Angst vorm Autofahren besiegen-wie?

    • (1) 12.01.09 - 09:44

      Hallo,

      ich habe schon seit zig Jahren Angst vorm Autofahren. Sobald ich selbst fahren muß. Es fing in der Fahrschule an, von heut auf morgen. Und es hat sich nichts geändert. Aber jetzt habe ich mein Fühererschein seit 11 Jahren und mann kann abzählen wieviel ich gefahren bin.

      Da ich damals in eine Therapie steckte, haben wir das mal am Rande mit gemacht. Und meine Therapeutin meinte, das die Ursache. Das ich als 12 jährige mit in dem Krankenwagen mußte und ich erleben mußte, wie mein Vater immer wieder wieder belebt werden mußte. Wir mußten immer wieder am Straßenrand anhalten und sind die Straßen lang gerast. Bis wir in die Klinik ankamen, verging eine Stunde. Das hat geprägt. Denn mich hat mann als Kind völlig vergessen. Was nach hinein wohl ein Fehler war. In der Fahrschule wurde die Besitzer gewechselt und damit fing die Angst an. Warum auch immer?

      Bis jetzt komme ich überall hin, ob zu Fuß, Bahn oder Bus. Aber es nervt auch langsam mein Mann, ständig parat zu sein. Bei Feiern nichts trinken zu dürfen. Denn er muß ja wieder nach Hause fahren. Geschweige für unsere weiteren Pläne, sollte ich wieder fahren.

      Wie habt ihr eure Angst besiegt? Habt ihr ein Buch gelesen und welches?

      Ein Zweitauto können wir uns nicht leisten und Fahrstunden wären noch mal sinnvoll aber auch nicht gerade billig. Wir wollen an einem Tag mal zum Übungsplatz fahren-ist leider auch weit von uns entfernt. Aber ein Tag wird mir nicht reichen. Seit wir den A4 haben, bin ich nie wieder gefahren.

      MIch juckt es, endlich auch mobiler zu sein.

      LG Romance
      die jetzt zum ZA muß aber gerne beantwortet.

      • Hey,
        im Vergleich zu deiner Angst ist natürlich meine Angst (auch die, die ich jetzt noch habe) vermutlich nichts gewesen, da meiner Angst kein Trauma vorausging.
        Dennoch habe ich bis heute Angst beim Autofahren, insbesondere Autobahn ist bei mir der Vollhorror, aber ich lasse mich da innerlich auf keine Diskussionen ein.

        Paradoxerweise fahre ich nämlich total gern, richtig gern. Meine Erfahrungen mit Ängsten generell ist, daß ausgerechnet Vermeidung die Sache ja nicht besser macht. Klar kannst du argumentieren, daß du nicht auf dein Auto angewiesen bist. Im letzten Jahr gab es jedoch für mich einige Situationen, die ich ohne Auto nicht ohne Weiteres bewältigt hätte. Nur um ein paar Beispiele zu nennen:

        -Meine Oma erkrankte an einem Tumor in der Brust und ich fuhr nahezu jeden Tag zu ihr ins Krankenhaus, insg. 100km hin und zurück. Mit der Bahn hätte ich das zeitlich im Leben nicht mit Kind und Uni vereinbaren können, da das Krankenhaus auf dem Land und zudem wirklich abgeschieden war.
        -Während dem Reitunterricht ist meiner Tochter plötzlich schwindlig geworden. Da sich mein Mann nicht wohl fühlte an dem Tag und Fieber hatte, konnte ich sie zur Notfallambulanz fahren.

        Dann noch eine eher persönliche Sache, mit meinem Führerschein verbinde ich viel Unabhängigkeit. Ich fahre immer noch Bus und Bahn, aber ich bin nicht mehr darauf angewiesen.

