Apotheken-NOT-dienst und Eigenverantwortung Seite: 6

      • (126) 19.01.09 - 20:19

        Hallo Heike!

        Ich habe in unserer Hausapotheke alles da, um übers WE oder auch Feiertage zu kommen. Vom Fiebersaft über Hustensaft, Nasenspray etc!
        Und wnn ich wirklich mal was nicht da habe, gibts ja auch noch Hausmittelchen, gehackte Zwiebel bei Ohrenweh etc!

        Ich musste gestern auch in die Notapo, weil Celina über eine Bronchitis bekommen hat. War am Samstag schon beim Azrt mit ihr,da hat er "nur" pflanzliches, wie Umckaloabo aufgeschrieben, wenns schlechter wird, sollte ich noch mal kommen. Das war Samstag Vormittag, da hatte ja die Apo noch normal auf! Natürlich wurde es bis Sonntag auch schlechter und dann hat er mir ein Antibiotikum aufgeschrieben. Bin ich also 10 km in den nächsten Ort gefahren. Dort erstmal ein total unfreundlicher Apotheker. Der hat mich dann erst mal draußen bi Sturm und Nässe mit der Kleinen aufm Arm stehn lassen. Dann hatte er das Mittel nicht mal da und musste noch mal den Doc anrufen.... Also haben wir ein anderes bekommen.
        Als ichs dann endlich hatte (nach 15 min Wartezeit mit nem weinenden Kleinkind in Kaälte und Nässe) kam nach mir ein junger Mann, der schnell mal ein Aspirin komplex oder wie das heißt haben wollte. Da dacht ich acuh bei mir, deswegen muss er Sonntags zur Notapo??

        Naja, manche Leute sind in meinen Augen unverbesserlich...


        LG Nicki + Celina, der es endlich bissl besser geht

      (128) 19.01.09 - 20:34

      Also auf der einen Seite kann ich es ja verstehen, dass sowas nerven kann. Aber auf der anderen Seite: ich habe übelstes Asthma (gehabt, hoffe ich - bin seit 3 Mon. plötzlich Beschwerdefrei! #ole ) Ich hatte Salbutamol, welches leider keinen Zähler hat, wenn es leer ist. Mit akuter Atemnot dann zuhause hocken, um den Apotheker nicht zu stören... no way!

      Hustensaft, Fieberzäpfchen, Hustenblocker etc habe ich auch immer daheim. Aber es könnte mehr sein (allerdings besteht unser Freundeskreis fast nur aus PTA´s, Sanitätern, Ärzten etc )

      Unsere Apo hat von 9 - 12 und dann 15 - 18 Uhr offen, ja als ich noch Vollzeit berufstätig war konnte ich teilweise erst Sa. meine Medizin holen, die ich Montags verschrieben bekam! Das nächste Einkaufszentrum mit solch luxuriösen Öffnungszeiten ist 40 km weg! Nicht jeder hat Familie in der Ecke, die er schicken kann!

      Wenn meine Kleine krank ist und ich habe nicht das passende daheim (was nun 1x vorkam) fahre ich auch Abends um 11 zur Notapo. Allerdings sind unsere hier seeeehr freundlich und beraten sogar noch spät in der Nacht sehr ausführlich und sehr freundlich! ;-)

      Musstest du noch nie abends nach 20 Uhr tanken, oder magst du morgens keine frischen Brötchen? ;-)

      VG
      Betty

      (129) 19.01.09 - 20:38

      Hm, ja, leider ist es so, dass die meisten Leute das mit dem 'Notdienst' nicht mehr so ernst nehmen, sondern es eher als Zusatzdienst ansehen, wenn man unter der Woche keine Zeit hat.

      Ich verstehe durchaus, dass da so mancher Arzt und auch das Apothekenpersonal gestresst reagieren kann, gerade bei solch 'freundlichen' Kunden. Mir ging es allerdings letzte Woche genau umgedreht. Ich gehe wirklich nur im absoluten Notfall zum Notdienst. So wie letzten Sonntag. Meine Tochter (bald 2) hat den ganzen Samstag und die dazu gehörige Nacht nur geschrien und hatte ganz offensichtlich Schmerzen, dazu hohes (um die 40°) Fieber. Also bin ich zu der ÜBerzeugung, dass ich das meinem Kind und auch mir nicht noch einen Tag und eine Nacht antun muss zum Notarzt. Ich habe dann der Arzthelferin die Sympthome etc. geschildert und bekam dann gesagt, dass ich dann ja auch noch einen Tag hätte warten können, sie hätten auch so genug zu tun. Ich war erst einmal ziemlich baff und dachte ich träume.
      Der Arzt hat dann eine beidseitige Mittelohrentzündung festgestellt und dank des verschriebenen Antibiotikums ging es ihr auch recht schnell wieder besser.

