an alle die ihre kinder nicht taufen lassen

    • (1) 25.07.07 - 14:32

      ...nur mal so zum nachdenken


      wir hatten am wochenende besuch von meinem bruder mit familie. mein neffe (17) hat sich die fotoalben unserer kinder angeschaut und sagte dann "schade, dass ich sowas nicht erlebt habe, war bestimmt schön" damit meinte er die bilder der taufe und die der konfirmation. mein bruder war schon immer der meinung man müsse den kindern die entscheidung selbst überlassen. ich sagte zu ihm , er könne sich doch noch taufen lassen. er darauf"weißt du wie blöd das aussieht wenn ich da vorne stehe. das macht man doch als kind" es kamen heftige vorwürfe von meinem neffen an seinen vater und der satz welcher zum nachdenken anregen soll "austreten hätte ich ja immer noch können, ihr habt mich um ein kindheitserlebnis beraubt."
      die stimmung am wochenende war dahin.
      gruß tom

      • Ich denke mal die Einstellung Deines Neffen ist ein Einzelfall.;-) Ich selber bin nicht getauft, meine Kinder auch nicht. Meine Cousinen hingegen sind getauft, können sich aber (sind heute um die 20) an ihre Taufe nicht erinnern.

        Meine Schwester hat sich im Alter von 16 Jahren taufen lassen, es war ihr eigener Entschluss.

        Wenn Dein Neffe es als "blöd" empfindet, sich jetzt taufen zu lassen, dann steht er nicht hinter dem Taufgedanken, dem Glauben. Und somit finde ich es völlig in Ordnung, dass er nicht getauft ist. Sollte sein Glauben irgendwann so stark sein, dass er es bedauert, nicht getauft zu sein, wird er es nachholen.

        • es ist in meinen augen nicht ganz einfach sich in diesem alter ans taufbecken zu stellen. das hat nichts damit zu tun ob er hinter seinem glauben steht oder nicht, ansonsten würde er ja auch nicht in der gemeinde mitarbeiten(jungschar)

          austreten in dem alter wird wohl als cool angesehen ,aber eintreten???

      also mein mann möchte auch aus der Kirche austreten,

      sind uns aber nicht sicher wegen der späteren Taufe von unserem Kind (was noch gebastelt wird) ob das dann problemlos geht und welche folgen es im falle eines todes haben kann (hab gehört es gibt dann keinen pfarrer etc...)

      vielleicht kann mir das jemand beantworten??

      Danke, gruß Nicole

      • Das verstehe ich nicht, aber ich bin ja auch nicht gläubig. Bitte erklär es mir.

        Wenn ein Mensch aus der Kirche austreten möchte, gehe ich davon aus, dass er sich mit dem Glauben nicht identifiziert. Warum macht man sich dann um die Taufe ja oder nein der eigenen Kinder Gedanken? Warum muss ein Kind unbedingt getauft sein, auch wenn man den Glauben nicht hat?

        Und wozu in aller Welt, braucht man einen Pfarrer im Falle des Todes?#kratz

        • mein mann ist nicht gläubig, aber wir möchten unser kind trotzdem taufen lassen weil es brauch ist und das Kind später dann ja auch wieder austreten kann (wenn es möchte) ich finde die Kommunion etc... wichtig im kindesalter und möchte nicht das es deswegen ausgeschlossen ist etc...

          Ich weiß nicht genau ob es einen einfluss auf eine beerdigung hat wenn man keinen kirchlichen glauben hat, daher die frage. Am Grab werden ja noch ein paar worte gesprochen und das macht doch ein pfarrer, oder nicht?

          Gruß Nicole

          • Ja, aber wenn das gehört zum Glauben dazu. Deshalb versteh ich die Sorge jetzt auch nicht... entweder oder, nur die Rosinen rauspicken kann ich nicht nachvollziehen (is nich bös gemeint, ich versteh nur die Gründe nicht)

            • welche rosinen? was ist schlimm daran wenn man selbst nicht gläubig ist aber sein Kind doch taufen lassen möchte? Ich glaube nicht das alle die ihre Kinder taufen lassen an Gott glauben u.ä!

              • Hallo,

                man geht zur Taufe weil man gläubig ist, und wenn man seine Kinder taufen lässt, dann tut man dies weil man sie im christlichen Glauben erziehen will.


                So schwört man es vor dem Pfarrer, vor Gott (an den man in diesem Falle glaubt, sonst könnte man nicht vor ihm schwören), und vor der Kirche.

                Alles andere ist scheinheilig und unehrlich. Bei uns ist keiner getauft in der Familie, auch mein Sohn nicht, und wir hatten dadurch nie einen Nachteil.

