Intelligenz oder Dummheit vererbar?

    • (1) 29.10.08 - 23:04

      Hallo,
      Ich habe im Kiga Forum eine Thema über Hochbegabung gelesen.
      Nun würde mich echt interesieren ist ein IQ erblich?
      Oder liegt das rein an dem Umfeld?

      Bei meinem Neffen zb. geht nicht ein Kind aus ALG 2 Familien in die Klasse.
      Gymnasium Klasse 10.

      Bei einer Bekannte deren Tochter auf die Hauptschule geht sind es widerrum sehr viele einschl. die Tochter der Bekannten
      Aber was ich sehr prägnant finde Brkannte über tausend Ecken haben 2 leibliche Kinder und 2 Plegekinder.
      Die leiblichen sind gut durch die Schule gekommen und zur Zeit beide im Studium Die Pflegekinder bekommen auf der Hauptschule noch Nachhilfe. ( Zwillinge 9. Klasse)
      Würde jetzt fürs Erbe sprechen.

      Jetzt kenne ich leider persönlich kein Gegenbeispiel

      Was meint ihr

      Zottel

      • Ich denke, dass die Kinder, die aus ALG2 Familien kommen die Perspektivlosigkeit ihrer Eltern so annehmen. Ich denke nicht, dass aus denen nicht werden kann oder sie automatisch dümmer sind als gleichaltrige aus besserem Hause.

        Da könnte ich jetzt natürlich wieder meinen "ich bin gegen das Schulsystem"-vortrag halten. Aber da bin ich zu müde für #hicks

        LG

      (4) 29.10.08 - 23:29

      Eine Frage, die sich so nicht beantworten lässt.
      Intelligenz ist (wie eigentlich alles, was einen Menschen ausmacht) ein Produkt von Anlage _und_ Umwelt. Nicht "oder".

      Nur lässt sich schwerlich festmachen, wo welcher Aspekt zum Tragen kommt und den Hauptanteil ausmacht. Pflegekinder bspw. können in den ersten Jahren ihres Lebens Erfahrungen gemacht (bzw. nicht gemacht) haben, die ihre "Intelligenz" bzw. ihre schulische Leistung nachhaltig beeinflussen.

      Wenn es dich wundert, warum so wenige Hartv-IV-ler Kinder auf Gymnasien gehen, dann verfolg mal aktuelle Diskussionen und Studien zu dem Thema. Es ist inzwischen erwiesen, dass Kinder von einkommensschwachen Familien unabhängig von ihren schulischen Leistungen (oder gar ihrem IQ) seltener auf Gymnasien empfohlen werden, als Kinder aus wohlhabenden Familien.
      Diese Kinder werden nicht nur von Haus aus schlechter gefördert.


      • (5) 29.10.08 - 23:38

        Hallo,
        Also die Eltern meines Neffen sind nicht gerade Einkommensstark sie haben dfür den falschen Beruf.
        Krankenschwester und Busfahrer ( gelernter Tischler aber das in Syrien)

        Daran kanns nun nicht unbedingt liegen

        Zottel

    (7) 29.10.08 - 23:53

    Ich denke in einem gewissen Umfang ist Intelligenz bzw. Dummheit vererbbar..allerdings Kinder aus sowieso ärmlichen Verhältnissen wo die Eltern meistens auch nicht die cleversten sind, die fördern ihr Kind auch kaum.
    Hingegen Kinder auf einem gebildeten Elternhaus gefördert werden und die Eltern Geld investieren können in die Bildung und Nachhilfe und soweiter.

    Und dazu kommt dass ein langer Bildungsweg die Eltern auch viel Geld kostet oder andersrum wenn die Kinder einen Bildungskredit in Anspruch nehmen müssen, sie hochverschuldet aus dem Studium kommen und zusätzlich noch Druck haben #gruebel

    (8) 29.10.08 - 23:54

    Ich glaube schon, dass da die Vererbung eine kleine, aber nicht unwesentliche Rolle spielt. Mein jüngster Sohn zum Beispiel ist ebenfalls ziemlich hoch begabt und seine Intelligenz hat er zweifelsohne von seiner Mama.






























