Update plötzlich starker Haarausfall

Vielleicht erinnern sich manche an meinen Post vor wenigen Wochen.

Ich war mittlerweile beim Hausarzt, habe u.a die Schilddrüse und diverse andere Werte kontrollieren lassen, alles im Normbereich, so laut Ärztin, sie kann sich nicht erklären, weshalb so plötzlich der Haarausfall aufgetreten ist, ich soll zum Dermatologen...
Nun denn, seit über 1 Woche habe ich jeden Hautarzt im Umkreis abtelefoniert, der früheste Termin ist Ende Mai... Bis dahin habe ich keine Haare mehr, wenn es so weiter geht.
Gefühlt hat mich niemand ernst genommen und ich verfalle in eine richtige Depression, was das Thema angeht.
Ich habe ca 60 Prozent meiner Haare bereits verloren, alles innerhalb von nur 4 Wochen... Wie soll das denn weiter gehen, ich bin mit meinem. Latein am Ende und enttäuscht von den Ärzten, dass man so etwas bei einer nicht mal 30 Jährigen ernst zu nehmen scheint.

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Geh zu einen endokrinologen es gibt so viele hormonelle Werte die ein normaler Haut oder Hausarzt nicht checkt die Einfluss haben können. Ich selber habe keine Erfahrung damit aber ne Freundin von mir sie hat irgendwas von einem glaub irgendwas mit für oder gegen hohen Blutdruck oder ich erinnere mich nicht mehr genau aber ein Mittel eine tinktur die eigentlich für irgendwas anderes ist und bei Haarausfall hilft musste mal googeln. Wenn es so plötzlich und stark kommt tippe ich auf Hormone.. hast du pco oder hashimoto? Tsh ist normal sagst du? Wie ist denn dein Wert?

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Tsh ist knapp bei 4, klingt für mich nicht in Ordnung, wäre aber wirklich noch in der "Norm" 😣

Ich habe jetzt wirklich viel versucht, bei jedem möglichen Hautarzt angerufen, auch Endokrinologie, es werden keine Termine vergeben vor 2 bis 3 Monaten...
Ich habe jetzt noch einen Termin beim Frauenarzt bekommen nächste Woche, denke aber nach bisherigen Erfahrungen, dass dieser mir helfen könnte... Ich weiß nicht mehr weiter.

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Ich weiß nicht ob es dir (vor Allem zur Zeit) finanziell möglich ist. Aber wenn ja, dann schau nach einer rein privatärztlichen endokrinologischen Praxis. Ich hatte bei mehreren Kassenendokrinologen angerufen, Wartezeit zwischen 3 und 6(!) Monaten. In der Privatpraxis hatte ich innerhalb einer Woche zwei Termine zur Auswahl. Die Erstdiagnostik hat mich rund 200 Euro gekostet, die Medikamente konnte dann der (zum Glück kooperative) Hausarzt auf Kasse verschreiben.
Vielleicht ist das ja für dich auch eine Möglichkeit, ich wünsche auf jeden Fall alles Gute!
Ach ja, TSH bei 4 würde ich auch dringend weiter abklären lassen!

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Hallo,

das kann auch an irgendwelchen Schwermetallen liegen, denen man ausgesetzt ist.
Google mal danach.

Die Frau eines Bekannten hatte so starken Haarausfall durch eine Quecksilbervergiftung. Leider weiss ich nicht, woher die kam.
Jedenfalls hat es auch Jahre gedauert, bis ein Arzt darauf kam.

Ich kenne es leider auch, dass Ärzte einen nicht ernst nehmen, wenn die Standard-Ursache für ein Problem bei einem nicht zutrifft, und man nicht kurz vor Exitus ist. #aerger
Wobei es vielleicht auch nicht besser läuft, wenn man es ist... #zitter

Ich hatte das jetzt schon zweimal. Beide male lief es so, dass ich den Ärzten sagen musste, wonach sie gucken sollen, nachdem ich im Internet recherchiert und die Reaktionen meines Körpers beobachtet hatte, und, siehe da, beide male hatte ich Recht.
Meine Hochachtung für das praktische Wissen und die Intelligenz von Ärzten ist mittlerweile stark gesunken. Das Studium scheint doch vor allem zu verlangen, dass man in der Lage ist, Telefonbücher auswendig zu lernen und mit Standard-Situationen umgehen kann.

