Großfamilie, ist das wirklich so asozial?

    • (1) 22.04.09 - 15:07

      Hallo!

      Hab grad nebenbei Oliver Geißen laufen, wo es um Großfamilien geht und es sei so asouial so viele Kinder in die WElt zu setzen und dann noch zu Hause zu bleiben um die zu betreuen #bla. DAnn will eine mit vielen Kindern zum Ausgleich arbeiten, dann wird gefragt, ob sie den zu Hause keine ARbeit hätte.....

      WAs ist den los mit der GEsellschaft? DAs frag ich mich immer wieder. Wie hat es meine Oma geschafft 11 Kinder gerecht zu werden? Ihnen Ausbildungen zu ermöglichen.....

      Früher saß man nicht vor PC oder Fernseher, man hat sich hingesetzt am Abend und hat über den Tag gespsrochen oder sich GEschichten erzählt und dann noch etwas gesungen. Karten gespielt oder sonst welche Gesellschaftsspiele. Heute wird gezockt und gezankt, weil man an den PC will oder einen anderen Film schauen will.

      Vor 20 Jahren hatte es man als Scheidungskind schwer, heute werden Kinder aus intakten FAmilien schief angeschaut. Hallo! Was ist den los? Ist das die schöne neue Zeit?
      ISt man ein schlechter Mensch, wenn man mal anders lebt als andere? Ich denke solang man sich vernünftig verhält ist doch alles ok?

      Lg
      #sonnegirl

      • Hallo!

        Man kann auf keinen Fall alle - egal ob Großfamilie, AE, "intakte" Kleinfamilie usw. - in eine Schublade packen. Es wir IMMER solche und andere geben, desweiteren hat jeder seine eigene Meinung dazu.
        Ich bin AE mit drei Kindern. Sicher ist, dass man als solche schon mit Vorurteilen behaftet ist - gerade wenn einen die Leute nur flüchtig kennen. Aber was juckt mich das?
        Ich bin zufrieden, meine Kinder sind es auch, da wir eine Regelung gefunden haben, die es allen "Beteiligten" ermöglicht ein glückliches (Hauptsache!!) Leben führen zu können.
        Da sch*** ich auf die Vorurteile anderer oder meinen/unseren Status in der Gesellschaft.

        Gruß,

        M. :-)

        Asozial ist es schon 8-10 Kinder in die Welt zu setzen ohne einen Finger ( beruflich gesehen ) krumm zu machen.
        Für mich ist das kein vernünftiges Verhalten-sorry.
        Jeder kann ja gerne soviele Kinder bekommen wie er möchte, aber dann soll derjeniger auch dafür arbeiten gehen.
        Natürlich kann man arbeitslos werden, keine Frage, aber bei manchen hat man den Eindruck das sie nur nicht arbeiten wollen und 4000 Euro sind ja ein schönes Einkommen.
        Natürlich will das auf soviele Familienmitgliedern aufgeteilt werden, aber so teuer ist es nicht soviele Leute zu ernähren denn Großpackungen sind oft in der Relation billiger als die für Kleinfamilien oder Singles.
        Wenn man dann auch noch zur Tafel geht und sich für ein paar Tage für 1 Euro ernährt ist es gar nicht so wenig.

        In Österreich wäre das nicht möglich, da bekämen sie pro Kind 10 Cent !!! am Tag zusätzlich und es gibt kein Minimum sondern das ALG wird nach dem Einkommen die Notstandshilfe ( euer ALG2) nach dem ALG berechnet.
        So kann es locker passieren das man mit 300 Euro Notstandshilfe da steht wenn man ein Wenigverdiener ist und das inkl. dem Geld das für die Kinder dazu gezahlt wird.

        lg carrie

        • Wir bekommen schon die FAmilienbeihilfe pro KInd, das steigt mit dem Alter vom KInd. Und wir bekommen Karenzgeld bis das KInd 2 1/2 Jahre ist das sind wenn man die 2 1/2 Jahre nimmt pro Tag um die 14 €.

          Ich glaub, das einfach viele nicht mehr zurückstecken können und wollen und jeder sein gelebtes Leben weiterleben möchten. Einfacher wär es wenn man sich mit Freunden zu Hause trifft, da backt jeder mal einen Kuchen und man trinkt den Kaffee zu Hause und so kann man einen netten Nachmittag mit Freunden haben und die KInder fühlen sich nebenbei viel wohler als, wenn sie von einem Cafe zum nächsten gezerrt werden. Als Mutter ist man dann natürlich auch nicht so gestresst, der Nachteil ist, dass man dann alles wieder aufräumen muss, aber das wär doch auch nicht schlimm....

