Was ist Amway? Weiß jemand was darüber?

    • (1) 17.10.07 - 16:42

      Hallo,

      eine Freundin macht irgendsoeine Art Nebenjob. Leider konnte oder wollte sie mir nichts darüber erzählen, als ich gefragt habe, was das jetzt genau ist. #schmoll

      Sie hat nur gesagt, da mußt Du mal mitfahren und Dir das anhören! #schock

      Jetzt habe ich sie aber vor ein paar Wochen einen Karton mit einem großen Amway Aufdruck aus dem Auto ausladen sehen.

      Das ist doch sowas in der Art wie Tupperware, nur mit allen möglichen anderen Sachen oder?

      Kann mir von Euch jemand was darüber erzählen?

      Kann man sowas bedenkenlos machen, oder hängt man da finanziell auch ganz schön mit drin?

      Danke schon mal und LG

      Hallöle!!

      Also, ich sage nur:

      Schneeballsystem, Abzocke, Ruin!!!

      Fahr da nicht mit, wenn Dir Deine Freundschaft lieb ist....

      Das ist alles der größte Mist....Klar, die, die das machen stehen da voll hinter..müssen sie ja auch.

      Also, bitte: Finger weg!

      Viele liebe Grüße, #blume

      die Silly

    Amway ist eines der ältesten MLM oder Network Marketing-Unternehmen. Du wirst im Grunde Geschäftspartnerin Deiner Freundin und zugleich Wiederverkäufer und Eigenverbraucher der Produkte von Amway.

    Die Krux an dieser Sache ist eigentlich, dass man nur Geld verdienen kann.... wenn man selbst Partner - wie es Deine Freundin mit Dir versucht - für sich gewinnt die wiederum Produkte kaufen.

    Illegal ist das - wie viele behaupten - nicht, aber diese Geschäftsform ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Harte Arbeit und für viele Personen nicht geeignet!!

    Ich habe früher mit einem ähnlichen Unternehmen zusammengearbeitet und würde es heute auch nicht mehr tun.

    meine Meinung: amway = no way

    ich kauf fast nur noch Amway Putzmittel. Preis-Leistungsmässig das beste auf dem Markt.
    Man kann drüber schimpfen, wie über Tupper auch, aber anscheinend gibts genug Menschen, denen es einleuchtet.
    btw: auch Firma Lidl muss erst Ware einkaufen, um dann selbst wieder zu verkaufen. Aber ich kassier immer vorher das Geld, und dann mach ich Bestellung.

    Der Leitgedanke von Amway ist KEIN Türklinkengeschäft. Du sollst dich und deinen Haushalt mit den Sachen versorgen, und Menschen finden, die das auch tun wollen. Nix Produkte-verscherbeln.

    lg
    barbara

    Hallo,

    ich hab da früher auch mal mitgemacht. War gar nicht so schlecht, ich habe ein Waschmittel gekauft und mich für Tests verpflichtet. 1x im Monat musste ich ein Kleidungsstück durchschneiden und die beiden Teile mit 2 versch. Mitteln (1x Amway und 1x was anderes) waschen. Diese Kleidungsstücke (meisterns ältere T-Shirts) habe ich dann vergütet bekommen, so zw. 20 und 30 E/Stück. Das hat sich echt gelohnt, weil es immer -wie gesagt- ältere und billigere Sachen waren. Von der Qualität der Waschmittel war ich -na ja- nicht soooo begeistert, sie sind auch nicht besser als andere. Aber diese Tests lohnen sich !

    Gruß

    Anne#herzlich

    Hallo,

    Amway ist aus Amerika und das erfolgreichste Network-Marketing-Unternehmen der Welt. Man stellt bei dieser Firma einen Antrag und ist dann berechtigt, Produkte zum Einkaufspreis zu erhalten. Man kann die Produkte dann selbst verwenden oder mit Gewinn weiterverkaufen. Man kann auch eine eigene Gruppe mit Leuten aufbauen, die das gleiche machen wie du. Man wird dann prozentual am Gewinn mit beteiligt. Eine tolle Sache, man kann sehr viel Geld damit verdienen. Diese Art von Arbeit ist aber nicht für jeden geeignet, da man schon sehr viele "Neins" einstecken muss und sehr viele negative Meinungen von Leuten anhören muss, die das zwar noch nie selbst ausprobiert haben, aber von irgendjemand was schlechtes gehört haben.

    Die Produkte sind klasse, Preis-Leistungsverhältnis sehr gut, alles biologisch abbaubar. Alle Produkte haben eine 90-tägige Geldrückgabe-Garantie.

