Angst vorm Auto fahren was hat euch geholfen?

    • (1) 19.04.09 - 19:22

      Seit ich vor 10 Jahren den Führerschein gemacht habe, ist meine Angst leider nicht weniger geworden. Wenn mein Mann daneben sitzt bin ich in der Zeit auch ab und an mal gefahren aber ich leide an extremen Ängsten. Haupsächleich eigentlich vor den Straßenverkehr. Auch mit dem Fahrrad bin ich nie auf der Straße gefahren.
      Vor einem Jahr habe ich mich überwunden kurze einfache und bekannte Strecken mit dem Roller zu fahren. Aber nachdem ich ihn 2 mal nicht mehr an bekommen habe war das Vertrauen auch dahin.
      Heute hat mein Mann ein super altes kleines automatik Auto gekauft und ich hoffe ich kann mich überwinden diese bekannten Strecken damit zu versuchen.
      Wie war es bei euch und was hat geholfen?

      Sabrina

      • Hi,

        ich hatte an meinem ersten Tag im eigenen Auto einen Unfall und danach auch drei Jahre Angst zu fahren.

        Ich habe mich dann extrem langsam rangetastet.
        Bin zB Sonntag morgens halb sieben los und habe versucht, mich an die Straßen zu gewöhnen.
        Habe zukünftige Strecken geübt. Zuerst nur einmal um den Block, dann um zwei, dann um drei, dann mal mit Hauptstraße.

        Das ging so etwa 6 oder 7 Wochenenden.

        Dann habe ich versucht, meine Strecken so zu planen, dass ich alles umgehe, was mir Angst macht, wie unbeampelt links abbiegen oder Spurwechsel.

        Dann bin ich wieder anderthalb jahre nur meine 5 oder 6 Strecken gefahren . Und seit einem halben jahr etwa heize ich mit Vorliebe jede Strecke entlang und traue mich sogar langsam an Autobahnen #schock

        Der knoten ist bei mir letztendlich mit einem sicheren Auto geplatzt. Da drin kann mir nix (oder jedenfalls wenig) passieren.

        Aber am Ende ist es die zeit und viel, viel Übung. Werde auf den wichtigsten Strecken sicher, dann kommt der Rest von allein!

        LG

        (3) 19.04.09 - 19:32

        Ich kenne das Problem.

        Ich habe jetzt auch seit 9 Jahren den Führerschein. Bis auf 2 kleine Beulen fahre ich auch unfallfrei. Dennoch habe ich Angst vorm Autofahren.
        Mein Mann will immer, dass ich mehr fahre. Aber ich sterbe immer tausend Tode. Am meisten Angst habe ich vor dem parken.
        Mache mir schon vorher gedanken, was ist, wenn dort kein Parkplatz frei ist. Oder wenn er nicht für mich "geeignet" ist.
        Meist ist die Angst, nicht parken zu können dann so groß, dass ich gar nicht fahren mag.
        Ich kann das Auto so gar nicht abschätzen. Habe immer Angst anzufahren. Auch beim fahren an sich, wenn die Straße etwas enger ist.

        Mein Mann und ich überlegen jetzt, einen Smart für mich zu holen. Den mag ich eh sehr gerne. Ist mein Traumauto.
        Und da er so klein und wendig ist sollte ich damit eigentlich in jede Parklücke rein kommen. Und ich denke, wenn ich dann wieder Fahrpraxis gesammelt habe, und wieder sicherer werde, dann geht es auch mit dem großen Auto.

        Hallo,

        du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mein Führerschein vor 11 Jahren gemacht und bin vielleicht 10 mal oder so gefahren und nur einmal alleine....

        Die Angst immer da, sogar als Beifahrerin wenn wir auf der Schnellstraße sind. Mein Mann ist ein guter Autofahrer hat es von seinem Vater und da er kommt stundenlang durch Deutschland fährt-ist er ja auch geübter.

        Ich war damals eh in eine Therapie und sprach es an. Die Ursache soll bei mir liegen. Das ich mit 12 oder 13 Jahren mit dem Krankenwagen mitfahren mußte. Mein Vater hatte ein Herzinfakt und mußte zweimal wiederbelebt werden und halt anhalten. Mich hat mann komplett vergessen, saß vorne im Wagen und mußte es ansehen. Wie wir dann auch die Straßen rasend gefahren sind....die Angst soll von dort kommen.

        Ich habe einiges ausprobiert. Nur es hat nichts genützt. Ich sollte Fahrstunden nehmen, mann kann auch mit dem eigenen Auto fahren ist aber halt Risiko. Hatte mich vor Jahren mal kundig gemacht....

