Angst ums Kind - wie geht Ihr damit um?

    • (1) 08.11.07 - 12:32

      Liebe urbia-Mütter und –Väter,

      Angst ums Kind kennen alle Eltern. Nichts ist natürlicher und sinnvoller als das mächtige Bedürfnis von Müttern und Vätern, ihre Kinder vor Gefahren zu beschützen. Und dies besonders heutzutage, da die Welt als zunehmend bedrohlich wahrgenommen wird. Aber stimmt das eigentlich? Lauern wirklich überall Gefahren für unsere Kinder? Kann es z.B. sinnvoll sein, aus Angst vor möglichen Gefahren, Kinder nur noch mit dem Auto zum Kindergarten zu bringen?

      In unserem neuen Artikel beschäftigt sich urbia-Autorin Jumana Mattukat mit ihrem mütterlichen Schutzinstinkt und fragt, wo eigentlich übermäßiges Behüten anfängt und wie man der Tendenz, vielleicht ein wenig zu ängstlich und fürsorglich zu sein, gegensteuern kann: http://www.urbia.de/topics/article/?id=9506.

      Uns interessiert, wie Ihr mit Ängsten um Eure Kinder umgeht. Schaut Ihr manchmal einfach weg, wie Jumana Mattukat dies im Artikel beschreibt? Dürfen Eure Kinder alleine zum Kindergarten, Sportverein, zur Schule gehen? Wie reagiert Ihr, wenn Euer Kleinkind schwankend auf der Treppe steht?

      Wir freuen uns auf Eure Stimmen!

      Petra
      urbia-Redaktion

      • Hallo,

        na ja, ich gebe es zu, seit wir unser Nesthäckchen haben, bin ich doch teilweise sehr übervorsichtig.Und das hängt halt auch damit zusammen, dass die Kleine schon einen schlimmen Start ins Leben hatte und beinahe verstorben wäre.Klar, die Kleine ist unser großes Liebeherz.
        Bei den Großen war ich auch vorsichtig und habe sie behütet und auf sie geachtet, dennoch merke ich, dass ich bei der Kleinen viel vorsichtiger bin.Früher hatte ich da eine gewisse Lockerheit und siehe da, die Großen sind erwachsen;-))Sicherlich auch mit Blessuren, kleineren Unfällen usw., aber viele Dinge sind halt als Erfahrung verbucht.Ich habe mit beiden Kids viel gesprochen, es wurde über Risiken im Strassenverkehr gesprochen, über Gefahren, die von Fremden ausgehen können usw.Nun ist unser Großer Trucker und wirklich, manchmal ist mir schon etwas bang ums Herz. Was so alles passiert....na ja.
        Ich denke auch, dass es am Alter liegt und man im reiferen Alter halt anders tickt.

        lg Janin

        Hallo!

        Ich wusste sofort wie es Jumana ging als ich die ersten Zeilen des Artikels gelesen habe. Als ich damals schwanger war bin ich ziemlich oft zu meinen Eltern gefahren (wohnen 25 km entfernt) und habe viel Zeit bei ihnen verbracht- auch um meine Mutter mit Fragen zu löchern #hicks
        Und irgendwann hatte es angefangen zu schneien, während ich bei meinen Eltern war und es schneite ziemlich heftig. Nun wollte ich aber auch wieder nach Hause zu meinem Schatz (der meist bis 23 Uhr arbeiten musste) und bin dann auch gefahren. Der Heimweg war der Horror! Das Auto schöingerte nur hin und her´, streckenweise war es nicht möglich schneller als 30 km/h zu fahren und meine Gedanken drehten sich die ganze Fahrt über darum, was passiert wenn ich eine Unfall habe. Ob ich früh genug gefunden werde und mein Baby gerettet werden kann #kratz

        Von da an wars um mich geschehen, ich zucke viel schneller zusammen wenn beim Autofahren etwas unvorhergesehenes passiert und die Kleine sitzt im Auto. Ich kann teilweise gar nicht hinsehen, wenn sie allein die Treppe runterwackelt- obwohl sie es wirklich toll macht. Auf dem Spielplatz bin ich inzwischen lockerer geworden, wenn sie auf dem Klettergerüst umherturnt. Ihr Papa ist da echt mutiger und er traut ihr mehr zu. Das versuche ich auch immerwieder.

