Bettlägerig - wer kümmert sich?

    • (1) 25.07.19 - 19:12

      Hallo Zusammen,

      mir fiel keine bessere Überschrift ein.

      Kurz zur aktuellen Situation:

      Opa (88) wohnt mit seiner Frau (78, bettlägerig, Opa kümmert sich Tag und Nacht um sie) in einem Haus das meiner Mutter gehört (spielt das eine Rolle?)

      Sollte mein Opa sterben, wen ruft man dann bzgl. der Frau an? Sie muss ja versorgt werden rund um die Uhr. Einen Krankenwagen? Sozialstation? Und anschließend? Wie bekommt man denn dann schnellstmöglich einen Heimplatz? Wer kümmert sich darum (das Krankenhaus)?

      Die Angehörigen von ihr leben nicht in Deutschland. Meine Mutter kann sich nicht um sie kümmern und die Dame kann auch nicht im Haus bleiben um sich dort versorgen zu lassen.

      Ich hoffe, dass das ein wenig verständlich beschrieben ist.

      Gibt es hier jemanden der sich mit solchen Situationen auskennt?

      Schöne Grüße

      • Haben die beiden keinen Pflegegrad, keinen Pflegedienst für die Oma? Ein so alter Herr kann sie doch gar nicht mehr adäquat versorgen,waschen, pflegen, für sie kochen
        Im schlimmsten Fall leitet dann der Pflegedienst die notwendigen Maßnahmen ein.
        Wenn tatsächlich noch kein Pflegegrad vorliegen sollte, sofort beantragen, es gibt ja auch Pflegegeld..Die Pflegedienste sind beim Ausfüllen des Antrags behilflich, da kommt auch jemand ins Haus.
        LG Moni

        (3) 26.07.19 - 01:07

        Bitte kümmert euch jetzt schon um eine Pflegestufe, falls es noch keine gibt, und eventuell auch einen Heimplatz. Oft dauert es eine Weile und das KH ist in so einer Situation, ohne wirklich medizinischen Grund, wenn es rein um die Versorgung geht, nicht der richtige Ort.

        Ich denke auch, dass man dem Mann die Versorgung komplett allein nicht mehr zu muten sollte. So lange er noch lebt, könnte ihm doch ein Pflegedienst unter die Arme greifen. Die Pflege einer bettlägerigen Person ist schon für fitte, junge Menschen sehr anstrengend. Ich kann mir vorstellen, dass der 78 Jährige Mann sehr schnell an seine Grenzen und darüber hinaus kommt. Wenigstens zum Waschen kann ja jemand vorbei kommen. Auch aus medizinischer Sicht sehe ich es als besser an, wenn immer mal ein geschultes Auge mit einen Blick auf die zu Pflegende wirft.

        Als Übergangslösung im Notfall, gäbe es auch Kurzzeitpflegeplätze. Die kann man bis zu 4 Wochen in Anspruch nehmen. Ich glaube aber, dazu muss auch eine Pflegestufe vorhanden sein.
        Lasst euch einfach mal beraten.

        (4) 26.07.19 - 11:29

        Hat dein Opa hilfe von einem Pflegedienst? Falls nicht leite das in die Wege. Und selbst wenn der nur alle paar tage kommt (war bei Nachbarn so, er hat seine Frau komplett gepflegt, der Pflegedienst kam nur 2x pro Woche für Duschen und Haarwäsche weil da dem alten Mann zu schwer und zu viel war).
        Und falls dein Opa mal kurzfristig ausfällt könnt ihr dann den Pflegedienst anrufen. Die helfen euch dann einen Kurzzeitpflegeplatz zu bekommen oder es gibt Notfallplätze für solche Situationen. Schlimmstenfalls wäre eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus aus sozialer Indikation möglich bis ein Platz im Pflegeheim gefunden ist.
        Aber, dann gibt es eben irgend einen Heimplatz, wo halt was frei ist. Da kann man dann keine Wünsche äußern.
        Meines Wissens nach kommt ein ambulanter Pflegedienst auch unbürokratisch kurzfristig wenn man da anruft und den Notfall schildert. Frage ist dann nur, wenn ihre Familie weit weg ist und dein Opa nicht da, dann müsstet ihr stellvertretend den vertrag mit dem Pflegedienst machen und ggf auch bezahlen wenn das nicht über die Pflegeversicherung komplett getragen wird. Deshalb wäre es besser das frühzeitig zu regeln.

