Im Supermarkt angesprochen worden...wegen helfen!!!

    • (1) 08.01.08 - 11:48

      Hallo zusammen!!!

      Ich wüsste mal gerne Eure Meinung zu diesem Thema, weil ich aus der Sache immer mit einem schlechten Gewissen heraus gehe.

      Bin grad wieder im Supermarkt angesprochen worden, von so einer Hilfsaktion, die sich um Leute in Misslagen kümmern, aber unverschuldet hinein gekommen sind, um Kinder, Schuldenberatung, das ganze Programm!
      Ich wollte ehrlich gesagt sofort weiter, aber die verwickeln einen dann sehr schnell in ein Gespräch und dann hat der nette Herr mir einen Ordner mit Zeitungsausschnitten gezeigt, von Kindern u.s.w.

      Naja, ich weiß, dass manche Kinder mit einem Euro pro Tag auskommen müssen, und dass viele Kinder am Existenzminimum leben, und mir tut das auch echt leid (mache eine Ausbildung als Erzieherin, das haben wir auch alles in der Schule durch) , aber irgendwie sträube ich mich davor, da einen Vertrag zu unterschreiben, und jeden Monat Geld zu überweisen. Ich kann doch helfen, wenn ich es möchte und will das dann auch nicht gezwungen machen. Oder sehe ich das vielleicht falsch?
      Ich habe aber trotzdem danach ein schlechtes Gewissen.

      Es kam auch mal vom Tierheim einer an der Tür klingeln (!!!) und wollte auch, dass ich was unterschreib, ich meinte, lassen sie das Formular hier, ich überlege es mir, und spreche es ab und die Antwort war :"Nein, wenn, dann müssen sie das sofort unterschreiben!"

      Also, was soll ich denn jetzt davon halten???#kratz

      Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, oder etwas berichten!!!

      Bis dann

      Nadine

      • (2) 08.01.08 - 11:53

        hallo nadine,

        cih kenn das auch, bei uns klingeln ab und zu leute von zirkus und im supermarkt oder auf geschäftsstrassen kennt man ja auch die stände.
        ich geb da nichts, auch nicht meine unterschrift, wenn eine organisation derart drängelt, kann was nicht in ordnung sein, ich muss wenigstens die möglichkeit haben, mir nochmal alles zu überlegen und mich woanders über die organistaion erkundigen zu können.
        wenn ich wirklich helfen will, ohne dass mein geld in irgendwelchen taschen verschwindet, dann such ich mir die organisation selbst aus, z.b. die tafeln oder ein örtliches heim/sos-kinderdörfer etc.

        lg

        Birgit

        • (3) 08.01.08 - 11:56

          Danke!!!

          Ich meinte auch zu dem "Sie haben ja eine Internetadresse, dann kann ich ja nochmal überlegen, und mir das noch mal anschauen..." Und da fing er gleich schon wieder an "ja, aber..."

          Naja, also, danke für deine schnelle Antwort!

          Nadine

      (4) 08.01.08 - 11:59

      Ich habe es mir abgewöhnt, ein schlechtes Gewissen zu haben.
      Ich kann nicht ständig für irgendeine Sache spenden und auf meinen Schultern ruht nicht das Elend der ganzen Welt.

      Zweimal im Jahr machen unsere katholische und evangelische Kirchenhemeinde eine gemeinsame Sammelaktion, da spende ich seit Jahren immer und wenn die Sternsinger kommen.
      Da weiß ich, wo das Geld hingeht und dabei bleibe ich.

      Dieses unter Druck setzen: "Haben sie was gegen Behinderte?", "Wollen Sie straffällig gewordenen Jugendlichen nicht helfen?".. und das oft in einem aggressiven Ton... Nein, danke.

      Gruß
      geha

      • (5) 08.01.08 - 12:08

        Danke für deine Antwort!!!

        Die Sternensiger waren auch voergestern hier, und denen haben wir auch gespendet, wie du schon sagst!!!

        Bis dann

        Nadine

    (6) 08.01.08 - 12:05

    Hallo,

    ich denke auch, dass du dazu eine gesunde Einstellung hast.

    Spende wenn du es willst u. zwar ohne Vertrag oder irgendeine Bindung.

    Ich gebe mein Geld gerne dahin wo ich weiss, dass mein Geld auch ankommt, ohne dass man vorher die Verwaltungskosten abgezogen hat.

    Am liebsten gebe ich eh Sachspenden.

    lg tina

(8) 08.01.08 - 12:07

Ich mache sowas grundsätzlich nicht.
Habe auch noch nie was in eine Spendenbüchse geworfen wenn mich auf der Straße jemand angesprochen hat.

Ich spende einmal im Jahr online für die Welthungerhilfe, für Misereor und die SOS Kinderdörfer ...

Da denke ich, erreicht die Spende am ehesten die Menschen die es nötig haben ...

Für Tierschutzorganisationen habe ich (leider) noch nie etwas gespendet ... vielleicht sollte ich das ändern ....

