Myom oder Polyp - Ausschabung?

    • (1) 20.02.14 - 10:34

      Hallo,
      Wir sind nun im 3.ÜZ, und ich war gestern zur Kontrolle bei meiner FÄ, die ein eventuelles Myom oder Polyp in der Gebärmutter durch den Ultraschall entdeckt hat. Es hat eine Größe von 8mm. Da ich meine Regel habe, und dadurch noch Blut in der Gebärmutter war, konnte Sie nicht ausschließen, dass es evtl ein Blutpfropf ist, tendierte aber zu Myom oder Polyp aufgrund der Form.
      Ich soll in 3 Monaten nochmal wieder kommen um zu schauen, ob es noch da ist, bzw. sich verändert hat. Sie sprach von einer eventuellen Ausschabung.
      Meine Frage: ist die Ausschabung bei einem Myom der Größe wirklich nötig?

      Und ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden durch das Myom geringer?
      Vielen Dank im Voraus

      • was nötig ist und was nicht ist meist eine Ermessensfrage des jeweiligen Arztes. Ich finde, es sollte erst einmal geklärt werden, um was es sich wirklich handelt, also Polyp oder Myom. Das sollte/kann im Vorfeld, vor einer Ausschabung geschehen

        http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e886/e898/e3115/

        • Hallo,
          ich vertrete einmal kurzfristig Dr. v. Leffern, der in den OP gerufen wurde.

          Ich habe zudem eine Zeit gebraucht, um zu wissen, was "ÜZ" bedeutet. Ärzte sollen doch auch in einer Sprache sprechen, die die Patienten verstehen; wäre nicht schlecht, wenn das auch für Patienten gälte :-)
          Im übrigen kann ich dem "rotbackenpfeifdrusil" nur zustimmen. Solange ich nicht genau weiß, ob es sich um ein Myom oder um einen Polypen handelt (wenn überhaupt) kann man auch weder über Eingriffe oder Folgen dieses Befundes sprechen.
          Wenn es keine Beschwerden, wie Schmerzen oder stärkere Blutungen, gibt, sollten ca. 2-3 Monate abgewartet werden.

          Ist der Befund dann weiterhin im Ultraschall vorhanden sollte eine Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutterhöhle) durchgeführt werden (das ist ein rel. harmloser Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann).
          Sollte der Befund sich als Myom oder Polyp herausstellen, so könnte er in gleicher Sitzung
          mit entfernt werden. Bei einer Ausschabung ist es denkbar, den Befund nicht mit zu erfassen.
          Bei bestehendem Kinderwunsch ist ein solches Vorgehen zu empfehlen, da sonst die Wahrscheinlichkeit, eine Fehlgeburt zu erleiden, erhöht ist.
          Alles Gute für Sie
          Dr.D.Masson

          • Vielen Dank für Ihre Antwort,
            Dann heißt es für mich erstmal abwarten. Halten Sie es denn überhaupt für sinnvoll, es die nächsten 3 Monaten weiter zu versuchen schwanger zu werden, oder sollte man dieses lieber lassen, bis alles geklärt ist?

      Warum drei Monate warten? Wenn Sie schwanger werden wollen, sollte man das gleich (also in einer Woche) klären. Die Wahrscheinlichkeit wegen des Myoms/Polyps nicht schwanger zu werden ist hoch.

      Also, wenn in einer Woche noch da, dann enrtfernen lassen. Von jemandem, der auch operativ hysteroskopieren kann. Eine Ausschabung ist zu brutal und nicht nötig. Nur eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit geziehlter, kompletter Abtragung des Myoms/Polypen ist hier nötig.
      Warten hilft nicht weiter.

      • Tut mir leid, habe den ganzen Chat nicht gelesen gehabt, weil ich mich nach der OP, die ich gerade gemacht habe, wieder einloggen musste.

        Also Dr. Masson hat Recht, ich musste auch erstmal googeln, was ÜZ bedeutet.

        Wie auch Dr. Masson gesagt hat, ist eine Ausschabung zu ungezielt und auch nicht nötig.

        Ob es ein Polyp oder Myom ist, weiß man oft erst, wenn es/er draußen ist und unterm Mikroskop untersucht werden kann. Ist auch egal, beides behindert die Einnistung.

        Ob es noch da ist, oder doch nur Koagel des Menstrualblutes war, weiß man spätestens in einer Woche, wenn die Blutung endgültig vorbei ist. Ultraschallexperten können auch die Durchblutung in diesem "Ding" darstellen und so echtes Gewebe(Myom/Polyp) von Koagel unterscheiden.
        Sie können natürlich (warum auch immer) 3 Monate warten und in dieser Zeit versuchen schwanger zu werden, aber gehen ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten ein (das will man ja auch nicht).

        • Vielen Dank für Ihre Antwort.

          Genau das war auch mein Gedanke, dass aufgrund des Kinderwunsches am besten direkt geklärt wird, was genau es ist. Denn ich möchte keine Risiken haben, die ich verhindern kann.
          Ich habe morgen nochmal einen Termin, weil ich normalerweise bei einer anderen Ärztin in der Praxis bin, mit ihr habe ich heute schon telefoniert, sie schaut es sich morgen selber an und entscheidet was gemacht wird. Dann klärt sich hoffentlich alles.

Top Diskussionen anzeigen