    Ich hab meine nämlich noch! :-p #freu #huepf

(10) 30.10.08 - 00:42

Es gibt mit Sicherheit Dispositionen, die je nach Förderung bzw Vernachlässigung gesteigert oder verschlimmert werden können.
Aber eine "Eigenleistung" im Sinne von angeboren ist bestimmt auch vorhanden.
So kenne ich 2 Kinder (nicht verwandt), deren Eltern studiert und gut situiert sind, von denen das eine "nur" Hauptschulabschluss, das andere einen schlechten Realschulabschluss hat.
Dabei sind die Kinder nicht vernachlässigt oder schlechte Schulgänger, sondern man merkt auch an Gesprächen mit den beiden, dass bestimmte Dinge einfach über ihren Horizont gehen--schulisch gesehen!
Beide sind aber durchaus lebenstüchtig, vernünftig etc.
(im Gegensatz zu manchen Abiturienten;-) )
Auch wenn sie nicht mit dem IQ ihrer Eltern versehen wurden, haben sie ansonsten jegliches Rüstzeug für ein schönes, verantwortungsvolles Leben.
Der eine ist fast fertig mit seiner Tischlerlehre, die andere will Krankenschwester werden und kämpft hart in der Ausbildung, gerade auch mit der Theorie.
Bei den beiden würde ich denken, dass sie ihr angeborenes Potential voll ausschöpfen konnten, gerade auch durch die Unterstützung und Förderung der Eltern und Lehrer.

(11) 30.10.08 - 00:53

>>>Bei meinem Neffen zb. geht nicht ein Kind aus ALG 2 Familien in die Klasse.
Gymnasium Klasse 10<<<

Willst du damit andeuten, dass alle ALGII-beziehenden Eltern geistig minderbemittelt sind?

ALGII gibt es erst seit 2005...jetzt rechne mal nach und überlege, was du für einen Unfug vezapft hast.

(12) 30.10.08 - 05:51

Hallo,

das Thema hatten wir gerade in Politik.Leider ist es so,dass Kinder aus wohlhabenden Familien eher auf das Gymnasium kommen als gleich intelligente Kinder aus armen Verhältnissen.Einige Klassenkameraden kannten Beispiele dafür und auch unsere Lehrerin bestätigte das.Also,ich denke nicht das Hartz4 Eltern ihre Kinder immer schlechter fördern als die jenigen die viel Geld haben.Es ist doch egal wieviel Geld man hat,man muss halt immer sehen,was man selber für sein Kind tun kann.

Ich finde es nur trautig das der IQ am Bankkonto festgemacht wird.Man darf nicht alle über einen Kamm scheren.Wir ewaren auch nicht reich,aber meine Eltern gingen arbeiten und wollten immer das wir es mal besser haben.Ich mache mein Fachabi,meine kleine Schwester macht eine Ausbildung und die große arbeitet schon lange.

Ich werde alles dran setzen,damit mein Kind weder auf eine Haupt noch Gesamtschule gehen muss,weil ich selber aus Erfahrung und von vielen anderen weiß,was für Perspektiven diese Schulen einem bieten...Ich war auf einer Gesamtschule und habe meinen Realschulabschluss gemacht,mei IQ liegt bei 120,ich bin also nicht dumm.Auf dem Empfehlungsschreiben der 4. Klasse stand Realschule,aber die weigerten sich mich zu nehmen.Warum kann ich nicht sagen und ich möchte auch keine Vermutungen anstellen,aber es ist eine Tatsache das ein Kind aus einer Ärztefamilie eher einen Platz auf dem Gymnasium bekommt,als ein Kind das vielleicht sogar klüger ist,aber aus nicht so reichen Verhältnissen stammt.



lG germany

  • Hallo

    Schade das die Kinder schon am Ende der Grundschulzeit einen Stempel bekommen.:-[
    Mich nervt das auch.

    lg

    • Ja,ich finde es absolut sch.. Ich muss jetzt mit 21 mein Fachabi machen,weil mir zum Abi auf der alten Schule ein E-Kurs gefehlt hat.Und den hätte ich in Mathe oder Physik haben müssen.Es ist traurig das man nicht selber entscheiden darf ob man das Abi machen möchte.Nur wiel man in zwei Fächern nicht gut genug war,darf man kein Abi machen,dass ist nicht gerecht.Und die Gesamtschule hat mir eh einen Stempel fürs Leben aufgedrückt.Immer wnen wir Praktikum hatten und ich sagte,dass ich von der Gesamtschule komme,kamen gleich so Antworten wie: Ja,mit Gesamtschülern haben wir sooo schlechte Erfahrungen gemacht,da nehmen wir keine Praktikanten mehr..

