Feier ausrichten - lästige Pflicht oder Lust?

    • (1) 06.04.08 - 22:36

      Guten Abend

      Wenn ich mich entschließe Gäste zu empfangen, egal aus welchen Grund versuche ich immer ein guter Gastgeber zu sein.
      In allen Bereichen
      Speisen, Getränke, Unterhaltung, Ambiente.

      Aber ich habe oft das Gefühl das es für viele andere ( aus meinem Verwantenkreis vorrangig) lästig ist.

      Es gibt Bier , Wasser, Cola in Plastikflaschen serviert die auf dem Tisch stehen, Bockwurst und Kartoffelsalat, Mettschnittchen,
      und klar Tupperschüsseln mit Cips und Nüssen.

      Ich weis, das höert sich jetzt tierisch versnobt an, aber wir waren im März auf 4 Geburstagen bzw 3 und einer Gestern und die waren fast identisch ausgerichtet.

      Und ich hatte immer das Gefühl das die Gastgeber das Ende herbeisehnten. So sehr das letzten Samstag das Geburstagskind sogar am Rechner saß während die Gäste noch da waren.
      Wie ist das bei euch oder im Umfeld?
      Zottel

      • (2) 06.04.08 - 23:48

        hallo!
        ja, das kann ich verstehen. ich bin gerne gastgeberin, lade oft leute ein und gebe mir immer viel mühe.

        aber leider habe ich bei anderen auch oft das gefühl, dass sie eigentlich gar keinen bock auf gäste haben. wenn ich dann schon höre "oh, schon wieder geburtstag - wie komm ich da nur ums feiern rum" #augen

        wenn man nicht will, dann lässt man es eben...oder?!

        wir holen später immer die gitarren raus und ratschen alter lieder und es ist immer sehr schön. im sommer gibts ein lagerfeuer inklusive :-D

        am liebsten würde ich einen verein gründen für leute, die gerne gute parties feiern - jenseits von gröhlen und saufen ;-)

        siehste, bist nicht alleins #sonne
        #blume taru

        (3) 07.04.08 - 08:27

        für mich ist die Ausrichtung einer Feier auch anstrengend aber ich mach es gerne. Mache mir schon lange Zeit vorher Gedanken was es für Kuchen und Essen gibt.

        Besonders liebe ich Kindergeburtstage zu machen. Die ganzen vielen Kleinigkeiten zu gestalten usw.

        Aber... die Einschulungsfeier meiner Tochter war mir schon fast ein bissl. zu viel, da mein Patenkind auch mitgefeiert hatte und ich das Gefühl hatte das ich die einzige bin die geackert hätte.

        (4) 07.04.08 - 09:48

        Hallo,

        weißt du manchmal liegt das einfach an den Leuten die kommen. Zu meinem 30. Geburtstag war ich im 7. Monat schwanger und habe trotzdem gefeiert. Hatte während meiner Schwangerschaft leider ziemliche gesundheitliche Probleme. Jedenfalls hab ich fast alles allein machen müssen und als ich dann endlich mit allen, meiner Meinung nach schön gemütlich zusammen saß, war ich froh und glücklich alles geschafft zu haben. Hintenrum hab ich dann erfahren das es zwei auf meiner Party gab, die der Meinung waren, es kam überhaupt keine Gemütlichkeit auf und sie wären lieber wieder gegangen.

        Ist doch klar, das einem da die Lust vergeht. Ich mache jetzt keine Party mehr, es gibt Kaffee und Kuchen und danach ist Feierabend. Ebendiese die dann gemeckert haben, sind letztes Jahr dann doch tatsächlich nach dem Kaffee sitzen geblieben und haben auf mehr gewartet obwohl sie wußten das es nicht mehr gibt.

        Leider kann ich sie schlecht für immer ausladen, es ist Familie.

        Daniela

      • (5) 07.04.08 - 10:12

        Schade, wenn Beisammensein zur Pflicht wird und in Stress ausartet. Ich fühle mich auch meistens überfordert, einfach weil wir einen großen Freundes- und Bekanntenkreis haben und auch die Familie sehr groß ist. Wenn man sowohl bei Familienfeiern (in kleinem Rahmen - also die, die stets eingeladen werden müssen, - sind das schon über 20 Personen) als auch bei Feiern mit den Freunden stets zwischen 20 - 30 Personen "bewirten" muss, dann artet das in Stress aus. Für mich jedenfalls.

        Wenn ich allerdings "nur" so 2 - 3 Paare einlade, z.B. zu einem netten Samstagabend, dann habe ich dazu richtig Lust. Dann macht es mir Spaß ein nettes Essen auszusuchen und herzurichten, den Tisch schön zu decken und es an Gemütlichkeit nicht fehlen zu lassen.

