Zwangserkrankung/Mysophobie ­čÖü und Problemsituation beim neuen Job

Hallo ihr Lieben,
ich wollte eben mit euch eine Sache teilen und nach eurem Eindruck/eurer Meinung fragen.
Ich habe seit einiger Zeit eine Art Tick oder man k├Ânnte schon Zwang sagen (wobei es bestimmt noch ausgepr├Ągter geht).
Ich habe immer das Bed├╝rfnis, wenn es sich nicht um meinen eigenen Haushalt handelt, das Geschirr und Besteck selbst zu waschen und vorab zu analysieren. Es gibt Tage, da macht es mir nicht all zu viel aus und an anderen Tagen ist es irgendwie schlimmer.
Jetzt gab es folgenden Vorfall.
Ich habe einen neuen Job angefangen. Dort gibt es eine ├Âffentliche K├╝che, f├╝r alle zug├Ąnglich. Meiner Meinung nach ist der Wasch-Bereich aber ziemlich schmutzig. Ich habe an einem Tag quasi die Schr├Ąnke da inspiziert, auf der Suche nach einem f├╝r mich passenden Reinigungsmittel, weil ich mein Besteck selbst abwaschen wollte, trotz dass es in der Schublade war und auch nicht dreckig aussah. Jedenfalls habe ich kein Mittel gefunden, habe zu meiner eigenen R├╝ckversicherung dann noch bei den Sp├╝lmaschinen-Mitteln geschaut, aber nur einen komischen Sp├╝lmaschinen-Duft gefunden, was f├╝r mich nicht ausreichte. Deshalb habe ich beschlossen, zwei L├Âffel mit nach Hause zu nehmen und eine Tasse, um es selbst zu waschen. Ich wei├č, dass ich mir eigene Sachen h├Ątte von zu Hause mitbringen k├Ânnen, aber ich habe gelesen, dass man eben seinem Zwang nicht ÔÇ×nachgebenÔÇť soll. Daher dieses im Prinzip mich-selbst-anl├╝gende Verhalten, es mitzunehmen, statt da zu lassen und dort nichts mehr zu benutzen, was ja eigentlich auf das selbe hinaus kommt, weil ob ich mein eigenes hole oder sowas umst├Ąndliches mache wie nach Hause nehmen, ist Jacke wie Hose. Naja.
Auf jeden Fall war es dann ├Âfter so, dass ich die Tassen, wenn keiner geschaut hat (damit man nicht denkt ich sei verr├╝ckt) inspiziert habe und auch das Besteck hatte ich wieder zur├╝ck gebracht und dann eben so platziert, dass ich mir einreden konnte, dass keiner es von dort nimmt und ich quasi f├╝r die n├Ąchsten Male ÔÇ×sicherÔÇť bin bei der Benutzung.
Ich habe die Sachen, bevor ich sie mitnahm, oft wieder zur├╝ck in den Schrank getan, weil ich nat├╝rlich ein schlechtes Gewissen hatte, dass jemandem mein Verhalten auff├Ąllt und ich mich halt daf├╝r irgendwie auch sch├Ąmte. Jedenfalls an irgendeinem der Tage, dachte ich es merkt ja eh keiner und vor allem nicht, wenn ich es dann leise wieder zur├╝ck lege am n├Ąchsten Tag, hab ich mir mal nach und nach erst die L├Âffel selbst bei mir gewaschen, dann eine Tasse, dann einen Beh├Ąlter. Aber alles auch wieder zur├╝ck gebracht.