      Es ist wirklch traurig das man aufgrund solcher Schulen für sein Leben bestraft wird.Ich habe letztens schon zu meinem Freund gesagt,dass wenn wir eine bessere Schule besucht hätten,jetzt mit Sicherheit im Leben schon weiter wären,als bisher.Die Hauptschüler trifft es natürlich am schlimmsten und die Sonderschüler erst Recht.

      Außerdem wird innerhalb von 2 Jahren über ein ganzes Leben entschieden,weil ab der 3. Klasse können die Lehrer die Kids erst richtig beurteilen,was Noten angeht.Ist doch normal das man in der Grundschule noch verspielt und unreif ist und nicht darüber nachdenkt was danach kommt.Diese Schulaufteilung finde ich furchtbar.

"Bei meinem Neffen zb. geht nicht ein Kind aus ALG 2 Familien in die Klasse. "

Du willst doch nicht allen ernstes damit sagen das Kinder von Alg II Empfänger dumm sind, oder?

Wenn ja frag ich mich wer hier dumm ist! #aha

Alexa

(16) 30.10.08 - 07:40

Na danke schön!

Wir mussten ein halbes Jahr lang von ALG2 leben. Ist mein Kind jetzt deswegen dumm oder gar verblödet??

Ich finde es sehr frech von dir, zu behaupten, dass die Kinder von ALG2 Empfängern alle dumm sind. Du hast es zwar nicht so ausgedrückt aber genau so kam es rüber!

Und nochwas, auf dem Gymnasium, welches ich besucht habe, gab es sehr wohl Schüler, deren Eltern Sozialhilfe bezogen! Und stell dir vor, die waren sogar sehr gut in der Schule!


Ich könnte brechen, bei diesen typischen Vorurteilen.
Alle Harzt4 Empfänger sind hohl, alle Ausländer sind Schmarotzer... Was kommt als nächstes???


#wolke


Chelle

(18) 30.10.08 - 07:51

Hallo

Ich kenne ja viele Leute aus Unterschiedlichen Schichten.
Da sind studierte Arbeitslose die sich kümmern,allerdings hat ein Kind von denen ADHS und nun ging es überhaupt nicht mehr und der Sohn besucht jetzt die Förderschule.Die andere Tochter ist sehr gut allerdings auch sehr langsam.
Die andere ist sehr gut in der Schule.

Bei uns ist es so das Laura eigentlich gute Noten schreiben könnte,wenn da nicht die Faulheit wäre.
Letzte Woche hat sie erst wieder gezeigt wenn man lernt das es dann gute Noten gibt.
Anna hat so ihre Probleme wegen der Epilepsie.Mal klappt es super und dann gibt es Tage wo sie Probleme hat.Allerdings kann sie wenn sich die Epilepsie verwächst alles geben,wurde mir jedenfalls gesagt.
Katharina wird 5 jahre und die könnte jetzt schon in die Schule.

Dann kenne ich auch Familien die sich überhaupt nicht kümmern und die Kinder auf der Förderschule sind und den Eltern es echt egal ist ob Abschluss oder Brücke.

Ich glaube nicht das es dumme Kinder gibt,sondern das die Kinder durch Krankheit vorbelastet sind und die anderen Kinder nicht gefördert werden.

Wie gesagt wir helfen wo wir können,aber nächstes Jahr bekommt mein Kind französisch und da habe ich ja garkeinen Plan.

Ach ja,ich habe nur einen guten HS Abschluss,ich hätte aber noch den Realschulabschluss machen können habe mich aber für den Ausbildungsplatz entschieden.
Mein Mann hatte auch nur HS weil meinen Schwiegereltern das auch egal war und hat nun nebenbei den Realschulabschluss nachgemacht mit 2,1 .
Nun bewirbt er sich gerade auf Ausbildungsplätze zum Beamten.
´
lg

(19) 30.10.08 - 07:58

Hallo,

das kommt viel auf die Förderung an !!

Ein Kind, das viel gefördert wird, bei dem die Eltern  helfen bei den Hausaufgaben, wird sicher besser durch die Schule kommen, als ein Kind das allein dasteht.

Wieviele Kinder auf dem Gymnasium kriegen Nachhilfeunterricht ??

Eine Alg2-Fam. kann sich diesen Nachhilfeunterricht garnicht leisten !!

Was haben die Pflegekinder vorher erlebt ??
Wann sind die Pflegekinder in die Fam. gekommen ??

Fürs Erbe spricht für mich, wenn ein Kind keine Schwierigkeiten (nicht nur auf das lernen bezogen !!) in der Schule hat, leicht lernt.