                Gruß
                funny

                "sind uns aber nicht sicher wegen der späteren Taufe von unserem Kind (was noch gebastelt wird) ob das dann problemlos geht und welche folgen es im falle eines todes haben kann (hab gehört es gibt dann keinen pfarrer etc...)"

                Du hast das geschrieben. Ich habe es so verstanden, daß Du Dein Kind (u.A.) aus dem Gurnd taufen lassen würdest, damit am Grab ein Pfarrer ein paar Worte sagt. Wenn das von mir fehlinterpretiert ist, dann tuts mir leid.

    (11) 25.07.07 - 14:52

    Jo, vor allem um die netten Taufgeschenke ist er gebracht worden...*gg*

    Das und nix anderes wird er mit der Taufe in Verbindung gebracht haben.
    Stünde er aus Überzeugung dahinter, wäre es ihm auch mit 17 nicht zu blöd, sich vorne hinzustellen.

    Von wegen..."schönes Kindheitserlebnis"...#bla

    Meine Söhne werden auch nicht getauft.

    Gruss
    agostea

    • (12) 25.07.07 - 15:12

      hallo
      als taufgeschenk bekamen unsere kinder von der oma einen taufring und von der patentante eine kinderbibel. also daran kann es nicht liegen. ich bin halt der meinung wir bestimmen über unsere kinder in allem (der name, die farbe des kinderzimmers, den kindergarten, die freunde im kleinkindalter, schule, wohnort, ob sie als scheidungskind aufwachsen oder oder oder) alles wichtige entscheidungen. und nur bei der taufe überlässt man das als achso modern eingestellte eltern das die kinder. wie sollen die kinder sich eine meinung bilden können, wenn sie zuhause das "ungläubige"leben als richtig vorgelebt bekommen. warum ihnen nicht die möglichkeit geben, die kirche kennenzulernenund dann entscheiden "nein, das ist doch nichts für mich"???

      gruß tom

      • <warum ihnen nicht die möglichkeit geben, die kirche kennenzulernenund dann entscheiden "nein, das ist doch nichts für mich"??? >

        Genauso können sie sich als Erwachsene entscheiden: "Ja, die Kirche ist was für mich" ... meine Schwester hat das getan, obwohl in einem ungläubigen Elternhaus aufgewachsen.

        Ich kann nicht erkennen, warum nun der eine oder der andere Weg der richtige ist. Das muss jede Familie für sich entscheiden.

        Die Kinder finden dann schon ihren Weg. So oder so ...

        wie sollen die kinder sich eine meinung bilden können, wenn sie zuhause das "ungläubige"leben als richtig vorgelebt bekommen.

        Also deiner meinung nach, sind alle ungetauften oder aus der Kirche ausgetretenen Menschen ohne Werte???

        Ich bin Buddistin. Meine Kinder nehmen am Religionsuntericht teil, damit sie sich eine Meinung bilden können. Und obwohl sie erst 10 und 12 Jahre alt sind führen wir - kindgerecht - viele moralische , ethische Gespräche.

        Ich bezweifele stark, das dies in den meisten durchschnittlichen christlichen Haushalten ebenso der Fall ist.

        Scully

        (15) 25.07.07 - 15:55

        Also hör´mal, das ist ja wohl kein Argument!#schock


        Genauso kann mein Kind auch später die Kirche und den Glauben kennenlernen, wenn es das möchte!!!


        Ich bin ohne gläubigen Hintergrund erzogen worden, mein Freund ebenso, und es fehlt uns beiden an nichts - weder an gesundem Menschenverstand noch an genügend Toleranz!

        Wir haben uns beide in Phasen unseres Lebens mit der Kirche auseinandergesetzt - tun dies auch noch heute hin und wieder - und haben uns trotzdem DAGEGEN entschieden!!!
        :-p
        Für mich ist es eine äußerst wichtige Entscheidung, wie Du so schön sagst, daß mein Kind ohne die tagtägliche Lobpreisung und Beweihräucherung aufmachsen darf!!!!:-[


        Also, mal schön die Bälle flach halten!


        LG,sapf

        (16) 25.07.07 - 15:59

        Entschuldige bitte - aber ein Tauferlebnis macht aus dir keinen besseren Menschen.

        Und - ein "gläubiges" Leben - wie auch immer der Einzelne das definiert - kann auch ohne das Sakrament der Taufe vorgelebt werden.

        Das meine Söhne z.B. NICHT getauft werden, hat nicht im geringsten etwas mit der elterlichen Ungläubigkeit zu tun, sondern hängt einzig und allein mit der Institution "Kirche" zusammen.
        Den Shitverein könnteste meinetwegen verbrennen.

