Traumafolgestörung

Guten Tag

Ich habe heute endlich meine Diagnose bekommen und ich habe eine Traumafolgestörung die ich ohne Tabletten behandeln soll . Ich bin recht froh denn es stand bipolare Störung und Borderline im Raum .


Meine Frage ist hat jemand von euch eine Traumafolgestörung gehabt oder hat es wie geht ihr damit um hat euch die Therapie wirklich geholfen . Ich bin froh wenn es endlich wirkt ...

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Ich hatte dies, wurde bei mir sehr spät diagnostiziert. Es handelte sich um eine Störung durch einen schweren Autounfall mit 9 Jahren. Therapie habe ich erst mit 26 gemacht. Es ist mittlerweile besser, ich kann in ein Auto steigen ohne völlig zu verkrampfen und Schweißausbrüche zu bekommen. Führerschein habe ich dennoch noch nicht "geschafft" (kann mich nicht überwinden selber zu fahren).

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Hey, es tut mir leid, dass du dich mit so etwas auseinandersetzen musst und ich wünsche dir viel Kraft und Mut.
Ich weiß nicht, ob es in meiner Akte als solches 'diagnostiziert' wurde, aber ich gehe mal davon aus, dass ich es habe/hatte. Ausgelöst durch sexuellen Missbrauch in meiner frühen Kindheit.
Bei mir hat es sich durch extreme Reaktionen auf Schmutz an den Händen gezeigt, sowie einer extremen Angst mit Panikattacken vor Zahnärzten und einem verzerrten und gehemmten Sexualverhalten. Später kamen Depressionen dazu.

Erfahren hab ich von dem Missbrauch mit 17/18, als ich mit meinem damaligen Freund sexuell aktiv wurde und unheimliche Probleme damit hatte. Depressionen bekam ich dann mit ca 20. Zum Glück hab ich für mich schnell gemerkt, dass es mir nicht gut ging und hab mir Hilfe geholt. Da ich seeeehr dickköpfig bin und das Ganze durch die schnelle Zulassung der Therapie mit viel Elan angegangen bin, konnte ich nach etwa einem halben Jahr meine Therapie beenden. Alles folgende waren Fortschritte, die ich privat und für mich selbst machen musste, gerade was das Sexualverhalten anging. Mein Mann war dabei eine große Stütze und hat mir sehr geholfen den Weg weiter zu gehen. Dadurch konnte ich meine Therapie komplett abschließen und musste nicht wieder weiter in Behandlung.

Ich kann dir auf deinem Weg nur viel Kraft und Mut wünschen. Halte durch, auch wenns scher wird, aber es lohnt sich.