finden . Das ist auch mit Grund , warum ich Spender bin.

Ich kann aber natürlich auch die andere Seite verstehen , warum manche nicht spenden möchten. Warum so viele verweigern, ihre Organe nach dem Tod zu spenden. Es sind einfach schon zu viele gravierende Fehler passiert. Und gerade im Bereich der Organspende sieht man wie sehr Geld die Welt regiert. .

Hallo
Sehr schweres Thema. Auch die Frage ob eine Spende (bzw. wo das überhaupt genau anfängt) für das eigene Kind abgelehnt wird ist interessant. Bzw. die Frage ob man den Eltern in einem Land wie Deutschland überhaupt generell alleine die Entscheidung überlasst. Das bezweifle ich nämlich.
Ich kenne ein Mädchen, das mehr oder weniger für die Schwester geboren wurde. Nochmal eine andere Situation. Mich hat das sehr betroffen gemacht und ich habe mich anschließend nochmal ausführlich mit allem beschäftigt.
Fakt ist: es gibt Dinge, da meint man zu wissen wie man sich entscheiden würde. Aber ist man in der Situation, da will ich für nichts meine Hand ins Feuer legen.
Mein aktueller Stand ist, dass ich meine Organe spenden würde. Zwei meiner Kinder ebenfalls. Auch würde ich generell Organe annehmen, auch wenn die Vorstellung für mich sogar "merkwürdiger" ist, als der Gedanke ein Organ zu spenden. Ich sage generell, weil es für mich dabei auch auf die Gesamtsituation ankommt.

LG

Ich habe dazu eigentlich eine ganz klare Meinung: ich spende Stammzellen und was mit meinen Organen nach meinem Tod passiert: am liebsten sollen sie jemanden helfen.

Ich PERSÖNLICH (bitte versteht das nicht als Angriff gegen hier geschriebene Meinungen) kann nicht verstehen, was es einem bringt, mit seinen Organen begraben zu werden. Ich denke mir dann immer: hätten diese Personen Menschen in der Familie, die auf Organe anderer angewiesen wären, würden sie sich nicht vollständig damit begraben lassen, warum auch immer. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Natürlich akzeptiere ich aber all jene die sich dagegen entscheiden und würde niemals mit jemanden diskutieren oder sonstiges.

Sollten ich oder Angehörige jemals in die Situation kommen, wäre ich jedem einzelnen dankbar der es möglich machen würde, uns zu helfen - umgekehrt wäre ich auch bereit dazu.

"Ich sehe es so, dass ich nichts mehr brauche wenn ich tot bin"
Viele denken irrtümlich, dass sie ihre Organe NACH ihrem Tod spenden werden. Das ist aber nicht der Fall. Die Organe werden während des Sterbeprozesses entnommen. Inwiefern das nun einen Unterschied macht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es sollte aber besser darüber aufgeklärt werden.

Das stimmt so nicht! Du bist bereits Hirntot, bevor deine Organe entnommen werden! Der Todeszeitpunkt liegt vor der Operation!
Deine Organe sind noch durchblutet, aber tot bist du schon!

Wollte ich auch gerade schreiben. Du musst 100% hirntot sein, bevor dir irgendjemand Organe entnimmt. Natürlich werden die Ärzte alles versuchen deinen Kreislauf aufrecht zu erhalten, aber leben tust du nicht mehr.

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Hallo,

Für mich ist es eind recht einfache Geschichte.
Ich bin Organ- sowie Stammzellenspender (inzwischen können Stammzellen ungefährlich über das Blut gewonnen werden!) Und ich hoffe, dass ich mal jmd das Leben mit meinen Zellen retten kann und ich wünschte, dass noch viel mehr Menschen sich registrieren lassen würden.

Zu meinen Organen: die Vorstellung, dass ich mit meinem Tod irgendwann eine Mutter, einen Vater, ein Kind, einen Bruder oder eine Schwester retten kann, finde ich tröstlich.

Wenn ich mir vorstelle, dass meine Kinder, mein Mann oder ein anderer geliebter Mensch oder auch einfach ich je in die Situation kommt, ein Organ zu benötigen, lässt mich inständig hoffen, dass uns dann geholfen werden kann.

Ich persönlich fände es scheinheilig etwas von anderen zu erhoffen, was ich selbst nicht bereit bin zu geben.

