Ist das noch normal? Wartezeiten in der Notaufnahme

    • (1) 16.02.09 - 09:55

      Hallo,

      mein Sohn ist gestern mit der Nase vor Opas Rollator gebumst. Oh weh oh schreck, das tat ganz schön weh. Und weil die Nase stark blutete und anschwoll, entschloss ich mich, mit ihm ins Krankenhaus zu fahren. Und, als ob ich es vorher nicht geahnt hätte: wir haben 1 1/4 Std. warten müssen. Es war nicht so, dass jemand vor uns behandelt wurde oder so, nö, lt. Auskunft des Aufnahmepflegers ist am Sonntag immer nur ein Chirurg da und der sei seit etwa 2 Stunden auf der Intensivstation beschäftigt. Klar, das verstehe ich, dass er dort oben eher gebraucht wird. Aber ist nicht Sinn und Zweck einer Notaufnahme der, dass mal schnell "einer" draufgucken kann? Kurz vor uns kam ein junger Mann, der hatte sich den halben Daumen abgeschnitten, blutete wie Hulle... und der kam noch nach uns dran!!

      Ich find das absolut nicht mehr in Ordnung... naja, die Nase ist wohl gebrochen, aber da heute sowas nicht mehr geröngt wird, weil man eh nix dran machen kann, sind wir dann mit guten Tipps und Hinweisen (Schmerzsaft werden Sie ja zuhause haben) wieder von dannen gezogen. Heute morgen ist die Nase schön dick und unterm Auge isses blau - aber einen schönen Menschen kann ja nichts entstellen *lächel*.

      Habt ihr auch schon solche tollen Erfahrungen gemacht im Krankenhaus Eurer Wahl?

      Viele Grüße
      pitti-lise

      • (2) 16.02.09 - 10:01

        Ich persönlich finde jetzt 1 1/4 Stunden nicht so viel.
        Als sich meine Tochter das Bein gebrochen hat, waren wir 4 Stunden in der Notaufnehme.
        Erst mal 2 Stunden warten bis ein Arzt kam, dann nochmal 1 Stunde beim Röntgen und 1 Stunde beim Gips.
        "Echte" Notfälle gehen nunmal vor. EIne gebrochene Nase, ein gebrochenes Bein, ein Schnitt in den Finger sind ja normalerwqeise nicht lebensbedrohlich und können warten.

        (3) 16.02.09 - 10:04

        Hallo,
        1 1/4 h empfinde ich nicht als so furchtbar viel. Und der Arzt war ja offensichtlich auch unabkömlich bei einem wirklichen Notfall.
        Insofern finde ich das im Rahmen.
        LG
        olegre

        (4) 16.02.09 - 10:04

        als mein sohn 41 fieber hatte (da war er 7 monate alt) rief ich in der kinderklinik an und die sagte mri ich müste mit 6 stunden wartezeit rechnen. da hatten wir den vorletzten sommer und draußen gefühlte 600grad im schatten.

        als mein bruder mit blinddarmdurchbruch ins kh kam.....wurde er nicht warhgenommen....erst als mein vater dort auf den tisch gehauen hatte, weil mein bruder bewusstlos wurde und schon aussah wie tot (total blass und ganz flacher atem) wurde er behandelt. er hatte andauernd probleme mit dem darm....und als ama sagte, dass er schon einen ziemlich gereizten blinddarm hatte als sie kurz zuvor beim arzt waren...wurde nur gesagt, dass das ja nicht so schlimm sein...bisher ist kaum einer umgekommen an einem kaputten blinddarm.

        Ui ich kenne da mehrere Fälle... Gerade erst im Dezember war es bei meiner Mutter kurz vor knapp, als sie nicht ernstgenommen wurde und hartnäckig eine Schwangerschaft vermutet wurde (sie ist sterilisiert #augen) Bei der Op war der Bauchraum dann schon voller Eiter und sie hatte viel Glück...

    (9) 16.02.09 - 10:09

    Ich finde die Wartezeiten zwar auch immer sehr lang, vor allem wenn man enorme Schmerzen hat!
    Aber die Ärzte können ja nicht nur rumsitzen und warten bis mal ein Notfall kommt, daher behandeln sie eben woanders - ist eben so!