So und jetzt die gro├če Misere. Der Betrieb hat Kameras und hat es aufgezeichnet und es sieht jetzt so aus, als h├Ątte ich die Sachen klauen wollen. Als sie mich zum Gespr├Ąch baten, habe ich mich nicht getraut zu erz├Ąhlen, dass ich vermutlich eine Krankheit oder eine Art Tick/Zwang habe, sondern habe nur einger├Ąumt, dass ich die Sachen genommen habe um sie zu benutzen und danach auch wieder zur├╝ck zu bringen. Wahrscheinlich hat sie aber nur das Nehmen interessiert, auf mein Zur├╝ckbringen haben sie denke ich nicht geachtet. Sie sind nat├╝rlich aber auf dieses komische Verhalten auch eingegangen, dass ich dieses Sp├╝lmaschinen-Dings aufgemacht habe und auch, dass ich ja in jedem Schrank gesucht h├Ątte (was ja auch so war auf der Suche nach irgendeinem unangebrochenen oder f├╝r mich ausreichendem Sp├╝lmittel). Alles sieht danach aus, als w├Ąr ich eine Diebin. Wobei ich das Geschirr und Besteck ja von allen Seiten begutachtet habe; wenn ich es nur h├Ątte ÔÇ×klauenÔÇť wollen, dann h├Ątte ich das doch versucht so schnell wie m├Âglich zu machen und nicht so auff├Ąllig. Nichtsdestotrotz sieht es so aus. Ich hatte mich nicht getraut in dem Moment die Wahrheit zu sagen und hab nur gesagt; ja tut mir Leid, ich habe mir nichts dabei gedacht, das war praktisch meine Begr├╝ndung. Ich bef├╝rchte nun, selbst wenn ich die Wahrheit jetzt noch sage, dass sie mir das nicht glauben werden. Denn es gibt/gab ja auch Tage, wo ich lockerer und entspannter war und nicht alles auf Sauberkeit ├╝berpr├╝ft habe, das spricht ja gegen meinen Zwang und
dann wiederum gab es Tage, wo ich wirklich das Bed├╝rfnis hatte alles zu inspizieren. Findet ihr, dass ich wirklich so extrem aussehe wie eine Diebin? Oder h├Ątten sie selbst drauf kommen k├Ânnen, dass es eine Krankheit sein k├Ânnte (dann h├Ątte ich es vl auch zugegeben), aber so fiel mir das so schwer, dass ich lieber den anderen Eindruck gelassen habe. Selbst wenn ich jetzt im Nachhinein ehrlich bin, vielleicht glauben sie nur, ich hab mir das ausgedacht und will im Nachgang meinen Job retten und wollte alles wirklich klauen. Aber dann wie gesagt durchsucht man ja nicht die Schr├Ąnke, sondern nimmt, was man sieht und das warÔÇÖs. Ich wollte wie gesagt absichtlich meine eigenen Sachen zu Hause lassen, um dem Zwang nicht nachzugeben und weil ich dachte, das f├Ąllt bestimmt dann auf, dass ich einen an der Waffel habe, wenn keiner sonst seine pers├Ânlichen Sachen mitbringt oder dass, wenn ich die Wahrheit sage, ich als Verr├╝ckte abgestempelt werde oder die Leute dann extra R├╝cksicht nehmen und mich nicht mehr als normal ansehen und ihr wisst ja wie das ist. Meine Kollegen sind um ehrlich zu sein nicht besonders ÔÇ×liebÔÇť und verst├Ąndnisvoll. Ich w├╝rde gern eure Meinung und Tipps zu meiner Situation h├Âren.
Liebe Gr├╝├če und vielen Dank f├╝r euer offenes Ohr.

