Handstrauß bei Urnenbeisetzung? Anteilsbekundungen?

    • (1) 19.02.09 - 15:28

      Hallo zusammen,

      ich habe absolut keine Ahnung vom Ablauf einer Urnenbeisetzung.
      Hat man da auch einen Handstrauß? Und was macht man damit?
      Neben das Grab legen?

      Und noch etwas.
      Ist es okay, wenn ich mich während der Anteilsbekundungen am Grab im Hintergrund halte? Ich will das nicht, das mir zig Leute (meistens Fremde) die Hand geben. Es werden ca. 150 Leute erwartet. Oder muss ich da durch?

      Danke,
      Gruß Lena

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      • (2) 19.02.09 - 15:31

        was ist mit der trauerfeier.. gibts keine?

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        • (3) 19.02.09 - 15:37

          Nein, leider nicht. Der Leichnam lag zu lange in der Gerichtsmedizin und schaute nicht mehr so gut aus. Kann ich zwar nicht nachvollziehen, da man den Sarg ja auch geschlossen lassen konnte, aber naja.. Leider habe ich das Recht auf Entscheidung bzgl. der Bestattung abgegeben.

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            • (5) 19.02.09 - 15:55

              Ich kenne (zum Glück) keines von beidem. Ich finde es super schlimm verbrannt zu werden. Das ist alles so abstrakt. Furchtbar.. Hätte ich die Entscheidung nicht abgegeben (was ich mittlerweile sehr bereue) würde mein Vater ganz "normal" beerdigt werden.

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      (6) 19.02.09 - 15:32

      Hallo Lena,

      ich schätze, es kommt einfach darauf an, WER da verstarb.
      denke mal, bei einer/m Bekannten/er ist es OK, nur bei nahen Verwandten, evtl NICHT.

      Schätzungsweise musst du mit dir selber ins reine kommen, WO du stehen magst.

      Achso, und bei Urnenbeisetzungen KANNST du einen Handstrauss mitnehmen, und ihn dann evtl. daneben legen.

      Ich habs bei meinem papa zumindest so gemacht.

      LG Melli

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      • (7) 19.02.09 - 15:39

        Danke dir. Jetzt weiß ich schonmal bzgl. der Blumen bescheid. So werde ich es wohl machen. Also meinst du, dass die ich Beleidsbekundung über mich ergehen lassen muss? Meine Mutter sagte, dass ihr das damals (als ihr Vater starb) sehr gut tat. Ich persönlich kann das nicht.. Aber wenn es sich so gehört...

        Gruß Lena

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        • (8) 19.02.09 - 15:46

          Schildere KURZ meinen Fall.

          Als mein papa tot war, stand ich mit mit Mutter & schwester da. KLAR jeder kam, und schüttelte JEDEM von uns die Flosse, sicher-sind ja auch Frau & kinder gewesen.

          SO meinte ich das, von wegen wie NAH der Tote dir stand.

          wenns bei dir auch jemand NAHES war, evtl hilfts dir auch, zu sehen wieviele Menschen an DICH denken.

          Wünsch dir nur das allerbeste, war anscheind NICHT so toll.....wenn ich zwischen den zeilen lese................!
          Der/die Tote stand dir sehr NAH, ich drück dich mal in gedanken.

          Sei TAPFER

          Lg melli

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          • (9) 19.02.09 - 15:51

            Es geht auch um meinen Vater. Allerdings ist meine Mutter außen vor, da sie seit 24 Jahren geschieden sind. Sie kommt nur mit zur Beerdigung, um mich zu begleiten. Sie wird also nicht vorne stehen, sondern im Hintergrund.

            Meine Mutter versucht mich auch davon zu überzeugen, dass es gut tut, wenn die Leute einem die Hand geben. Ich weiß nicht ob ICH das auch so sehe. Mir gibt das keine Kraft oder sonst was..

            Tut mir sehr leid mit deinem Papa.

            Danke dir,
            Gruß Lena

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            • (10) 19.02.09 - 15:57

              lena,

              ich hab damals "wortwörtlich" gedacht: ICH KOTZE, wenn da jeder kommt und labert (sorry, krass geschrieben, aber leider auch so krass gedacht!!!!)

              Aber da jeder sagte, das ich da eh nicht drumrum komm, dacht ich, ich lass es über mich ergehen.

              Aber es tat doch erstaunlich gut....................war selbst echt sehr verwundert. Hätte es echt nicht GEDACHT.

              Habe meinen Papa damals NICHT mehr angeschaut, hätte gedurft...aber wollte NICHT. Wollt ihn so in erinnerung haben.....!

              Mir tuts auch sehr leid, für dich, bzw. deinen Pa.
              Lese sehr viel bei dir zwischen den zeilen, wenn ich das so schreiben darf. Nichts schlimmes oder so......

              Wie lange dauert es noch bis zum "schlimmen" tag??? Wenn ich fragen darf????

