Habe das Gefühl ständig einen Herzinfarkt zu bekommen

    • (1) 18.07.19 - 00:13

      Hallo und Hilfe!!!!

      Ich bin so langsam ziemlich am verzweifeln.
      Los ging es 2018 mit einer Lungenentzündung.
      Mir war andauernd Schwindelig. Dachte es geht irgendwann wieder vorüber. Schob es auf diese schwere Grippe. Dann ging es mir so nach 3 Monaten endlich wieder besser. Da ichin einer Einrichtung mit Grundschulkindern arbeite ließ der nächste Infekt auch nicht länger warten. Danach ging es dann richtig los :ständig Schwindel, Herzrasen und Schwäche. Hinzu kam ein furchtbarer Tinnitus. Der kommt aus dem Rücken und hört und fühlt sich an wie Knistergaugummi. Mittlerweile ist es so schlimm das ich arbeitsunfähig bin weil ich wegen der Schwindelattacken nicht mehr ins Auto mag. Ich war beim HNO, beim MRT, beim Kardiologen (EKG unauffällig) beim Neurologen. Keiner kann mir helfen. Ich bin völlig verzweifelt. Bis vor einem Jahr bin ich noch 1500 km mit dem Auto in den Urlaub gefahren. Das kann ich im Moment vergessen. Es fühlt sich an wie lebendig begraben! Wer hat ähnliches durchgemacht!? SELBST EINKAUFEN Ist ein Spiesrutenlauf. Wird es irgendwann wieder weggehen? Ich werde gerade mal 40 und es fühlt sich an als wäre ich 90. Bitte um Hilfe😟

      • Hallo,
        Da du schreibst, dein Tinnitus kommt vom Rücken, gehe bitte zum Osteopathen. Im schlimmsten Fall hast du paar Euros in den Sand gesteckt. Schlimmer wird’s auf jeden Fall nicht.
        Ich hatte sowas nicht. Ich habe vor 5 Jahren kaum Luft bekommen, war im KH, Lungenspiegelung usw... dann stechen im Brustkorb, Herzrasen... ich dachte, das war’s. Einmal war mein Ruhepuls einen Tag lang über 100. ging nicht runter. Nach der Behandlung war dieser Spuk vorbei.
        LG und gute Besserung

        • Danke für deine Antwort. Meine Puls ist in Ruhe oft bei 95 bis 100. Mein Hausarzt hat dazu nur mit den Schultern gezuckt. Muss dazu sagen das ich gut 20 Kilo zuviel habe. Ich solle abnehmen.. Das läge am Übergewicht. Habe noch vergessen zu schreiben das ich Nachts oft aufwache weil ich Lichtblitze bei geschlossenen Augen sehe.

      Hast du schon mal was von Herzangst gehört? Für mich klingt das, weil alles organisch untersucht, nach einer Psychosomatik. Vielleicht kannst du dich um eine entsprechende Kur bemühen.
      Psychosomatische Erkrankungen sind nicht eingebildet und hatten anfangs häufig eine “echte“ körperliche Ursache. Dann beginnt man sich zu beobachten und reagiert sehr empfindlich und ängstlich auf das, was man da bemerkt. Harmloses Herzrasen wird als bedrohlich empfunden, man gerät in Panik, der Körper reagiert entsprechend und das Herz rast noch mehr, es wird einem schwindelig etc.. Darauf reagiert man noch panischer. Bald ist der Körper in einer permanenten Habacht-Haltung. Die Muskeln im Rücken verspannen sich wegen der körperlichen Anspannung und man entwickelt ein HWS-Syndrom und fühlt sich noch kränker und noch ängstlicher. Und so kann sich das entwickeln, bis man irgendwann vor Angst wie gelähmt ist und der Körper permanent Amok läuft.
      Sollte das bei dir die Ursache sein, dann hilft zunächst einmal, zu akzeptieren, dass Angst die Ursache deines Leidens ist, nicht etwas Physiologisches.
      Mir hat damals geholfen: Verhaltenstherapie, Sport, Massage für den komplett verhärteten Nacken, Disziplin (Einkaufen durchziehen, auch wenn man Panikattacken hätte. Leute, die ich damals absprach, kurz bei mir zu bleiben, weil Panikattacke, haben in der Regel verständnisvoll und hilfsbereit reagiert), MBSR-Kurs.