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Machst du ne Therapie? Zw├Ąnge sind eigentlich gut therapierbar.

Allein die L├Ąnge deines Textes zeigt, wie viel Bedeutung du dem Thema zukommen l├Ąsst. Das, nicht das eigentliche Verhalten, wirkt vermutlich viel seltsamer und verd├Ąchtiger auf deine Mitmenschen.

Wei├čt du, wie viel Tassen etc. hier verschwinden? Die Menschen gehen mit ├Âffentlichem Eigentum einfach oft sorglos um. Nicht sch├Ân, aber daraus macht wirklich niemand ein Drama.
Und eigene Sachen mitzubringen, finde ich total normal. Ich, ohne Zwang, wei├č, wie lange hier Tassen in Sp├╝len rumgammeln und bevorzuge wirklich meine eigene Tasse.

Video├╝berwachung ohne das Wissen der Mitarbeiter in der Teek├╝che w├Ąre f├╝r mich allerdings ein Thema, dass ich mal mit dem Betriebsrat er├Ârtern w├╝rde. Ist das erlaubt?

Bearbeitet von Wachtelei
2

Hey,
danke f├╝r die Antwort.
Ja, ich messe den Thema viel Bedeutung zu, weil ich nicht wei├č, wie ich mit der Situation jetzt umgehen soll. Aber dass ich mir so viele Gedanken mache, dass wei├č von denen ja keiner. Und daher habe ich meine Zw├Ąnge und Probleme vor denen auch nicht thematisiert/offen gelegt. Bin quasi lieber der Dieb in deren Augen, als die Verr├╝ckte, so doof das klingt, aber so f├╝hlt es sich f├╝r mich an.
Nein ich bin nicht in Therapie, sollte ich aber tun, nur ist das im Ausland eben schwierig, leider.
Auf jeden Fall; dass ich meine Sachen nicht mitbringen wollte, war aus dem Grund, dass ich wie gesagt diesem Zwang nicht nachgeben wollte. Und dachte, dass wenn ich weiterhin deren Tassen etc. benutze, sobald ich sie einmal bei mir ordentlich sauber gemacht habe, es eben gar nicht auff├Ąllt. Weniger, als k├Ąme ich mit meinem eigenen Geschirr und Besteck usw. auf einmal an.
Das mit den Kameras ist so eine Sache, es handelt sich um ein Sprachinstitut, wir sind zudem im Ausland und sowas wie einen Betriebsrat kennen die hier gar nicht. Ich find es auch bedenklich, aber damit kann ich jetzt schlecht ankommen, weil die dann ja denken, dass ich von meinem Fehlverhalten ablenken will und die Schuld von mir weisen. Und ich bin sicher, dass sie dann sagen: Ja siehst du, genau wegen so Menschen wie dir haben wir zu Recht diese Kameras..
­čĄĚ­čĆ╝ÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ

3

Ach so, und ich wusste von der Kamera.
Aber habe trotzdem die Dinge mitgenommen, weil ich nicht vor hatte zu stehlen, sondern sie zur├╝ck geben wollte und daher mich selbst in dem Moment nicht als Verbrecher gesehen habe oder mir Gedanken gemacht, wie das auf der Kamera r├╝ber kommt oder wie ich es ÔÇ×tarnenÔÇť kann, ich wollte einfach die Problematik mit dem schmutzigen Geschirr l├Âsen. W├Ąre ich ein richtiger Dieb, h├Ątte ich das doch geschickter anstellen m├╝ssen, so denke ich mir. Die Kamera ist ziemlich offensichtlich dort. Aber jetzt wei├č ich nicht, wie ich das ├╝berhaupt glaubhaft machen soll oder ob ich es einfach sein lasse und wenn sie mich k├╝ndigen, tja dann ist das wohl so.
Sie haben dann auch im Gespr├Ąch den Vergleich gemacht, dass ich ja dann als n├Ąchstes fremde Taschen durchw├╝hlen w├╝rde oder mit den Pr├╝fungen (wir nehmen Deutsch-Pr├╝fungen ab) sorglos umgehen w├╝rde und dass/ob man mir ja vollk├Âmmlich nicht mehr vertrauen k├Ânne. Das haben sie so zu mir gesagt.

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Oh man, du klingst unendlich kompliziert, und das hat man ja auf der Kamera gesehen. Mach unbedingt eine Therapie!
Die k├Ânnen sich wohl keinen Reim auf dein Verhalten machen, deshalb wohl das Gespr├Ąch. Sag einfach kurz und knapp, was Sache ist.

Hier bringen mehrere Mitarbeiter ihr eigenes Geschirr/Sp├╝lmittel mit und deponieren es entweder in der gemeinsamen K├╝che oder im eigenen Schrank. Die einen wegen Allergien/Z├Âliakie, die anderen aus Vorliebe... Ist doch egal. Und wenn du dein eigenes Faltwaschbecken, Sp├╝lmittel, Geschirr und Besteck plus Lappen und Geschirrhandtuch mitbringst, ist das doch auch v├Âllig egal! Jeder wie er mag. Aber deine ewigen Erkl├Ąrungen oder sonderbare Handlungen, die sind anstrengend und befremdlich f├╝r die anderen.