        Aber meist kann ich nicht aus meiner Haut und neige doch eher dazu sie festzuhalten wenn sie schwankt...

        LG Kristin

        Hallo,

        bei mir ist es so, daß ich das erste Kind habe (17 Monate) und mit Sicherheit ängstlicher bin als erfahrene Mütter von mehr Kindern.

        Auf der anderen Seite lasse ich meinen Sohn, wenn ich mich an bestimmte Situationen gewöhnt habe, auch alleine "machen".

        Beispiel:
        mein Sohn fing an, alleine auf "Erwachsenenstühle" zu klettern. Am Anfang bin ich noch panisch zu ihm hin, hab mich neben den Stuhl gehockt und aufgepaßt, daß er nicht runterfällt.
        Irgendwann ist er heimlich, still und leise auf den Stuhl geklettert (ich hab es nicht bemerkt) und ist runtergefallen (war nichts Schlimmes, sooo hoch sind die Stühle nicht).
        Seitdem ist mein Sohn vorsichtiger, wenn er auf diese Stühle klettert und ich gelassener.

        Anderes Beispiel:
        er fängt an, sich auf seine Schaukelpferd zu knieen, statt sich ordentlich drauf zu setzen.
        Anfangs haben mein Mann und ich ihm das verboten ("Setz dich ordentlich hin"), danach kam ein "Vorsichtig" bzw. "Gut festhalten" und inzwischen denke ich mir "Wenn er runterfällt, fällt er wenigstens nicht tief!".

        Vieles meiner Ängstlichkeit kommt aus meiner Unerfahrenheit ("Kann man das einem Kind in dem Alter schon zutrauen?"), ansonsten würde ich mich durchaus als Mutter bezeichnen, die das Kind auch mal machen läßt. Mein Mann ist da genauso.

        LG,
        J.

      • Ich habe den Artikel noch nicht gelesen.


        Ich bin viel weniger ängstlich als ich noch in der Schwangerschaft dachte das ich es sein werde. Die Menschen in unserem Umfeld haben immer viel mehr Angst um meine Maus als ich #kratz aber denen fehlt auch der tägliche Umgang.

        Beim Gedanken sie mal alleine in den KiGa o.ä. zu schicken wird mir schon anders, aber es ist bis dahin noch Zeit und ich denke meine Angst wird sich bis dahin noch ändern - ich hoffe zum positiven. Jetzt ist sowas unvorstellbar, die Kleine ist noch nichtmal 2 Jahre alt ;-)

        Wenn sie wackelig auf einer Treppe steht und runter möchte, lasse ich sie. Ich habe keine Angst dass sie runter stürzt, denn sie ist ein extrem vorsichtiges Kind und macht nur Dinge, die sie für sicher befindet. Gibt es an einer Treppe nicht ausreichend Möglichkeiten zum festhalten, krabbelt sie rückwärts runter oder bedeutet mir, sie an die Hand zu nehmen.

        Bei gefährlichen Sachen bin ich in ihrer Nähe (also auch bei der Treppe) um sie im Fall der Fälle zu schützen, aufzufangen etc. Angst kann ich dabei einfach nicht haben, denn sonst wäre ich wuselig, könnte nicht mehr vorraussichtig sein, nicht schnell genug reagieren.

