Insulinresistenz / Prädiabetes ? / Angst vor Diabetes

Hallo Zusammen,

kurz zu mir:

Ich bin 28 Jahre alt.
1,60 cm und wiege 60 kg.
Ich hatte noch nie Gewichtsprobleme und war von kindauf immer eher etwas untergewichtig.
(Opa = Diabetes)

In der SS wurde SS Diabetes festgestellt. Es waren immer nur meine Nüchternwerte erhöht 90-99 war schon alles dabei. Mein Baby ist mittlerweile 10 Monate alt). Vor etwa 4-5 Monaten haben wir den zuckertest wiederholt und es wurde eine Insulinresistenz bei mir festgestellt.

Der Arzt sagte, dass eine Insulinresistenz und Prädiabetes dasselbe sind und es auf Diabetes Typ 2 hinauslaufen kann/wird mit den Jahren, wenn ich es nicht behandele.

Ich solle Intervallfasten, ausgewogen schlafen, Stresslevel niedrig halten, viel bewegen und auf die Ernährung achten.

Intervallfasten. Ich bekomme schon Kreislauf, wenn ich länger als 3 Std nix esse …. Mit Baby unvorstellbar. Ich war schon immer so, dass ich immer irgendwas essen musste.

Schlafen? Mit 10 Monate altem Baby… da hat er selber gelacht. Es gibt gute aber viel mehr schlechte Nächte mit zig Unterbrechungen ….

Stresslevel niedrig halten. Gibt halt immer gute und schlechte Tage. Bei jedem.

Bewegen tu ich mich viel mit dem Kleinen vor allem.

Großes Thema Ernährung:

Mein absoluter Killer ist Weizenmehl und vor allem Nudeln, Weißbrot, etc. Das habe ich in der SS rausgefunden durch das permanente Messen. Kartoffeln, Reis, Bulgur, klappt super.

Meine bz werte tagsüber sind IMMER unter 140 und vielleicht maaaal bei 136 oder so.

Ich will gar nicht jammern …. Ich will wirklich Hilfe und Tipps, wie ich das Intervallfasten umgehen kann und trotzdem meinen BZ denken kann dauerhaft.

Ich möchte keine Diabetikerin werden… oder meinen Körper auf Dauer schaden.

HOMA IR: 19
Insulin: 64

Hat jemand Tipps für mich?

Bearbeitet von babyy
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So schlimm ist ein Weizenmehl- und Zuckerentzug nicht. Die Umstellung kann hart sein, aber deine Heißhungerattacken werden weniger, versprochen, wenn du langkettigere Kohlenhydrate (Hülsenfrüchte, Vollkorn…) zu dir nimmst und stumpf versuchst alles zu meiden, wo Industriezucker (oder generell viel Zucker) drin ist.
Durch Weizenmehl und Co fährt dein Blutzuckerspiegel Achterbahn, er schießt hoch und geht dann schnell wieder runter. Dann kriegste Hunger…
Fasten schön und gut… ist mein Ding auch nicht… ich brauche mein regelmäßiges Oral pleasure. Aber ne Ernährungsumstellung schaffst du. Es gibt so viele leckere Alternativen.

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Gerade dieses häufige Essen führt schnell zu Diabetes bei Leuten, die dazu neigen, weil dann die Bauchspeicheldrüse ständig Insulin ausschütten muss. Sie ist dann irgendwann erschöpft, oder das Insulin wirkt nicht mehr richtig, das ist dann die Insulinresistenz.
Zwischen den Mahlzeiten sollten jeweils mindestens fünf Stunden liegen, wenn schon Intervallfasten nicht machbar ist. Darüber gibt es viele Videos von den Ernährungsdocs.

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Ss Diabetes hat man ja nicht ohne Grund. alle Frauen mit SS Diabetes haben ein stark erhöhtes Risiko früher oder später DM2 zu entwickeln.

(Ich gehöre da ebenfalls dazu. 2. SS und wieder SS Diabetes.. OGTT nach SS wurde nicht gemacht wegen Corona.
War noch mal beim Facharzt danach. Ja mein Stoffwechsel ist eben nicht der Beste. Bei mir auch genetische Disposition da.
Meine Werte sind sonst im Rahmen. Wenn ich jetzt echt mal viel nasche können schon mal hohe Werte von 160 vorkommen. Fand der Facharzt nicht weiter dramatisch. Das darf so sein.)

Um DM2 vorzubeugen gibt es zwei Eckpfeiler. Gesunde Ernährung und Bewegung.
Wir haben im Alltag ein paar Sachen umgestellt. Vollkornnudeln, Dinkelreis, Naturreis, Vollkornbrot gehört zum normalen Alltag. Pfannkuchen und co backe ich aus Vollkornmehl - meist 100% manchmal auch nur 50%. An den Geschmack haben wir uns schnell gewöhnt- fällt uns nicht mehr auf.
Aber ich esse gern mal was Süßes und lasse mir auch die Pizza nicht entgehen. Im Urlaub wird geschlemmt ;)
Ich bewege mich und mache 2-3x pro Woche Ausdauertraining.
Das ist meine „Prävention“. Mich jetzt schon massiv einschränken möchte ich nicht - werde ich noch lange genug machen müssen.
Irgendwann wird mich die Diagnose DM2 treffen, alles andere wäre utopisch..

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Hallo

bei mir wurde im November ein Diabetes Typ II festgestellt. Haben mir die in den Wechseljahren zugelegten Kilos beschert.

Ich nehme Metformin und achte auf die Ernährung.
Versuche viel Hafer in die Ernährung einzubauen. Hafer hat guten Einfluss auf den Blutzucker aber auch auf Cholesterin.

Ich habe eine Bäckerei gefunden, die Haferbrot backt, das habe ich mir jetzt bestellt. Zudem rühre ich mir Haferkleie in den Joghurt.
Haferbrei / Porridge bekomme ich nicht durch den Hals, da würgt es mich schon beim Anblick. Ich finde da einfach nichts leckeres dran.

Salatgurke zu jeder Mahlzeit wurde meiner Nichte, auch Schwangerschaftsdiabetes, empfohlen, die würden auch BZ regulierend wirken.

Vielleicht hilft dir das weiter?

SChau doch mal auf Diabetikersebsthilfegruppen / Vereine Seiten, da gibt es auch gute Tipps



LG

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Hallo,

Ich habe Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck und meine jahrelangen Dauermuskelschmerzen mit Ernährungsumstellung komplett erledigt.

Hör dir auf Spotify den Podcast So geht gesunde Ernährung an von Herrn Riedl von den Ernährungsdocs. Er räumt auf mit den veralteten Ansichten die immer noch rumgeistern. Meine neue Hausärztin ist auch Ernährungsmedizinerin und sie kämpft unglaublich gegen diese falschen Aussagen die sich hartnäckig halten.

Ich habe zusätzlich noch auf basische Ernährung umgestellt und mir ging es nie besser gefühlt.

Viel Erfolg!