Psychotherapie?

Hallo ihr lieben!

Mir geht's gerade ziemlich dreckig.

Mein Leid begann so richtig vor vier Wochen, eigentlich geht mein Problem aber schon ein paar Wochen länger.

Seit einiger Zeit fühle ich mich extrem erschöpft, komme nicht zur Ruhe, habe rückenschmerzen.

Vor vier Wochen hatte ich nachts wie aus dem Nichts extremes Herzrasen, habe dann auch hyperventiliert mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. In meiner Panik habe ich meinen Mann geweckt, der die Rettung verständigt hat und daraufhin war ich dann mehrere Tage im Krankenhaus und wurde herz/kreislauf technisch auf den Kopf gestellt, bis auf einen zu hohen blutdruck, der seit meiner ersten Schwangerschaft bekannt ist, kam bei den Untersuchungen nichts raus.

Jedenfalls ging es mir nach der Entlassung nicht wirklich besser, im Zuge weiterer Untersuchungen kam dann noch eine magenschleimhautentzündung mit helicobacter Beteiligung zu Tage sowie etliche blockierte brust- und Nackenwirbel.

Was aber das schlimmste ist seitdem ist die Angst.

Immer wieder wie aus dem Nichts überfällig sie mich und macht mich fertig.

Seit dem ersten Vorfall vor vier Wochen hatte ich mehrere beinahe panikattacken, wo ich mich selbst beruhigen konnte bzw auch zweimal beim Hausarzt war und der mich runter gebracht hat indem er zn unter anderem auch ein ekg geschrieben hat, natürlich immer mit perfekt normalen Werten. Gestern wars dann ganz schlimm, um halb vier nachts wurde ich wach, halbe panikattacke, blutdruck wieder ziemlich hoch 150/90 trotz regelmäßiger Medikamenten Einnahme und kurz vorm hyperventilieren.

Mein Mann hat mich dann beruhigt und innerhalb 15 Minuten war mein Blutdruck wieder normal bei 120/80 rum.

Und gestern vormittag dann das selbe Spiel nochmal, ich habe meinen Mann dann angelegt mich zum Arzt zu bringen und in der Praxis hatte ich dann eine richtig heftige Panikattacke.

Eine Kollegin von meinem Hausarzt hat mich dann beruhigt, nochmal ein ekg geschrieben um.mich zu beruhigen, natürlich alles völlig unauffällig.

Und mir dann dringend geraten, mich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

Sie denkt ich bin gerade dabei aufgrund des ersten Vorfalls eine Herzangstneurose zu entwickeln.

Und ich muss ihr recht geben. Diese Angst beherrscht mich gerade, ständig drängt sich dieses Thema in meine Gedanken, ich bekomme beklemmungen, weil ich Angst habe mir könnte das wieder passieren. alles ist mir zu viel.


Wenn ich ehrlich bin, habe ich tatsächlich schon vor dem ersten Vorfall überlegt, mir professionelle Hilfe zu suchen, da war in letzter Zeit einiges, was an die Oberfläche gedrängt hatte, was ich eigentlich schon abgehakt hatte.
Langer Rede kurzer Sinn, wie läuft so

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Ich kenne das ganz gut, hab vor knapp 8 oder 9 Jahren genau das selbe wie du durchlebt, ich würde dir selbst empfehlen so schnell wie möglich dir professionelle Hilfe zu suchen, damit du einfach mit jemanden darüber reden kannst, alleine das wird dir schon helfen

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Ich verstehe deine Ängste zu gut - auch die Angst vor der Angst ist ganz schlimm.

Ich habe selber seit Jahren Panikattacken und eine generalisierte Angststörung und bin froh meine Therapeutin zu haben.
Ich kann dir nur wünschen, dass du ganz bald eine Therapie findest 🍀

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Hey, es tut mir definitiv leid, weil ich es leider sehr gut kenne. Bei mir begann es im Mai. Der Puls war immer höher, ich achtete vermehrt darauf, sodass der Puls nur noch höher ging.
Ständig ging ich zum Hausarzt und ließ EKs schreiben, sein Blick sprach Bände! Aber ich war überzeugt, dass was nicht stimmt in diesen Momenten! Das vegetative nerven hat soooo viel Einfluss auf den Körper, unfassbar!

Seitdem achte ich häufig auf meinen Körper, kriege den Blick nicht mehr so gut nach Außen gerichtet. Gibt aber auch Tage, die ich wieder genießen kann.
Ich weiß auch nicht, ob es eine hypochondrische Störung ist oder ich einfach eine Art Trauma habe von den Panikattacken. Diese machen schließlich krasse Symptome und nicht selten sind Leute damit im Kh. Ich war deswegen im Mai/ Juni ca 3-4 Mal dort, weil ich absolut nicht glauben konnte, dass ich körperlich gesund sei. Ich musste mich sozusagen an die Paniksymptome gewöhnen, um mich von ihnen nicht mehr so verunsichern zu lassen. Ist wirklich nicht einfach, aber mir hat eine Tagesklinik geholfen. Ich wandte mich an eine psychiatrische Notfallambulanz und die haben mir relativ schnell einen Platz besorgt.
Wichtig ist, nicht in die Vermeidung zu gehen.
Beispielsweise bewege ich mich jetzt häufig, im Mai dachte ich, ich habe was am Herzen und lief wochenlang nicht mal eine Treppe hoch. Versuch dir zu vertrauen: die Ärzte haben nichts gefunden. Das ist die Hauptsache. Immer wieder die eigenen Gedanken hinterfragen! Nur weil ich gerade denke, dass etwas nicht stimmt und ich ins Krankenhaus muss, heißt das nicht, dass das real ist.“

Und wenn in 10 Jahren mal was gefunden wird, gibts auch wieder passende Tabletten- unser Gesundheitssystem ist so fortschrittlich!💪