Unsere Nachbarn sind Betrüger

    • (1) 20.01.09 - 15:17

      Hallo

      In unserer Nachbarschaft wohnt ein Ehepaar mit gleichem Nachnamen wie wir (nicht verwandt und nicht verschwägert, wir haben einen Allerweltsnachnamen). Mit diesen gibt es hin und wieder Ärger. Beispielsweise haben sie mal ein Paket (hatte einen Warenwert von 200 Euro) angenommen, das für uns bestimmt war. Obwohl der Fahrer des Paketdienstes später die Frau wiedererkannte und eine eidesstattliche Erklärung abgab leugnete sie alles. (sie hat das Paket unterschlagen) Der Paketdienst hat uns den Schaden ersetzt und Anzeige erstattet. Auch kam es schon vor, dass Anwälte oder private Leute bei uns anriefen und wissen wollten, ob wir mit denen in Verbindung stehen. Ein paar mal ging es dabei um Uhren, die die über Ebay verkauft, aber nie geliefert hatten. Die Anrufe kamen zu uns, weil wir im Telefonbuch stehen, die aber nicht. (Gleicher Nachname, gleiche Straße, verständlich dass die denken, dass man verwandt sein könnte)
      Letzter Vorfall war der Brief eines Inkassounternehmens, das im Auftrag einer Spieleseite im Internet Geld von uns wollte. Ein Anruf beim Seitenbetreiber brachte ans Licht, dass es sich bei dem Usernamen der die Kosten verursacht hat nicht um unseren handelt, sondern um einen anderen, der in seinem Profil unsere Adresse und den vollen Namen von mir verwendet hat. Wir haben uns die Mühe gemacht, den Usernamen in Verbindung mit unserem Wohnort zu googeln - und siehe da: auf einer Verkaufsplattform tauchte eben dieser Username in Vebindung mit verkauften Uhren auf. Die Vermutung liegt nun nahe, dass es sich auch hier wieder um unsere Nachbarn handelt.
      Wir haben auf Anraten des Betreibers der Spieleseite Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Mal sehen, ob sich da etwas ergibt. Theoretisch müsste ja über die IP-Adresse der User ermittelt werden können. Wir waren übrigens deswegen am 24.12. (!!!) vormittags auf der Polizei um die Anzeige aufzunehmen.
      Auf der Spieleseite war auch eine Bankverbindung angegeben (es war keine von uns - die Daten haben die Nachbarn zum Glück noch nicht). Da das Konto anscheinend nicht gedacht war, wurde es gesperrt (gegen dieses Konto lagen mehrere Buchungen vor, die nicht "abgezogen" werden konnten). Betrifft uns ja zum Glück nicht. Wahrscheinlich haben die ihr eigene Kontonummer angegeben.

      Weiterhin haben wir heraus gefunden (auch direkt vom Betreiber), dass dieser Account auf der Spieleseite am 10.03.2008 eingerichtet wurde. Am 4.03.2008 haben wir unseren Sohn in der 39. Schwangerschaftswoche verloren. Also hatte ich zu der Zeit andere Sorgen, als mich auf einer Spieleseite anzumelden (spiele auch sonst nicht im Internet). Auch dies haben wir der Polizei und dem Betreiber der Seite geschildert.

      Aktueller Stand: Das Inkassounternehmen hat das Mahnverfahren eingestellt und schaltet ebenfalls eine Anzeige gegen diese IP (unsere Nachbarn), hoffentlich schließt sich die Spieleseite an, denn dann würde noch eine Anzeige folgen.

      Meine eigentliche Frage ist nun: Können wir etwas gegen diese Nachbarn unternehmen? Ist es überhaupt ratsam, noch irgendwelche Schritte einzuleiten? Bei der Post haben wir schon bescheid gesagt, dass bitte genaustens auf die Hausnummer geachtet werden soll um Verwechslungen zu vermeiden. Ansonsten bleibt uns wohl nur die Hoffnung, dass die in absehbarer Zeit in eine andere Gegend ziehen...

      Ach ja, ich habe noch so eine tolle Geschichte. Das Ehepaar bezieht Hartz IV, haben ein Kind (etwa 4-5 Jahre alt) und bewohnen 2!!! Wohnungen, die natürlich direkt übereinander liegen. Welch ein Zufall. Und ganz zufällig sind die mal oben, mal unten (sie putzt beide Wohnungen, hängt Wäsche in beiden Wohnungen auf, der Mann steht oben ohne auf dem Balkon, während sie im Nachthemd daneben steht, sie küssen sich innig könnte noch so viel mehr aufzählen - also definitiv keine Trennung)...leben aber nicht in Trennung und sind wie bereits erwähnt verheiratet. Ich könnte mich darüber so sehr aufregen, dass ich kurz davor bin, diesen Hartz IV-Betrug auch dem Arbeitsamt zu melden!!! #aerger
      Ganz vergessen zu erwähnen: Beide arbeiten nicht!