        Wenn sie rennen will darf sie das, ich erinner sie daran, dass sie aufpassen muß und halte mich selber aber im Hintergrund. Wenn sie fällt oder irgendwo gegenrennt dann ist das eben so (wie gesagt bei wirklich gefährlichen Dingen passe ich schon sehr auf, versuche mich aber zurückzuhalten, sie soll keine Angst vor den Dingen haben)

        Ich traue meiner Tochter eine Menge zu und ist es mal anders, versuche ich ihr das nicht zu zeigen. Sie soll ausprobieren und ihre Grenzen selber finden. Das macht sie super ;-) und wenn sie sich doch mal überschätzt bin ich ja da - kommt aber so gut wie nie vor.

        Als sie kleiner war hatte ich mehr Angst, aber je größer sie wird und je mehr ich sie "kennenlerne" desto weniger Angst habe ich, weil ich einfach weiß was sie macht und was nicht.

        Angst finde ich blöd, Angst hemmt und versperrt die Sicht. Besser ist da Wachsamkeit, Vorsicht etc.


        Wie es wird wenn sie größer ist und auch mal alleine irgendwo hin möchte usw weiß ich nicht, beim Gedanken daran packt mich der blanke Horror #schock aber das wird schon ;-)

        Hallo,
        bei meinem Großen (4 Jahre) hatte ich in der SS recht wenig Angst.
        Was klettern, Wasser, Rädchen fahren usw. angeht war er immer sehr ängstlich daher brauchte ich es nicht zu sein ;-)

        Jetzt geht er in den KiGa - 5 Minuten Fußweg von uns entfernt - meist fährt er mit dem Fahrrad, wir haben eine Straße zu überqueren. Ich hab sehr viel Vertrauen in ihn, aber nicht in die Autofahrer, deshalb überquert er die Straße mit mir zusammen. Sonst fährt er vorneweg und passt auch sehr gut auf.

        Neulich waren der KiGa im Theater und mir wurde nachher erzählt, er habe sich einfach bei einer fremden Frau auf den Schoss gesetzt #schock
        DAS ist etwas was mir Angst macht!
        Er kennt keine Scheu vor Fremden.
        Ich werde mich jetzt mit einem "Verein" hier in Verbindung setzten, die auf sowas spezialisiert sind und fragen wie ich damit umgehen soll. Ich will ihn ja auch nicht verunsichern.

        Bei meinem Kleinen war ich in der SS ängstlicher. Nachdem in der 10 Woche kein Herzschlag mehr zu sehen war versetzte mich danach alles mögliche in Panik!

        LG Sandy

      • Hallo,

        bin zur Zeit Schwanger und wechsel nicht die Straßenseite, wegen Bauarbeiten. Allerdings pass ich auf wenn etwas auf mich zukommt z.B. ein freudiger Hund der mich gleich anspringt (grad gestern passiert).
        Man achtet halt dadrauf, das nichts gegen den Bauch kommt, naja das tut ja auch weh ;-)

        Bei meinen beiden großen mußte ich auch erst lernen sie machen zu lassen. Das klappt ganz gut, wenn man sie z.B. im Kindergarten beobachtet (man kann ja nicht hinlaufen und ''vorsicht'' rufen #hicks).
        Meine beiden haben noch keinen großen Schaden genommen.
        Zum Kiga habe ich sie immer gebracht, aber als es zur Schule ging mußten sie es alleine bewältigen. Natürlich bin ich ab und an mal hinterher gegangen, allerdings haben sie es nie mitbekommen.
        Kleine Streitereien und geschubse habe ich gelassen, jedoch dieses Thema später angesprochen.

        Meine Kinder gehen auch alleine ins Freibad, sie sind noch 8 und 10 J., das klappt wunderbar. Besorgt bin ich trotzdem, und immer froh wenn sie wieder gesund ankommen.
        Und in dieser dunklen Jahreszeit, achte ich dadrauf das sie sich bei Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Hauses aufhalten.
        Für mich ein schwerer Lernprozess, aber ich weiß ich kann mich auf die beiden verlassen.

