HIV Übertragung durch Bluttropfen beim Arzt möglich?

    • (1) 05.05.19 - 15:25

      Hallo ihr Lieben,

      Bei mir wurde am Donnerstag ein MRT des Beckens durchgeführt, da ein Leistenbruch diagnostiziert wurde. Dieses MRT wurde mittels Kontrastmittel durchgeführt. Nach der Untersuchung sollte die dadurch noch steckende Infusionsnadel vom Rezeptionspersonal entfernt werden. Dies war auch der Fall: Ich bekam zunächst ein "Tupfer", welches ich eine Minute stark gegen die Wunde pressen sollte. Nach einer Minute war der Tupfer voller Blut, sodass die Helferin die Wunde nochmal mit einem desinfizierten Tupfer reinigte und anschließend ein Pflaster drüber klebte. Kurze Zeit vorher reinigte sie eine selbe Wunde eines anderen Patienten (hat ihm ein Tupfer gegeben und anschließend ein Pflaster drauf geklebt). Sie hatte weder Handschuhe an, noch hat sie sich, bevor sie mich behandelt hat, die Hände gewaschen. Ist so eine HIV Übertragung möglich? Es könnte ja sein, dass ein, zwei Tropfen Blut des anderen Patienten in meine Wunde kam? Die Angst vor HIV ist nämlich leider groß.

      Entstand also ein Risikokontakt oder wäre auch die Blutmenge zu wenig gewesen, wenn von jemand anderem was "reingetropft" wäre? Ich meine nichts gesehen zu haben, nur ich hatte am selben Tag noch Hautjucken am ganzen Körper (ggf. als Nebenwirkung des Kontrastmittels) und seit heute einen leichten Schnupfen.

      Liebe Grüße,

      Fanatiker93

      • (5) 05.05.19 - 21:08

        Deine Überschrift ist irreführend! Wenn ein Bluttropfen eines anderen Patienten in eine offene Wunde bei Dir getropft wäre, dann wäre eine Ansteckung bei Dir grundsätzlich möglich, aber so definitiv nicht! Selbst Hepatitis B kann man so nicht bekommen, obwohl da das Ansteckungsrisiko viel höher ist als bei HIV. Und die Handschuhe trägt eine Schwester nur zum Eigenschutz, nicht zum Schutz anderer. Dazu gibt es die Desinfektionsmittel.

        • (6) 06.05.19 - 18:55

          Erstmal danke für eure Antworten.

          Ich habe nicht gesehen, ob Blut von jemand anderem auf diese Wunde kam.

          Fakt ist nur: Seit Samstag habe ich leichten Schnupfen und heute Herpes an der Lippe, was doch eigentlich Anzeichen für eine HIV Infektion sind. Ich habe momentan leider echt große Ängste und bin ratlos.

          • Wenn du das alles so ernst nimmst, also eine völlig irrationale Angst vor eine reell bevorstehende OP, dann würde ich darüber nachdenken ob nicht eine Angststörung besteht? Das ist jetzt nicht abwertend gemeint! Es scheint dein Leben zu belasten.

            "Kurz nach der Ansteckung mit HIV (meist 11-15 Tage) kommt es zu einer rasanten Vermehrung der Viren. In mehr als der Hälfte der Betroffenen verläuft die frühe Krankheitsphase ohne oder mit nur wenigen uncharakteristischen Beschwerden. " (Quelle: www.internisten-im-netz.de/krankheiten/hiv-aids/erste-anzeichen-einer-hiv-infektion/)
            Daraus würde ich jetzt entnehmen, dass so früh noch gar keine erkennbaren Anzeichen möglich wären. Abgesehen davon, dass bei dem beschriebenen Szenario eine Ansteckung quasi nicht möglich sein sollte.

            • Erstmal danke für deine Antwort.

              Ja, es besteht eine Angststörung, die auch in Behandlung ist seit kurzem (Psychotherapie).

              Und ich weiß auch, dass eigentlich keine HIV Ansteckung heutzutage mehr beim Arzt erfolgen kann durch so etwas. Ich fand es nur sehr merkwürdig von der Arzthelferin, so zu handeln (glaube sogar, die kam mit ihren Händen gar nicht erst an meine Wunde bzw. sie hat die "Wunde" oder eher Einstichstelle mit dem Tupfer berührt, aber habe Angst, dass dort ggf. Miniblutreste vom anderen dran waren).

              Was mir nur so Angst macht: Der leichte Schnupfen (ok, den habe ich eher chronisch), dann das Hautjucken (überwiegend an den Beinen, was nicht für HIV spricht), aber jetzt aufeinmal ein kleines Lippenherpes, was ich sonst nie hatte?

              • Hat sie den gleichen Tupfer für Euch beide benutzt?
                Überleg einfach mal ganz rational, wie Du innerhalb von 48 Stunden nach der möglichen Infektion eine so starke Immunschwäche entwickeln solltest, dass gleich mehrere Infekte bei Dir auftreten.

          Schnupfen und Herpes sind einfach nur Infekte. Nach wenigen Tagen entwickelt man doch keine Immunschwäche durch HIV...

          Da hast du dich definitiv nicht angesteckt.

          Herpes und Schnupfen sind in erster Linie Anzeichen einer Herpesinfektion und eines Infekts bzw. allergisch bedingtem Schnupfen.
          Die wenigsten Schnupfen- und Herpespatienten sind HIV-infiziert.
          Du kannst auch m. E. in 48h nach Infektion keine Immunschwäche durch HIV entwickeln.

    Wie sollen denn die ein - zwei Tropfen Blut des anderen Patienten in Deine Einstichstelle gekommen sein? Hatte sie blutüberströmte Hände, die eine Spur von Blutstropfen hinterlassen haben?

    • Seit vorgestern kamen Kopfschmerzen hinzu. Außerdem habe ich vereinzelt Minipickel am Oberschenkel (3-4stck und einen am linken Unterarm).

      Der Schnupfen ist größtenteils verschwunden. Es ist einfach nur der Zeitraum von einer Woche bzw. es ging alles nach der Untersuchung los.

      Der Hausarzt sagte, dass dieses "Herpes" vermutlich nur ein Pickel ist (ist vlt. 2mm groß unter der Unterlippe mittig in Höhe der letzten Barthaare).

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