4 mal mandelentzündung in 4 monaten

    • (1) 18.08.19 - 21:59

      Mein sohn (3 j) hat in den letzten 4 monaten 4 mal mandelentzündung mit Antibiotika Behandlung hinter sich... es geht ihm dabei immer sehr schlecht -verweigert essen und trinken- auch medikamente zu schlucken lehnt er ab... es waren bisher immer 6-8 Tage hohes fieber und teilweise stationärer Behandlung.. ich will ihm ungern jeden monat Antibiotikum geben:( und in 2 monaten fängt er immer kindergarten an. Ich habe ihm alle möglichen hausmittelchen gegeben und auch Probiotika. Ich weiß nicht mehr weiter. Eine op ist noch ausgeschlossen weil risiken zu hoch. Hat mir jemand einen rat ? Kann das auch wieder aufhören von alleine oder muss ich jetzt alle 3 wochen damit rechnen. Ich würde mich über Antworten freuen.

      • Wie wurde das Antibiotikum eingenommen?
        Mit Milchprodukten?

        Bei manchen kann das AB durch Milchprodukte in der Wirkung vermindert werden. Sagte mir mal eine Ärztin und jemand aus der Apotheke.


        Wechselwirkung mit natürlichen Sachen ausgeschlossen?


        Zahnbürste immer sofort gewechselt. im Zweifel zu Beginn der AB Einnahme und zum Ende der AB Einnahme noch mal?


        Wurde mal eine Kultur angelegt?
        Als ich es mehrfach hatte, hat die Ärztin bei mir einen Abstrich gemacht.
        Ihre Aussage
        Beim 1. Mal ist ein Breitband AB sinnvoll. Es hilft gegen die meisten Bakterien.

        Beim 2. Mal sei es wichtig Faktoren wie Zahnbürste, Milchprodukte, Wechselwirkungen auszuschließen

        Beim 3. Mal wäre eine Kultur anlegen wichtig. Wenn es ein sehr spezielles Bakterium ist, hilft kein Breitband-AB. Ein spezielles AB macht aber nur Sinn, wenn man weiß, um welches Bakterium es geht.

        Ggf. wäre bei weiterer Häufigkeit auch pfeifferisches Drüsenfieber oder ein viraler Infekt möglich. Da hilft auch kein AB dann.


        Was sagt der HNO
        Dorthin hat mich die Hausärztin überwiesen, als es nach Breitband AB mehrfahc wiederkam.

        • Danke für deine schnelle antwort. Ich habe immer Zahnbürsten entsorgt und auch trinkbecher und schnullis wurden alle aus dem haus verbannt:) nach jeder mandelentzündung wurde vom hno ein Abstrich gemacht und kultiviert. Es war immer alles sauber.die ersten 3 Antibiotika waren cefac... also breitband und diesmal wurde Penicillin gegeben. Milchrodukte isst er nicht gern nur bisschen Schafskäse- aber da achten wir auf genug zeitlichen Abstand. Ich gebe ihm zusätzlich vitamine... auf PDF wurde er getestet -negativ

      Ich kenne das sehr gut. Sowohl meine Tochter als auch ich leiden häufiger unter Mandelentzündung. Erstmal hoffe ich natürlich nicht, dass dein Sohn jetzt noch häufiger Mandelentzündung bekommt. Kann es sein, dass bei ihm manche Antibiotika vielleicht einfach nicht (richtig) wirken? So ging es mir tatsächlich. Und ich würde an deiner Stelle den Schafskäse auch noch weglassen. Ansonsten würde ich mir vielleicht sogar überlegen nochmal einen anderen Arzt aufzusuchen. Manchmal wissen die Sachen, die der andere nicht wusste bzw. er hatte evtl so einen Fall schon mal.
      Ich wünsche deinem Sohn auf jeden Fall gute Besserung und dir ganz starke Nerven. Ich drücke den Daumen, dass ihr es jetzt überstanden habt!

    • Hallo sahnetorte82,

      wenn Dein Sohn es ablehnt, Medikamente zu schlucken, wie hat er denn dann die Antibiotika, Probiotika und Hausmittelchen bekommen?

      Die häufigen Rückfälle sind jedenfalls nach diversen Antibiotikagaben nicht ungewöhnlich. Gerade im Zuge der zunehmenden Resistenzentwicklung sollten Antibiotika nicht so unkritisch eingesetzt werden. Sie können nicht nur diverse Nebenwirkungen haben, sondern schädigen auch die Darmflora, die u. a. für ein gutes Immunsystem immens wichtig ist.
      Wenn anschließend zum Aufbau der Darmflora Probiotika eingenommen werden, müssen diese hoch genug dosiert sein. Noch besser sind sog. Synbiotika, die neben Probiotika auch Präbiotika enthalten, die den Bakterien als Futter dienen.

      Zudem werden Mandelentzündungen in den meisten Fällen von Viren hervorgerufen, da helfen keine Antibiotika. Diese wirken nur bei Bakterien.