LG Nadine

Stammzellen können nicht immer ungefährlich aus dem Blut entnommen werden,und ganz ungefährlich ist die Vorbereitung auch nicht.
Aber ist kein Vergleich zu dem was die Patienten durchmachen müssen um eine Spende zu empfangen.
Mein Mann und ich sind auch bei der DKMS typisiert worden, zum Glück brauchte noch keiner von uns eine Spende. Aber die Verzweiflung der Patienten ist bestimmt unbeschreiblich :-(

Gut, vllt habe ich mich ungünstig ausgedrückt.
Unbestritten ist diese Methode aber wesentlich ungefährlicher.

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Ich lebe in Österreich, wo man automatisch Spender ist, sofern man nicht aktiv dagegen vorgeht.

Dadurch machen sich die meisten gar nicht viele Gedanken drüber, glaube ich, das Spenden ist "normaler".

Ein Freund von mir hat eine Niere bekommen, worüber ich sehr froh bin.

Bessere Aufklärung wäre sicher nicht schlecht. Angefangen von, was kann gespendet werden, wer kommt überhaupt in Frage und wie geht eine Entnahme bzw auch das "normale" Sterben vor sich.
Viele sterben ja im Krankenhaus, und man stellt es sich glaub ich persönlicher vor als es ist.

Ich bin sehr stark dagegen, dass auch jemand anderer ein Mitspracherecht hat (zB Angehöriger). Ich würde spenden wollen, egal was und egal, ob das jemand anderes gruslig findet.

Ich finde es total befremdlich, dass jemandem fremde Menschen wichtiger sind als seine Angehörigen. Aber das kommt sicher auch drauf an, was man für Angehörige hat.

Wie meinst du das?

Fremde Menschen sind mir nicht wichtiger als meine Angehörigen.
Aber, ich sehe da einen Unterschied in der Auswirkung. Für den fremden Menschen rettet zB meine Lunge sein Leben, meine Angehörigen finden es evtl gruslig. Da wiegt für mich das Leben eben mehr als ein paar negative Emotionen.

Das kann natürlich für jemand anderen ganz anders sein.

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Ich arbeite im Krankenhaus und bei uns war es die Tage auch wieder Thema im Aufenthaltsraum.

Ich würde meine Organe spenden, mein Mann ebenso. ABER ich habe darüber lange anders gedacht. Ich fand' es immer schlimm, wenn da Teile fehlen bei der Beerdigung, war etwas abergläubisch und dachte "wer weiß was danach kommt", hätte aber sicher nicht verneint, wenn ich selber in die Lage gekommen wäre ein Organ zu brauchen. Als ich älter wurde hat sich diese Einstellung aber, wie viele andere, um 180° gedreht.
Man kann niemanden zwingen und sollte auch nicht verurteilen. Vielleicht ändert sich die Meinung der Menschen irgendwann oder eben auch nicht. Die Vorraussetzungen müssen für eine vernünftige Spende sowieso perfekt sein.

Organspende ist häufig einfach nur ein Gefühl. Deine Freundin hat es in Worte gefasst, sie möchte vollständig sein (und ihren Worten zufolge wohl auch nicht eingeäschert werden) bei ihrer Beerdigung. Das ist ihr gutes Recht, dafür braucht man keinen offiziellen Glauben, sie hat einen eigenen zu dem Thema entwickelt.

Ebenso darf man Organe für sich und die Angehörigen in Anspruch nehmen, wenn man selbst nicht spenden will und das auch für seine Kinder nicht wünscht.

Blutstammzellen und Knochenmark kann jeder spenden. Die entnommenen und an seinen Empfänger verschenkten Teile werden nachproduziert, man verliert also nichts. Inzwischen ist die Stammzellspende gebräuchlicher, also mit weniger Aufwand und Schmerzen verbunden. Wenigstens das sollte jeder wissen und sich registrieren lassen, wenn kein psychischer oder medizinischer Grund dagegen spricht. :-)

Es ist so unwahrscheinlich, dass man überhaupt als Spender infrage kommt, dass jeder dazu bereit sein sollte. Man muss ja Hirntot sein und sonst körperlich "unversehrt", also nicht krank, alt...

Wenn es nach mir ginge, dürften nur die ein Organ bekommen, die auch bereit sind zu spenden...
Mir fallen keine plausiblen Gründe gegen eine Spende ein. Außer man entscheidet sich (z.B. aus religiösen Gründen) gegen lebenserhaltende Maßnahmen für sich selbst und dann auch für andere...

