akutes Nierenversagen!!!

Hallo zusammen.
Ich hoffe hier Antworten zu finden von Betroffenen bzw. Leute die ähnliche Erfahrungen hatte und wies dann weiterging.
Nun: Meine Schwiegermutter liegt bereits seit Mitte März im Krankenhaus. Sie hat die Lungenkrankheit COPD.
Über die Hälfte der Zeit verbrachte sie auf der Intensivstation mit künstlichem Koma und allem was dazugehört. Zuletzt bekam sie einen Luftröhrenschnitt. Als es etwas aber auch wirklich nur etwas bergauf ging, kam sie wieder auf Intensiv. Gestern meldete mein Schwiegervater uns das sie in ein Aachener Klinikum ist weil sie akutes Nierenversagen hat und dort an der Dialyse angeschlossen ist. Vorraussichtlich soll sie nach drei Tagen wieder hierher zurück auf Intensiv kommen.
Damals schon sagten die Ärzte es sähe schlecht aus. Wenn sie jetzt noch Organversagen hätte würde sie sterben.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht mit Bekannte oder Familienmitgliedern? Ich mag meine Schwiegermutter sehr gern und es tut mir weh sie so leiden zu sehen. Wer weiß wie lange sich diese Quälerei noch langzieht.
Danke fürs zuhören und für evtl. Antworten.
Gruß Natalie

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Deine arme Schwiegermutter hat ja schon einiges durchgemacht.

"Wer weiß wie lange sich diese Quälerei noch langzieht."

Das können auch die direkten Angehörigen beeinflussen. Für meinen Paps gab es auch keine Hoffnung mehr, man hätte ihn trotzdem noch sehr lange "am Leben halten können" - wenn man so was als "Leben" bezeichnen kann. Okay, mein Dad hatte eine schwere Hirnblutung - das war sicher noch schlimmer, aber deiner Beschreibung nach wird deine Schwiegermutter sicher nie wieder richtig gesund sein. Wir haben NICHT entschieden, irgendwas abzustellen oder so - aber wir HABEN entschieden - dass die Ärzte nicht mehr eingreifen sollen, wenn der Körper nicht mehr will. Also keine operativen Eingriffe mehr, kein Luftröhrenschnitt usw. - mein Paps ist nach der Hirnblutung nie wieder aufgewacht. Nach unserer Entscheidung ist er 4 Tage später friedlich und mit einem Lächeln auf dem Gesicht für immer eingeschlafen - es war nicht leicht, aber trotzdem besser zu ertragen als der Zustand vorher auf der Intensivstation. Wir haben den Dingen ihren natürlichen Lauf gelassen. Und das war gut so. Diese ganzen unnötigen, lebensverlängernden Maßnahmen bei absolut hoffnungslosen Fällen - schrecklich.................ich kenne jetzt den Zustand deiner Schwiegermutter nicht genau, aber wenn klar ist, dass sie NUR mit Hilfe all dieser ständigen Eingriffe von außen leben kann, dann sollte man darüber nachdenken, ihr das zu ersparen.

LG und alles Gute für euch

Merline

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Hallo du!
Erst einmal tut es mir sehr leid für, dass es bei euch so drunter und drüber geht. Zu den meisten Krankheiten kann ich nicht viel sagen, nur auf dem Gebiet der Nieren kanne ich mich aus, weil mein kleiner Sohn auch nierenkrank ist. Bei www.dialyse-online.de gibt es ein Unterforum Angehörige nierenkranker Menschen, vielleicht findest du dort Hilfe und Austausch. Hab die Erfahrung gemacht dass bei so grenzwertigen Fällen die Resonanz hier nicht so groß ist.
Liebe Grüße und trotz allem gute Besserung für deine Schwiegerma!
Alex