              LG Melli

              PS: Lieb von deiner Ma, das sie für dich und deinen kleinen süßen Sohn da ist!

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              • (11) 19.02.09 - 16:12

                >>ich hab damals "wortwörtlich" gedacht: ICH KOTZE, wenn da jeder kommt und labert (sorry, krass geschrieben, aber leider auch so krass gedacht!!!!) <<

                Das gleiche denke ich nämlich auch gerade.

                Letzte Woche war im Beerdigungsinstitut Termin zum Anschauen. Ich konnte das nicht und habe es auch nicht gemacht. Mein Cousin bereut es, dass er ihn sich nochmal angesehen hat. Das war ein großer Schock für ihn.

                Die Beerdigung ist Morgen.
                Gestorben ist er am 09.02. die ersten 3 Tage nach dem Tod habe ich nur geheult. Danach war ich eher kühl, habe das alles eher theoretisch gesehen, ich musste funktionieren. Seit einer Stunde sitze ich hier und bin wieder nur am Heulen. Ich habe so Angst vor morgen.

                Meiner Mutter bin ich sehr dankbar, sie tut das nur für mich.

                Wenn du magst, schick mir eine PN, was du meinst, das du zwischen den Zeilen liest.

                LG Lena

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            (12) 19.02.09 - 16:08

            Hallo,

            auf allen Beerdigungen auf denen ich bisher war, wurde zumindest vor der Beisetzung eine kurze Rede gehalten. Meinst du nicht, dass es etwas ähliches auch für deinen Vater geben wird? Wenn niemand Beileidsbekundungen wünscht, würde ich am Ende dieser Worte darauf hinweisen lassen bzw. es in die Traueranzeige schreiben.

            Mein Patenonkel wurde auch eingeäschert (welch ein gruseliges Wort). Die engsten Verwandten hatten einzelne Blumen, die mit ins Grag gelegt wurden - also wie bei einer "normalen" Bestattung auch. Die anderen haben jeweils nur ein wenig Erde ins Grab getan oder kleine Sträuße daneben gelegt. Große Gestecke und Kränze wurden aus der Trauerhalle vom Bestatter mitgenommen und anschließend auf das geschlossene Grab gelegt.

            Zu mir kamen damals trotzdem ich etwas weiter wegstand vereinzelte Leute zur Beileidsbekundung. Ich fand das auch nicht hilfreich - zumal ich viele von Ihnen nichtmal kannte (aber sie mich, da mein Onkel aus einem kleinen Dorf kam). Aber es wussten halt alle, dass wir uns sehr nahe standen und so meinten sie es sicher nur gut. Ich wäre lieber in meiner Trauer für mich geblieben, als dass mich andauernd Menschen anfassen - ich weiß auch so, dass sie ihn gemocht haben.

            Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

            LG Berna

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            • (13) 19.02.09 - 16:15

              Wir werden erst in der Kapelle sein, etwa eine halbe Stunde in der der Pastor spricht. Danach wird die Urne zum Grab getragen.

              >>Ich wäre lieber in meiner Trauer für mich geblieben, als dass mich andauernd Menschen anfassen - ich weiß auch so, dass sie ihn gemocht haben. <<

              Das ist genau das, was ich denke.

              Danke dir,
              LG Lena

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          Ich finde wenn du nicht willst das man dir die Hand schüttelt dann musst du nicht. Aufzwingen finde ich keine Lösung nur weil die Leute das wollen. Du willst es NICHT und fertig.
          Mal abgesehen davon vielleicht ist jemand da, der das denLeuten zwischendurch sagen kann.
          Ela

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(15) 19.02.09 - 15:35

Liebe Lena,

den kleinen Strauß legst Du einfach neben das Grab. Wenn die Friedhofsmitarbeiter nach der Beerdigung das Grab mit Erde zumachen, legen sie die Blumen drauf.

Natürlich kannst Du Dich bei den Anteilsbekundungen im Hintergrund halten. Stell Dich einfach ein Stück entfernt vom Grab hin, weg von dem "Kondolenzstrom". Dafür wird jeder Verständnis haben.

Hast Du denn eine Lösung für Tom gefunden?

Liebe Grüße, Uta

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  • (16) 19.02.09 - 15:45

    Vielen lieben Dank Uta, du hast mir sehr geholfen.
    Tom kommt mit. Aber sobald es zu heftig wird, geht meine Mutter mit ihm weg. Ich denke auch, dass sie sich in der Kapelle mit ihm in die letzte Reihe (nahe am Ausgang) hinsetzen wird. Ich werde mich ganz vorn in die erste Reihe setzen, da möchte ich Tom nicht mit dabei haben.
    Meine Mutter hat sich zum Glück ab 11 Uhr komplett frei genommen, sie muss nach der Beerdigung also nicht mehr zur Arbeit. Sie bleibt dann bei mir und/oder nimmt mir den Kurzen ab.