        Prinzipiell sollte dein Opa als Ehemann sich jetzt schon darum kümmern was mit seiner pflegebedürftigen Frau passiert wenn er ausfällt. Oder ihre Angehörigen (hat sie Kinder?). So wie ich deinen Post verstehe ist sie ja nicht eure Oma. Dehalb ist deine Mutter nicht rechtlich in der Pflicht auch wenn es ihr Haus ist. Allerhöchstens moralisch, je nach Verhältniss zu Opa und Frau.
        Vielleicht wäre es eine Option das du oder deine Mutter mal mit deinem Opa zuammen zu einer Pflegeberatung gehst und das alles abklärst? Pflegeberatungen gibt es mittlerweile in fat allen Städten und Gemeinden. Oft von Pflegediensten oder der Caritas. Google wird dir da helfen was bei euch in der Gegend zu finden.

      • (5) 26.07.19 - 14:56

        Schnellstens informieren, welche Möglichkeiten es in der Region gibt.

        Es reicht schon aus, dass er für einige Tage ins Krankenhaus müsste. Selbst eine Kurzzeitpflege ist nicht einfach mal so eben.

        Fragen würde ich bei
        - Hausarzt (welcher Art versorgt sie denn?)
        - Pflegedienste in der Umgebung (Angebote vergleichen)
        - Pflegeversicherung (Pflegegrad)
        - Beratungstellen für Pflege und co
        - evtl. gibt es einen Verein bezüglich Beratung bei Pflege.
        - caritative Stellen fragen, wer bei euch Ansprechpersonen sind

        Hallo
        Du musst bei Ihrer Krankenkasse anfragen!
        Dann schicken Sie Dir jemanden der den Pflegegrad beurteilt. Hätte man schon längst tun sollen!
        Dem Opa steht nämlich Pflegegeld zu!
        Morgen sofort die Krankenkasse anrufen!
        Alles Gute!

      • (7) 31.07.19 - 12:43

        Danke für Eure Antworten.

        Sie hat einen Pflegegrad/stufe und mein Opa erhält auch Geld dafür das er Sie pflegt.

        Meine Frage bezog sich auf was passiert, wenn mein Opa mal nicht mehr da ist.

        Nehmen wir einmal an mein Opa stirbt heute. Dann muss man sie ja noch am selben Tag irgendwo unterbringen. Wer kümmert sich darum bzw. an wen wenden wir uns der Sie abholt und wo wird sie dann untergebracht. So schnell wird man vermutlich
        keinen "festen" Heimplatz bekommen.

        Und da dies auch angesprochen wurde, jetzt möchte Sie auf gar keinen Fall schon ins Heim. Mein Opa lässt dies auch nie zu.

        • (8) 31.07.19 - 15:29

          Geht bitte zu einer Pflegeberatung.
          Je nach dem wie es mit Heimplätzen bei euch in der Gegend aussieht sollten dein Opa und seine Frau auch frühzeitig auf Wartelisten. Es gibt Heime wo man mitunter auch mal Jahre auf einen Platz warten muss (so blöd es klingt, aber wenn 10 auf der Liste stehen müssen eben auch 10 erstmal sterben).
          Wie gesagt, sie wird schon versorgt. Entweder durch einen ambulanten Dienst der spontan kommt oder wenn verfügbar Notfallpflegeplatz oder schlimmstenfalls im Krankenhaus. Falls dein Opa jetzt tot umkippt (was hoffentlich nicht passiert) werdet ihr euch wohl drum kümmern müssen daß das alles anläuft. Ist ja anders keiner da wenn ihre Familie weit weg ist.

          • (9) 31.07.19 - 16:49

            Danke für deine Antwort.

            Natürlich werden wir uns erstmal kümmern. Aber wir haben alle nicht die Möglichkeit sie über Wochen zuhause zu versorgen, da wir alle berufstätig sind. Deswegen die Frage an wen man sich wenden kann. Ich werde es bei einer Pflegeberatung versuchen.

            LG

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