        Deine angeführten Beispiele finde ich witzig. Kannst in den Punkten ja demnächst dein Kind entscheiden lassen...musste halt immer nur paar Jährchen warten, bis es alt genug ist.

        - einen Namen bekommts dann mit drei, vorher heisst es "ES"
        - KiZi lässte noch unverputzt, Farbe kriegts dann auch frühestens mit drei
        - KiGa...ja nü...kannst ja mit nem 2-3 Jährigen paar Horte abfahren...und dann soll es die Entscheidung treffen
        - Wohnort, Schule, Freunde...kannste ja daheim ne wöchentliche Diskussionsrunde einführen...so ab dem 6. Lebensjahr vielleicht?

        Ich hoffe, es kommt an, was ich damit sagen will.

        • (17) 25.07.07 - 16:07

          "Den Shitverein könnteste meinetwegen verbrennen. "

          JAAAAAAAAAAAAAAAA, BITTEEEEEEEEEEEEEEEEE! #freu#freu

          "- einen Namen bekommts dann mit drei, vorher heisst es "ES"
          - KiZi lässte noch unverputzt, Farbe kriegts dann auch frühestens mit drei "

          Klar, und da Kinder ihre Meinung immer mal ändern, wird jährlich neu tapeziert und beim Standesamt ein neuer Vorname eingetragen #cool

          LG,
          J.

          • (18) 25.07.07 - 16:30

            Jo, is halt schon blöd, wenn Kinder so wenig Entscheidungsfreiheit haben...dann bleibt einem nur noch der steinige Weg...#schein

            Und - ist natürlich schon vermessen von uns Eltern, den Kindern die Tauffrage einfach so freiszustellen...wo man sie doch von Geburt an als unmündig degradiert....

            #freu

            Grüssle
            agostea

            #tasse

        (19) 25.07.07 - 16:49

        *Den Shitverein könnteste meinetwegen verbrennen.*

        diesen satz beflügelt ein kind bestimmt irgendwann einmal darüber nachzudenken ,ob kirche oder nicht. wenn solche aussagen,die rein gar nichts mit der hier so hochgelobten toleranz zu tun haben, getroffen werden, haben die kinder doch gar keine chance mehr sich selbst ein bild zu machen. wenn sie jahrelang nur hören "so ein shitverein"

        schon mal in der kirche gewesen? kirchlicher kindergarten vielleicht auch? womöglich noch eine krabbelgruppe besucht in einer kirchl. einrichtung oder vielleicht die jungschar
        st. martinsumzüge macht ihr ja hoffentlich auch nicht mit, denn die sind meist von kindergärten und kirche gemeinsam organisiert. bitte nicht nur die annehmlichkeiten raussuchen, achja, ich verstehe, die kirchensteuer ist ja so hoch. na dann bleibt man halt ohne konfession und schmarotzt sich eben so durch.

        die argumente von tom sind vielleicht etwas überzogen aber im grunde hat er recht. wir nehmen tagtäglich unseren kindern entscheidungen ab nur hier gibt man sich soooo großzügig.
        im übrigen sind nicht alle 17 jährigen so gefestigt, dass sie dem hohn der gleichaltrigen standhalten können und das hat mit überzeugung nichts zu tun.

        @tom unser pfarrer macht auch taufen ohne dass die gemeinde dabei ist.

        petra

        • (20) 25.07.07 - 17:10

          Ich weiß, du hast agostea angesprochen, aber da ich hier so denke wie sie, darf ich wohl auch antworten.

          "schon mal in der kirche gewesen?"

          Ich schon - war immer furchtbar langweilig und scheinheilig.
          Die, die am andächtigsten im Gottesdienst gebetet haben, waren die lautesten Tratsch- und Lästermäuler direkt nach dem Gottesdienst.

          "kirchlicher kindergarten vielleicht auch?"

          Ja, leider (*würg*). So schlecht behandelt wurde ich selten in meinem Leben. Ich hatte lange eine Kindergartenphobie, aber seit ich mitbekommen habe, daß es in nicht-kirchlichen Kindergärten viel humaner zugeht, habe ich kein Problem mehr damit, daß mein Sohn mal in einen NICHT-kirchlichen Kiga geht.

          "kirchl. einrichtung "

          Ach ja, in einem katholischen Krankenhaus war ich auch mal. Da wurde ich mehrfach geohrfeigt (ich war 5 Jahre alt), und ich weiß bis heute nicht warum.

          Ich halte die (v.a. katholische) Kirche für die schlimmste, graumsamste und gefährlichste Institution innerhalb Deutschlands - und das werde ich meinem Sohn auch vermitteln (die Gründe, warum ich so denke, natürlich auch).

          LG,
          J.