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Ja das mit der Therapie ist eine Sache, das wei├č ich selbst.
Und ich habe wie gesagt das alles jetzt nur hier geschrieben, zu denen habe ich nichts ausf├╝hrliches gesagt. Au├čer, dass ich ohne Grund hier und da geschaut habe.
Klar, mein Verhalten spricht f├╝r sich, aber was h├Ątte ich auch sagen sollen. Ja ich hab das alles geklaut, weil ich zu Hause kein Besteck habe? Das w├Ąre doch noch unglaubw├╝rdiger.

Und so wie ihr es beschreibt oder reagiert, zeigt ja, wie befremdlich ich bin. Dass man das dann nicht unbedingt noch an die gro├če Glocke h├Ąngt, ist genau meine Reaktion darauf. Daher habe ich vor denen auch nichts von meinem Zwang gesagt. Dass ich in Zukunft meine eigenen Sachen mitbringen kann, das ist mir jetzt bewusst, aber darum geht es ja nicht mehr.
Die Sache ist, niemand bringt bei uns seine eigenen Utensilien mit.
Ich habe sie ja zudem wieder zur├╝ck gebracht. Aber ich h├Ątte auch nicht gedacht, dass man sich die M├╝he macht akribisch irgendwelche Videoaufnahmen auszuwerten. Das wirft bei mir wiederum die Frage auf, ob ich in so einem Arbeitsumfeld ├╝berhaupt arbeiten will und vielleicht ist es auch dann auch besser gek├╝ndigt zu werden.

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Diebstahl ist ein fristlose K├╝ndigungsgrund. Sag also nicht, du h├Ąttest geklaut, wenn du es nicht getan hast. So ein Quatsch.
Jeder hat seine Macken, das ist normal. Das darf man auch ruhig zugeben, solange man damit niemanden bel├Ąstigt.
Du machst ein gro├čes Gewese um etwas, was es doch gar nicht wert ist.
Meine Mutter hat das Besteck im Restaurant immer nochmal geputzt. Mein Sohn l├Ąsst sein komplettes Essen vom (Assistenz-) Hund checken, damit auch ja keine Nussspuren dran sind. Du willst alles Geschirr nochmal pr├╝fen und sp├╝len... Na und? Steh dazu, das macht dich sympathischer als wenn du versuchst, daraus wilde Geschichten mit Diebstahl und so zu machen.

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Hey annacatarina,
Erstmal tut es mir leid das du so Probleme hast, das klingt sehr anstrengend und ich rate dir auch dringend zu einer Therapie oder ein niederschwelliges Angebot(Psychosoziale Beratungsstelle z.b.).
Zu dem Problem auf der Arbeit:
Nimm deinen Mut zusammen und sprich mit einem Vorgesetzten. Sage es so wie du es hier gesagt hast: "Es ist mir sehr peinlich, ich habe dieses Problem *Beschreibung einsetzen* ich hoffe sie verstehen jetzt das ich selbstverst├Ąndlich das Geschirr nicht klauen wollte, ich sch├Ąme mich sehr f├╝r mein Verhalten und werde eine Psychotherapie machen und bis dahin mein eigenes Geschirr mitbringen. "
Ich verstehe das du Sorgen hast was andere denken, ich war in einer ├Ąhnlichen Situation, musste meinem AG und meinen Kollegen sagen das ich in der Psychiatrie war (Wiedereingliederung ging sehr lange f├╝r einen B├╝rojob) und ich muss sagen alle haben super reagiert, es gab 2-3 ehrlich interessierte nachfragen und da war gut. Leider ist es am Ende trotzdem gescheitert aber eher an mir ­čśó
Ich wei├č es ist leichter gesagt als getan aber du MUSST dr├╝berstehen, das ist der erste Schritt zur Heilung. Bei mir hat es noch Jahre gedauert bis ich so offen ├╝ber meine Krankheit sprechen konnte. Glaub mir ganz, ganz viele leute haben irgendeine psychische Erkrankung oder kennen jemanden. Du bist genauso verr├╝ckt wie alle anderen, jeder hat irgendwie seltsame Eigenarten, bei dir hat es etwas ├╝berhand genommen, das kommt vor. Du bist nicht alleine!

