Mandelverkleinerung meines Sohnes - seitdem trotzdem ständig Mandelentzündung

    • (1) 13.09.19 - 06:58

      Guten Morgen,

      Mein Sohn hatte von Januar bis Mai 2019 sechs Mandelentzündungen. Im Juni wurden deshalb die Mandeln verkleinert. Laut Ärztin wurden die Mandeln nicht ganz entfernt, da es für Kinder (mein Sohn wird in vier Wochen 6 Jahre alt) zu gefährlich ist, wegen der Blutungsgefahr. Die Mandeln laufen wohl zu nah an der Hauptschlagader.

      Jetzt hatte er im Juli ca. 4 Wochen nach der OP wieder eine Mandelentzündung bzw. das Gewebe hat sich entzündet, was halt noch übrig ist. Im August war alles gut und seit gestern quält er sich wieder damit rum.
      Die Mandeln sind ganz weiß, er hat Schmerzen und 39, 5 Fieber.
      Ich gehe natürlich später wieder zum HNO.

      Meine Frage.
      Hatte das von euch oder euren Kindern schonmal jemand, bei dem erst eine Mandelverkleinerung gemacht wurde und danach eine ganze Entfernung?
      Wie viel Zeit war zwischen den Operationen?
      Lief die Entfernung ohne Probleme ab?
      Wie alt waren eure Kinder bei den Operationen?

      Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungen

      Zahnfee

      • (2) 13.09.19 - 07:03

        Also bei uns hieß es eine Verkleinerung macht nur Sinn wenn die Mandeln eben nicht vorher öfter entzündet waren sondern wenn sie Probleme machen wegen der Größe, zum Beispiel beim atmen nachts.
        Sonst müssen die raus.
        Natürlich gibt's ein Nachblutungsrisiko, aber doch nicht wegen der Hauptschlagader?
        Ich kenne einige Kinder bei denen eine Entfernung sinnvoll war.
        Bei unserer Tochter reichte die Verkleinerung

        • (3) 13.09.19 - 10:08

          Vielen Dank für deine Antwort.

          Ich werde da später mit der Ärztin drüber sprechen.
          Ich kann und möchte meinem Sohn nicht alle paar Wochen Antibiotika geben müssen.
          Noch dazu ist er seit Dienstag ein Schulkind und kann da auch nicht "ständig" im Unterrcht dann fehlen. Irgendetwas muss passieren, dass das aufhört.

          Lg Zahnfee

      (4) 13.09.19 - 11:58

      Hallo zahnfee-m,

      treten mehr als 6 eitrige Mandelentzündungen jährlich auf, ist eine OP zumindest eine Option. Weil der Eingriff aber starke Schmerzen nach sich zieht und das Nachblutungsrisiko recht hoch ist, wird inzwischen eher eine schonendere Teilentfernung empfohlen. Mit der Hauptschlagader hat das nichts zu tun!!!

      In den meisten Fällen rufen übrigens Viren Mandelentzündungen hervor. Antibiotika wirken aber nur gegen Bakterien.
      Durch die häufige Antibiotika-Einnahme ist diese Entwicklung bei Deinem Sohn, trotz OP, nicht ungewöhnlich. Gerade im Zuge der zunehmenden Resistenzentwicklung sollten Antibiotika nicht so unkritisch eingesetzt werden. Außerdem können sie diverse Nebenwirkungen haben, und sie schädigen die Darmflora, die jedoch für ein gutes Immunsystem immens wichtig ist. Daher sollte man diese nach jeder Antibiotikabehandlung mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke wieder aufbauen (sog. Synbiotika). Ein gesunder Lebensstil ist ebenfalls wichtig, d. h. eine vitalstoffreiche Ernährung wie die traditionelle Mittelmeerkost, tägliche Bewegung in der Natur (u. a. zwecks Vitamin D-Bildung) und ausreichend Schlaf.
      Ferner hat sich v. a. Zink bei diversen Infekten bewährt. Ferner ist wichtig für die Schleimhäute und das Immunsystem. Zudem wirkt es entzündungshemmend und antiviral.
      Für Kinder bieten sich z. B. wohlschmeckende Präparate aus der Apotheke an, wie z. B. Unizink Kombikraft Trinkfläschchen (mit Zink, Vitamin C und Heidelbeerextrakt) oder Unizink Lutschtabletten (mit Zink, Vitamin C und Holunderbeer-Saftpulver).

      Ich wünsche Deinem Sohn gute Besserung und Euch ein schönes Wochenende!

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