    Amway bzw. Network-Marketing ist nicht illegal, sondern wird sogar von hochrangigen Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern als "der" Job der Zukunft empfohlen.

    Brauchst also keine Angst um Deine Freundin zu haben. Man hat keine finanziellen Verpflichtungen, keinen Bestellzwang, keine Mindestabnahme und die Treffen sind auch freiwillig. Man kann sich so ein Treffen auch mal ganz unverbindlich anschauen und sich selbst eine Meinung darüber bilden. Klar werden einige Berater von Amway versuchen, Dich von diesem System zu überzeugen, aber das wird woanders auch gemacht.

    LG und einen schönen Tag!

    Diana #blume

    Mal noch ein Blick hinter die Kulissen:-)
    Die Grundidee ist ja gar nicht so verkehrt. Und in den USA hat der sogenannte Direktvertrieb ein etwas anderes Ansehen als in Deutschland. Inzwischen gibt es Amway weltweit.

    In den 70er Jahrn kam Amway dann auch nach Deutschland.
    Ursprünglich ging es mal darum, die Produkte selber zu kaufen und zu nutzen, sie dann im Bekanntenkreis zu verkaufen und dann, wenn das alles funktioniert, weitere Verkäufer anzwerben, sie anzuleiten, dauerhaft zu betreuen und an deren Erfolg zu partiziperen. Eine Strategie also, die erst langfristig und nach vielen Mühen einen relativ kleinen Gewinn verspricht.

    Das hat einigen Leuten so gar nicht gefallen, und so entstand das Amway, das wir maßgeblich kennen: ein MLM-System, in dem jeder versucht, vor allem Leute zu finden, die für einen das Geld verdienen. Dieses System ist weitaus bekannter, hat schon viel mehr Leute in seine Bann gezogen und ist das berüchtigte.

    Eigentlich klingt das schön: man wirbt andere, die Produkte zu verkaufen, betreut diese und als Honorar sozusagen kriegt man was von ihrem Umsatz ab. Denn die ganze Betreuung kostet ja auch Zeit, schön, wenn man das auch bezahlt bekommt.

    Genau diesen Umstand machten sich nun einige zunutze und propagierten sinngemäß in die Richtung: "Sucht euch so viele Leute wie möglich, dann könnt ihr die Beine hochlegen und andere für euch arbeiten lassen." Dass so ein Rechnung schon zahlenmäßig nicht aufgehen kann, wird verschwiegen. Und vielen Neunen ist das nicht klar.
    Verschwiegen wird auch, das man ein Handwerk erst mal selber lernen muss, bevor man sein Wissen weitergeben kann. So sind viele schon gar nicht in der Lage, andere anzuleiten und zu betreuen, auch persönlich Kompetenzen fehlen oft.
    Ebenso werden oft falsche Versprechungen über die Markchancen gemacht. Ok, L.O.C. würde ich mir aich sofort kaufen, es gibt da im supermarkt nichts Vergleichbares. Aber auf einen Stahlschwamm z.B: mit 10fachem Preis und vergleichbaren Eigenschaften

    Die Treffen und Seminare, die dort durchgeführt werden, haben etwas von Gehirnwäsche an sich. Man fühlt sich einer Gemeinschaft zugehörig, es hat aber etwas einer Sekte an sich. Wer erfolgreich ist und viel Umsatz macht, wird belohnt, mit Rubinen, Smaragden und anderen Edelstein-Ansteckern, so dass man den Erfolg gleich beim ersten Anschauen am Revers bewundern kann. Auslandsreisen winken ebenso. Man bejubelt sich selber, würdigt die Erfolgreichen wie Götter, denen alle nacheifern sollen.
    Es wird der Eindruck vermittelt, man nehme an etwas Edlem, Besseren teil, nicht zuletzt wegen der Preise, die man z.B. für seine Arbeitsmappe bezahlen soll.
    Kritiker werden belächelt, ihnen wird "keine Ahnung", "Neid" oder so etwas vorgeworfen.
    Kritik, auch konstruktive, ist eh unerwünscht.

    Ich kenne Leute, die wirlich davon leben können, seit Jahren schon. Aber die haben auch einen 12-Stunden- Tag. Sie sind ständig am Organisieren, müssen immer neue Märkte erschließen, gute Leute finden, die Linien aufbauen und eien Weile erhalten können. Was die breite Masse der Erfolglosen dann macht, kann ihnen egal sein.

Hallo an alle, die mir geantwortet haben.

#danke für die aufschlußreichen Antworten. Kann leider erst heute schreiben, weil ich mit meinem Sohn im Krankenhaus war.

LG

Top Diskussionen anzeigen