        Ich muß immer über mich schmunzeln, wenn mein Sohn experimente mit seinem BMX Rad macht. Bin immer kurz davor ihn um Vorsicht zu ermahnen. Was für ein Blödsinn, ich kann ja nicht den ganzen Tag daneben stehen. Er wird schon wissen was er tut #gruebel

        LG Tanja

        Ich habe oft Angst um meine Kinder.
        Als diese Kofferbomber unterwegs waren, da mußte ich Zug fahren und hatte Angst da sind unserem Zug was hochgeht.
        Keine Ahnung warum ich so panisch bin, war ich früher nicht.
        Ich betete nur das falls ihnen was passieren sollte, sie bitte keine Schmerzen haben.

        Ich versuche an mir zu arbeiten und freu mich mit meiner Großen wenn sie den hohen Baum in der Kita hochkommt oder so hoch schaukelt bis zu den Wolken.

        Ich mach ihr Mut beim Radfahren auch wenn sie schon doll gestürzt ist und ich Angst hab das sie sich mal doll verletzt.

        Ich kann es nicht mit ansehen wenn sie eine Impfung bekommen, ich reiß mich immer sehr zusammen aber ich könnte dann heulen wenn sie vor Schmerz weinen.

        Meine Güte ich hab eine Menge Angst, es sind meine Kinder, ich liebe sie so sehr das ich es nicht ertragen könnte wenn ihnen was geschieht.

        Aber ich bin auch realistisch, sie werden eines Tages allein in die SChule müßen und sicher auch den Wald erkunden.
        Ich halte sie nicht davon ab, aber die Angst in meinem Herzen bleibt und nur der Gedanke daran daß......treibt mir Tränen in die AUgen.

        Mona

        meine tochter ist erst 9 monate alt, also muß ich mir um viele sachen noch keine sorgen machen, aber viele wahrgenommene bedrohungen empfinde ich als medienhype.

        es sit doch z.b. so, daß der größte anteil von kindern, denen etwas zustößt (sei es physischer, psyschicher oder sexueller mißbrauch) nicht von fremden, sondern von familienmitgliedern verletzt wird. in den medien wird aber ganz gezielt die angst, daß unsere kinder von fremden perversen gestohlen werden, geschürt. das macht ja auch sinn, sowas verkauft zeitungen und fördert die sendequote.

        natürlich muß man auf sein kind aufpassen und sollte sein kind nicht total unbesorgt bis spät in die nacht draußen sträunern lassen, aber die meißten gefahren gehen immernoch von uns selber und dem umfeld das wir wählen aus.
        es gibt genug eltern, die ihr kind nicht alleine zur schule laufen lassen, aber kein problem damit haben, mit ihrem kind in einer verrauchten kneipe den abend zu verbringen, oder in besagtem auto gar zu rauchen. dabei wissen wir alle, daß die wahrscheinlichketi von zigarettenqualm krank zu werden viel höher ist, als von einem unbekannten mann ins auto gezerrt zu werden....

        aber es ist halt bequemer sich immerzu über fiktive gefahren zu eschoffieren, als sein eigenen lebensgewohnheiten zu ändern und den bedürftnissen des kindes anzupassen.

        lg, siiri!