LG, Marlene

(9) 08.01.08 - 12:08

kenne ich auch!
das riecht schon nach betrug...zumal ich eben wirklich selbst entscheide wann ich was gebe und mir sicher sein möchte, dass der größte teil auch ankommt!
ich fürchte, dass sind diese "drückerkolonnen" die von ort zu ort gekarrt werden um möglichst viel verträge zu machen und am ende schiebt sich das doch nur irgendwer in die eigene tasche!
eigentlich schade, denn das zieht ja auch die "normalen" hilfsorganisationen mit in den dreck.
also, mach dir keinen kopf deswegen!
lg - kitty

Hey, ich möchte jetzt sicherlich nicht pauschal Hilfsorganisationen, egal für welche Zwecke, in den Dreck ziehen, aber meine Erfahrung ist, je aggressiver die Art der "Anwerbung von Neu- Spendern" (sicherlich gibt es dafür einen eigenen internen Begriff), desto unseriöser ist die Organisation. Als ich noch sehr jung und sehr dumm war habe ich auf Provisionsbasis für eine unseriöse Organisation "gearbeitet" (Gehalt am Ende gleich Null, ich bin und werde nie ein Verkaufstalent). Diejenigen, die noch halbwegs Geld gemacht haben (obwohl die Provisionszahlungen der Witz schlechthin waren) haben äußerst aggressiv angeworben. Weshalb die Organisation aber letztlich unseriös war, ließ sich daran erkennen, wohin die Spendengelder am Ende flossen. Nämlich nicht in die Finanzierung von Aktionen, wie auch uns Straßenanwerber weisgemacht wurde, sondern in die Taschen der Oberen... Wie zum Beispiel unserem Regionalleiter. Es ist immer ratsam, bevor man eine Spende gibt, sich ausführlich über die Organisation zu informieren. Zum Glück gibt es ja das Internet. Und ich wäre auch vorsichtig (zumindest im Tier- /Umweltschutz) bei Organisationen, die nicht jederzeit kündbar sind...

Grüße, G.-

(11) 08.01.08 - 12:11

Hallo,

ich würde auch nicht s unterschreiben. Spenden kann nich auch so.

Wen ich eine reglmässige Summe spenden möchte kann ich auch einen Dauerauftrag für das örtliche Tierheim einrichten.

Von solchen Leuten wie Du sie beschreibst fühle ich mich immer genötigt und bedrängt. Auch deshalb würde ich sowas nicht machen.

lg dore

(12) 08.01.08 - 12:58

ich hab ehrlich auch kein schlechtes gewissen mehr.

ich bringe alte gute kleidung zur charitas, gebe altes spielzeug ab wo nur geht, werfe kein essen weg und wenn ich mal nen euro über habe kaufe ich gern mal das straßenblatt.

uns ging es ne lange zeit mies. meinem freund sein chef zahlte 5 monate kein lohn, das amt wollte uns nicht helfen da er ja arbeitete.... wir hatten nichts zu essen, kein strom, miete konnten wir kaum aufbringen, ich war schwanger..., die nachbarn gaben uns waschpulver und charitas bekleidungsgeld und ne art überbrückungsgeld. dafür war ich sehr dankbar (und aufs amt geschimpft, hihi)

wenn ich etwas spenden/abgeben möchte, dann an stellen wo ich weiß es kommt gut an! wir sind nicht geizig, aber ich vertraue ehrlich gesagt auch keinem. und ich habe mit der charitas meine eigne gute, unkomplizierte freundliche erfahrung gemacht - und gebe so etwas zurück.

(13) 08.01.08 - 13:11

Das sind in der Regel immer Drückerkolonnen, die dir irgendeinen Mist aufschwätzen wollen.

Gar nicht stehen bleiben, kein Interesse zeigen und weitergehen. Schlechtes Gewissen brauchst du deshalb nicht zu haben.

Ich entscheide, für wen ich wann spende, belästigen lasse ich mich generell nicht.

Du kannst dich auch an die Marktleitung wenden, wenn sie dir sehr unangenehm kommen. Niemand will so jemand in oder vor seinem Laden haben.

(14) 08.01.08 - 13:56

Hallo,

wenn nochmal jemand vom Tierheim klingelt, dann kannst Du dem ein paar Dosen Hunde-oder Katzenfutter in die Hand drücken. Kannst sie ja beim nächsten Einkauf mitnehmen. Falls vom Zirkus jemand klingelt, drück ihm ein paar Möhren in die Hand. Ich finde dabei kann man nichts falsch machen. Wenn die tatsächlich vom Tierheim oder Zirkus sind, dann freuen die sich auch darüber und wenn nicht, dann ärgern sie sich halt. Wenn Du Menschen helfen willst, dann spende Geld an die Tafel.
Aber ich würde nie etwas unterschreiben, denn die, die vor dem Supermarkt stehen, versuchen über Dein Mitleid an Dich ranzukommen und erzählen Dir Schauermärchen und zeigen Dir ganz schlimme Fotos.
Du kannst auch eine Patenschaft für ein Kind in armen Ländern übernehmen. Da kommt das Geld auch (meistens) an.
Gruß

(15) 09.01.08 - 19:53

Hallo,

wenn mich einer mit dem Spendengedöns nur anquasselt, werd ich mittlerweile schon fuchsig.

Schlechtes Gewissen - nöööö.
Diese Organisationen wollen ja nur mein Geld - und das auf Dauer. Ich lass mich auf gar nichts ein und wenn die frech werden, dann werde ich es auch.
Notfalls droht man mit Polizei oder Ordnungsamt. Denn
was da manchmal abgeht verstehe ich als Nötigung - gerade bei älteren Mitbürgern.

LG
Tina

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