          (21) 25.07.07 - 17:10

          Wenn meine Söhne sich später mit der Tauffrage auseinandersetzen möchten, wird es nicht expliziet um die Institution Kirche gehen, sonder speziell um die Glaubensfrage als solche und dem damit verbundenen Grund, dieses Sakrament überhaupt empfangen zu wollen. Die Kirche wäre in diesem Fall nur ausführendes Organ.

          Die Kirche ist und bleibt ein Shitverein allererster Güte - und ja, ich weiss, wovon ich rede. Habe meine einschlägigen Erfahrungen bereits hinter mir.

          Oh, doch - ich zahle sogar immer noch die vermaledeite Kirchensteuer. Der einzige Grund, warum ich das tue, ist nicht, um dem Kackverein ne neue Monztranz zu finanzieren, sondern weil das Geld u.a. für die Erhaltung von Kindergärten genutzt wird. Durchaus sinnvoll. Man höre und staune.


          Soviel zum Schmarotzertum.

          • (22) 25.07.07 - 17:13

            "weil das Geld u.a. für die Erhaltung von Kindergärten genutzt wird."

            Gottseidank gibt es auch nicht-kirchliche Kindergärten. Und DIESE unterstütze ich lieber mit einer privaten Spende als mit dieser Zwangsabgabe Kirchensteuer...

            Lieber höre ich das Rauchen auf und finanziere mir mit dem Ersparten eine private Erzieherin bevor mein Sohn in einen Sekten-Kindergarten (=kirchlich) kommt #schock

            LG,
            J.

            • (23) 25.07.07 - 17:26

              Ja, ok, aber die Entscheidung bzgl. Kindergarten is ja auch immer bissel Standortabhängig. In meiner Nähe zum Beispiel gibts nur Katholische bzw Evangelische Kindergärten....:-(#augen

              Von daher, stellt sich mir persönlich diese Frage nicht...weil ich darauf zurückgreifen MUSS.

              Und da die Anmeldungen aufgrund der schwachen Geburtenjahrgänge so gering sind, können die in DIESEM Punkt meine Söhne auch nicht ablehen (weil nicht getauft)....sonst würden die sich ins eigene Knie schiessen...*gg* :-p

              • (24) 25.07.07 - 17:53

                "Ja, ok, aber die Entscheidung bzgl. Kindergarten is ja auch immer bissel Standortabhängig. "

                Jooo, das kenne ich :-(
                Ich mußte aus denselben Gründen als Kiga-Kind in einen kath. Kiga (ich war evangelisch) - da war fröhliches Mobbing von den "Halbgöttern in schwarz-weiß" (= Nonnen) angesagt.

                Ich hoffe, deine Söhne werden es besser haben (aber da unser Gesellschaft aufgeklärter ist, was Unfairness betrifft, und sich Eltern nicht mehr so viel gefallen lassen als Eltern damals - obwohl meine Eltern sich relativ gut gewehrt haben -, wird es schon gut gehen.

                LG,
                J.

                P.S.: jetzt kannst du dir ja besser vorstellen, warum ich so eine Abneigung gegen kirchliche Instutitionen habe, nicht wahr ;-)?

                • (25) 25.07.07 - 18:06

                  Ach, hier der Kindergarten ist schon ok. Da laufen auch keine Nonnen rum...#freu Und wenn es Differenzen gibt, tret ich denen in den Popokatepetel, glaubste aber! #cool

                  Jo, ich verstehe deine Abneigung...kann dir ja mal meine kurz erläutern:

                  - ich hatte mit 9 Jahren arge Schwierigkeiten, in meiner damaligen Gemeinde zur Heiligen Kommunion zu gehen. Der dort ansässige Pfarrer war der Meinung, da ich ein Scheidungskind sei (aus der 1. Ehe meiner Muttili entstanden), sei ich nicht geeignet, bei ihm die Kommunion zu empfangen. Das ganze ging bis zum Bistum Trier...auf Grund des Druckes meiner Mutter, musste er nachgeben.

                  - Ich sollte Patin von der Tochter von Freunden werden. Da mir aber ein Sakrament fehlt (Konfirmation oder Firmung, weiss nimmer, was katholisch ist), lehnte diese Gemeinde es ab. Ich sei nicht "komplett". Aha.

                  Diese Beispiele und noch mehr lassen mich auf deutsch gesagt auf diese Institution SCHEISSEN! #gaehn

                  Diese Doppelmoral ist zum erbrechen. Man wird zu einem schlechteren Menschen degrdiert, nur weil man nicht in deren Schablone passt. Soviel zum Thema "Nächstenliebe" und vor Gott "sind alle Gleich"...wird das nicht immer gepredigt?!

                  Das ich nicht lache. Verlogener Shitverein. Sekte. Pah.

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