Bruch Handgelenk

Meine Tochter ist am Freitag auf ihr handgelenk gestürzt. Sie dachte sie hat es knacksen gehört. Am Samstag sind wir ins Krankenhaus und haben es anschauen lassen. Sie wurde geröntgt und es war kein bruch zu sehen.

Der Arzt hat ihr eine gipsschiene angelegt und gesagt wir sollen das von einem unfallchirurgen kontrollieren lassen.

Im arztbrief stand er vermutet dennoch einen bruch.

Da sie heute immer noch Schmerzen hatte, sind wir zu dem unfallchirurgen. Er hat sie aber nicht mehr geröntgt, weil er sagt das ist nach 2 Tagen unnötig und ein ct wären zu viele strahlen. Wir sollen in einer Woche wieder kommen.

Nun meine Frage: Kann es sein, dass dennoch ein bruch vorhanden ist auch wenn man nix gesehen hat und den man nur im ct sehen könnte?

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Hallo,
wie alt ist deine Tochter? Bei Kinder kann es vorkommen, dass man den Bruch nicht sofort sieht, das ist wohl so ähnlich wie bei einem jungen weidenzweig, wenn der bricht ist da auch erst noch die Rinde drüber, bei Kindern dann die „Knochenhaut“. Das ist nur meine laienhafte Ausdeucksweise. Ich hatte als Kind 2 mal einen Bruch, den man erst später festgestellt hat und nicht sofort im Röntgenbild gesehen hat.
Es kann allerdings auch knacksen, wenn ein Band reißt. Ich bin allerdings da nicht vom Fach uns würde dann auch dem Arzt vertrauen. Sie hat ja jetzt eine schiene, da sollte nix passieren.
LG

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Zum einen gibt es da die sogenannte grünholzfraktur. Die Knochenhaut bleibt in takt, der Knochen ist gebrochen. Je nach Winkel kann das beim Röntgen untergehen. Zudem gibt es auch haarrißfrakturen. Diese siehst du nicht im Röntgenbild, da diese sooooo fein sind, dass man sie erst in einer besseren Untersuchung (ct oder mrt) sieht. Wobei ich schon einen Fall hatte, dass das selbst dort nicht gesehen wurde, da der riss so klein war, dass genau in dieser Sequenz des mrt Geräte eine "bildpause" war.
Letztlich wird der Arm schon ruhig gestellt. Sie soll, soweit schmerzfrei möglich " die umliegenden gelenke (Finger, Ellenbogen und oder Schulter) bewegen um Verspannungen und atrophien zu vermeiden.