Wichtig ist ein stabiles Familienleben !!
In der Klasse meiner Tochter sind 2 Kinder, deren Eltern lassen sich scheiden !!
Was meine Tochter da oft erzählt ... #schock
Sie hat schon einpaarmal gesagt: gell, Mama, ihr bleibt zusammen !!

Grüßle :-)

(20) 30.10.08 - 07:58

Hallo,

aaaaalso: wir haben 3 Jungs, der Kleine ist noch lange nicht so weit.
Der Große geht auf die Realschule, der Mittlere auf die Hauptschule - allerdings nicht, weil er blöd ist, sondern weil er zu faul ist zum lernen #aerger#augen.
Ich selber habe Realschule, mein Mann Quabi mit Weiterbildung zum Techniker. Wir kommen aus Familien, in denen immer gearbeitet wurde, und haben uns beide alles selber erarbeitet. Sind wir dumm, nur weil wir kein Gymnasium haben? (ich war zwei Jahre drauf, hatte auch gute Noten und bin runtergegangen, weil meine beste Freundin es nicht geschafft hat und ich weiter mit ihr in die Schule gehen wollte #augen)
Ich habe gesehen, wie die Kinder aufs Gymnasium gezwängt werden - tlw. mit Nachhilfeunterricht in der 4.Klasse #schock - wo soll das denn hinführen? Leider überwiegend aus Familien, die sich das durchaus leisten können - aber wenn das Kind nicht begabt genug ist, sollte es auf eine Schule gehen, die seiner Begabung entspricht!

LG Claudia (die das mit der Intelligenz irgendwie nicht nachvollziehen kann, jeder ist intelligent, nur manche machen mehr draus als andere)

  • (21) 30.10.08 - 08:03

    Hallo,

    muß dir vollkommen Recht geben:

    viele Kinder kommen bzw. müßen aufs Gymnasium, weil sie Nachhilfeunterricht bekommen !!

    Ich bin der Meinung, ein Kind das Nachhilfeunterricht braucht, gehört nicht aufs Gymnasium.

    Grüßle :-)

    Hi,

    sehr gut geschrieben und erkannt und vor allem: typische Beispiele, die ich auch kenne! Viele sind zu faul oder aber einfach noch nicht reif genug, die bräuchten vielleicht von der Entwicklung her noch ein, zwei Jahre, um dann auf das Gymnasium gehen zu können, weil sie erst im etwas späterem Alter registrieren, dass es wichtig ist zu lernen und sie es für ihr späteres Leben tun.

    Und genau, das Problem mit dem Nachhilfeunterricht sehe ich genauso und mit dem "du musst", obwohl das Kind es einfach nicht packt und in der Realschule besser aufgehoben wäre und ein sehr guter Abschluss dort doch besser ist, als ein schlechtes Abi.

    Gut, es gibt bestimmt immer mal ein Fach, wo Kinder einfach nicht so fit sind (bei mir Mathe), da sollte und kann man mit Nachhilfe schon etwas erreichen und deshalb muss das Kind nicht vom Gymnasium genommen werden. Aber wenn es nicht nur EIN Fach ist, wo es Probleme gibt, sondern mehrere, ist ein Wechsel angebracht.

    Wie heißt es doch so schön: Handwerk hat goldenen Boden! Gut, mittlerweile muss ein Handwerker auch geistig fit sein durch die vielen Maschinen usw., aber es sage mir keiner, dass man es mit einem HS-Abschluss und Energie und Willen nicht zu etwas bringen kann.

    Ansonsten: Ja, Intelligenz ist natürlich vererbbar, klar. Genauso wie Begabung für etwas. Ich bin Mathemäßig eine Null, mein Mann und seine sämtliche Familie sind Mathegenies (Leistungskurs Mathe#schock - ganze Punktzahl) - unsere Kleine fängt auch schon damit an. Dafür bin ich in Deutsch sehr gut (ebenfalls volle Punktzahl), womit mein Mann und seine Geschwister wiederum Probleme haben. Ich bin normal musikalisch begabt - meine Mutter und mein Mann können keinen Ton "halten", tja, unsere Kindergartenschnecke auch nicht (leider, andererseits lustig, wie sich so alles vererbt).

    Ach ja, was viele vergessen: genauso wichtig wie der IQ ist der EQ, sprich die emotionale Intelligenz.

