Wie Kollegin auf "Hygiene-Problem" ansprechen?

    • (1) 12.03.09 - 20:40

      Hallo allerseits.

      Ich habe da ein Problem.

      Meine neue Kollegin riecht extrem nach altem Schweiß. Mal mehr, mal weniger. Aber müffeln tut sie immer, und das nicht am Ende eines harten Arbeitstages, sondern schon zu Arbeitsbeginn.
      Wir arbeiten in einem Getränkemarkt und haben engen Kundenkontakt (Angefangen von der Leergutannahme, über Beratung, bis hin zum Kassiervorgang).

      Heute war es extrem, so dass mich sogar der Chef darauf angesprochen hat. Er bat mich, mich mal mit ihr "von Frau zu Frau" zu unterhalten über ihr offensichtliches Hygiene-Problem.
      Er könne es nicht taktvoll rüberbringen, mein Chef ist so ein kleiner Mario-Barth-Verschnitt ;-) und würde sich wohl äußern wie: "Boh nee, wat müffelt hier denn so, sind Sie das?"

      Und das wollen wir uns dann doch ersparen, wir möchten sie ja auch nicht kränken, aber ihr intensiver Körpergeruch geht gar nicht.

      Wie um Himmels Willen, soll ich sie darauf ansprechen?
      Wie soll ich mit dem Thema anfangen und was soll ich sagen?
      Ich bin total hilflos, denn ich möchte ihr ja auch nicht zu nahe treten.

      Könnt ihr mir helfen?

      Liebe Grüße
      Janina

      • Hallo!

        Wir hatten mal 2 Praktikanten die extrem nach Schweiß gerochen haben und zudem noch dreckige Fingernägel und ungewaschene Haare hatten - soetwas geht bei Kundenkontakt einfach nicht.

        Ich würde ihr einfach sagen, das euch der Schweißgeruch mehrmals unangenehm aufgefallen ist und ob sie nicht etwas dagegen unternehmen könne. Nicht drum herum reden, sprich sie direkt darauf an.

        ICH war damals diejenige, die es den Praktikanten sagen musste. Ich habe ihnen gesagt, das sie SO nicht zur Arbeit erscheinen können.

        Kopf hoch, Du packst das!

        LG Lena

        • (3) 13.03.09 - 10:10

          Hallo Janina!

          Deiner Kollegin den von Dir geschilderten (unangenehmen) Sachverhalt mitzuteilen ist ganz klar die Sache Deines Chefs. Lass Dich da nicht instrumentalisieren, wenn die Aktion in die Hose geht, dann kann das Betriebsklima sehr schnell darunter leiden.
          Ich an Deiner Stelle würde meinem Vorgesetzten sagen, dass ich mir das nicht zutraue. Damit wäre er wieder in der Pflicht die Geschichte selber zu regeln und Du hättest Deine Ruhe.
          L.G. Kapulli

      (4) 12.03.09 - 20:50

      Hi Janina,

      schreibs ihr auf nen Zettel, steck ihr ne Flasche Rexona dazu und stecks in ihre Tasche oder so.

      Sie wird sicherlich niemanden drauf ansprechen, weil es ihr peinlich sein wird und hoffentlich wird sie was ändern.

      LG
      Selma

      ich finde diese idee auch nicht unbedingt gut.

      meine schwester hat auch ein schweiss-problem und total ungewollt und ändern kann sie es auch nicht.
      sie geht duschen und keine zwei stunden später hat sie riesige schweissflecken unter ihren axeln und es stinkt brutal.
      mal von ihren klamotten und dem frischen schweiss, manchmal nur der frische.ihr schweiss ist so penedrant, dass er sich sogar in die kleidung einschweisst und nach dem waschen der klamotte denkt man, er ist draussen.sobald diese stelle wieder feucht und warm wird ist der gestank wieder da.
      es stinkt manchmal so eklig, dass ich auf abstand gehe und meine schwester, die findet das natürlich alles derbst unangenehm.spricht man sie drauf an, wird sie sehr traurig und verschämt.sprich:es ist eh eine wunde stelle unter der sie seit ihrer pubertät leidet.
      würde man ihr nun noch ein zettelchen unterschieben, würde sie noch mehr komplexe wegen des schweisses bekommen und o gott, sie tut mir so schon leid.

      bitte sei ehrlich und sprecht sie so auf die sache an aber keine anonymen zettelchen und botschaften.das ist gemein.