Das ist ja auch nicht richtig! Ist gibt ja genug Menschen die aufgrund irgendwelcher chronischen Krankheiten oder Blutgerinnungsstörungen oder so, gar nicht spenden dürfen! Das lässt sich ja gar micht trennen! Dann dürften diese Menschen ja auch keine Organe bekommen

Wenn man nicht spenden darf, dann ist das ja auch wieder eine andere Sache. Wobei das unter die Rubrik "krank" fällt, wie oben genannt.
Für mich ist die einzig faire Lösung, dass alle Menschen (gesetzlich festgelegt) Spender sind. So fallen nur die raus, die krank oder zu alt sind oder eben nicht (nur) hirntot. Das sollte aber mMn nur von Ärzten entschieden werden.
Wer sich abseits dessen noch gegen das Spenden entscheidet, der kann auch keine Organe bekommen.

Ich habe mich schon als Jugendliche genauer damit befasst, aufgrund dessen, das mein großer Bruder schwer krank war. Ich bin seit ich 16 bin in der dkms registriert und stehe auch voll dahinter! Bei der Organspende sehe ich es differenzierter. Aufgrund dessen, dass man eben nicht mit einem neuen Organ locker flockig weiterleben kann, sondern trotzdem sich mit Medis vollstopfen muss und auch noch eine gewisse Zeit über einen hängt, die abläuft, habe ich mich gegen die Spende entschieden. Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt auch sagen (wie schon die vorigen Jahre), das ich kein spendeorgan haben möchte.
Bei meinen Kindern ist es schwierig - denn ich finde, es ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen sollte. Solange sie darüber nicht nachdenken könnten, würde ich die Chancen abwägen und je nachdem entscheiden. Wichtig für mich ist, dass der gewählte weg nicht einfach nur eine kurze Verlängerung ist und dass er eben nicht mit starkem leiden verbunden ist.
Mit 5 Jahren würde ich meinem Kind wohl durchaus die Entscheidung überlassen - an dieser Stelle werden wohl viele aufschreien. Aber ich habe Kinder in diesem Alter erlebt, die krank waren. Kinder, die sich für oder gegen eine Behandlung entschieden haben, wie Chemo oder eben eine stammzellen/knochenmarkstransplantation.

Wichtig ist auf jedenfall, das man sich mit dem Thema befasst - welche Gründe für und wider bei einer Person sprechen, muss kein anderer nachvollziehen, denn es ist ja eine persönliche Entscheidung.

Ich kann auch vieles nicht nachvollziehen und schüttel innerlich darüber den Kopf, vorallem wenn Religion und Medizin zusammen kollidieren. Aber das muss nunmal jeder selbst entscheiden, da hat jeder seine eigene Logik.

Hallo! Ich habe meinen Organspendeausweis und möchte gern alles spenden was nur geht, also auch gern Arme und Beine und Gesicht etc. ich finde das total spannend. Außerdem, wie du schon sagst, der Körper vergammelt eh nur in der Erde, ich brauch das alles ja dann nicht mehr.

Bei der dkms bin ich auch registriert :)

Ich hab immer gesagt das es mir egal ist und meine Familie das Ernstfall entscheiden soll. Jetzt sehe ich die Sache etwas anderst. In der Familie meines Mannes ist ein Angehöriger mit Herzfehler zur Welt gekommen und hat im Erwachsenenalter dann ein spenderherz gebraucht (welches er Gott sei dank erhalten hat) und seit dem seh ich es anderst. Ich trage einen spenderausweis bei mir und würde meine Organe dann sofort spenden denn tot bringen sie mir nichts mehr, können aber einige Familien wieder glücklich machen.

Hallo,

Ich finde in vielen Hinsichten ist unsere Gesellschaft sehr egoistisch veranlagt, so mein ganz persönlicher Eindruck.

Ob es die Test sind in denen ein Unfall dargestellt wird um zu schauen wie viele helfen (erschreckendes Ergebnis), über das Nachdenken der Natur bzgl bspw Plastikmüll (Ach, ich selber kann da ja nichts ändern...) bis hin zur Organspende.

Denke oft sind die Menschen der Meinung "geht es mir gut, ist mir der Rest egal".
Und das verstehe ich nicht! Ich handel IMMER so wie ich es mir von andere Menschen auch wünschen würde wenn ich oder mein Partner/Kind/Eltern etc Hilfe benötigen!
Ich schaue auf meine Mitmenschen und helfe auch bei Kleinigkeiten, und eben vor allem auch bei großen Dingen. Und dazu gehört für mich auch die Spende von Stammzellen etc.
Mir kann doch niemand erzählen, wenn das eigene Kind eine Spende benötigt, das man dankend ablehnen würde.