        Ich habe es anfangs so gemacht, daß ich bekannte und auch eher wenig befahrene Strecken gefahren bin. Teilweise bin ich zu Uhrzeiten, an denen ich wusste, daß die Straßen leer sind, durch die Stadt gefahren, nur um mir die Angst vorm Stadtfahren zu nehmen (die habe ich mittlerweile wirklich nicht mehr).
        Die ersten Staus im Berufsverkehr waren dann auch nicht halb so wild, wie befürchtet; dann ist mir mein geliebter Golf verreckt, Pannen auch nicht so wild, wie befürchtet... und jetzt letztens das Schnee- und Glättechaos.

        Ich glaube, summa summarum kann ich dir nur den Rat geben:
        Fahr! Wieviel anfangs, wo und wann, kannst du dir ja legen, aber fahr! Durch Vermeiden erreichst du nur, daß die Angst immer größer wird...

        Grüße,
        G.-

        • Hallo,

          danke für dein Antwort. Das der Witz ist daran, das was du beschrieben hast. Hatte ich auch...ich bin gerne gefahren, sobald nichts los war. Es gab ja Zeiten, wo ich wußte es ist nichts los und es ist Abends...mein Mann war immer dabei. Ich suchte mir immer Strecke raus. Nur irgendwie hörte ich auf, als wir den A4 bekamen. Unser bestes Stück und die Angst, oh wei nie darf er kauptt gehen.

          Ich muß noch dazu sagen, als ich mein Führerschein gemacht habe. Fuhr mein Mann das Auto von seinem Vater, er starb kurz vor her und ich wußte. Wenn du dieses Auto-der Familie Heiligtum kaputt fährst. Dann bist du unten durch, da ich auch keine leichte SChwiegermutter habe. Und jahre später hat sie das sogar zugegeben. Da hatten wir das Auto nicht mehr.

          Aber du hast Recht, ich muß und ich will fahren. Einfach auch mal meine Eltern ohne Bus und Bahn besuchen. Denn das ist für mich eine Tagesreise, obwohl sie nur 20 Minunten entfernt wohnen.

          LG R.

      Liebe Romance,

      mach Dich mal über EFT - Klopfmassagentechnik schlau.

      http://www.eft-info.com/

      Das hilft sehr gut und man kann es innerhalb einer stunde erlernen und überall anwenden.

      vielleicht gibt es auch einen Psychotherapeuten, der damit arbeitet bei Dir in der Nähe.

      www.therapeutenfinder.com/eft.html - 20k

      • Hallo,

        auch dir lieben Dank für deine Antwort. Ich habe das mal gesehen, das es wohl funktionieren kann.

        Da meine damalige Therapeutin zwar Ansatzweise was unternommen hat aber wir sind nicht zusammen gefahren. Vielleicht finde ich wirklich ein Therapeut, das mir dabei helfen kann. Letztens sah ich was im Fernsehen, wo eine Frau unter der Hypnose ihr Trauma besiegt hat. Leider sah ich es nur den Rest.

        Ich weiß mittlerweile, das auch Fahrschulen auf das eigene Auto schulen. Somit würde ich nicht erst ein Fahrschulauto fahren, gleich meins.

        LG R.

        Hallo zusammen,

        ich habe das gleiche Problem. Ich habe seit 5 Jahren meinen Führerschein. Habe den auch ohne Probleme bestanden. Bin danach ein wenig gefahren. Irgedwann wurde ich mal von eiem Beifahrer angeschriehen und seit dem Tag habe ich Angst. Bin danach zwar mal ganz kleine Stecken gefahren und habe damit irgendwann aufgehört. So nun würde ich gerne wieder fahren, aber ich habe angst mich auf die Straße zu wagen.
        Ich weiß nicht warum. Dann habe ich es mit viel Überwindung geschafft mal auf einem Parkplatz zu üben, das war auch ok, aber irgendwie musste ich bei 0 anfangen. Ich denke das man so was nicht verlernt oder?
        Ich kann momentan an nichts anderes mehr denken.
        Könnt ihr mit weiterhelfen, was ich machen soll?

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