CMV bei Frühchen

Hallo,

meine Tochter, geb. 24+3, hat sich nach der Geburt über die Muttermilch mit CMV angesteckt. Sie war/ist allerdings symptomfrei - es war ein Zufallsbefund, da aufgrund von Nierenproblemen div. Blutwerte geprüft wurden. Sie wurde dann 6 Wochen mit Ganciclovir (heisst das so?) behandelt.

Wie lange muss mit Spätfolgen gerechnet werden? Hauptfolge wäre wohl lt. Ärzten Schwerhörigkeit.

Kann man nach X Jahren sagen, dass man nichts mehr zu befürchten hat?

Danke vorab für eine Antwort!

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Liebe das.kat,

herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deiner Tochter.

Infektionen mit dem Zytomegalievirus, übertragen durch die Muttermilch kommen vor.

Ganciclovir ist das Medikament, das man im Falle einer Infektion einsetzt.

Zu Deiner Frage nach Spätfolgen, insbesondere im Sinne von Hörschäden, möchte ich aus dem Artikel "Zytomegalievirusinfektion des Frühgeborenen über die Muttermilch" von Prof. Dr. B. Resch, erschienen in der Pädiatrie & Pädologie (1/2014) zitieren:

"Es liegen derzeit nur wenige Studien zum Langzeitoutcome nach einer HCMV-Infektion über die Muttermilch vor. Jedoch deuten diese darauf hin, dass das Risiko für Spätfolgen als gering anzusehen sein dürfte. Zumindest kann eine Beeinträchtigung des Hörvermögens als ausgeschlossen gelten."

Lieben Gruß

Kinderarzt.jahn

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Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,

vielen Dank für Ihre Antwort und den Verweis auf den sehr interessanten Artikel.

Dann frage ich mich nur, warum wir regelmäßig zur Pädaudiologie müssen.

Viele Grüße

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Kurze Antwort:

Weil man ganz sicher sein möchte.

Lieben Gruß

Kinderarzt.jahn