Kann ich den Mädchennamen meiner Mutter annehmen?

    • (1) 06.08.08 - 14:24

      Hallo zusammen,

      meine Frage ist etwas komplizierter, aber ich versuche es mal.

      Meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich 3 Jahre alt.
      Als ich 12 Jahre alt war, hat meine Mutter wider ihren Mädchennamen angenommen. Ich sollte den Namen auch bekommen, doch der Anwalt (?) hat gesagt "Ach was, die heiratet doch eh bald." Ich war 12!!!!!

      Jetzt habe ich irgendwo gelesen, dass ich den Mädchennamen meiner Mutter annehmen kann, kostet um die 300 Euro.
      Ich würde alles dafür geben, denn alle aus meiner Familie (Großfamilie mit allen Onkels, Tanten, Cousins etc.) heißen so wie meine Mutter :-(

      Ich bin die einzige, die einen anderen Namen hat :-(

      Mein Erzeuger hat vor Jahren eine andere Frau geheiratet und hat ihren Namen angenommen. Es gibt somit niemanden mehr, der den gleichen Nachnamen trägt wie ich.

      Ist das möglich, dass ich den Namen doch noch bekommen kann? Es wäre mir wirklich sehr wichtig..

      Könnte mein Sohn den Namen dann auch bekommen? Sicher nicht, oder? Ich bin total traurig...

      Gruß Lena

      • (2) 06.08.08 - 14:31

        Hallo,

        ich habe auch den Mädchennamen meiner Mutter wieder angenommen allerdings war ich da 14.Gekostet hat es da noch 50€ (für mich und meinen Bruder)Ruf doch einfach mal auf dem Standesamt an und erkundige dich.

        Lg Ina

      (4) 06.08.08 - 14:32

      mensch, wenn dir das wirklich wichtig ist, dann greif`zum telefon und rufe jetzt bei deinem zuständigen standesamt an.. bevor dir hier falsche hoffnungen gemacht werden. :-)

      • (5) 06.08.08 - 14:38

        Leider niemand erreichbar. Aber ich versuche es weiter. Die Standesbeamte ist eine Bekannte von uns, wir duzten uns. Mal schauen, was sie sagt..

    (6) 06.08.08 - 14:35

    Noch was:

    Mein Vater hat in seiner zweiten Ehe einen Sohn bekomme. Die Ehe wurde wieder geschieden und der Junge hat auch den Mädchennamen seiner Mutter bekommen..

    Es ist also so:

    Meine Mutter heißt M
    Ich heiße R
    Mein Vater heißt F
    Mein Halbbruder heißt W

    Das ist doch echt alles Scheiße :-(


    • Was für eine Namenskombi. #schock

      Ich kenn das Problem auch, bevor ich wieder geheiratet habe, wollte ich auch den Mädchennamen meiner Mutter annehmen, hätte aber stichhaltige Gründe haben müssen, da ich einen Namenssprung machen müsste.
      Erst meinen Mädchennamen und dann ihren und es hätte mich halt recht viel Geld gekostet.

      Ich hieß mal T, dann durch Heirat meiner Eltern S, dann durch Heirat D und durch erneute Heirat jetzt M.
      Meine erste Tochter heißt noch D,
      meine zweite Tochter heißt M,
      meine Mutter heißt T,
      der Mann meiner Mutter heißt H,
      meine Geschwister heißen beide S.

      Mach dir einen Beratungstermin, die Zuständigen können dich in der Sache gut beraten. :-)

(8) 06.08.08 - 14:46

Mein Freund hat einen ähnlichen Fall.

Durch eine Namensänderung bekam er den Namen seines Stiefvaters. Mutter ließ sich scheiden, aber er behielt den Namen.

Da er mit dem Stiefvater nur schlimmes durchgemacht hat, wollte er wieder seinen alten Namen (Mädchenname der Mutter annehmen).

Seine Oma hat sich für ihn erkundigt. Die Höhe der Kosten richtet sich wohl nach dem Einkommen.

Erkundige dich einfach mal beim Standesamt. Möglich ist es auf jeden Fall.

Mein Freund hat den Namen übrigens behalten, war ihm zu teuer. Wenn wir heiraten, nimmt er einfach meinen Namen an.