      • Hi,

        hat deine Schwester schon einmal einen Arzt deswegen aufgesucht? Bei krankhaften schwitzen kann man sich doch die Schweidrüsen absaugen lassen.

        Oder diese Antischwitzdeos wie Sweat off, Yerka, Dobedan und so. Die helfen eigentlich ganz gut dagegen.

        LG

    (9) 13.03.09 - 10:21

    Diese Idee ist furchtbar, danach wird sie sich wahrscheinlich vor allen schämen. Stell dir mal vor du würdest so ein anonymes Zettelchen finden, da fühlt man sich doch nur mies.

    Lieber offen und ehrlich. Wenn die TE das nicht packt dann muss sie wohl ihren Chef in die Pflicht nehmen.

(10) 12.03.09 - 22:04

Was hast du für einen Chef?!#kratz

Es ist seine Aufgabe dieses Problem anzusprechen und nicht du!

  • (11) 13.03.09 - 12:14

    #pro absolut unterschreib...

    das ist einzig und alleine die sache des chefs. dem würd ich was erzählen wenn der nicht den arsch inner hose hätte das zu klären und dann fadenscheinig andere vorschicken...#augen

    LG

(12) 12.03.09 - 22:12

Hi,

es gibt Menschen, die riechen IMMER! Egal, ob die sich am Morgen duschen oder nicht. Das ist ein organisches Problem. Macht die Kollegin ansonsten einen gepflegten Eindruck?

Wenn dies der FAll ist, könntest du das als Ansatzpunkt für ein Gespräch nehmen. Ich würde es nicht hintenrum a la Seife in die Jackentasche oder so machen, das ist nicht fair!

Dein Chef hat sich ja feigerweise aus der Affaire gezogen. Von wegen "Direkt". Es ist ihm genauso peinlich wie dir, die Frau darauf anzusprechen. Das nur nebenher.

An deiner Stelle würde ich in einem ruhigen Augenblick - wenns geht am ABEND (nicht am Morgen, wenn ihr den ganzen Tag noch zusammen arbeiten müsst) - die Kollegin beiseite nehmen und sagen, dass du ein ziemlich großes Problem hast, dich absolut hilflos und überfordert fühlst, aber man dir halt den Auftrag gegeben hat, mit ihr über etwas zu sprechen. Sage ihr einfach ehrlich, dass du weißt, dass es IHR peinlich ist, dass es DIR aber nicht weniger peinlich ist, sie darauf ansprechen zu müssen. Dass die Kollegen und Kunden festgestellt haben, dass sie immer "riecht". Ob ihr das bewußt wäre?

Und wie gesagt, dieses Gespräch am Abend. Evtl. berührst du sie damit so unangehm, dass sie das Heulen anfängt oder sich in Grund und Boden schämt. Ich meine, dann ist es für sie einfacher das Gesicht zu wahren, indem sie nach dem Gespräch heimfahren kann, anstatt noch den ganzen Tag arbeiten zu müssen.

Blöde Situation. Aber glaubs mir, mit netter "Direktheit" kommst du wenigstens ehrlich rüber!

LG
GAel

(13) 12.03.09 - 22:48

Hallo,

wenn du nicht gerade dem Chef seine Assistentin bist und dementsprechend entlohnt wirst, soll er diese Aufgabe doch selber übernehmen. ;-)

LG

Hi!