        Ich weiß das ich fahren sollte, spätens wenn ich eh ein Kind habe aber je mehr Druck ich habe....mache ich oben zu und es geht gar nichts. Meine Therapeutin fuhr selbst kein Auto und konnte mich da nicht unterstützen.
        Ich bin auch immer kleine STrecken gefahren, dann wenn keiner auf der STraße war aber seit wir den A4 haben....seitdem bin ich nicht mehr gefahren...seit Jahren.

        Die Lust und da sich mich ärgere nicht zu fahren, ist da aber die Umsetzung ist der Stolperfall. Ein zweites Auto kann ich mir nicht leisten. Nicht in heutiger Zeit!

        Ich wäre auch für Tipps dankbar....

        Da meine Batterien leer sind von der Maus und ich erstmal die Fernbedienung deren Batterien habe, komme ich erst morgen wieder on.....

        LG R.

      • Hallo!

        Ich habe meinen FS erst mit 36 Jahren gemacht (war echt toll in der Fahrschule mit halb so jungen Dingern zu sitzen und wie eine Oma behandelt zu werden ;-)) und drei Wochen später unser Auto auf dem Parkplatz an einer LKW-Anhängerkupplung zu Schrott gefahren.

        Das war furchtbar! Erstens musste ich mich überhaupt überwinden den zu machen und man ist mit 36 gar nicht so locker, vor allem da ich gleich mit meinen 6 Kindern rumfahren musste. Und dann der Unfall! Am nächsten Tag saß ich am Steuer des Ersatzwagens und habe auf meine Angst gepfiffen. Mir war klar, dass ich nie wieder fahren würde, wenn ich mich nicht sofort wieder ans Steuer setze.

        Viel Wahl habe ich auch nicht... Jahrelang war ich mit allen meinen Kindern zu Fuß, mit dem Rad oder der Bahn unterwegs und, glaube mir, schon beim Gedanken an den Streß im öffentlichen Verkehrsmitteln mit meinen Kindern bekomme ich Schweißausbrüche und dann kommt mir das Autofahren wie das kleinere Übel.

        Aber den Respekt davor habe ich immernoch. Es fahren genug Menschen rum, die eine Familienkutsche schieben, schneiden, drängeln etc. müssen, um sich besser zu fühlen. Da muss ich aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr aufrege.

        Toi, toi, toi und Gruß

        Miss Bennett #klee

        (6) 19.04.09 - 20:35

        Hallo,

        ich bin aufs Motorrad umgestiegen. ;-)
        Irgendwann fühlte ich mich dann bereit fürs Auto.

        LG
        Tina

      • Mh....also mit einem superalten Auto würden sich bei mir keine Ängste abbauen.
        Wenn wir kein gutes, neues Auto mit viel Knautschzone und ausreichend Airbags hätten, würde ich auch nicht fahren.


        Mona

        Hey,
        ich denke, extreme Ängste gehören vielleicht in die Hände eines Therapeuten, gesetzt den Fall, du bist wirklich und dringlich auf das Auto angewiesen. Wenn du es nicht bist, könnte dir das natürlich innerlich schonmal den Druck ein wenig abbauen, und du könntest von selbst das Problem angehen.
        Ich habe seit über einem Jahr den Führerschein und ich habe mich anfangs auch wirklich schlotternd ins Auto gesetzt. Ich weiß natürlich nicht, inwieweit meine Angst überhaupt mit deiner zu vergleichen war oder ist, aber Tatsache ist, ich hätte wirklich große Angst.
        Ich bin aber direkt von Anfang an jeden Tag gefahren. Anfangs habe ich bekannte und ruhige Strecken abgefahren, auch mal morgens früh, oder nur Landstrasse, und bin weitgehend allen brenzligen Situationen "aus dem Weg gefahren".
        Später habe ich mir dann häppchenweise mehr und mehr zugetraut.
        Mittlerweile fahre ich auch endlich Autobahn, das hätte ich vor einem halben Jahr noch nicht für möglich gehalten.
        Und mir ist schon einiges mit dem Auto, einem alten Golf, passiert. Eine Woche, nachdem ich den Führerschein hatte, ist mir das Teil an einer Ampel stehengeblieben und der musste abgeschleppt werden. Das war sicherlich nicht mit einem Unfall vergleichbar, aber hat mein Vertrauen in das Auto zusätzlich zu meiner Fahrunsicherheit gründlich auf die Probe gestellt. Seither gab es noch zig weitere Pannen mit dem. Und trotzdem bin ich froh, diese alte Schrottkarre zu fahren.
        Im Firmenwagen von meinem Mann habe ich einfach nur Angst, den anzudötschen oder zu Schaden zu fahren, mein Golfi ist alt, verzeiht mir Schrammen und Kratzer und Beulen und Fehler. Und ich fahre mittlerweile richtig gern, ich liebe es sogar, es hat ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit, was ich mit Bus und S-Bahn und als ewiger Beifahrer nicht hatte.
        Soweit meine Lobeshymnen zum "Mut machen".
        Grüße,
        G.-