      Sport war mit auch ein Schlüssel: Zu erleben, dass ich nicht tot umfalle, wenn ich mich belaste, hat sehr viel Mut gemacht und auch beruhigt. Außerdem muss das ganze Adrenalin, dass der Körper durch die Angst produziert, irgendwo hin, sonst dreht das Nervensystem weiter durch und macht Herzrasen, Schwindel, Tinnitus, Lichtblitze...

      Gute Besserung!

      • Die Herz diagnostik ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Ich habe erst in 4 Wochen einen Termin zum US.
        Vielleicht hatte jemand schon mal sowas.
        Man muss leider auch immer ewig auf Termine warten. Das macht die Sache nicht leichter.

    Hallo,

    ein verspannter Rücken/Nacken kann ebenfalls solche Probleme verursachen, auch wenn viele Ärzte davon offenbar noch nie etwas gehört haben.

    Ich hatte einen hohen Puls bis hin zu Herzrasen durch eine stark verspannte Halswirbelsäule.
    Heraus gefunden hat das eine Heilpraktikerin. Die ganzen tollen Ärzte, wo ich in dem halben Jahr davor war, waren damit überfordert und meinten nur, ich wäre ja gesund. #aerger

    Die Heilpraktikerin hat bei mir dann mehrmals die Dorn-Therapie angewandt, was ähnlich ist, wie Osteopathie.
    Nachdem es etwas gelockert war, habe ich dann gemerkt, bei welchen Haltungen der Puls wieder hoch geht, und bei anderen Haltungen wurde mir auf einmal schwindelig,
    Nach und nach wird es jetzt besser mit Wärme, Yoga und einer Akkupressur-Matte.
    Nach den Ferien soll die Heilpraktikerin sich meinen Rücken nochmal vorknöpfen. Ich glaube, das mache ich jetzt immer wieder mal.

    Es gibt auch Physiotherapeuten, die Osteopathie machen.

    Wo man nicht hin gehen sollte, sind Chiropraktiker. Das ist nicht so gesund für die Wirbelsäule.

    LG

    Heike

    • Das werde ich auch mal machen.
      Das einzige was im Blut leicht erhöht ist, ist der CPR Wert. Aber der kann ja bei allem möglichen erhöht sein 🙄

Ich schließe etwas psyschosomatisches nicht aus...

Hallo du,
ehrlich gesagt glaube ich eher das es psychisch ist, bei Herzrasen denke ich gleich an Panikattacke und/oder Angststõrung. Vielleicht bist du auch hochsensibel und nimmst einfach mehr wahr, also auch was in deinem Körper passiert als andere Menschen.
Ich habe mich vor ca. 9 Monaten damit beschäftigt, konnte schlecht einschlafen und hatte Herzrasen, dachte es ist wegen Stress /Arbeit, etc. Dann hab ich mit meiner HÄ gesprochen, die meinte ab zum Psychologen, die hatte aber erst 6 Wochen später Zeit... Dann hab ich angefangen zu lesen und bin so auf Ängste, Hochsensibilität, etc. gestoßen, da hab ich mich wiedererkannt, da bei mir auch körperlich alles ok ist. Ich würde mal abends Atemübungen machen, gibt's bei Youtube, oder mit ganz vielen Menschen sprechen, alles Gute dir!

  • Könnte auch sein. Bei meinem Vater war es ganz ähnlich. Er ist dann an Herz versagen gestorben.
    Die Linie Väterlicher Seits sind alle an Herzerkrankungen verstorben. Mein Opa leider schon mit 43. Vielleicht belastet das ja im Inneren immer noch.

Hallo, also bevor man von psychischen Ursachen ausgeht, sollte zunächst eine eindeutige Ausschlussdiagnostik erfolgen.
Meine ersten Gedanken wären:
- Zum Endokrinologen und den Hormonhaushalt insb. Schilddrüsenwerten untersuchen (Hausärzte sind da leider oft nicht allzu fit in der Thematik)
- Zum Kardiologen und einen Herzultraschall machen lassen: Klappendichte untersuchen und eine Herzmuskelentzündung ausschliessen lassen (verschleppte Infekte führen häufig zu einer Myo- oder Endokarditis)
- Ebenfalls die Hauptschlagader an Hals und in Bauch via Ultraschall untersuchen lassen. Eine verminderte Durchblutung aufgrund von z.B. Ablagerungen kann Schwindel und Ohrensausen verursachen und auch gefährlich werden.