Ich dr├╝cke dir die Daumen das du Hilfe findest und sie annehmen kannst ­čŹÇ­čĺ¬

LG fusselFlosse

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Hallo. Zu der Erkrankung kann ich leider nichts sagen, da sie mir nicht bekannt ist. Aber auf die Frage: ob die das nicht h├Ątten selbst merken k├Ânnen?
Nein! Schlie├člich kennt wohl keiner diese Erkrankung.

Ich finde die Erkl├Ąrung auch echt seltsam. Es gibt viele Leute, die lieber vom eigenen Besteck essen und es dann mitbringen. Es ist vllt auch nicht so sauber wenn die es dort waschen. Ich w├╝rde auch dringend eine Therapie empfehlen, denn dass du dir das Besteck mitnimmst (obwohl du ja von der Kamera wusstest), finde ich total seltsam. Viel seltsamer als wenn man sein eigenes Zeug ausgepackt und damit isst.

Bearbeitet von Inaktiv
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Hallo,
danke auch f├╝r deine Antwort.
Ja, dass viele das seltsamer finden als alles andere, das kann ich nachvollziehen. Ich wusste von der Kamera, aber ich dachte nicht dar├╝ber nach, dass mein Mitnehmen so eine Welle schl├Ągt, wenn ich es wieder zur├╝ck bringe.
Und im Kopf geht in einem eben etwas anderes vor. Da denkst du nur daran, wie man es vor anderen verstecken k├Ânnte auf diese Weise. Wenn man aber offensichtlich sein eigenes Alles mitbringt und sich dann offenen Fragen stellen m├╝sste (das Risiko ist eben da, dass gefragt wird, wenn man mit Sack und Pack ankommt), damit wollte ich das vermeiden.
Und ich hab ja irgendwie gedacht ich wasche die Sachen, lege sie zur├╝ck und gut ist.
Damit w├Ąren auch keine Fragen aufgekommen.
Jetzt steh ich aus eigener Schuld nat├╝rlich wie ein Dieb da, das ist mir bewusst.
Wei├č aber nicht, ob ich das denen jetzt im Nachhinein nochmal anders erkl├Ąren kann.
Vielleicht warte ich einfach deren Entscheidung ab um es nicht noch komplizierter zu machen. Und dann kann ich im Nachhinein immernoch sagen, was wirklich los war, dann kann es mir auch egal sein, was sie anschlie├čend ├╝ber mich denken.
Man hat einfach Angst mit so einer Andersartigkeit offen umzugehen.

9

hallo,
bitte such nochmal das Gespr├Ąch mit deinen Vorgesetzten.
erkl├Ąre es ihnen , wie du es uns erkl├Ąrt hast.
du kannst auch offen sagen , dass dir deine Krankheit unangenehm oder peinlich ist und du es deswegen zuerst nicht sagen wolltest.
auf dem Video kommt es nat├╝rlich als Diebstahl r├╝ber und sie werden sich nicht die M├╝he machen den n├Ąchsten Tag auf Film nachzuschauen, um zu sehen wie du es wieder zur├╝ckbringst.

bei uns gibt es auch ganz viele Kollegen , die jeden Tag in einer Box ihr eigenes Geschirr und Besteck mitbringen. es ist also nix Ungew├Âhnliches.

nimm also deinen ganzen Mut zusammen und kl├Ąre es auf.

Bearbeitet von omavonzwillingen
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Ich w├╝rde doch nicht freiwillig als Diebin dastehen wollen. Eine sehr sehr komische Denkweise von dir.
Wir arbeiten in einer Klinik und auch hier bringen trotzdem einige Mitarbeiter ihr eigenes Geschirr mit, ist doch echt piep egal, wieso weshalb warum. Du h├Ąttest da lieber mit offenen Karten spielen sollen.