    LG
    Gael

    • (23) 30.10.08 - 18:33

      Und genau aus dem Grund finde ich es schade, dass bei uns in Niedersachsen die Orientierungsstufe abgeschafft wurde. Das waren immerhin zwei Jahre mit "neuen" Schulfächern, die es auf der Grundschule nicht gab. Da konnte man dann sehen, in welche Richtung die Kinder sich entwickeln. Ob ihnen z. B. eher der musische Bereich liegt oder vielleicht doch die Naturwissenschaften. Woher soll man sowas denn wissen, wenn Fächer wie Physik o. Ä. vorher nie unterrichtet wurden?

      Und wenn ein Kind nur mit Nachhilfe durchs Gymnasium kommt, dann läuft da irgendwas verkehrt. Kinder sollen in der Lage sein, ihre Schulaufgaben alleine zu bewältigen (nach entsprechender Erklärung durch die Lehrer). Können sie das nicht, muss man rausfinden ob das Kind nur faul oder gar überfordert ist. Gegen Letzteres hilft langfristig nur ein Schulwechsel auf die Realschule.
      So passiert bei meinem Cousin, der auf Empfehlung der Orienttierungsstufe zur Realschule sollte, aber unbedingt aufs Gymnasium wollte, weil er später Biologie studieren wollte. Er hat es aber einfach nicht gepackt und war total frustriert durch die dauernde Überforderung und den damit verbundenen Lernstreß. Er hat dann nach der 7. Klasse zur Realschule gewechselt und ist da super klar gekommen und hatte wieder Spaß am lernen. Heute hat er eine Ausbildung hinter sich und ist Altenpfleger.

      Sicherlich spielt Vererbung eine Rolle, aber ebenso wichtig ist die Förderung innerhalb der Familie und auch im Kiga oder der Schule. Und da gibt es sicher enorme Unterschiede. Zum Teil sicher auch deshalb, weil manchen Eltern die finanziellen Möglichkeiten fehlen. Aber deshalb kann man noch lange nicht sagen, dass Kinder von ALG II-Empfängern nicht so intelligent sind. Kommen die Kinder seltener aufs Gymnasium, dann hat das andere Gründe.

      Emotionale Intelligenz halte ich auch für extrem wichtig. Was nützt es mir, einen hohen IQ zu haben, wenn jegliche soziale (emotionale) Kompetenz fehlt?

      LG
      Sassi

(24) 30.10.08 - 08:10

ALG II kann jedem passieren. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Auch ein hoch studierter kann keinen Job finden.

Gehen wir rein von der Intelligenz aus, denke ich schon, dass das erblich ist. Ich kenne kein Kind, dessen Eltern studiert haben, das strohdumm ist. Allerhöchstens faul. Und ich kenne wiederum kein Kind, dass superschlau ist, obwohl es leider recht dumme Eltern hat.

Andererseits kenne ich Kinder aus sozial schwächeren Familien, die sehr schlau sind. Warum sollte eine arme Witwe (um das mal aus früherer Sicht zu betrachten) kein schlaues KInd haben? #kratz

(25) 30.10.08 - 08:19

Also ich würde es grundsätzlich nicht an Hartz 4 festmachen - eine Freundin von mir ist promovierte Psychologin mit 4 Kindern alleinerziehend, kriegt aufgrund dieser Tatsache keinen Job, der Mann hat sich ins Ausland verkrümelt und sie lebt von Hartz 4. Trotzdem gehen die ältesten 2 aufs Gymnasium und die Kleinen werden es vermutlich auch schaffen.

ich denke, es ist zum großen Teil die Genetik.

Auffällig in meiner Familie ist bsp., dass die Familie mütterlicherseits bis zurück zu den Urgroßeltern immer alle (auch die Frauen, was für die Jahrhundertwende eine echte Leistung ist) Akademiker waren -> das spricht m.E. für Vererbung.

Mein Vater dagegen ist Arzt und der erste Akademiker überhaupt in der Familie - der Rest schlägt sich mit Aushilfsjobs bzw. Hartz IV durchs Leben und intellektuelle Leuchten sind die auch nicht gerade - entweder ein genetischer "Unfall" oder mein Vater ist das Ergebnis eines Seitensprungs (wofür auch die komplett aus der Art geschlagene Erscheinung meines Vaters im Vergleich zu seinen Brüdern sprechen würde ;-))

Mit Förderung kann man vorhandene Anlagen verstärken - aber wo nix ist...

gruß, schwarzbaer

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