      Ich bin allerdings auch gar nicht richtig böse auf die Arzthelferin, also zumindest nicht mehr, seit ich mich beruhigt habe. Im Wartezimmer war meine Tochter die einzige, die an mir hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Alle anderen Kinder spielten fröhlich in der Spielecke und waren als krank nicht 'zu erkennen'. Da muss ich dann auch sagen, dass ich mich frage, was so akut ist, dass man zum Notdienst muss.

      Was die Hausapotheke angeht, haben wir da übliche immer vorrätig:

      Fiebersaft-/zäpfchen
      Kopfschmerztabletten
      Hustensaft
      Otovowen

      Gruß
      Shadow

      • Stimmt, als wir am Sonntag zum Notdienst sind, wardie Schwester auch total unfreundlich und genervt, vielleicht weil ich es gewagt habe, eine Stunde vor Schluss zu kommen?...

        Celina hat auch die meiste Zeit geweint und man hörte ihr auch an, dass es ihr nicht gut ging.
        Klar, Sonntags arbeiten is nicht prickelnd, aber bei Notdiensten wechseln sich die Ärzte ja ab, daher muss sie ja nicht jeden Sonntag arbeiten...


        LG Nicki

        • Der Busfahrer arbeitet auch Sonntags und jammert die Fahrgäste nicht voll.

          Ich finde es dreist dich über Kundschaft zu beschweren.
          Sie wird ja auch dafür bezahlt, oder?
          Ich denke sie erhofft sich vom bezahlten Notdienst einen gemütlichen Tag in der Apotheke.

          Mona

    (132) 19.01.09 - 23:37

    Hallo,

    unsere Hausapotheke ist ganz gut gefüllt , wir haben immer Hustensaft , Schmerz -u. Fiebermittel , Nasentropfen/Spray und Halsschmerztabletten im Haus , auch die Epilepsie- Tabletten und das Notfallmedi für unseren Sohn .

    Wir waren wegen solchen Medis noch nie beim Notdienst oder Sonntag in der Apotheke , dafür müßte schon ein richtiger Infekt kommen , der Antibiotika notwendig macht .

    Mein Mann hatte vor einigen Monaten an einem Feiertag Angina und ich letztes Jahr mal Sonntag einen stärkeren Harnwegsinfekt , da ging es nicht ohne AB und Notdienst .

    Ich bestelle die meisten Medis online , nur wenn mal ganz dringend etwas gebraucht wird , gehen wir in die Apotheke im Ort . Erst heute habe ich anschließend beim Preisvergleich im Netz wieder gemerkt , dass wir einige Euros mehr gezahlt haben , aber manchmal kann man nicht 1 - 2 Tage auf die Lieferung warten .

    Von den 3 Apotheken hier im Ort hat werktags eine bis 19.00 Uhr geöffnet , die anderen zwei bis 18 /18.30 Uhr , was völlig ausreichend ist . Wenn wir nach 19.00 Uhr noch dringend etwas brauchen würden , müßten wir zur nächsten Apotheke die bis 20.00 Uhr geöffnet hat 25 Km fahren . Das haben wir kürzlich Samstag mal am späten Nachmittag gemacht , da hatten die 3 Apotheken im Ort schon seit Mittag zu .

    Ich denke die meisten Haushalte mit Kindern müßten einen Grundbedarf an Medis auf Vorrat haben , seitdenn alle in der Familie sind nur ganz selten krank .

    Gruß Anja

    (133) 20.01.09 - 13:07

    Ich versteh Dich...einige hier scheinen hier damit ein Problem zu haben, oder sie haben Deinen Text nciht richtig gelesen, unglaublich was so manch einer hier antwortet #augen

    lg glu

    • (134) 22.01.09 - 09:53

      #liebdrueck

      Ja , wir zwei aus dem Gesundheitswesen verstehen einander und ich hoffe, ich habe einige Leute ein bisschen aufgerüttelt - was ja auch tatsächlich so zu sein scheint, bei den vielen und überwiegend positiven Antworten .