        Hallo,

        ich oute mich als megaängstliche Mama.#hicks
        Es fing schon VOR (!) der SS an, ich hatte Angst, nicht schwanger werden zu können (warum auch immer)!
        Nach 12 Jahren Pilleinnahme war ich innerhalb von 6 (!) Wochen schwanger!#huepf
        Als der SS-Test positiv war, konnte ich es kaum glauben und machte gleich noch 2!#augen
        Konnte es immer noch nicht glauben und dachte, es könne ja auch eine Eileiter-SS oder so sein.Also ab zum Doc: Schwanger!Juchu!
        Richtig freuen konnte ich mich nicht, da ja die ersten 12 Wochen so kritisch sind und ich hatte immer Angst, das Herzchen schlägt nicht mehr!
        Als ich die Bewegungen des Kindes spürte wurde ich etwas ruhiger.Spürte ich mal eine Stunde nichts, wurde ich direkt wieder ängstlich!
        Nach 20 Stunden Wehen und Notkaiserschnitt war meine erste Frage:Lebt er?#schock
        Dann fing es an, als die Schwester ihn morgens erst brachte, nachdem das Kind meiner Bettnachbarin längst da war.War etwas passiert nachts?
        Ich brauche sicher nicht erwähnen, das wir ein angelcare hatten und noch immer haben.
        Unser Sohn wurde 16 Monate gestillt, davon 6 voll, schlief das komplette erste Jahr bei uns im Zimmer, teils im Stubenwagen, teils bei uns im Bett.
        Mittlerweile ist mein Sohn ein aufgeweckter, gesunder, fröhlicher Junge von knapp 1,5 Jahren.
        Ich bin noch immer ängstlicher ala andere Mamas, aber mittlerweile habe ich es im Griff und schaue tatsächlich manchmal weg, wenn er irgendwelche "Stunts" macht.#hicks
        Meist gehts gut!#schwitz
        Er ist selbstbewußt und kommt gut klar, auch mit anderen.
        Ich liebe ihn mehr als mein Leben und habe heute noch oft Gedanken, die mir weh tun.
        Z.b. wenn er in der Wanne sitzt und ich bin alleine zuhause, muss ich manchmal daran denken, was passiert, wenn ich jetzt umkippe oder so.Ertrinkt er dann?Oder wenn ich mit ihm Auto fahre und irgendein Idiot klebt an unserer Stoßstange habe ich Angst, es passiert etwas.
        Die Sorgen werden sicher niemals nachlassen!

        Angst um seine Kinder hat man LEBENSLANG ,wenn man sie liebt....mein Sohn ist bald 35 und muss täglich eine längere Strecke zur Arbeit fahren, im Winter denk ich täglich an ihn, hoffentlich passiert ihm nichts....Meine Tochter ist 31, hatte letztes Jahr eine sehr schwierige Schwangerschaft, dann wurde Leonie eine Frühgeburt (Anf 30.SSW) und hat einige gesundheitliche Probleme.
        Ich hatte so Sorge um meine Tochter, dass sie das alles packt, da sie selber auch nicht die Gesündeste ist. Ich helf wo ich kann, aber das meiste muss sie schon alleine schaffen...aber nun hat sich meine Sorge halt erweitert und wird weitergehen.....da ich schrecklich an meiner süßen Enkelin hänge. Aber man darf sie halt nicht erdrücken und überbehüten, das ist auch nichts.
        Hier ein gesundes Mittelmaß zu finden, ist nicht leicht - aber es geht. Hilfreich ist es schon, wenn nicht gerade Papa UND Mama überbehüten, sondern einer ruhig etwas lockerer mit dem Nachwuchs umgeht. Aber !!!Niemals würde ich wegsehen, wenn "ein Kleinkind schwankend auf der Treppe steht" (wie in der Frage formuliert) dann schnapp ich es schon weg.
        LG von Moni

        Diese Angst in der Schwangerschaft hatte ich nicht.
        Aber die Ängste nach der Geburt kenne auch.

        Wenn mein Großer (10) allein zur Schule fährt,
        gerade jetzt wo es so Dunkel ist morgens bekomme ich Angst.
        Aber das ist ja eigentlich nur natürlich,
        bei dem was man in den Nachrichten sieht und hört.
        Ansonsten gehts aber bei ihm.
        Er geht auch schon mal ne kleine Besorgung holen,
        hilft mir im Haushalt oder fährt auch mal alleine zu Schulkameraden.
        Ich habe zwar auch Angst um ihn,
        aber weiß dass ich ihn nicht an mich (ewig) fest binden kann
        und lass ihn halt dann auch mal alleine was machen.

