Medikamente nach Afrika schicken???

    • (1) 29.01.09 - 14:10

      hallo!
      bitte lacht nicht...es ist wirklich eine ernstgemeinte frage von mir...

      meine eltern sind beide mediziner und seit ein paar monaten missionare in afrika.
      leider ist die medikamentöse versorgung dort sehr schlecht.
      ich habe von meiner schwerstkranken schwiegermutter, welche mittlerweile leider verstorben ist, noch medikamente, u.a. opiate (morphin) und ich frage mich, ob ich die nicht zu meinen eltern senden könnte?
      patienten mit krebs im endstadium z.b. könnte damit viell. die letzten stunden erleichtert werden...

      geht das?
      ist das erlaubt?

      wenn nicht, werde ich es selbstverständlich nicht tun, aber wenn es erlaubt ist, wäre es ja dumm, die medikamente hier in der apotheke entsorgen zu lassen, wenn sie bei meinen eltern gebraucht werden könnten.

      nochmal, meine eltern sind beide mediziner und wissen selbstverständlich, wie die medikamente einzusetzen sind.

      danke euch!

      lg

      • (2) 29.01.09 - 14:16

        Hallo,

        also ich kenn die rechtliche Lage da echt nicht und weiß nicht, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, dass offiziell zu machen. Aber rein gefühlsmäßig möchte ich sagen, dass das versenden von Drogen, was Opiate ja nun mal sind, nur Ärger geben kann. Und rein theoretisch darfst Du hier in Deutschland noch nichtmal im Besitz dieser Medikamente sein, sondern hättest sie direkt nach dem Tod deiner Schwiegermutter zur Entsorgung an eine Apotheke weiterleiten müssen. Da diese Medikamente ja nur für deine Tante bestimmt werden und auch Apotheken die nicht einfach so ausgeben dürfen.

        LG
        Mel

        (3) 29.01.09 - 14:17

        Huhu,

        wir haben ein Patenkind in Afrika, dem dürfen wir nicht mal Lebensmittel schicken, weil die nicht durch den Zoll kommen.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dann Medikamente verschicken darfst.

        Aber vielleicht machst du dich kundig, wann wieder ein Hilfstranport runter geht und gibst es dann mit ... wenn es möglich ist?

        (4) 29.01.09 - 14:35

        Deine Eltern müssen sich nach den Einfuhrzollbestimmungen des Landes erkundigen ! Die müssen peinlichst eingehalten werden. Sonst wird am Zoll alles beschlagnahmt. Parallel dazu erkundigst Du Dich beim Zollamt nach den Ausfuhrbestimmungen.
        Ist oft schwierig (weiß ich von Weißrußland und Transporten dorthin) aber unter bestimmten Bedingungen (verplombt, Adressat ein Krankenhaus usw) KANN es klappen. Viel Erfolg.
        LG Moni

      (6) 29.01.09 - 19:59

      http://falastineyeassliye.spaces.live.com/blog/cns!C4D0825A43449A0C!2083.entry

      http://www.apotheker-ohne-grenzen.de/arzneispenden.htm



    • (7) 29.01.09 - 20:39

      Da informiere Dich vorher lieber mal über das Betäubungsmittelgesetz und die dortigen Einfuhrbestimmungen.

      Also ganz ehrlich? In die Nesseln würde ich mich setzen wollen.

      (8) 30.01.09 - 14:30

      Hallo,

      Du darfst definitiv keine Medikamente verschicken, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, also bloss keine Opiate versenden !

      Das Verschicken von Arzneimitteln ist ohnehin eine heikle Sache und nicht automatisch erlaubt, Du solltest da die Botschaft des afrikanischen Landes genauestens befragen, in die Du etwas senden willst.

      Meiner Ansicht nach ist es nicht wirklich sinnvoll, Dauermedikamente in kleinen Mengen zu Menschen zu schicken, die dann nur kurzzeitig davon profitieren können. Bei Antibiotika, von denen in der Regel 20 bis 30 Tabletten zur Behandlung einer Infektion genügen oder bei Schmerztabletten ist das vielleicht ein wenig angebrachter . IMHO wäre es aber in jedem Fall besser, wenn ein Arzneihersteller direkt Medis an Deine Eltern versenden könnte, eventuell von gespendetem Geld .

      Ich weiß, dass wir früher kistenweise in einer Apotheke Medikamente für Rumänien sammelten und ich auch von namhaften Verbandstoffherstellern, die Ihr alle kennt oder von pharmazeutischen Großhandlungen ansehnliche Mengen an Verbandmitteln und Arzneimitteln locker machen konnte, aber diese Zeiten sind vorbei, ich glaube, die Großhändler dürfen heute gar keine verschreibungspflichtigen Medis mehr für solche Zwecke einfach an Privatpersonen spenden.

      Egal, wie es läuft, so ist es doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nur die großen Pharmahersteller können wirklich sinnvoll helfen , denn letztlich müssen die Dinge ja auch an ihren Bestimmungsort gelangen, was Du überhaupt nicht garantieren kannst.

      Gruß,
      Heike

Top Diskussionen anzeigen