      LG,
      Heike

(135) 22.01.09 - 07:55

Liebe Urbianerinnen und Urbianer,

danke für Eure rege Beteiligung an meiner Diskussion.

Wie ich aus der großen Mehrheit der Antworten herauslesen konnte, sorgen die meisten von Euch vor und sind durch eine angemessen bestückte Hausapotheke für Notfälle gerüstet. So soll es meiner Meinung nach sein !

Der Einwand , dass Erwachsene heute um ihre Jobs bangen und dann lieber sonntags zur Apotheke gehen und sich mit nötigen Erkältungsmedis einzudecken, ist berechtigt . Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass bei uns im Dreiländereck D-F-Lux tagelang die Zeitungen und Regionalsender berichteten, es käme eine Grippewelle von Frankreich auf uns zu ( wir waren also gewarnt ) und ich denke, dass die wirklich verantwortungsbewussten Arbeitnehmer dann ebenso gut mal wochentags vorsorglich ein paar Grippetabletten hätten kaufen können und die ganz besonders verantwortungsbewussten Mitmenschen auch von vorne herein etwas für ihr Immunsystem tun könnten, wenn denn der Job so wichtig ist.

Und zum Thema Pille : Alles menschlich, mich als Frau regt es nicht auf, wenn es einem jungen Mädchen sonntags auffällt, dass es die Pille vergessen hat.

Allerdings wundere ich mich über die Einstellung mancher, wozu man Geld ausgeben sollte, wenn man ja gar nicht weiß, ob man krank wird. Gegen diese These spricht, dass sehr wohl viele Kunden, wenn es um ihren Urlaub - also um ihre schönste Zeit des Jahres geht, sehr wohl Großeinkauf in der Apotheke machen und sich mit allen möglichen Medis für die Reise eindecken, obwohl sie genau so wenig wissen, ob sie krank werden oder nicht. Da gibt es also zwei unterschiedliche Qualitäten von " Vorsorge " .

Was mich und mein angebliches " Gemeckere " angeht :
Ich arbeite seit 25 jahren in diesem Beruf und wusste, als ich ihn ergriff, dass Nacht- und Wochenenddienste dazu gehören. Ich werde dafür NICHT ! bezahlt, sondern darf mir lediglich die Überstunden aufschreiben ( habe momentan 52 Überstunden aus 4 Monaten ) und darauf hoffen, dass ich sie dann auch irgendwann einmal abfeiern kann (???) . Von den 2,50 Euro Notdienstgebühr habe ich nichts ! Und was ich in den letzten 25 Jahren bemerkt habe ist, dass aus dem " NOT "-dienst halt immer mehr ein " Sonntags-Shopping " wird und das finde ich nicht OK , schließlich gibt es Menschen, die wirklich dringend Hilfe brauchen und unnötigerweise lange beim Arzt und in der Apotheke warten müssen.
Für diese wirklichen Notfälle bin ich liebend gerne rund um die Uhr da, aber nicht für Mütter, die in der Samstagnacht um 1.00 Uhr 1 Stunde lang mit mir diskutieren wollen, welche Pille für ihre Tochter gut ist oder Kunden, die morgens um 4.00 Uhr auf dem Weg zur Frühschicht Biovital kaufen wollen oder diejenigen, die mich rausklingeln, um Zigarettengeld zu wechseln.

Und zum Thema Freundlichkeit : Ich bin freundlich und sachlich zu meinen Kunden, aber wenn die mich anpampen, warum wir etwas nicht an Lager haben ( nachdem 30 Rezepte mit dem gleichen Medikament bereits beliefert wurden ) , schließlich hätten wir doch Notdienst , dann fällt meine Antwort auch etwas schärfer aus. Jeder sollte einmal bedenken, dass der Kunde dann König ist, wenn er sich auch königlich benimmt, denn wir " Verkäufer " sind auch Menschen, die ihr Bestes geben und keine Fußabtreter für Leute, die uns wegen 2,50 Euro Notdienstgebühr oder einem nicht vorrätigen Medikament ( das von einem weit entfernten Arzt verschrieben wurde und bei uns sonst nie vorkommt ) anpöbeln.

Liebe Grüße,
Heike








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