Das würde ich auch an deiner Stelle ganz gepflegt sein lassen.
Dir verzeit sie das nicht so leicht wie ihrem Chef!
Zu dem muß sie nett sein!!!
Also mein Vater hat ein jungendlichen Bekannten der mag gerne mal mit ihm zur Jagd fahren, wenn der "duftet"
sagt mein Vater ihm einfach!

Du muchels asn Iltes<<<oder so ähnlich jedenfalls auf plattdeutsch hihi hört sich gleich etwas netter an.

Ich kann euch schon verstehen, ich würde auch grüne Farbe im Gesicht haben müsste ich die ganze Zeit neben der Stinkbombe stehen.
#augen

Aber sowas kann man nicht nett sagen.
Glaube ich jedenfalls.
Gruß Annette

übrigens nur mal so nebenher:mich würds interesieren, wie du es letzendlich gemacht hast oder auch nicht und wie sie reagiert hat.

Tja, ich glaube, ich werde sie mir mal in einer ruhigen Minute bei Seite nehmen.

Die Dame ist Ende 40, und als sie sich bei uns vorgestellt hat sah sie auch gepflegt aus, ihre Arbeitseinstellung war vorbildlich. Aber so nach 2-3 Wochen änderte sich das zusehends, sie kommt ungepflegt in den Laden, strähnige Haare und der muffige Geruch, auch hat sie immer die gleiche Kleidung an, dicken Fleece-Pulli und eine alte dunkle Daunenweste. Kein Makeup. Typ: rustikaler Naturbursche.

Ich meine, wir (die anderen Verkäuferinnen, noch 2 außer mir) sind auch keine Modepüppchen und ich bin, mit Anfang 30, mit Abstand die Jüngste, aber wir legen sehr viel Wert auf ein gepflegtes Aussehen, da wir ja auch an vorderster Front stehen und das Geschäft repräsentieren.

Mit dem Aussehen änderte sich auch ihre Arbeitseinstellung, und als ich sie da vorsichtig (wirklich vorsichtig und ruhig) darauf angesprochen habe, war sie schon peinlich berührt und hatte fast Tränen in den Augen, sie hat dann erstmal nicht mit mir geredet und sich in die Arbeit gestürzt. Als sie fertig war, hat sie aber wieder normal mit mir gesprochen und erzählt, als ob nichts gewesen wäre.

Daher kann ich auch überhaupt nicht einschätzen, wie sie dann reagieren wird, wenn ich sie auf ihren Körpergeruch ansprechen würde.

Tja, warum ich das alles mache? Ich bin sozusagen die rechte (und manchmal auch die linke) Hand des Chefs. Aber auf freiwilliger Basis, ich bin auch so ein Typ, der die Arbeit an sich zieht, was viele Vorteile, aber auch, wie in diesem Fall, Nachteile mit sich bringt.

Aber ich habe ja noch genug Zeit mich darauf vorzubereiten, da die Kollegin nur 1x in der Woche kommt. #schwitz

Ich danke euch für eure Ratschläge!

Liebe Grüße
Janina

  • (17) 13.03.09 - 09:12

    Frag sie doch mal, ob sie irgendwelche privaten Probleme hat-
    So nach dem Motto: zu Anfang kam sie immer so duftend frisch und schick zur Arbeit und seit einiger Zeit kann man zusehen, wie sie sich verändert. Und der Chef hat auch schon gefragt, was auf einmal los ist....

    Vielleicht hat sie ja echt Probleme und schleicht sich nur noch irgendwie durch den Tag?

    Sag ihr, daß der Chef erwartet, daß alle geschniegelt und gebügelt zu Arbeit erscheinen - und bevor er was sagt, sagst du es lieber, damit sie keinen Ärger bekommt.

(18) 13.03.09 - 07:30

"Herr Meier, Sie stinken!"