Besprich das vielleicht alles nochmal mit einem Internisten. Er wird dich und deine Symptome ernst nehmen müssen und dich weiter überweisen.

Alles gute

  • Vielen Dank für deine Antwort.
    Ich muss noch auf mein Herzecho warten.
    Leider noch 4 Wochen.
    Bin leider an einen schlechten Kardiologen geraten und hab mir jetzt halt einen neuen gesucht. Termin dauert halt. Ich hab schon Angst eine Thrombose irgendwo sitzen zu haben. Weil ich da leider auch vorbelastet bin. Ich hab aber das Gefühl mein Artz nimmt mich nicht ernst. Also am schlimmsten wird es halt auch bei Anstrengung. Dann wird mir schwindelig also der Kreislauf will weg! Mein Herz poltert. Das ist total unangenehm.
    Zeigt der Crp Wert nicht auch eine Thrombose an? Ich fühl mich halt auch total allein gelassen damit. Ich merke ja auch das was nicht stimmt.

    • Also wenn dein CRP erhöht ist, dann hast du im körper irgendwo eine Entzündung. Ob es am Herzmuskel oder sonst wo ist.
      Wenn es dir wirklich nicht gut geht dann ab in die Klinik und komplett durchchecken lassen. Es geht um deine Gesundheit. Ganz egal was andere davon halten oder ob die Ärzte dich nicht ernst nehmen. Bestehe darauf dass man nach der Ursache sucht.
      Einen Ultraschall deiner Halsvenen kannst du auch bei einem Angiologen machen lassen.
      Von deiner Krankheitsgeschichte her ist es gar nicht weit her geholt von einem verschleppten Infekt auszugehen der zu einer Herzmuskelentzündung geführt haben kann... Ich würde das wirklich abklären. Auch wenn du den Hausarzt damit nervst. Es ist deine Gesundheit.

      • Und Wechsel den Hausarzt. Bzw steht es jedem zu sich eine Zweitmeinung von einem anderen Arzt einzuholen. Und erwähne das dringend, dass es dir unter Belastung sehr schlecht geht und du Herzprobleme bekommst.

        Ja. Es ist tatsächlich eine undichte Herzklappe!

        • Hey, danke für dein Update.
          Es tut mir sehr leid dass man dann doch eine Ursache finden konnte. Allerdings weisst du auch nun woher das ganze kommt und man kann lernen damit umzugehen bzw therapieren.
          Konnte der Arzt denn erklären woher diese Undichtigkeit herkommt? Hast du das bereits seit der Geburt oder ist es tatsächlich durch eine Entzündung z.b. erst entstanden. Als du bspw länger krank warst.
          Denn vorher hattest du die Probleme ja eigentlich auch nicht, so wie ich das jetzt rauslese...?

Hallo!

Ich kenne das. Ich hatte es ebenfalls vor vielen Jahren und jetzt wieder ab und zu. Woran es liegt? Es sind Panikattacken. Vor vielen Jahren musste ich mal Antibiotika nehmen, dieses habe ich nicht vertragen. Ich bekam in der Berufsschule plötzlich Magenschmerzen, Herzrasen und Tinnitus. Ich stand kurz vorm Kreislaufkollaps. Ich war total in Panik, dass ich sterbe. Für die Zeit der Antibiotikaeinnahme war ich krankgeschrieben. Wieder zurück in der Schule ging der Leidensweg los. Ich achtete plötzlich auf jedes kleine Körpergefühl und steigerte mich innerlich hinein. Autofahren, einkaufen, Schule, mit dem Hund Gassi gehen waren nicht mehr möglich. Der schlimmste Zwischenfall war ein Weg in die Stadt zum Einwohnermeldeamt. Ich saß heulend in der Stadt, weil ich dachte vor lauter Herzrasen sterben zu müssen. Überall musste zur Sicherheit mein Freund mit hin. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt bis einer herausgefunden hat, dass es Panikattacken aufgrund des einen Vorfalles waren. Ich habe dann ca. 2 Jahre Antidepressiva nehmen müssen. Habe es irgendwann selbst Stück für Stück herabgesetzt. Ich bin zwar mittlerweile geheilt, habe aber trotzdem manchmal kleinere Rückfälle, die ich aber selbst überwindet bekomme.

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