Krank schreiben, weil Großelternteil stirbt?

    • (1) 14.04.09 - 07:50

      Würdet ihr euch krank schreiben lassen, wenn Eure Oma oder Opa sterben würde bzw gestorben ist?
      Wird soetwas anerkannt?
      Meiner Oma gehts nicht gut, ich mache mir da so emien Gedanken. Ich wohne nicht mit ihr im gleichen Haus, bin aber mehrmals die Woche da.
      Sie ist 79 und hatte schon zwei Infarkte.
      Was würdet ihr tun?

      • Wenn Du wirklich begründete Sorge hast, Deine Oma/Dein Opa stirbt und Du möchtest bei ihr sein, dann geh zu Deinem Hausarzt und rede mit ihm, wie sehr Dich das psychisch belastet .....es könnte durchaus sein, dass er Dich dann mal eine Woche krankschreibt.
        Wenn jemand schon gestorben ist, und Dir derjenige sehr nahestand, ist sowas wohl auch nachvollziehbar.
        Was Du Deinem Arbeitgeber sagst, kann ich Dir auch nicht sagen, falls er wissen will, warum Du krank bist, solls ja geben.
        LG Moni

        • ja, mein chef ist arzt und will immer wissen, weswegen ich nicht zur arbeit komme :-(
          Einmal wollte ich es nicht sagen (Ausschabung nach FG) und er hat ewig nachgebohrt.

          • So gesehen MUSST Du es ihm NICHT sagen......habe aber den Verdacht, wenn der Arzt ist, kriegt er es über seinen krankschreibenden Kollegen womöglich raus.
            Aber wenn der Dich krank schreibt, ist das ja in seiner Verantwortung. Ach ja, bei sehr großer Aufregung/Belastung kriege ich z.B. recht schnell Durchfall ohne Ende, und damit ist arbeiten auch schlecht ...:-p da liege ich durchaus ein paar Tage flach.

            • Sorry, aber solche Tipps sind zum Kotzen.

              Es ist gerade mal April und sie wird noch einen Großteil ihres Urlaubes haben, warum muß man sich da ne falsche Krankschreibung erschleichen?

              Gruß,

              W

              • Na dann kotz halt....
                Fakt ist, dass es absolut kein "Spaziergang" ist, wenn jemand beim Sterben begleitet werden soll - es ist der TE hoch anzurechnen, dass sie das überhaupt tut - es drücken sich die meisten davor !
                Ob DU das schon gemacht hast, weiß ich nicht.
                Und genauso ist es für mich dann entschuldbar, wenn man nicht gleich sämtlichen Urlaub dafür aufbraucht, denn niemand weiß, wie lange das gehen kann....
                Und Du kannst Gift darauf nehmen, wenn man so ein Erlebnis hinter sich hat, dann ist man auch erstmal urlaubsreif.
                Es ist eine psychische Ausnahmesituation - ein konzentriertes Arbeiten ist so kaum möglich....da "machen" andere wegen ganz anderer Pupse krank ! Ich erlebe es laufend bei Kolleginnen.......
                Gruß Moni

                • Du hast diese Erfahrung nicht allein hinter Dir, glaub mir das mal und ich hätte gern auf den damit verbundenen anschließenden Sonderurlaub verzichten mögen.

                  Jemanden in der Situation zu begleiten ist für mich genau so selbstverständlich wie erstmal den zur Verfügung stehenden Urlaub zu verbrauchen und DANN über irgendwelche simulierten eigenen Krankheiten nachzudenken.

                  Du solltest auch nicht von Dir auf andere schließen, ich habe mehrere enge Angehörige verloren und war heilfroh, im Job Ablenkung und "normale Menschen" um mich zu haben und dem hysterischen Gejaule Zuhause zu entkommen. Es tickt nun mal nicht jeder anders...und Tipps, sich ohne Indikation einen gelben Schein zu erschleichen sind schlichtweg asozial.

                  Gruß,

                  W

      (8) 14.04.09 - 08:45

      Ich würde, wenn ich entsprechend schlecht drauf wäre, Urlaub beantragen. Ein Krankheitsfall wäre das für mich auf keinen Fall.