    (10) 16.02.09 - 10:10

    Ich finde die Wartezeit nicht sonderlich lang. Und ja, eine gebrochene Nase ist fuer mich kein Notfall, wobei ich auch ins Krankenhaus gefahren waere!!!
    Nur, was soll der Arzt sonst machen? Wie Du selbst sagst, man kann da nichts machen. Und es ist nun mal nicht Aufgabe der Notaufnahme die Eltern mit Schmerzsaft auszustatten.
    Von daher verstehe ich Deine Gedanken nicht so ganz. Was haette denn gemacht werden sollen?

    LG

    Biene

    • (11) 16.02.09 - 10:23

      Hallo Biene,

      nee, die sollten mich auch nicht mit Saft "ausstatten", aber einfach vorauszusetzen, dass ich zuhause schon was da habe.... hm. Wäre das zuviel verlangt, wenn sie wenigstens nachfragen würden, ob man ein Mittelchen bräuchte?? Ich finde nicht. Aber das ist ja allgemeine Arztmentalität geworden, leider. Lass dir nen Weisheitszahn ziehen und du kriegst ein grünes Rezept für Schmerztabletten - früher hast du mal direkt in der Praxis Tabletten für ein, zwei Tage mitbekommen. Aber gut, ich hatte ja den Saft zu hause.

      Was ich meine, was die hätten machen sollen? Na, erstmal hätt ich gern kürzer gewartet. Und dann schebte mir noch die Sache mit dem strammen Pflaster über dem Nasenrücken vor. Der Arzt hat mir aber erklärt, dass man das heute nicht mehr macht.

      Wir waren eigentlich dahin gefahren, weil es echt geblutet hat wie Hulle.... allerdings hat das dann in den 1 1/4 Std. von allein aufgehört.

      Ich finde auch, dass man Wartezeiten beim normalen Kinderarzt nicht mit denen in einem Krankenhaus vergleichen sollte. Bei unserem warten wir manchmal auch bis zu 2 Stunden. Keine Frage. Aber von einem Krankenhaus hatte ich mir ein bissi mehr erwartet.

      Schöne Grüße
      pitti

      • (12) 16.02.09 - 10:33

        Fuer den Saft gibt es Notfallapotheken, wenn man sowas nicht zuhause hat. Das hat nichts mit Geiz oder Arztmentalitaet zu tun, wenn der Arzt einem nichts mehr mitgibt, sondern mit der Gesundheitsreform. Mein Papa ist Arzt, er kann es sich einfach nicht mehr leisten staendig Patienten was in die Hand zu druecken, er hat nur ein bestimmtes Budget fuer Medikamente.
        Wenn die Pflaster nicht mehr geklebt werden, dann ist das wohl so. Warscheinlich hat das medizinisch keinen Nutzen.
        Ich fand das schon in Ordnung was in Krankenhaus passiert ist.
        Emma ist uns mal die Treppe runtergefallen, 28 Stufen, wurde bewusstlos, wurde mit dem Krankenwagen abgeholt. Im Krankenhaus haben wir dann 2,5 Stunden warten muessen mit einem Kind, das zwischen Bewusstlosigkeit und Schmerzen geschwebt ist. DAS war Hoelle.
        Trotzdem weiss ich, dass die Aerzte getan haben was sie konnten, so schnell wie moeglich. Und was ist passiert? Sie haben Emma kurz gecheckt und uns nach hause geschickt, mit einem Zettel in der Hand auf was wir die naechsten 48 Stunden achten sollen. Manchmal KANN man eben nicht mehr machen.

        LG

        Biene

        • (13) 16.02.09 - 14:47

          Na in dem Fall hätte man aber mehr machen können, z.B. eine Nacht zur Beobachtung im KH lassen, wäre eigentlich Pflicht gewesen bei Bewusstlosigkeit!

          lg glu

      (14) 16.02.09 - 10:38

      was heißt denn geblutut wie hulle?

      du kennst den effekt wenn ein tropfen blut auf ein taschentuch trifft???
      mit 5 tropfen blut kriegst du ein tempo fast rot...

      • (15) 16.02.09 - 11:13

        Danke für den Hinweis *grins*

        Sagen wir mal so, das Sofa UND ein Stück vom Teppich oben im Gästezimmer brauchen sicher ne ganze Flasche Dr. Beckmanns-Blutfleckenentferner.

        Ich bin auch nicht doof oder was?!

    (16) 16.02.09 - 14:50

    Also ich finde Dich etwas naiv, 1 1/4 Std, in einer Notaufnahme ist NICHTS! Das ist sogar richtig gut!