        Ich fahre auch sehr ungerne Auto obwohl ich meinen Führerschein auch schon 10 Jahre habe. Meine grösste Angst ist das ich mich nicht auskenne. Irgendwo stehe und nicht mehr weiter weiss. Da hat mir wirklich ein Navi geholfen (TomTom) Meine zweite Angst ist das ich bei der Ampel mein Fahrzeug abwürge. Habe immer noch so nen blöden Schaltwagen. Deswegen bekomme ich irgendwann ein "kleines" Auto mit Automatik.

        In der Stadt und Autobahn fahre ich auch nicht wir wohnen gott sei dank auf dem Land.

        (10) 19.04.09 - 23:23

        AUGEN ZU UND DURCH #schock

        Da hilft nur: FAHREN!
        Jahrelang habe ich mich um Autobahnen und Großstädte gedrückt und wollte schon einen Superjob nicht antreten, weil ich dafür täglich über die Autobahn fahren mußte.....
        Richtig gerne fahre ich bis heute nicht, obwohl ich mittlerweile ein Auto mit Automatik und Navi habe, das ganz alleine einparkt, aber ich bin nicht vor jeder Fahrt einem Herzinfarkt nahe. Du mußt dich einfach überwinden......

        (12) 20.04.09 - 00:14

        Hallo,

        ein bißchen erkenne ich mich hier auch wieder.

        Ich habe erst mit 30 den Führerschein gemacht, mittlerweile vor fast 9 Jahren. Früher habe ich mich einfach nicht getraut, meine Eltern hatten nie ein Auto und keinen Führerschein.
        Aus heutiger Sicht sage ich mir, 10 Jahre früher wären besser für mich gewesen.
        Meine jüngere Nichte hat ihn gleich mit 17 gemacht, fährt schon fast 3 Jahre und auch unser Großer wird ihn bald machen, ist jetzt 17.

        Autobahn fahre ich zwar nicht so oft, aber das macht mir inzwischen nichts mehr aus. Stadtverkehr ebenfalls nicht, nur in Großstädten tue ich mich noch etwas schwer.
        Wir haben zwar auch Schaltgetriebe, stört mich aber nicht.
        Ein kleiner wendiger Flitzer, der sich super einparkt, geht bei uns gar nicht. Mit einem Kind im Rolli muss das Auto größer sein, daran mußte ich mich von Anfang an gewöhnen.

        Aber ich bin heilfroh den Führerschein zu haben und könnte es mir ohne nicht mehr vorstellen. Wir wohnen ländlich, ohne hätte ich in den letzten Jahren kaum einen Job annehmen können, die alle außerhalb vom Wohnort waren.
        Sei es wegen Arztterminen außerhalb, Job, Einkaufen..., es würde nicht ohne FS gehen.
        Selbst wenn der Partner mal krank ist, oder aus anderen Gründen nicht fahren kann, wäre es schon ein Riesenproblem.

        Blechschaden hatte ich als Neuling mal einen größeren und noch ein paar wenige kleinere, zum Glück noch nie Personenschaden.

        Ich denke auch, da hilft nur Überwindung und wenn die Angst übergroß ist eine Therapie.

        Gruß Anja

        Also entweder Augen zu und durch wie hier geschrieben, und fahren, fahren, fahren oder es grundsätzlich sein lassen.
        Zum Autofahren gehört auch ein wenig angeborenes Geschick.
        Wer zu unsicherist ist und es nicht in den Griff bekommt, gefährdet auch andere Verkehrsteilnehmer.
        Es kann eben nicht jeder alles. Das ist keine Schande.
        Charlotte

        Hi,

        wende Dich an eine Fahrschule Deines Vertrauens und mach noch einmal ein paar Fahrstunden. Danach übe mit einem Freund oder Freundin (auf keinen Fall mit Deinem Partner) der gut und sicher fährt etwas.

        Sollten alle Bemühungen nicht fruchten, ist es allerdings sinnvoller das Autofahren ganz zu lassen, statt als unsicherers Verkehrshindernis sich selbst und und vor allem andere zu gefährden.

        grüßle

        peter

        (15) 20.04.09 - 09:20

        danke für eure Antworten. Mal sehen was draus wird.

        Sabrina

Top Diskussionen anzeigen