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Ich glaube viel mehr, dass es nichts bringt, es jetzt so zu erkl├Ąren. Die haben sich ihr Bild schon gemacht. Es stimmt schon, f├╝r jeden Au├čenstehenden ist es gar kein Problem eigenes Geschirr mitzubringen. Aber ich, die diese Krankheit habe, mache mir wegen allem nen Kopf und f├╝hle mich dann gleich ÔÇ×enttarntÔÇť, wenn ich auf einmal mein Besteck etc. auspacke. Es sollte auch nicht so r├╝ber kommen, als w├╝rde ich dort alles eklig finden. Ich wollte eigentlich so normal wie alle anderen sein und deren Geschirr benutzen und keine Extra-Schiene fahren um unauff├Ąllig zu bleiben. Das Gegenteil ist eben passiert. Aber hab echt nicht damit gerechnet, dass sie sich scheinbar 24/7 vor die Kamera hocken um alle zu beobachten. Man sch├Ąmt sich halt f├╝r so ein Verhalten, auch weil ich in der Vergangenheit damit schon auf Probleme und Unverst├Ąndnis gesto├čen bin, wenn ich ehrlich war und sowas pr├ĄgtÔÇŽ

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Du brauchst halt wirklich dringend eine Therapie.
Eigenes Geschirr mitnehmen, dar├╝ber w├╝rde sich gef├╝hlt niemand so einen Kopf machen und du meinst, du bist dann direkt eine Art Au├čenseiterin etc.
W├Ąre echt sch├Ân f├╝r dich, wenn du da bald gelassener rangehen k├Ânntest mithilfe von Fachkr├Ąften.
W├╝nsche viel Kraft und alles Gute

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Meine Liebe,

ich w├╝rde mit Ehrlichkeit fahren und sagen, dass was Sache ist. Ehrlichkeit hilft, denke ich, am meisten in der Situation.

Ich nehme ├╝brigens auch mein eigenes Geschirr mit, weils mir angenehmer ist.
Finde ich gar nicht schlimm, wenn du das machst.
Eine Therapie w├Ąre bestimmt eine gute Idee f├╝r dich. Das kannst du bestimmt und hoffentlich mit dem Arbeitgeber absprechen. Quasi du machst Therapie und die Vorw├╝rfe werden fallen gelassen.
Alles Gute!

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Kurzes Update: Ich habe im Nachhinein gesagt, was los ist, war ehrlich und wurde gek├╝ndigt.
Lieben Dank an alle f├╝r ihre Meinungen ­čÖĆ­čĆ╝­čîĚ

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Dass ich eine Therapie beginnen werde (ich habe es so gesagt, dass diese schon anl├Ąuft, um die Lage etwas zu verbessern), habe ich auch mitgeteilt, aber sie werfen mir vor, dass ich nach dem ersten Gespr├Ąch gleichg├╝ltig erschien und mich ja nicht mehr gemeldet h├Ątte usw.
Ich war ├╝berhaupt nicht gleichg├╝ltig meiner Meinung nach, habe mich oft wiederholt, dass es mir Leid tut und dass ich deren Bedenken verstehen kann, ich war einsichtig..
Klar bin ich nicht in Tr├Ąnen ausgebrochen, das ist aber auch nicht meine Art..
Ich denke ich h├Ątte egal was machen k├Ânnen, die hatten von Anfang an ihr Urteil schon gef├Ąllt. Es dann noch auf meinen Umgang mit der Situation zu schieben, als h├Ątte das was ge├Ąndert..
Ich h├Ątte von Anfang an ehrlich sein sollen, ja, aber das war nicht deren Begr├╝ndung. Sie meinten, auch wenn sie nun w├╝ssten was Sache ist, ├Ąndert das nichts und nicht, dass ich es h├Ątte eher sagen sollen und dann w├Ąrs ok gewesen.
Aber das best├Ątigt nur meinen Eindruck, heutzutage darf man keine Fehler haben/machen, sonst wird man direkt verurteilt. Naja ­čśö
Trotzdem vielen Dank f├╝r eure M├╝he und euer offenes Ohr ­čÖĆ­čĆ╝

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