Krankengeldzahlung bei Kinderkrankenschein

    • (1) 24.07.19 - 18:48

      Hallo Zusammen.
      Ich habe eine formelle Frage.
      Ich bin gesetzlich Krankenversichert. Nun stehen einem ja 10 Tage im Jahr zu für die Betreuung eines kranken Kindes.
      Mein Arbeitgeber zahlt bis zu 8 Tagen im Jahr eine Entgeltfortzahlung.
      Die Krankenkasse meint dann nur 2 Tage bezahlen zu müssen.
      Ist das so korrekt? Oder muss die Krankenkasse zusätzlich 10 Tage zu den vom Arbeitgeber gezahlten Tagen zahlen?

      • Das ist korrekt dass deine KK dann nur 2 Tage bezahlen. Du hast 10 Kinderkranktage im Jahr, egal wer bezahlt.

        Für die 2 Tage wo deine KK bezahlt, bekommst Du ungefähr 75% von dein Nettogehalt von der KK. Die 2 Tage bekommst Du also weniger ausgezahlt als sonst. Die 2 Tage ziehen dein AG komplett von deinen Gehalt ab und dann bekommst Du wie gesagt 75% von dein normalen Nettogehalt von der KK.

        Du hast aber Glück, mein AG bezahlt gar keine Tage. Es tut finanziell richtig weh bei uns, jedes Mal wo Ich zu Hause bleiben muss..

        • Ok.
          Klingt für mich aber unlogisch.
          Je nach Arbeitgeber zahlt dann die KK gar nichts? Das ist doch nicht gerecht. 🤔
          Bei dem Einen zählt sie 10 Tage und bei dem Anderen nichts?

          • Je nach AG bekommt man von AG Seite normales Gehalt obwohl man zu Hause ist weil das Kind krank ist. Manche AG Zahlen gar nichts, dann zahlt der KK für die Tage wo man nicht arbeiten kann, um die 75% deines Nettogehalt aber Max 10 Tage im Jahr. Andere AG bezahlen zum Beispiel 4 Tage oder wie bei Dir 8 Tage, für die restlichen Tage, in deinem Fall 2 Tage, kommst Du 75% deines Nettogehalt von der KK.

            Warum ist das unlogisch? Jeder AG entscheidet selbst ob er Gehalt bezahlt bei Kinderkranktage. Es steht im Vertrag. Bezahlt er gar keine Tage, springt der KK ein für die erlaubten 10 Tage, zahlt er einige Tage, springt der KK ein u bezahlt für die restlichen Tage..

            Hast Du deine 10 Tage im Jahr verbraucht, was sehr schnell geht, muss Du Urlaub nehmen und darauf hoffen dass dein AG Dir so spontan Urlaub genehmigt. Der Vater hat auch 10 Kinderkranktage..

            • Einen Arbeitsvertrag handele ich persönlich mit dem Arbeitgeber aus. Das hat mit meiner KK ja nichts zu tun.

              Bei der KK handelt es sich um eine Versicherung, für die man einen Beitrag zahlt unabhängig davon wo man arbeitet.

              Die Leistung, die die KK für mich erbringen muss ist geringer, als bei jemanden wo der Arbeitgeber nichts zahlt. Obwohl ich den selben Beitrag zahle.

              Ich handele zB mit dem Arbeitgeber einen Zuschuss zur Altersvorsorge aus. Dh ja nicht, dass dieser Betrag von meiner gesetzlichen Rente abgezogen werden kann.

              Ich finde es nicht gerecht.
              Aber gut, das ist hier nicht das Thema. Wenn es so ist, dann ist es eben von der Gesetzeslage so vorgesehen.

          Menschen die ihren Gehalt weiterhin bekommen bei Kinderkranktage, bekommen natürlich nichts von der KK. Dass wäre ja sehr unfair, weil dann hätten diese Menschen Unterstützung von der KK bekommen, obwohl die es nicht brauchen. Die hätten dann Gehalt und KK Geld, wo kommen wir dann hin??

          Menschen die Pech haben und ein AG haben der gar keine Tage bezahlt wenn das Kind krank ist, und dass ist bei vielen AG so, bekommen dann natürlich Unterstützung von der KK, sonst hätten die ja 100 % Gehaltsverlust an den Tagen wo das Kind krank ist. Es ist schlimm genug dass man 25% Netto verliert an den Kinderkranktagen , weil die KK nur 75% von Netto überweist.

          • Ich sage ja nicht, dass es doppelt bezahlt werden muss.
            Aber ich fände es gerechter wenn die Leistung der KK für alle gleich wäre, da alle den gleichen Beitrag zahlen.

            • Es zahlen nicht alle den gleichen Betrag. Ich zahlen den Höchstbeitrag und das Kinderkrankengeld beträgt sicher keine 75% meines Gehaltes, das abgezogen wird. Und mein Arbeitgeber zahlt keinen Kindkranktag.

              • Klar zahlen alle den gleichen Betrag.
                Prozentual vom Lohn etwa 15%.

                • Bei einem prozentuell von Bruttoarbeitslohn berechneten Beitrag, kann der Betrag nicht bei allen gleich sein. Und nicht jeder kann seine „Goodies“ selber aushandeln. Ich werde nach einem Tarifvertrag bezahlt, da sind die Spielräume begrenzt. Ich fände es eher unfair, wenn einzelne Arbeitnehmer bei gleicher Leistung bevorzugt würden.

                  • Der Arbeitgeber ist hier aber nicht das Thema, Sonden die KK.

                    Und die zahlt nun Mal jemanden anders, mit gleichem Lohn wie bei mir ggf mehr, trotz gleicher "Leistung" (Beitrag).

                    Wie du schon schreibst, ist es nicht gerecht.

                    Aber wie gesagt, ich will hier keine Diskussion. Wenn es so ist, ist es halt so. Es wird vom Gesetzgeber so gewollt sein.

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