Was darf ein Arzt?

Hallo.
Meine Tochter muss demnächst zur Diagnostik stationär ins Krankenhaus. Leider kann ich wegen fehlender Betreuung meiner kleinen Tochter und selber gesundheitlichen Schwierigkeiten und regelmäßigen Arztterminen nicht als Begleitperson mit rein. Ich bin aber täglich bis spät Nachmittags bei ihr nur eventuell mal zwischendurch 1 Stunde weg.
Letzte mal als meine Tochter im Krankenhaus war wurde sie falsch Behandelt und auf ein Medikament eingestellt, was viel zu hoch dosiert und garnicht für sie geeignet war. Auch unnötige Untersuchungen wurden an ihr vorgenommen. Ich glaube damals hatte ich etwas Unterschrieben, dass Ärzte notwendige Maßnahmen wie Medikamenten gabe und Untersuchungen vornehmen dürfen. Diesmal würde ich sowas nicht nochmal unterschreiben. Jetzt meine Frage. Dürfen Ärzte ohne meine Einwilligung im Krankenhaus Untersuchungen durchführen? Ich willige ja die stationäre Aufnahme ein, aber ist das automatisch auch eine Eineilligung für verschieden Untersuchungen und die Gabe von Medikamenten?

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Gegenfrage: wie stellst du dir eine Behandlung denn vor, wenn du nicht anwesend bist? Warum schickst du sie stationär ins Krankenhaus wenn die dann nichts untersuchen dürfen? Was würde es ändern wenn du vor jeder Untersuchung angerufen wirst und in Erlaubnis gebeten wirst? Könntest du spontan die gesamte Situation korrekt bewerten? Stelle ich mir schwierig vor.

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Ich bin ja bis auf Spätnachmittags und mal eine Stunde kurz weg anwesend. Ich möchte halt das ganz bestimmte Untersuchungen gemacht werden, die seit Jahren von den Ärzten aufgeschoben wurden. Ich schicke sie ja nicht stationär ins Krankenhaus, das haben die Ärzte im Krankenhaus entschieden. Ich hatte eine Überweisung für eine ambulante Behandlung, die wurde von Krankenhaus abgelehnt. Sie behandeln sie nur stationär. Ja ich hatte jetzt 2,5 Jahre mit der Thematik zu tun und weiß inzwischen, welche Unterrsuchungen sinnvoll sind und was für Untersuchungen noch ausstehen die gemacht werden sollte bzw hatte ich mit der Kinderärztin Rücksprache gehalten was für Ubtersuchungen noch ausstehen. Aber das Krankenhaus hat sich letzte mal schon über die Befunde und gebetenen Untersuchungen hinweggesetzt und was ganz anderes gemacht als vom Kinderarzt verordnet wurde.

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Das Problem kenne ich bei anderer Symptomatik bei mir selbst.

Gibt es noch andere Krankenhäuser, die denkbar wären?

Bei mir gibt es Krankenhäuser, da bekommen mich keine zehn Pferde mehr rein.
Und solche, die bekommen bei anderer Symptomatik noch mal eine Chance.

Da es bei euch ja nun schon Jahre geht: kennst du die Seite reha-kids.de?
Das ist auch ein Forum.

Dort würde ich mich informieren, welche Kliniken es zu der Symptomatik gibt. Welche geeignet sind und welche zu DIESEM Problem drignend abgeraten werden. Dann mit dem behandelnden Kinderarzt sprechen und versuchen einen Weg zu finden, wie es trotzdem machbar werden könnte, genau DORT unterzukommen.

Mir selbst hat das schon mal das Leben gerettet.
Bei meiner ADHS Diagnose stoße ich immer wieder auf Stümper und solche, die leugnen dass es das gibt. Die mir schwere Medikamente geben würden, die mir schaden könnten. Hauptsache ich passe in deren Bild.

Mit einfachen Dingen vertraue ich erst mal Kinder-/Hausarzt (zumindest dem Neuen).
Bei Symptomen oder spezielleren Sachen, suche ich mir inzwischen Rat von Menschen, die selbst ähnliches durchgemacht haben. Auch schon Odyssee und gehe dann zu der Empfehlung.

Aktuell habe ich Probleme mit der Schilddrüse. Krankenhaus hat keine Lust auf Untersuchungen. Endokrinologe schickt mich aber ausdrücklich dort hin. Weil sich das Krankenhaus mit Händen und Füßen weigert, suchen wir nach Alternativen. Andere Krankenhäuser - wie kommt da rein. Bewerbung an Uniklinik - läuft (da muss man sich bewerben, weil die natürlich überlaufen sind, so die Uniklinik. Für die wirklich Spezialfälle haben sie aber was frei. Mit Bewerbung eben).

Bevor ich mit wieder Falschergebnissen woanders hin muss, setzt sich der Arzt jetzt dafür ein, dass ich wirklich dorthin komme, wo sie sich auskennen.

Der Kinderarzt sowieso. Der hat Freunde für eine Untersuchung auch schon mal quer durch's Bundesland geschickt. Theoretisch sollte KH xy das auch kennen und können. Für alles andere ist das KH super. Bei DER Symptomatik rät er aber dringend ab. Er hat sich dann informiert, wie das machbar ist (bürokratisch) und hat sie dann dort ungebracht. Volltreffer.


Da du dich inzwischen mit Untersuchungen und co schon einigermaßen auskennst,
vielleicht findest du Austausch mit anderen Eltern (Landesweit/Europaweit) im Internet. Adressen, wie kamen sie zur Diagnose. Was wurde vermurkst? usw.