    Stell Dir mal vor Draußen wäre es glatt gewesen, wie lange Du dann gewartet hättest ;-)

    Ich hätte mich in dem Fall übrigens für ein KH mit HNO-Abteilung entschieden!

    lg glu

(17) 16.02.09 - 10:12

hi,

so lange warte ich mit termin bei unserem kinderarzt immer.

in der kinderklink am wochenende kannst du bei uns locker mit 3 stunden wartezeit rechnen.

bei uns geht das nicht so schnell....

LG Dany

(18) 16.02.09 - 10:19

Tja das ist wohl heut zu Tage alles normal!

Mein Sohn hatte im Sommer eine Zecke, wie soll es auch anders sein! Am Samstag #schock
Da ich mich nicht selber ran getraut habe.Wollte ich lieber einen Doc drauf schauen lassen. Bei unsere Anlaufpraxis war ja natürlich grad keine Besetzung und normale Ärzte mit Notdienst gibts es ja leider nicht mehr.
Mir wurde dann gesagt ich soll nach Hamburg Altona fahren, da sei die nächste Besetzung haha
100 km ist es von uns weg und auch bei uns waren die 600 grad im Schatten ;-)
Also hat es am Ende ein Jäger gemacht #cool

Ich finde 1 1/4 Std eigentlich eine sehr lange Wartezeit mit einen blutendem Kind.
Meine Vorschreiber haben natürlich Recht, das man dadran nicht gleich um kommt.
Aber so kann eine Std. ja eine Ewigkeit werden.

Gute Besserung an den kleinen
Gruß Annette

  • Hallo,

    meine Cousine hatte als Kind auch mal ne Zecke.

    Meine Tante ist mir ihr dann zur Tierärztin gegangen.
    Die hat sie dann rausgeholt. #cool

    lg
    Fienchen

    Nicht Dein Ernst, wegen ner Zecke eine Notaufnahme in Anspruch nehmen zu wollen, oder?

    Aber über die langen Wartezeiten muß man sich dann nicth wundern.

    Sorry, das sit nicht böse gemeint, ich kann es aber wirklich nicht ansatzweise nachvollziehen!

    Gruß,

    W

    • Wenn es WE ist und die normalen Hausärzte ihre Praxen geschlossen haben, würde ich auch in die Notaufnahme fahren mit einen Kind, um die Zecke rausholen zu lassen.

      Wenn man es nicht richtig macht, kann man mehr Schaden anrichten als gut ist.

      Gruß

      • Nee, und auf dem Weg in die Notaufnahme kann einem ein Meteorit aufs Auto fallen...

        Sorry, aber so grobmotorisch kann man nciht sein, dass man das nicht selbst in den Griff bekommt - und ich frage mich, ob genau so viele Eltern das für notaufnahmen-relevant hielten, wenn sie diesen "Service" selbst bezahlen müssen...

        Kein persönlicher Angriff, aber mich wundert kaum noch, dass die KK-Beiträge so hoch sind und dennoch die Budgets immer niedriger werden für diejenigen, die das System überhaupt noch finanzieren.

        Gruß,

        W

        • Und vor Allem wundert es mich dann noch weniger, wenn die Wartezeiten so lang sind. Im Normafall sind es aber gerade die "Zeckenmuetter" die dann, wenns wirklich brennt, ueber die Muetter meckern die wegen jedem Mist in die Notaufnahme rennen.

          LG

          Biene

    Hi!
    Doch das war mein ernst!
    Hirnhautentzündung kommt durch Zeckenbisse!
    Schon mal gehabt?
    Ich ja!!!
    Das muß ich meinem Kind nicht unbedingt aufhalsen!
    Das war wirklich kein Vergnügen, die haben mir da Hirnwasser aus der Wirbelsäule gezogen und all son schickimicki, na klar weiß niemand woher das kam aber wenn man dann hört das Zecken das auslösen, macht mir das schon Angst.
    Vielleicht auch weil ich gebranntmarkt bin.
    Borreliose kommt auch davon.
    Naja aber wir müssen uns da ja auch nicht drüber streiten.
    Ich war ja schließlich bei einen Jäger und nicht bei einem Arzt!;-)
    Gruß Annette

    Hallo!
    Wenn man in einem FSME Gebiet wohnt und nicht geimpft ist, finde ich den Gang zur Notaufnahme sinnvoll.
    Rausholen kann man das Vieh selbst, aber danach wird meisstens Immunoglobulin gespritzt, dass man glaub ich nicht ueberall bekommt.
    Wegen einer normalen Zecke lohnt sich solch ein Umstand natuerlich nicht!

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