LG Lena

(9) 06.08.08 - 16:30

Nach diesen Artikeln hier scheint eine Namensänderung nicht einfach zu sein:

http://www.ehescheidung24.de/blog/2007/10/18/namensaenderung-volljaehriger-nach-scheidung-der-eltern/
http://www.gutefrage.net/frage/namensaenderung-von-volljaehrigen-kindern-nach-scheidung

Du wirst eine gute Begründung brauchen:

Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen
§ 3

(1) Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.
(2) Die für die Entscheidung erheblichen Umstände sind von Amts wegen festzustellen; dabei sollen insbesondere außer den unmittelbar Beteiligten die zuständige Ortspolizeibehörde und solche Personen gehört werden, deren Rechte durch die Namensänderung berührt werden.


Hier wird das Verfahren erläutert:
http://www.service-bw.de/servlet/PB/-s/g0wdb418ng5pa16p4ehtcgmh2vduthoe/menu/1122396_l1_pcontright/index.html?pv=777563!0

Viel Glück
Moni

Hallo Lena,

meine Eltern liessen sich scheiden als ich fünf Jahre alt war un meine Mutter nahm wieder ihren Mädchennamen an.
Mein Stiefvater nahm dann auch bei der Hochzeit den Mädchennamen meiner Mutter an.
Da kam dann eine "Tante" vom Jugendamt und hat alles überprüft, ich wurde befragt, ob ich auch wirklich den anderen Namen möchte und mich niemand dazu zwingt.
Das ganze hat dann ein paar Monate gedauert und damals noch 500 DM gekostet, die mein Opa bezahlt hat#herzlich
und ich bekam dann auch den Mädchennamen meiner Mutter.

Ich würde mich auch mal beim Standesamt erkundigen, evtl. auch beim Jugendamt was Deinen kleinen Mann betrifft.

Wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben, denn ich kann (obwohl ich noch klein war) Deine Beweggründe bestens verstehen :-)

Liebe Grüße
liebesmaedel

(11) 07.08.08 - 09:09

Ist denn Deine Erzeugerin auch damit einverstanden?

  • (12) 07.08.08 - 12:24

    Meine MUTTER wollte ja damals, dass ich den Namen bekomme. Das wurde abgelehnt mit der Begründung "Die heiratet doch eh bald". Ich war 12!!

    • (13) 07.08.08 - 13:36

      Dann würde ich die Namensänderung doch angehen.

      Den Begriff Erzeugerin habe ich verwendet, da ich aufgrund Deines Beitrags dachte, dass Du dieses Vokabular bevorzugst.

      • (14) 07.08.08 - 13:39

        Ich dachte mir schon, dass du es auf meinen Ausdruck "Erzeuger" bezogen hast. Es ist nur so, dass ich einen fremden Mann, den ich nie wirklich kennengelernt habe, den es nie interessiert hat, dass er eine Tochter hat, nicht als "Vater" bezeichnen kann.. Ich könnte auch sagen: Der Ex-Mann meiner Mutter.

        • (15) 07.08.08 - 14:46

          Und ich bin der Meinung, dass man dem Begriff "Mutter" oder "Vater" nicht entnehmen kann, ob es sich um gute oder schlechte Eltern handelt.

          Die Begriffe sind wertneutral.

          In Deinem Fall handelt es sich sowohl rechtlich als auch biologisch um Deinen Vater.


          Der Begriff Erzeuger (merkwürdigerweise aber nie Erzeugerin) stammt m. E. ursprünglich von frustrierten Müttern, die damit den Ex herabwürdigen wollen. Ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt.

          Es gibt z. Bsp. Mütter die Ihre Kinder verhungern lassen. Und trotzdem verwendet niemand den Begriff Erzeugerin.

          Bist Du von selbst auf den Begriff Erzeuger gekommen oder hat dich jemand dazu animiert?

          P.S.
          Wenn es sich bei dem Vater um einen Schläger oder Schlimmeres handeln sollte toleriere ich den Begriff Erzeuger. Nicht aber bei nur fehlendem Kontakt.

          • (16) 07.08.08 - 14:52

            Meine Mutter hat noch nie den Begriff "Erzeuger" benutzt, sie nennt ihn immer beim Vornamen.

            Ich möchte nicht zu viel preisgeben, nur so viel: Meine Mutter ist in einer Nacht und Nebel-Aktion mit mir abgehauen und hat ihr gesamtes Hab und Gut zurückgelassen. Hätte sie ihm gesagt, dass sie sich trennen will, hätte er sie umgebracht. Er hat Erfahrungen mit Aufenthalten in Gefängnissen und Psychiatrien..

            Vor drei Jahren habe ich den Kontakt zu ihm gesucht. Ich wollte mir meine eigene Meinung über ihn bilden. Ich wurde bitter böse enttäuscht..

            Das sollte reichen :-)

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