        Bei meiner Kleinsten ist es aber eher das Gegenteil
        und schlimmer.
        Seit der Geburt bin ich quasi zur Glucke mutiert.
        Beim Essen,beim Treppe steigen,sogar beim schlafen.
        Beim Treppe steigen sehe ich sie fallen,auch wenn sie
        bei mir auf dem Arm ist.
        Beim Essen hat sie sich einmal als sie mit 9 Monaten einen Keks bekommen hatte tierisch verschluckt,
        seitdem kam die Angst dazu.
        Beim schlafen habe ich Angst dass sie nicht wieder aufwachen könnte.

        Sie ist ein ein Wunschkind und ich habe vor 5 Jahren ein Kind verloren,vielleicht liegts auch mit daran,
        dass ich mich so verhalte !? Verlustängste !?
        Ich war früher überhaupt nicht so empfindlich.
        Wenn mein Großer mal gefallen ist,
        als er anfing zu laufen,dann wurde zwar auch gekühlt und beruhigt,aber nicht so wie heute.
        Da kriege ich sofort ein schlechtes Gewissen,
        weil ich mir selbst einrede nicht schnell genug gewesen zu sein,dabei ist es ganz normal dass die Kleinen mal stolpern können oder sich weh tun.

        Fakt ist dass ich mich zusammen reißen muss,
        die Ängste in den Griff kriegen muss.
        Ich arbeite an mir und es wird auch langsam besser.
        Gestern ist mein Großer mit meiner Kleinen zusammen die Treppe runter gegangen,was ich vorher aus Angst sie könnten fallen nicht gemacht habe.

        Ein kleiner Schritt füt die Menschheit,
        aber ein großer für mich... ;-)

        Es ist nicht gut fürs Kind wenn man ständig
        so (über)reagiert.
        Meine Tochter wird sonst nicht wirklich lernen alleine klar zu kommen.
        Es wird immer wieder im Leben was passieren,
        wo Mama vielleicht nicht gleich da sein kann
        und wo sie allein ihre Entscheidungen treffen
        oder bewältigen muss.

        Guten Morgen!

        Eigentlich sollte ich noch nicht wirklich viel zu dem Thema sagen können; unser erstes Kind wird erst in den nächsten Wochen geboren werden.

        Trotzdem kann ich etwas zu der Frage "Wie geht Ihr mit den Ängsten um Euer Kind um?" beisteuern.

        Ich bin nie ein ängstlicher Mensch gewesen. Weder als Kind noch später als Jugendliche. Doch dann irgendwann kam der Tag, an dem alles anders wurde.
        Als ich 19 Jahre alt war, wurde ich von drei bis heute unbekannten Männern aufgehalten, fortgezerrt und über eine Stunde mehrere Male sexuell genötigt und vergewaltigt.
        Ich habe eine halbe Ewigkeit gebraucht um überhaupt darüber reden zu können und einzugestehen, dass es passiert ist. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben.
        Inzwischen kann ich für mich selbst damit leben und damit umgehen. Ich habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen und eine Therapie gemacht.

        Im März diesen Jahres bin ich dann schwanger mit unserem Wunschkrümel geworden. Es war geplant und wir freuen uns wahnsinnig.
        Doch mit der Freude kam auch die Angst ein Stück zurück. Besonders als wir im Sommer erfahren haben, dass wir vorraussichtlich ein kleines Mädchen bekommen werden.
        Seitdem beschäftige ich mich mit Fragen wie:
        "Werde ich sie vor dem gleichen Schicksal bewahren können?"
        "Was kann ich tun um sie zu beschützen?"
        "Wie kann ich ihr vermitteln was für Gefahren in der Welt lauern ohne sie zu verängstigen oder zu verunsichern?"
        Gleichzeitig frage ich mich wie ich verhindern kann meine eigenen Erfahrungen und Ängste auf meine Tochter zu projezieren. Besonders wenn sie dann in den Kindergarten, in die Schule oder mal auf dem Spielplatz geht.
        Wie schaffe ich es, mein Kind sich frei entfalten und auch mal auf die Nase fliegen zu lassen ohne ständig zu Hause in Angst zu leben?
        Auch über dieses Thema habe ich in der Therapie reden müssen, um mit Zuversicht und gestärkt meine Rolle als Mutter antreten zu können.