Je spezieller, desto hilfreicher kann DIE EINE Adresse sein (oder die drei passenden deutschlandweit).


Gute Besserung und dass ihr findet, was ihr hilft!

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Handelt es sich um eine organische Erkrankung wegen der Deine Tochter behandelt werden soll? Wenn Du tagsüber zu den Visiten im KH bist, kannst Du doch alles mit den Ärzten besprechen. Abends und nachts werden keine Untersuchungen durchgeführt. Du scheinst kein Vertrauen zu den Ärzten zu haben.

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Es soll erstmal eine Diagnose gestellt werden. Meine Tochter wird seit Jahren von Arzt zu Arzt geschickt und jeder Arzt meint was anderes und stellt eine andere Verdachtsdiagnose. Keine Behandlung der Ärzte schlug bisher an. Dadurch hat meine Tochter extreme Ängst vor Ärzten und Untersuchungen entwickelt und mein Vertrauen zu Ärzten wurde somit auch Zerstört. Ich hab halt Bedenken weil meine Tochter letzte mal falsche Medikamente in einer 3 Fach zu hohen Dosis verabreicht worden sind und dies starke Nebenwirkungen hatte. Von der Medikamentengabe hatte ich damals nichts mitbekommen, da ihr die spät abends gegeben wurden.Ich versuche Möglichst lange bei ihr zu bleiben, aber muss wie gesagt auch zwischendurch mal 1 Stunde weg und ab 15 Uhr habe ich noch meine Kleine Tochter zu betreuen. Hab Bedenken dass denn doch noch Untersuchungen stattfinden oder ihr wieder irgendwelche Medikamente gegeben werden.

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Woher weißt Du, dass die Medikamente fehldoaiert waren? Die Dosierungen sind bei Kindern/Heranwachsenden im Bezug auf das Körpergewicht meist deutlich höher (3-4 fach) der Erwachsenendosis. Ist es das gleiche Krankenhaus? Die gleiche Abteilung? Welches Medikament war das denn? Wenn Du keine Diagnostik und Behandlung haben möchtest, braucht sie nicht in die Klinik, dann kann ihr auch nicht geholfen werden. Was ist denn ihr Problem?

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Macht es denn überhaupt Sinn, in dieses Krankenhaus zu gehen?

Du vertraust den Ärzten dort (offensichtlich) zurecht nicht. Sie sollen keine Untersuchungen machen (da sie ja ohnehin untersuchen, was sie wollen und was nicht sinnvoll ist) und somit Fehldiagnosen stellen (das weißt du bereits).

Was soll dann diesmal anders sein?!

Manche Menschen neigen ja zu extremen Harnwegsinfekten, aber man kann vorbeugend was tun. Tut ihr das? Habt ihr schon andere Dinge, als Antibiotika probiert (klar bei hartnäckigen sind die wichtig, aber wenn ihr einfach keine verschrieben bekommt, würde ich alle Alternativen ausprobieren!).

Ich hab auch mal einen Blogbeitrag gelesen, da erzählte eine Mutter quasi deine Geschichte. Leider weiß ich nicht mehr, wo das war, aber ich würde auch Gleichgesinnte suchen und nach deren Weg fragen. Und mich weiterhin um ein anderes Krankenhaus (zur Not auch weiter weg) bemühen.

Gute Besserung!!

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Danke.

Ehrlichgesagt glaube ich nicht, dass es Sinn macht in das Krankenhaus zu gehen, aber es ist besser als nichts. Mit anderen Krankrnhäusern hatten wir schon Kontalt bzw. waren auch da, aber wir wurden immer wieder auf diese Krankenhaus verwiesen, da die anderen Krankenhäuser nicht über die nötigen Fachabteilungen oder Fachärzte verfügen. Wir haben mit ein paar größeren Unikliniken telefoniert und die Sachlage geschildert und um einen Termin gebeten, allerdings ohne Erfolg. Entweder überfüllt, keine feinen Termine, aktuell keine nötigen Fachärzte.

Ich achte Zuhause darauf dass sie ausreichend trinkt, sie trinkt morgens und abends ein Glas Crenberriesaft und ansonsten Wasser oder Tee. Beim Toilettengang bleibt sie lange genug sitzen und sie steht auch mit beiden Beinen fest auf den Boden. Wir haben ihr auch erklärt wie sie sich nach dem Toilettengang richtig abwischt. Sitzbäder mit Kamille haben wir auch schon probiert. Wir haben uns in mehreren Apotheken über Alternativen Erkundigt. Leider ist alles wie D-Manose, Blasen und Nieretees, oder ein niedrig dosiertes langzeit Antibiothika erst ab 12 Jahren zugelassen.

Wir werden uns aufjedenfall weiterbemühen und auch schauen dass wir in ein anderes Krankenhaus unterkommen. Da es zurzeit wieder schlimmer geworden ist, hoffe ich dass uns dieses Krankenhaus auch erstmal helfen kann, denn wer weiß wann wir es endlich mal schaffen in ein Krankenhaus zu kommen, wo Ärzte meine Tochter und mich ernst nehmen.

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Aber scheue dich nicht, den Aufenthalt abzubrechen, wenn du ein schlechtes Gefühl hast!

Alles Gute euch!

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Guten Morgen,

In welchem Umkreis suchst du denn ein kkh oder Arzt der euch helfen könnte?

Liebe Grüße und alles Gute