Quelle und bitte weiterlesen: http://www.t-online-business.de/c/16/92/30/62/16923062.html

Ich bin da eher der direkte Typ und möchte hier lieber
keine Tipps in die Richtung geben. Vielleicht guckst du dir mal die Hinweise unter dem Link an....

#snowy

ja klar, der Chef putzt sich ab...von wegen, er kann das nicht gut rüberbringen. dann soll er sich drauf vorbereiten, deshalb sitzt er auch im Chefsessel und bekommt Chefgehalt!

Oder musst du auch bei Bewerbungsgesprächen die Absagen übernehmen, weil er das nicht "gut rüberbringen" kann??

Männer....lass dich bloß nicht ausnutzen!

LG #klee

  • "Oder musst du auch bei Bewerbungsgesprächen die Absagen übernehmen, weil er das nicht "gut rüberbringen" kann?? "

    Du wirst lachen: Ja, das mache ich auch meistens *duckund weg*

also wir hatten das auch mal bei einer kollegin ..wir haben Deo gekauft und es ihr Freundlich gegeben .. sie wurde etwas Rot ..aber danach hat sie nicht mehr gemüffelt :-p

(22) 13.03.09 - 14:04

Hey,

wie wäre es, wenn Du irgendeinen Bekannten/Freund/Freundin von Dir (der dort sonst nicht verkehrt und auch nur einmal dort auftauchen wird) quasi einmal die Rolle des "bösen, direkten Kunden" spielen lässt- er kauft etwas bei Ihr und lässt dann einen Kommentar los, z.B. "boah, hat ihnen schonmal jemand gesagt, das Sie entsetzlich müffeln ??! Man, man, benutzen sie mal ein Deo !! " Und er sagt ihr das dann, wenn sonst keiner in der Nähe ist und wird dort später auch nie wieder erscheinen...

Ich halte das zwar für deutlich, hinterlässt dann aber nicht diese "Peinlichkeit" bei ihr, als wenn ihr das die Arbeitskollegen sagen würden:-D

Vielleicht nimmt sie sich das dann zu Herzen und ändert etwas!

Viel Glück
Grüssle
Kristina



(23) 13.03.09 - 21:07

Hallo,

ich wuerde folgendes machen.

wenn ausser ihr noch andere Kolleginnen neben dir stehen, wuerde ich sagen, oh, hier riechts irgendwie ziemlich nach alten Schweiss. Das geht natuerlich nur, wenn ihr als Kolleginnen euch im Griff habt und dann keine auf einmal losgackert. Mitunter ist es naemlich so, dass die Betroffenen davon ausgehen, dass andere ihren Geruch garnicht so wahrnehmen. Damit ist es erst mal durch die Blume gesagt. Denn ich denke, sie wird wissen, woher es kommt...
Aendert sich nicht umgehend etwas, dann nach kuerzerer Zeit ein aehnliches Prozedere, wieder ihr Kolleginnen und auch sie, und dann: oh, es riecht ja schon wieder so nach Schweiss und nun die Steigerung, seid ihr das oder bin ich's? Damit ist sie nicht der Buhmann, sondern du stellst die Moeglichkeit auf, dass auch jede andere riechen koennte. Dann waere abzuwarten, wie sie reagiert. Und sollte auch das nichts fruchten, hast du nun bei einem evtl. persoenlichen Gespraech einen Anknuepfungspunkt und es kommt nicht so aus der kalten heraus.

viel Glueck!

baxlina

Wir hatten leider auch mal so einen Mief-fall. Das arme Ding sah schon recht gepflegt aus, roch aber immer nach Schweiß. Meine Abteilungsleiterin hat uns dann auch gebeten, ihr das doch bitte verständlich zu machen. Aber weil das ja Sache von den "großen" ist, habe ich sie einfach zu ihr ins Büro geschickt und gemeint: "Frau Blablabla möchte mit dir irgendwas in ihrem Büro besprechen".

Sie hats dann doch gut rübergebracht, seitdem hatten wir keinen Mief mehr. ;-)

LG

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