Pflegegrad bei Kind

Hallo ihr Lieben,

Uns wurde geraten für unseren Sohn einen Pflegegrad zu beantragen.
Kurz zu Ihm:
Geboren bei 34+6, klumpfüse
2,5 Jahre, spricht überhaupt nicht, angefangen zu laufen mit 19 Monaten.

Wir gehen 3x die woche zur Logo, 3x die Woche zur physio. Ich fahre jeden Monat 1-2 mal zur Pädaudiologie (ca 100km ein weg). Alle 2 monate zur Kontrolle der Klumpfüße (jedes mal ca 4-5 stunden weg mit wartezeit). Warten auf einen Termin im SPZ

Laut Pflegegradrechner im netz (ich weiß, der ist nicht genau) ist er mitten im Pflegegrad 3 (das wird ja mit so punkten berechnet).

Jetzt zu meiner Frage:
Nehmen wir an, ich beantrage den Pflegegrad für ihn, und sein "Zustand" bessert sich, durch physio und Logo. Kann er dann den Pflegegrad wieder "ablegen"? Oder ist der dann für immer irgendwo vermerkt?
Das ist ja nicht sowas wie ein Behindertenausweis?
Wirkt es sich auf Kita/schule/ jobsuche aus?

Weil um ehrlich zu sein sch** ich auf das Geld, wenn er dadurch dann irgendwann einschränkungen hat. Es ist nicht sicher WAS er hat, und ob der zustand (nicht reden, ständig Rezessive Klumpfüse usw) sich mal bessert, oder ob es so bleibt.
Sollte es sich bessern, dann braucht er ja theoretisch den Pflegegrad nicht mehr.

Ich bin hin znd hergerissen. Vielleicht kann jemand von euch ja helfen und mir einige Antworten geben.

1

Direkt zum Pflegegrad kann ich nichts sagen.

Hier kommen auch immer wieder gute Antworten.

Es gibt das Forum reha-kids. Dort sind Eltern mit Kindern, rund um das Thema Pflege, Diagnosen, Schule, amtliche Wege, emotionale Fragen usw.

2

Ein Pflegegrad wird regelmäßig überprüft. Wenn die Voraussetzungen wegfallen, ist er weg.
Auch ein GdB wird immer mal überprüft, auch der bleibt nicht automatisch lebenslang auf einem Stand. Viele müssen regelrecht kämpfen mit gerichtlichen Einsprüchen, damit sie ihn behalten können.
Aber Du kannst Dich gerne auch noch bei den Rehakids kundig machen. Ich kann die Seite auch nur empfehlen, da kannst Du auch sonst noch viel Hilfreiches finden.

LG Moni

3

Schön wäre es, wenn man Pflegegrad und GdB wenigstens so lange behalten könnte, so lange die Einschränkungen bestehen! Man muss sich meist intensiv rechtfertigen, warum das Kind immer noch Einschränkungen hat und man den PG und /oder den GdB immer noch braucht. Und alle Angaben dazu sind immer freiwillig, also bei Kita oder Schule. Außer, wenn du Unterstützung von der Eingliederungshilfe brauchst.
Beantrage beides. Schwerbehinderung und Pflegegrad. In Deutschland bekommt man da nichts geschenkt. Was dir zusteht, solltest du auch bekommen!

4

Aber angenommen, ich würde schwerbehinderung beantragen, muss er dann nicht z.B. in einen speziellen Kindergarten? Also einen Integrationskindergarten (heißen die so? Weiß ich grad gar nicht genau).

Uns wurde dazu geraten es zu beantragen, aber ich habe auch Angst, dass es für ihn "negative" Folgen haben könnte.

5

Hallo, nein dein Kind kann auch in einen Regelkindergarten. Meine Kinder haben beide einen Pflegegrad und einen SBA und waren im Regelkindergarten. Zwar besuchen beide nun eine Förderschule aber das auf unseren Wunsch um sie best möglich zu fördern.

weitere Kommentare laden
8

Hallo,

der PG wird regelmäßig überprüft, da man ja in erster Linie auf Besserung hofft. Bei kleinen Kindern kann das halbjährlich der Fall sein. Wenn es irgendwann darauf hinausläuft, dass er keinen PG mehr hat, dann ist der weg.

Schulen usw. erfahren prinzipiell auch nichts davon, wenn ihr nicht entsprechende Berichte vorlegt oder es selbst sagt. Haben wir auch nicht gemacht, alleine um ihn nicht in eine Schublade stecken zu lassen. Das geht auch keinen etwas an. Ich kann noch nicht von der Jobsuche sprechen, aber bis Schule: nein, da wirkt er sich nicht aus. Mein Sohn besucht zwar eine Förderschule, aber das nur, weil er seit Jahren Förderbedarf hat und entsprechend ein Fördergutachten. Gibts hier erst ab Klasse 5 für seinen Förderbereich, wobei seine Ärzte auch sagen, dass es keine Schule gibt, die für ihn ideal wäre. Die Regelschule wäre aber keine Option, da mussten wir schon 4 Jahre verschenken.

Doch auch im Job an sich eigentlich nicht, er wird dann ja nicht erzählen müssen, was als Kind war und was heute ist. Wenn es keinerlei Einfluss auf seine Tätigkeiten dort hat, muss das auch keiner wissen.

Rehakids ist auch meinerseits zu empfehlen.

LG erdbeerchen