      Die Basis sollte immer ein gesunder Lebensstil bilden, d. h. eine traditionell mediterrane Ernährung, ausreichend Schlaf sowie tägliche Bewegung in der Natur (u. a. zwecks Vitamin D-Bildung).
      Bei Infekten hat sich vor allem das Spurenelement Zink bewährt (z. B. Unizink Lutschpastillen, rezeptfrei aus der Apotheke). Zink ist ferner wichtig für das Immunsystem und die Schleimhäute. Außerdem wirkt es entzündungshemmend und antiviral. Die Pastillen schmecken gut und enthalten zusätzlich Vitamin C und Holunderbeer-Saftpulver.

      Ich wünsche Deinem Sohn gute Besserung!

      • Wir haben alle möglichen Tricks angewendet, von betteln bis zwingen. Zuletzt habe ich das antibiotikum leere Tetrapacks rein mit etwas Wasser ausgefüllt. Er dachte dann es sei saft :) in der Klinik wurde es intravenös gegeben. Ich achte sehr auf gesunde Ernährung und koche teilweise zweimal täglich und hauptsächlich südländische Küche. Wir leben auch noch auf dem Land somit bekommt er genug frische Luft. Probiotika und Vitamine bekommt er als Kautabletten mit Himbeer oder Erdbeer Geschmack. bin echt am verzweifeln was ich denn falsch mache

    Hallo sahnetorte,

    mein Sohn ist etwas älter (jetzt 11), und hatte dasselbe im letzten Jahr auch. Bei ihm war die Mandelentzündung durch Streptokokken ausgelöst. Kaum war das erste Antibiotikum durch, dauerte es keine 3 Wochen, da hatten wir dasselbe Problem wieder. Also gleiches Spiel nochmal, wieder Antibiotikum. Danach hatten wir nur 14 Tage Ruhe und sie war zum 3. Mal wieder zurück. Also anderes Antibiotikum, das hat dann für 6 Tage Freiheit gesorgt, bevor es zum 4. Mal wieder zuschlug.

    Wir hatten auch alles durch, von Zahnbürstenwechsel über alle anderen Tipps und haben dann uns alle auf Streptokokken testen lassen (als Erwachsener beim Hausarzt nahezu unmöglich!). Unser Kinderarzt war dann so freundlich und hat uns alle mit drangenommen und siehe da... mein Mann war es, der ziemlich sofort einen fett positiven Test hatte, obwohl er wie wir anderen keinerlei Symptome hatte, hatte er ihn doch bei jedem Gute-Nacht-Sagen immer wieder angesteckt. So hat er dann von seiner Hausärztin parallel zu unserem Sohn auch ein Antibiotikum bekommen und es war schlagartig Ruhe im Karton..

    Also, vielleicht wäre dies für euch ein Ansatzpunkt, dort einmal zu schauen...

    Viele liebe Grüße vom

    kaeferchen

    • Oh ! Darüber habe ich gar nicht nachgedacht.. das ist ein guter Vorschlag,ich danke dir :) werde morgen gleich mal beim hausarzt anrufen !

      • Ich hoffe, du hattest Erfolg. Unsere Hausärztin teilte uns damals mit, dass man diese Tests nicht auf Vorrat hätte, da sie nur sehr kurz haltbar wären und es bei Erwachsenen eben sehr selten vorkäme. Deshalb müsste sie erst welche bestellen, dann den Test machen und irgendwo einschicken... Das alles hätte ewig gedauert. Deshalb hat unser Kinderarzt dann uns Erwachsene mit durchgeschleust, nachdem wir dann beim 4. Mal schon gar nicht mehr sagen mussten, weshalb wir schon wieder bei ihm aufschlagen #augen ...

    Hallo, habe mal mitgelesen aus Interesse...., jetzt wo ich diese Antwort gelesen habe, fällt es mir ein. Als die Kinder vor Jahren noch im Kindergarten waren, hatten wir auch mal so einen „Fall“ in der Gruppe. Ständig neue Infektionen, immer wieder Antibiotika. Das ging so lange, bis herausgefunden wurde, dass ein Familienmitglied der „Wirt“ war, ohne selber Krankheitssymptome zu zeigen und immer wieder das Kind angesteckt hat. Das ist doch mal ein Ansatz und eine Lösung, wenn es denn dann so ist. Alles Gute!

    • Das ist wirklich so, mein Mann hat noch nichtmal mehr Mandeln, deshalb haben es sich die Streptokokken offenbar irgendwo anders gemütlich gemacht, ohne irgendetwas auszulösen... auch ein Nachteil der vollständigen Mandelentzündung: man reicht es weiter, ohne es zu merken...

Hallo, hilft das Antibiotika? Falls nicht: Google mal pfapa Syndrom.
Bei uns war es ähnlich. Bis irgendein Arzt mal endlich darauf kam....

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