Bzgl. Organspende speziell, hierfür müssen ja auch immer erstmal die Bedingungen geschaffen sein. Hirntod, gesunde Organe etc.
Weiter gibt es hier auch viele Gruselgeschichten im Netz, man würde noch Schmerzempfinden haben, der Hirntod sei gar nicht immer richtig diagnostizierbar etc etc.
Stufe das auch zu den ganzen Impfgegnern ein (ja auch das finde ich egoistisch wenn man ALLE Impfungen ablehnt), oft falsch informiert und beangstigt durch Berichte im Internet a la "Oh nein, sowas soll MIR nicht passieren".
Einfach mal über den eigenen Tellerrand schauen. 😬

In diesem Sinne, schöne Ostertage 🍀

Ich lebe in Österreich und habe mich bewusst entschieden kein Organspender zu sein. Ich möchte in meinem Sterbevorgang nicht gestört werden. Das ist mir wichtiger als Fremde, die krank sind. Ich möchte keine lebenserhaltenden Maßnahmen, wenn mein Tod nicht mehr aufhaltbar ist. Ich sehe mich nicht als Ersatzteillager für andere. Darum habe ich mein Nein registriert und hoffe, sie werden das im Fall der Fälle berücksichtigen.

"Das ist mir wichtiger, als Fremde, die krank sind"

Ja eine wirklich wirklich schöne Einstellung! 👎👎
Ich hoffe dieser "Fremde" wird niemals wer aus deinen Umkreis sein den du wirklich liebst und schätzt und der Hilfe benötigt.

Sorry, aber halte deine Einstellung für sehr egoistisch. Verstehe nicht wie mein seinen eigenen Tod noch so wichtig nehmen kann.

Aber leben und leben lassen.
Wünsche dir alles Gute und dass du niemals darauf angewiesen bist.
Schöne Ostern.

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Hallo.

Ja.... leidiges Thema.
Ich bin schon seit ewigen Zeiten als Stammzellenspender registriert. Und käme ich in Frage, wäre es für mich kein Problem, es auch durch zu ziehen.

Aber Organspenderin möchte ich nicht sein. Ganz einfach deshalb, weil ich viel zu viel Angst davor hätte, dass ich was davon mitbekommen könnte.
Ist vielleicht blöd, aber ich kann nicht aus meiner Haut heraus.
Drum würde ich auch für meine Angehörigen gegen eine Entnahme plädieren.

Die Definition "hirntot" ist mir persönlich etwas zu wackelig. Es heißt ja nicht, dass man nicht doch noch im tiefsten Inneren ein Empfinden hat.

Verflixte Zwickmühle..... #zitter

Hallo,
Ja,ich würde auch Spenden,mein Mann ebenfalls.
Wenn eins meiner Kinder sterben würde? Keine Ahnung,denke das solche Ausnahmesituation nur in der jeweiligen Situation entschieden werden können.
Knochenmark würden wir natürlich beide spenden.
Unser jüngster ist mit 6,5 Monaten an Leukämie erkrankt.
Zum Glück brauchte er keine Knochenmark Spende,aber wenn nur hätte überleben können,wenn die Schwester (wäre dann 3 gewesen) gespendet hätte,wären wir das Risiko eingegangen.

Ich habe einen Organspendeausweis und mir darf alles entnommen werden. Bei der DKMS registriere ich mich nach meiner Schwangerschaft. Mein Mann ist bereits registriert und er hat auch einen Organspendeausweis. Wir sind da komplett einer Meinung. Ich vertraue den Ärzten, dass sie einen nicht einfach "ausweiden" und auch meinen Angehörigen, dass sie kritisch genug nachfragen werden, ob mir wirklich nicht mehr zu helfen ist.
Ich wäre unglaublich froh, wenn meine Organe einem Menschen helfen dürften.
Denn egal wie man sich begraben lässt, entweder verrottet man oder man wird verbrannt. Das heißt, die Organe sind eh hinüber.
Wenn es jemand aus religiösen Gründen ablehnt, kann ich das akzeptieren. Aber manche Begründungen sind echt lasch. Da bin ich dann einfach enttäuscht, dass man nicht mal dazu bereit ist, sich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen.
Wir alle gehen davon aus, dass es uns ja schon nicht treffen wird. Aber Lotto wird gespielt und da hofft man, dass es einen trifft, obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür viel geringer ist!