      Sorry, dass der Text so ewig lang wurde und ich etwas wirr geschrieben habe, aber vielleicht hat noch jemand solche Erfahrungen mit Nachbarn gemacht und kann ein paar Tipps geben.

      PS: Die wohnen nicht im gleichen Haus, aber unsere Häuser grenzen zusammen an einen gemeinsamen Innenhof.

      LG
      Franzi, die sich gerade wieder mal über diese Leute (die anscheinend Anzeigen sammeln) aufregt. #aerger

      • Hy Franzi,

        das ist ja der pure Hohn!#schock
        Ich an deiner Stelle würde sofort !!!! zum Aanwalt laufen und die Sache regeln!

        Das ist nicht nur Betrug sondern auch Rufmord!

        Gruss
        Sabine

        • Die haben auch schon so oft Briefe von uns geöffnet. Natürlich nur "ausversehen"!!! :-[ Befindet sich nämlich nichts wertvolles in einem Umschlag, dann bekommen wir sogar unsere geöffnete Post wieder. Sehr nett, oder? ;-)

          Einen Anwalt könen wir uns leider nicht leisten, da ich ein Beschäftigungsverbot habe und wir momentan nur von dem Geld meines Mannes leben. Es kommen wieder bessere Zeiten! ;-)

          Wir warten erstmal ab, was sich aus der Anzeige ergibt! Das dauert ja auch ewig bis man da mal einen Bescheid bekommt.
          Ich bin sogar ein wenig gehässig und hoffe, dass die Angelegenheit vor Gericht geht, weil das ja längst nicht die erste Anzeige wegen Betrug ist. #augen

          • Hallo,

            geh zum Amtsgericht und laß Dir nen Beratungsschein geben. Kostet nur ein paar Euro und dafür kannst Du Dich ca. ne halbe Stunde von men Anwalt beraten lassen. Wär vielleicht auch vorsorglich nicht schlecht.

            Ansonsten wünsch ich Euch viel Glück, dass nicht noch mehr solche Sachen passieren! #liebdrueck Das klingt echt furchbar. Ach ja, beim Arbeitsamt würd ich die eher heute als morgen anzeigen.

      Da Ihr ja zum Glück schon glaubhaft versichern konntet, daß es sich bei den Betrügereien nicht um Euch sondern um die Nachbarn handelt, bist Du ja einmal schon auf der sicheren Seite.

      Das AA würde ich an Deiner Stelle schon längst informiert haben - schließlich zahlt JEDER Steuerzahler dafür und es ist einfach nur dreist.


      Wir haben hier öfters mal ähnliche Probleme, in der Nachbarstadt wohnt ein Mann mit gleichem Namen UND Geburtsdatum wie mein Freund!
      Was wir schon an Post für Inkassoverfahren bekommen haben!!!#klatsch
      Wie man in dem Alter schon so nen Berg Schulden haben kann!?! (WIR bekamen bspw. keinen Anschluß bei der Telekom, weil der knapp 1000€ Restschulden dort hatte.)

      Zum Glück konnten wir das auch alles immer -mal schnell, mal weniger ;-) - klären und hatten noch keinen Schaden daraus.


      LG und alles Gute,
      sapf

      Hallo,

      sowas kennen wir auch. In der selben Straße wie wir wohnte jemand gleicher Name wie mein Mann und Geburtstdatum. Ok mein Mann hat den Namen Thomas, sehr modern vor ca 40 Jahren. Der Nachname ist auch ein Allerweltsname.

      Bei uns standen abwechselend Gerichtsvollziehr, Inkassobüros und etliche Menschen die sauer auf ihn waren vor der Tür.

      Das war nur noch nervig !!!

      Wir sind irgendwann weggezogen, das hatte aber andre Gründe.

      Seit dem ist Ruhe #huepf

      lg dore

    • Also mein Mann ist Polizist und kennt sich aus.
      Er sagt über IP gar kein Problem alles nachvollziehbar!
      Achja zeig sie an wegen dem Betrug beim Arbeitsamt!
      Das zahlen wir!
      DER STEUERZAHLER!:-[

      Hallo!

      Wegen der Post ist es vielleicht empfehlenswert, vorübergehend ein Postfach beim örtlichen Postamt anzumieten. Die PF-Adresse gibtst Du nur "vertraulich" weiter. Damit kannst Du zumindest Deinen eigenen Posteingang ein bisschen besser kontrollieren.

      Alles Gute für Dich!

      p.

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