        Trotz meiner persönlichen Erfahrung finde ich es wichtig, dass Kinder auch mal "losgelassen" werden, Fehler machen können und vielleicht auch mal mit unangenehmen Realitäten der Welt konfrontiert werden.
        Ich hoffe, dass es mir gelingt eine Mutter zu sein, die ihr Kind zu einer selbstsicheren und gestärkten Persönlichkeit erziehen kann.
        Schließlich habe ich auch noch einen starken Partner an der Seite, der mich auch ein wenig bremsen kann, wenn ich vielleicht mal übertrieben vorsichtig reagiere.

        Aber auf den Artikel bezogen muss ich sagen:
        Nein!! Die Tatsache, dass die Zahl der sexuellen Übergriffe auf Kinder rückläufig ist hilft mir nicht weiter. Jeder denkt doch: Mich kann es nicht treffen! Sowas passiert nur anderen Frauen, Kindern, Müttern, Familien...
        Das habe ich auch mal gedacht.
        Und es ist eine Lüge...

        Trotz aller Ängste - und ich denke, irgendwelche Ängste - egal wie sie geartet sind - haben alle Eltern, freue ich mich wahnsinnig auf unser Kind und auf die vielen Dinge, die da noch so als Mutter auf mich zu kommen. Ich kann es kaum noch erwarten! #huepf

        Chrissy mit #baby Marina inside ( ET -26)

        Hallo urbia-Team!

        Ich habe weniger Angst vor Alltagssituationen. Daran sind wir alles gewachsen und ich weiss, dass Dinge wie z. B. auf den Stuhl klettern oder ähnliches zum Grosswerden gehören.

        Viel mehr machen mir natürlich die Situationen Angst, vor denen ich mein Kind nicht schützen kann. Bei dem Gedanken daran, dass mein Kleiner bald draussen alleine unterwegs sein wird, schnürt es mir schon die Kehle zu.

        Aber ich kann mein Kind nicht in Watte packen. Wir werden versuchen unseren Sohn zu einem selbstbewussten, Menschen zu erziehen und hoffen, dass er sehr schnell versteht, dass es nicht alle Menschen gut mit ihm meinen. Ich denke, viel mehr können wir nicht tun denn ich möchte nicht, dass Angst (und wenn es nur meine eigene ist) für mein Kind allgegenwärtig ist.

        Es soll so unbeschwert wie möglich aufwachsen.

        Liebe Grüsse
        Astrid mit Dominik und Söhnchen (29. SSW)

        Ich sage mal so: Meine Ängstlichkeit steigt proportional zur wachsenden Unabhängigkeit. Meine Omi sagt immer: Kleine Kinder, kleine Probleme, große Kinder, große Probleme... und hat bisher damit richtig gelegen ;-).

        Wenn ich anfangs noch das Gefühl hatte, auf jedes Quäken, später auf jeden noch so kleinen Schritt einen Einfluß zu haben, indem ich die allzeit präsente "Begleitende" war, so merke ich jetzt, wie mein Einflußbereich stetig geringer wird. Und das ist auch gut so. Dem könnte ich höchstens mit Überbehütung begegnen, das möchte ich nicht. Das muß ich auch immer wieder reflektieren. Wo sind die Ängste angemessen, wo sind sie Übertragungsmechanismen? Vieles resultiert auch aus dem "Loslassen". Ich finde, das tut schon hin und wieder ziemlich weh. Irgendwann ist Mami nicht mehr nur superduper, sondern eben auch die Mutter, die nerven kann ;-). Und wenn ich nerve, so muß ich mich fragen, ob ich gerechtfertigt nerve, um vor einer wirklich existenten Gefahr zu schützen, oder ob ich nerve, weil ich eine Grenze ungerechtfertigt beim Kind überschritten habe und ihr quasi die Luft wegnehme... Alles nicht so leicht. Mir graust es davor, wenn sie 14 ist! #schock

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