        Diese "große" Geburtstagsfeiern sind für mich inzwischen ein Greuel. Leider muss ich sagen. Aber ich bin auch immer froh, wenn die "Arbeit" dann hinter mir liegt. Abends, wenn alle weg sind, bin ich dann immer völlig erledigt.

        Wie man das ändern kann weiß ich leider nicht. Für Tipps wäre ich dankbar. Ich mag meine Freunde und meine Familie nämlich sehr aber diese große Feiern überfordern mich einfach! :-(

        • (6) 07.04.08 - 10:50

          Hallo,
          das zu ändern ist sehr schwierig.
          Bei uns war das früher auch immer so. Ich hatte nur eine 2 1/2 ZW und an meinem Geburtstag saß die Verwandtschaft in Reihen(!!) im kompletten Wohnzimmer.

          Jeder der der mal auf Toilette wollte mußte über den Wohnzimmerschrank klettern. Dazu kam daß zu der Zeit gerade meine Spülmaschine defekt war, so daß ich die meiste Zeit am spülen war weil die Gläser nicht ausreichten. Vom spülen nach der Feier will ich gar nicht erzählen.

          Nach diesem Abend habe ich beschlossen daß es so nicht weitergeht!
          Ich bin die nächsten beiden Jahre an meinem und Männes Geburtstag verreist bzw. wir sind zu zweit essen gegangen. Wir sind auch auf keinen Geburtstag der Verwandtschaft mehr hin (bis auf die näheren wie Eltern und Geschwister natürlich)

          Leider haben es die meisten nicht wirklich verstanden und die erste Zeit habe ich es auch zu spüren bekommen.
          Inzwischen hat sich die Lage gebessert und wir feiern unsere Geburtstage wieder, allerdings in kleinem und überschaubaren Rahmen. #freu

          LG,
          Susi

          • (7) 07.04.08 - 16:51

            Wie gesagt...in kleinem überschaubarem Rahmen macht mir die Ausrichtung von Feiern auch Spaß. Aber wie will man einen "Rahmen" klein halten, wenn er voller Leute steckt? Und wen sollte man ausgrenzen? Das geht gar nicht. WENN wir Geburtstage feiern, dann müssen wir eben alle Verwandten einmal und Freunde andermal einladen. Die jeweiligen Feiern werden dann immer groß und das ist purer Stress - für mich jedenfalls! Und ich finde das selber total schade. Als ich jünger war, kam ich damit besser klar! #schmoll

      (8) 07.04.08 - 11:30

      Hallo, Zottel,
      was ich nicht kapiere: Wieso lädt man denn Gäste ein, wenn man eigentlich keine Lust hat, zu feiern? Weil es üblich ist? Weil man sich nicht traut, mal nicht zum Geburtstag einzuladen? Zu meinem Geburtstag lade ich prinzipiell nicht (mehr) ein. Ich käme mir da echt blöd vor: Kommt, Leute, feiert mich, ich hab Geburtstag!! Ich hab das auch oft erlebt wie Du es beschreibst: Man wird eingeladen, aber die Feier darf möglichst nix kosten. Da wird Billigwein kredenzt, nicht nachgeschenkt, Wasser kommt aus dem Wasser-Max undundund...
      Wir machen das so, dass wir jedes Jahr ein Riesen-Gartenfest veranstalten, das ist zwanglos, keiner braucht sich wegen eines Geschenks den Kopf zu zerbrechen und gut is.
      Wenn sich ein Gastgeber so wenig Mühe macht bzw. wenn er den Gast spüren läßt, dass er eigentlich gar nicht so recht willkommen ist, würde ich erstens schnell wieder gehen und zweitens bei der nächsten Einladung absagen und klar die Beweggründe sagen. Hab ich bei einer "Freundin" auch gemacht.
      Linda

      (9) 07.04.08 - 11:48



      Kleine "Partys" mit 3-4 Paaren machen wir oft, dann gibt's aber auch vier Gänge und alles, was dazugehört.
      Das mache ich gern, das lässt sich noch gut handhaben und jedes der Paare macht das mal.

      Groß feiern wir selten, aber gerade vor einer Woche noch, 50 Leute. Das machen wir dann in unserer Stammbar, geschlossene Gesellschaft.
      Schnittchen, Suppen etc. machen dann auch Arbeit, aber zumindest der Rest wird ja erledigt. Ich finde diese Lösung sehr gut.

      Zu Hause würde ich mir das auch nicht antun.

      LG, katzz

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