      Gruß, Uta

      Guten Morgen!

      Ich habe dazu eine andere Meinung...

      "...ich mache mir da so meien Gedanken..." schreibst du. das hört sich nicht so an, als ob der Tod deiner Oma sehr nahe ist...
      Und da stellt sich mir doch die Frage: Was machst du, wenn sie in dieser Woche nicht stirbt? Bleibst du dann nächste Woche auch noch zu Hause? Und die danach?

      Und des weiteren finde ich es irgendwie... (mir fällt kein gutes Wort dafür ein) unmöglich ?!?
      Wenn meine Verwandten sich schon vor meinem Tod alle frei nehmen und sich um mich rum versammeln und nur "warten", das es endlich passiert... davon halte ich nicht viel.

      Natürlich ist man besorgt, aber alles sollte in Maßen bleiben... vor allem, da es ja im Moment nur so "um deine Gedanken" geht.

      Ich weiß, wovon ich rede, ich mußte auch schon beide Omas gehen lassen. Aber ich wäre bei beiden nicht auf die Idee gekommen, mich schon Tage vorher an ihr Bett zu setzten und auf den Tod zu warten.

      Das alles ist nicht böse gemeint - eben nur meine Meinung.

      Alles Gute für dich und deine Oma

      LG
      Jenny

      (10) 14.04.09 - 08:56

      Sorry, bei allem Verständnis für Deine Gedanken, aber wozu willst Du Dich krankschreiben lassen? Du bist nicht krank.

      Wieso beantragst Du keinen Urlaub?

      (11) 14.04.09 - 09:06

      nein ich würde mich nicht krank schreiben lassen. Wenn dann würde auch ich Urlaub bzw. Gleitzeit nehmen.

      Das habe ich gemacht, als mein Vater vor zwei Jahren schwer erkrankt war. Zumindest an dem Tag, als er mit Herzstillstand ins Krankenhaus gekommen ist und wir nicht wussten, ob er schafft, bin ich sofort nach Hause. Danach lag er noch 2 Wochen auf der Intensiv und ich war ehrlich gesagt froh über die Ablenkung auf der ARbeit.

      Meine Schwester allerdings war krankgeschrieben. Sie hat mit Angstattacken zu tun und war in der Zeit definitiv nicht arbeitsfähig.

      Gruß Julia

      (12) 14.04.09 - 09:40

      Hallo

      Wenn dir deine Oma so nahe steht und sie wircklich in sterben liegt dann lasse dich Krankschreiben.Jeder Mensch der auch nur halbwegs denken kann der weiss das man in so einer Situation sich sowieso nicht auf der Arbeit konzentrieren kann.Sei einfach erlich zum Arzt.
      Wo der Opa von einer Freundin von mir gestorben ist wurde sie auch krank geschrieben.Sie war Psychisch so fertig das sie wircklich nichts mehr auf der reihe bekommen hatt.

      Ich wünsche dir viel kraft für die nächste zeit
      Alles liebe
      Bibi

      • "Jeder Mensch der auch nur halbwegs denken kann der weiss das man in so einer Situation sich sowieso nicht auf der Arbeit konzentrieren kann."

        Ich denke, da tickt jeder anders - der eine ist froh über Ablenkung und der andere über zusätzlichen "Urlaub".

        Ich persönlich finde es erstens nicht okay, Kollegen/Firma/Mitversicherten gegenüber, sich ohne Erkrankung (und außer "mache mir so mein Gedanken" äußert die TE sich hier in keinster Weise über eine psychische oder physische Indikation) einen gelben Schein zu erschleichen.

        Gruß,

        W

        • Nun ja das sehe ich wie gesagt anders.Ich finde nicht das es was mit gelben Schein erschleichen zu tun hatt.Wenn die Psyche da wircklich nicht mitspielt das macht ein automatisch krank.Und ich denke nicht das andere kollegen da anders handeln würden.Es geht um ein Familien mitglied.Und das sollte an erster stelle stehn.Es gibt auch noch ein anderes Leben ausser Arbeit.

          • Genau für dieses Leben neben der Arbeit ist der Urlaub gedacht....