    LG Lena

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    • (17) 19.02.09 - 15:58

      ***

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      • (18) 19.02.09 - 16:15

        meine Güte, ist doch jetzt gut.

        In der Kapelle.

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        • (19) 19.02.09 - 17:06

          also findet da eine trauerfeier statt.. vorhin hast du verneint.

          einerseits willst du wissen, wie "sowas" von statten geht, andererseits hast du keinen plan und ja.. da muß man nachfragen, weils ja verschiedene varianten gibt.

          jetzt kann ich dir auch mehr erzählen.
          die nächsten angehörigen des verstorbenen sind möglichst als erste vor ort und treffen sich mit der person vom bestattungshaus.. dieser jemand hat bereits die urne und die von der familie bestellten kränze um die urne angeordnet.
          die familienangehörigen empfangen (meist vor der tür) die trauergäste und nehmen deren beileidsbekundungen entgegen. die gäste gehen selbständig in die kapelle, legen da ihren trauerschmuck (sträuße, kränze) ab (die der angestellte vom bestattungshaus immer mal ordnet) und suchen sich ihren sitzplatz.

          irgendwann nehmen die angehörigen in der vorgesehenen 1. reihe ihren platz ein und die trauerfeier beginnt.. musik abspielen.. rede halten usw.

          wenns vorbei ist, wird der gesamte grabschmuck ans vorbereitete urnengrab getragen/gefahren und da trifft man sich wieder... die urne wird eingelassen (egal von wem) jeder streut noch paar blütenblätter rein (falls vorhanden), wirft etwas erde auf die urne und gedenkt nochmal einen kurzen moment des verstorbenen, um dann zur seite zu treten und platz für den nächsten zu machen.
          den rest erledigt wieder der angestellte vom bestattungshaus... während sich die familie mit ihren gästen irgendwo zum beisammensein (mittagessen, kaffeetrinken) trifft.




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          • (20) 19.02.09 - 17:17

            ... Um Anilas Worte noch kurz zu ergänzen ...

            Anfangs muss die Urne noch von Angehörigen "verglichen" werden. Bedeutet, in der Urne ist auf der Kapsel der Name und so weiter des Verstorbenen eingraviert. Das muss ein Angehöriger nochmal "abnicken".

            Bei den bisherigen Beerdigungen wo ich war, alles Urnenbeisetzungen, wurde nach Einlassen der Urne Blüten ins Grab geworfen (wer eine Rose dabei hatte, hat sie nebens Grab gelegt), dem Toten gedacht und dann den nahen Angehörigen noch das Beileid bekundet.

            Denn bei den Beerdigungen wo ich war, hatten die Angehörigen vor der Beisetzung und der Rede keine Zeit und keinen Kopf, alle Mittrauernden zu begrüßen.

            LG Mel

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            • (21) 19.02.09 - 17:29

              manche trauergäste sind nicht zur trauerfeier in der kapelle anwesend (z.b. weil anderer ort.. kein auto usw.) diese warten auf dem friedhof, um nur der urnenbeisetzung beizuwohnen... und diese wollen auch noch ihr beileid bekunden. hm.. so kenne ich das.

              http://www.knigge.de/archiv/artikel/kondolieren-6756.htm

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              • (22) 19.02.09 - 17:33

                Naja,

                ganz ehrlich. Knigge hat mich da nicht interessiert.

                Ich habe das getan, was die anderen taten. Und das war eben bei allen Beerdigungen das kondolieren am Grab.

                Auch war ich nie die nächste Angehörige.

                Bei meiner ersten Beerdigung wo ich war, haben gefühlte 1000 Jugendliche den Eltern und der Freundin kondoliert. Und das hat echt was ausgedrückt!

                Da brauch ich Knigge nicht.

                Auch wird Lena, da sie eben auf der "anderen Seite" steht, nicht festlegen können, wer ihr wann kondoliert.

                Ich denke, es wäre anständig die Hände der anderen entgegen zu nehmen. Ums mal so zu sagen. Egal wo und wann.

                LG Mel

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                • (23) 19.02.09 - 18:11

                  na ja, das habe ich nur eingefügt, weil da halt noch einiges beschrieben ist und somit noch evtl. einige "wieso,-weshalb-warum-fragen" beantwortet wären.

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      (24) 19.02.09 - 16:39

      Dein Kommentar ist echt daneben.

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      • (25) 19.02.09 - 17:20

        entschuldige bitte, aber DU bist unverschämt UND daneben!
        mir scheint, du hast schwierigkeiten mit dem nachdenken.

        wie kann man fragen auf "gut verdacht" beantworten?
        da muß man halt mal nachfragen, damit mans richtig beantwortet.

        und wenn man das erste mal zu einer trauerfeier und urnenbeisetzung muß,
        da will man schließlich vorher alles ganz genau wissen, damit alles normal abläuft...
        ist ja kein pappenstiel.

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