Da kann man leider nur sagen "Hilf' Dir selbst, sonst tut es keiner.". #aerger

LG

Heike

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Wo soll das denn alles hinführen... Ich bin wirklich niemand, der wegen pillepalle zum Arzt geht, aber dass man beinahe betteln muss... Unfassbar.

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Das Problem kenne ich auch.

Es gibt zwar den Terminservice, dazu braucht man aber einen Code vom Hausarzt, der damit bescheinigt, dass es dringend ist.

Haarausfall wird vermutlich als nicht so dringend eingestuft, da es ja "nur" optisch ist. (Dass das den Patienten belastet, zählt ja oft nicht).

Wenn es finanziell möglich ist, würde ich auch bei Praxen nachfragen, was Bluttest in Eigenleistung kostet.
Das Problem dabei, das machen einige auch nicht. Arzt: "wenn dann was dabei rauskommt, muss ich es ja behandeln" Die Behandlung passt dann nicht ins Budget.

Bei Schilddrüsenwerten gibt es verschiedene.
Oft ist es so, dass die vom Hausarzt gemessenen völlig in Ordnung sind, die anderen aber eine ernstzunehmende Schilddrüsenerkrankung zeigen. Das hatte ich schon häufiger gehört und ist bei mir auch so.

Wenn diese schon gemessenen Werte bereits an der Grenze sind, würde ich nicht sagen, dass was in Ordnung ist. Das machen manche Ärzte inzwischen aber trotzdem. "Soll doch ein anderer behandeln, das ist billiger für mich" :-[

Ich bin inzwischen soweit, dass ich auch selbst bezahle. Aus Verzweiflung.
Frauenärztin könnte es über die Krankenkasse abrechnen, behauptete aber, dass Hormonelle Probleme nicht möglich seien und man Hormonwerte nicht messen könnte. Generell nicht.
Ein neuer Hausarzt nach vielen Telefonaten hat das mitgetestet, eigene Bezahlung und siehe da. Zumindest weiß ich inzwischen DASS organisch was vorliegt. Was weiß ich noch nicht. Die Termine kommen erst noch.

Heilpraktiker wäre auch eine Möglichkeit. Jedenfalls auf Empfehlung.
Die kosten einiges, sind dafür manchmal motivierter.
Eine Freundin hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Für mich leider zu weit weg.
Allerdings schickt ihre Heilpraktikerin auch zu Ärzten, wenn es ihren Bereich übersteigt oder sie Untersuchungen braucht, die sie selbst nicht machen kann und daher auch nicht machen würde.
Zu jemandem der Schulmedizin ausschließt, würde ich allerdings auch nicht gehen.

Als Ergänzung schon.


Was ich inzwischen auch mache:
Wenn es heißt, wir nehmen keine Neupatienten: "können Sie mir jemanden empfehlen?"
Ich frage viel schneller bei der Krankenkasse nach Listen. Wenn ich diese dann durchtelefoniert habe und der Krankenkasse mitteilen kann, dass da keiner davon Termine an neue Patienten vergibt oder Termin erst in x Monaten ist, dann kann die Krankenkasse wenigstens nicht sagen, ich sei nur zu *sorry* doof, mir einen einfachen Termin zu besorgen, immerhin hätten sie ja eine große Auswahl...

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Ich kümmere mich gleich direkt um einen Termin, würde ich wohl selber zahlen, sonst scheint ja nichts zu helfen.

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Hallo,
ich hätte auch den privatärztlichen Termin vorgeschlagen. So mache ich es beim Orthopäden, weil alle Praxen gerade wegen Corona keine Termine vergeben. Außer an Privatpatienten...

Ansonsten gibt es bei manchen (allen?) Krankenkassen einen Termin-Service. Da vermittelt einem die Krankenkasse einen Facharzt-Termin und das sehr schnell.
Allerdings habe ich den Arzt, den mir die KK dann vermittelt hat, gegoogelt und dann war mir klar, warum ausgerechnet dieser Arzt Termine frei hat... Aber das kann natürlich Zufall oder in anderen Fachrichtungen anders sein.

Viel Erfolg!