Ich denke auch, dass ich meine Organe nicht mehr brauche, wenn ich tot bin. Nur kann sie dann leider auch sonst niemand mehr brauchen. Sterben möchte ich in Ruhe, wenn möglich von Angehörigen begleitet, und falls ein Angehöriger stirbt, würde ich mir das auch so wünschen.

Da ich nach einem Hirntod aber vermutlich nichts mehr mitbekomme, steht in meinem Ausweis, dass mein Mann (bzw. die Kinder) entscheiden soll. Sollte es dem/denen ein Trost sein, können sie mich auch spenden.
Und dass mein Mann und die Kinder (wenn sie alt genug sind) selbst über ihre Organe entscheiden ist eh klar.

Was die Stammzellenspende betrifft, mein Mann ist registriert und ich möchte das eigentlich auch. Das Problem wäre, dass ich vor Ärzten und Kliniken nahezu eine Phobie habe und fürchte, dass ich Panik bekäme und einen Rückzieher machen würde, und das wär dann richtig schlimm. Vielleicht trau ich mich noch mal bevor ich zu alt bin...

Ich erwarte von niemandem etwas. Ich weiß nicht, ob ich Organe für mich annehmen würde; aus heutiger Sicht denke ich, nein; aber für die Kinder würde ich es tun. Ich hätte kein moralisches Problem, von jemandem, der gern etwas gibt, etwas anzunehmen, auch wenn ich das nicht selbst geben könnte.

Hallo

Ich würde es gut finden, wenn man verstirbt automatisch die Organe entnommen werden .

Und man wenn man es nicht möchte, ein Ausweis bei sich trägt mit dem Kreuz Nein ich will nicht .

Was das an Menschen leben retten würde, wäre klasse. Ich möchte selbst verbrannt werden . Also warum nicht spenden?

Aber leider ist es ein Wunsch denken ....
Ich hoffe für uns alle das wir gesund bleiben und nie auf andere Organe angewiesen sind .

Hallo,

ich fände die Widerspruchsregel sinnvoller, denn ich denke wenn nur noch die ablehnen die sich aktiv dafür einsetzen wäre vielen (Empfängern) geholfen.


Ich finde es eine sehr persönliche Entscheidung, die leider oft auf Grund von Fehlinfos getroffen wird, da müsste man ansetzen. Aber ich respektiere es wenn jemand Angst davor hat und sich dagegen entscheidet.

Zu all denn #contra#contra#contra Rufern hier: Ich hoffe ihr seid alle registriert und geht 4 mal im Jahr zum Blutspenden oder, noch besser, zwischendrin noch zur Plasmaspende. Denn da sterben auch unnötig Menschen, und zwar nicht weil andere Angst vor einer gewissen Art zu Sterben haben sondern weil man ja viel zu beschäftigt ist um die paar Stunden aufzubringen.

Halli hallo...

Ich denke, jeder muss für sich selber entscheiden!!

Ich habe einen Spenderausweiß, bei dem ich ganz konkret Teile des Gesichtes , Augen etc. als tabu erklärt habe....

Da möchte ich natürlich auch, dass dies respektiert wird...

Mit dem Rest können die meinet wegen machen, was sie wollen.....
Ich zB habe Probleme mit dem Wissen, das ich in der Erde vor mich hin verwese...

Ich würde auf jeden Fall spenden und finde es sollte so geregelt sein wie in Österreich.
Außerdem finde ich es wichtig, dass ich das selbst entscheide und meine Angehörigen im Fall der Fälle sich darüber keine Gedanken machen müssen.

Ich bin sowieso der Überzeugung, dass wenn ein Mensch Hirntod ist da eh nichts mehr zu retten ist. Selbst wenn er wirklich wieder aufwachen sollte, was sowieso so gut wie ausgeschlossen ist. Was könnte er dann noch? Ein würdiges Leben führen? Noch unwahrscheinlicher.

Auch bei der DKMS bin ich regestriert. Blutspenden würde ich gerne, aber ich habe oft so schon Probleme mit dem Kreislauf und viel zu niedrigen Blutdruck.

Meine Frau darf leider weder Blut spenden und sich auch nicht regestrieren lassen, da sie unter 50 kg wiegt und als Baby selbst eine Blutspenden erhalten hat.

Auch über das Thema Nachhaltigkeit machen wir uns immer mehr Gedanken und versuchen schrittweise so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten.

Prinzipiell sollte es viel selbstverständlicher sein zu helfen...