            Wäre sie krank, hätte ich gar keine Einwände gegen eine Krankschreibung, Du verallgemeinerst aber völlig unsinnig und setzt Dinge voraus, die sie mit keinem Wort erwähnt hat.

            Ihrem Beitrag nach ist momentan lediglich die Oma krank.

            Gruß,

            W

            • Nach ihren Worten nach liegt ihre Oma aber in STERBEN!!!!!#aha

              • Wo steht das?

                Da steht nur: "Ich mach mir so meine Gedanken!"

                LG
                Jenny

                • <<<<<< Würdet ihr euch krank schreiben lassen, wenn Eure Oma oder Opa sterben würde bzw gestorben ist?>>>>>><

                  Reichen ihre Fragen euch nicht.Das ist letztendlich auf das worauf ich ihr geantwortet habe.
                  Umsonst kommen solche Fragen bestimmt nicht.Manchmal frag ich mich echt wo hier das fein gefühl bleibt.Wahrscheinlich häte die TE besser in Trauer und trost geschrieben da hätte sie vielleicht mehr zuspruch bekommen statt sich hier den frass auszuwerfen.

                  • Stimmt! Du hast Recht! Da steht die Frage, was WIR machen würden, wenn so etwas ist.

                    Und was ICH machen würde steht auch weiter oben schon!

                    Von ihrer Oma steht da aber nur, das es ihr nicht gut geht und sie sich Gedanken macht! Sonst nichts!

                    LG

                    Spinnst Du?
                    Sie hat mit keinem Wort eigene gesundheitliche Probleme aufgrund der schweren Krankheit der Großmutter erwähnt und Du pauschalisierst hier "jeder, der halbwegs vernünftig denken kann, weiß, dass man...".

                    Nicht jeder bekommt Durchfall bei Streß und nicht jeder ist gesundheitlich durch eine schwere Krankheit (noch ist sie ja nicht tot) so mitgenommen, dass eine AU gerechtfertigt wäre.

                    Wenn die Sterbende (wie geschmacklos) ihr so am Herzen liegt, wird sie doch gern ihren Urlaub opfern, oder? Ist der aufgebraucht und die Oma immer noch nicht gestorben, kann man immer noch über andere Lösungen nachdenken.

                    Gruß,

                    W

              Ja und was willst Du mir damit sagen und wo fängt Deiner Meinung nach das Recht auf Krankschreibung wegen "im Sterben befindlicher Angehöriger" an???

              Nicht SIE, sondern ihre Oma ist lt. Beitrag der TE krank!

              Gruß,

              W

Hallo

Mein Vater ist vor 5 1/2 Wochen gestorben.Ich habe mich nach der Beerdigung krankschreiben lassen.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=11&tid=1954798&pid=12523555
Ist aber auch eine andere Situration gewesen.

lg

(23) 14.04.09 - 09:44

Bist Du selbst auch krank (ob psychisch oder physisch) oder geht es Dir darum, Zeit für die Besuche zu gewinnen?
Für Letzteres hat man Urlaub und wenn Du krank wärst, wärst Du ja sicher schon beim Arzt gewesen, oder?

Gruß,

W

(24) 14.04.09 - 09:54

Hallo!

Als mein Vater krank war, habe ich mir 4 Monate Urlaub genommen (unbezahlt).
Kann sich nicht jeder leisten, verstehe ich... war bei mir auch eine grosse Luecke.

Gehe sie immer Abends besuchen, sollte es schlimm enden, nimm dir Urlaub.
Spann den Wagen aber nicht vor die Ochsen, es haben sich schon viele Leute wieder bekrabbelt.

Mich hat es aufgeregt, als meine Tanten vor dem Tod meines Vaters schon mit der schoenen Bettwaesche ankamen, sie haben meine letzte Hoffnung kaputt gemacht (er hat es gottseidank nicht mehr mitgekriegt).

Hoffen wir, dass sie sich erholt!

(25) 14.04.09 - 11:43

Wie unkollegial ist das denn?

Für so was gibt es Urlaub bzw. unbezahlten Urlaub!

Für den Tag der Beerdigung steht Dir Sonderurlaub zu!

glu

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