Frage zur Beerdigung, wenn man nicht getauft wurde / ist

    • (1) 10.01.08 - 14:05

      Hallo,

      wie ist das eigentlich, wenn man nicht getauft ist.

      Muss man sich dann auf einer Sonderfläche ( Friedhof ) beerdigen lassen, oder darf man auch ohne Taufe eine zeremonielle Beerdigung durchführen ?

      Ich hoffe, ihr versteht mich #hicks ?


      Ich mache mir Gedanken wegen meinem Sohn ( hatte einen doofen Traum ) und dieser ist nicht getauft, eigentlich bewusst.

      Sollte jedoch trotzdem mal was passieren, möchte ich aber, das er "gesegnet" beerdigt werden darf.


      Ich selber bin ausgetretene Katholikin :-).


      PR

      • Hallo
        Ein Bekannte ist gestorben, er war aus der Kirche ausgetreten. Da war es folgendermaßen. Die Beerdigung würde von einem freien Theologen vorgenommen. Wie das ist wenn man gar nicht getauft ist, weiß ich nicht.

        Ist dir ein Pfarrer wichtig?


        LG
        Jelena

        • Danke dir für deine Antwort.

          Also ich selber bin überzeugt ausgetreten, aber ich glaube ich würde es nicht verkraften, wenn mein Kind nicht gesegnet beerdigt werden darf.

          Ich habe gott sei Dank nicht viele Beerdigungen miterleben müssen, aber ich würde nicht wollen, das mein Kind wie ein Aussetziger beerdigt wird ( ich kann das schwer beschreiben ).

          Eine Alternative wäre ja, das ich ihn ev. taufen lassen ( sein Papa ist evangelisch ).

          Für mich gehört bei einer Beerdigung eine kleine Messe und sowas dazu.

          :-(


          PR

          Ich habe mir diesbezüglich nie Gedanken gemacht, aber nach dem bösen Traum, mache ich mir um so mehr Gedanken #schmoll

          • Das war mal früher so aber heute nicht mehr!

            Ich kann mich gut erinnern da war ich noch klein das
            meine Mama mal gesagt hat das Selbstmörder und kinder die nicht getauft wurden an der Freidhofsmauer beerdigt wurden da dies ein unbeliebter Platz warum weiß ich auch nicht!

            Der Kleine meiner Freundin war auch nicht getauft beide
            auch aus der Kirche ausgetreten und er wurde beerdigt wie jeder andere auch!

            Das mit dem vom Tod träumen hat nicht wirklich was mit dem Tod zu tun sondern kann auf einen Neuanfang hinweisen.
            Hab das mal irgendwo gelesen glaube bei


            www.traumdeutung.de


            LG Steffi

            • Danke dir

              Ja, habe ich bei deutung. com schon gelesen :-)

              Aber du weißt ja selber, wie sich solche Träume für eine Mutter anfühlen #schock


              Mir ging es nur darum, das man sich halt vernünftig verabschieden kann und eine Andachtsmesse oder so gehalten wird.

              die Katholiken sind ja diesbezüglich sehr festgefahren #schmoll


              #danke

              • die Katholiken sind ja diesbezüglich sehr festgefahren

                Du sagst es #augen

                Sehr gute Bekannten von mir wollten letztes Jahr katholisch heiraten. Sie haben sich extra die Mühe gemacht und ein eigenes Programm ausgedacht. Was ist? Der katholische Pfarrer stellt sich quer. Ihn hat das Programm nicht gefallen. Die sollen bitte schön nach seinen Schema heiraten. Und außerdem hat es ihn die Laustärke beim Polterabend nicht gepaßt. Hat deine seine Meinung im Gemeindebrief geschrieben. Echt erbärmlich dieser Pfarrer.

                Sie haben dann schlussendlich evangelisch geheiratet. War wunderschön. Laut Aussagen anderer. War nicht dabei da ich meinen Muckel frisch entbunden habe #huepf#freu

                Und noch was wegen Katholiken:
                Als ich im KH war wollte ich am Freitag Fleisch essen. Eine Nonne nimmt die Bestellungen an. Hat piktiert geguckt #augen
                Und nicht zu schweigen wegen Kirchengänge und beten #augen Mit Verlaub. Die Katholiken übertreiben es. Heute sieht man es gottlob viel lockerer.

      Hallo PR!
      Soweit ich weiß, werden ungetaufte Kinder immer so beerdigt, wie es normal ist. Mit Pfarrer usw.

      Wir haben hier im Ort auch ein Bestattungsunternehmen. Von denen weiß ich, daß Leute, die ohne Religion sind oder ausgetreten sind, oft keinen Anspruch auf einen Pastor haben. Dort wird die Ansprache von dem Bestatter gemacht und vorgetragen.
      Ich habe es selber bei meinem Papa erlebt und fand es um einiges besser, als wenn ein Pastor etwas über ihn erzählt. Wir sind auch katholisch, aber bei einer Trauerfeier finde ich soviel "Gott-Geschwafel" einfach blöd.

      Gruß
      Jazmin

    Puh, das ist hart so etwas zu träumen. #schwitz

    Die Beerdigungsordnung ist von Kirche zu Kirche verschieden und auch die Pfarrer, Pastoren und Priester haben zusätzlich ein uterschiedliches Verständnis.

    Zu Deiner Beruhigung solltest Du einfach mal in Eurem zuständigen Kirchenamt nachfragen.

    Ansonsten stelle ich mir die Frage, warum ist er bisher nicht getauft, wenn Dir der "Segen" wichtig ist, damit er "gesegnet" beerdigt wird.
    So ganz verträgt sich ein Austritt und eine solche Ansicht nicht.
    Wenn Du vielleicht nicht mit den Praktiken der kath. Kirche klar kommst, was ich durchaus verstehen kann, dann konvertiere doch.


    Im übrigen für den Notfall darf auch jeder getaufte Christ eine Nottaufe vollziehen, die dann der Gemeinde gemeldet werden muss. Diese Taufe gilt dann als vollgültig.

    Aber auch ein ungetauftes Kind darf man in Gottes Händen geborgen fühlen.

    • Bei den Katholiken ist es so, das man in der Kirche sein muss, wenn das Kind kath. getauft werden soll. Und ich finde die Katholiken, so naja .. engstirnig und einseitig.


      Ich glaub ich werde den kleinen Mann ev. taufen und dann kann ich wieder schlafen.


      Danke dir.


      PR

Hallo,

mein Bruder starb vor ein paar Jahren, er war nicht getauft. Er wurde auf dem evangelischen Friedhof beerdigt ohne "Sonderplatz". Die Ansprache übernahm der Bestatter. Es war trotzdem sehr schön gemacht. Mein Opa war evangelisch und als er starb wurde die Anprache von einem Pfarrer gemacht. Einen großen Unterschied gab es nicht.

LG Phan #stern

ich habe letztes Jahr miterlebt, wie ein nicht-getauftes Kind aus der Nachbarschaft beerdigt wurde. Die katholische Kirche wollte nichts damit zu tun haben. "nichts zahlen, aber alle Leistungen in Anspruch nehmen"
Das Kind wurde ganz normal evangelisch beerdigt, mit Trauerfeier in der ev. Kirche, Segnung und Grabrede durch den Pastor. Wie jedes Gemeindemitglied. Da wurde kein Unterschied gemacht. Die Familie wurde ganz normal vom Seelsorger betreut, auch noch Wochen nach der Beerdigung.
Da ich nicht evangelisch bin, kann ich aber nicht sagen, ob es die offizielle Lehrmeinung ist, oder ob das "Bodenpersonal" bei uns im Ort besonders menschlich ist.

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