          LG
          #sonnegirl

          • Die bekommen wir auch, ich rede jetzt rein von ALG bzw. Notstandshilfe-wusste nicht das du auch aus Österreich kommst.

            Ich hab auch die 2,5 Jahre Karenz mit 14 Euro, bei meinem Sohn warens noch drei Jahre wurde aber durch den Mutterschutz für meine Tochter aufgehoben.

            Ich persönlich bin kein Mensch der von einem Kaffeehaus ins nächste hetzt-meine Kinder würden sich dort auch sehr unwohl fühlen weil sie dort nicht spielen können-darum gehen wir eher spazieren und nehmen Getränke mit.
            Aber ich muss zugeben wenn uns unterwegs der Kaffeedurst überkommt gehen wir halt auch 2-3 mal im Monat zu Starbucks und nehmen nen Kaffee mit.

            Allerdings geht mein Mann arbeiten und somit stellt sich die Frage ja nicht wirklich ob man sich es leisten kann.
            Wenn du mich aber fragst ob die beiden Familien bei Oli Geissen asozial sind muss ich ehrlich mit "Ja" antworten.
            Kein Geld, kein Einkommen und jammern das man kein Geld hat ( aber selbstverständlich die Zigaretten müssen sein ) und dann nach immerhin 8 Kindern immer noch nicht verhüten ist für mich asozial.
            Versteh mich nicht falsch ich bin auch Raucher, aber dann kann man nicht jammern das man kein Geld hat.
            Wenn man kein Geld hat dann verhüten und die Zigaretten lassen.

            • Aber die 2. fand ich irgendwie nicht so unvernünftig, da fand ich die ohne KInder auch nicht besser, was die so von sich gab, auch wenn sie teilweise recht hat.

              Aber wir können nicht reinschaun in die FAmilien. Und wenn es tatsächlich klappt...
              Ich kenne Familien mit 4-5 KIndern, klar, man hat viel zu tun, wenn die Kinder klein sind, aber vielleicht bekommt dann das auch irgendwann zurück!

              • Ich habs nur am Rand mitbekommen, weil ich zu tun hatte, aber klar jemand der keine Kinder hat kann schwer urteilen.
                Mir ging es in erster Linie darum das man nicht was weis ich wie viele Kinder auf Staatskosten bekommen kann.

                Wie gesagt jeder kann arbeitslos werden, mein Mann wurde es als ich mt meiner Tochter in der 15. Woche war, aber bei 10 Kindern kann man davon ausgehen das die Frau noch nie gearbeitet hat und ihr Partner ist auch arbeitslos.
                Wenn man allerdings dann noch weitere Kinder plant ist das sehr unvernünftig.
                Wir haben vorher schon Geld zur Seite gelegt, eben weil wir wussten das man immer arbeitslos werden kann, und konnten uns so alles selber finanzieren.

      (8) 22.04.09 - 16:38

      hallo,

      ich finde es lediglich asozial, wenn familien auf staatskosten leben(kindergeld ausgeschlossen) und die kinder keine vernünftige erziehung und moralische werte bekommen...wenn papa arbeiten geht um die familie zu ernähren und mama zuhause bleibt bei vielen kinder und sich um diese kümmert...ok...es gibt leider auch genug familien, die 1-2 kinder haben, die verlottern und die eltern beim amt die hand aufhalten.

      ich mag familien, in denen viel geredet wird...bei uns geht das manchmal auch unter besonders wegen pc und tv, aber es gibt durchaus abende, an denene wir am esstisch sitzen und quatschen, besonders, wenn freunde zu besuch sind

      lg

      Birgit

      Hallo,

      Ich habe 7 Kinder und leider zwängt uns die Gesellschaft immer und immer wieder in die Schublade "Asozial".

      Ich finde das nicht gerechtfertigt (Zumindestens nicht bei uns),denn ich habe eine Schulausbildung (Hab das Kind mit in die Schule genommen um meinen Abschluss zu machen, Dank meiner Tollen Lehrerin), habe eine Ausbildung und kümmer mich anständig um meine Kinder.

      So,nun kommen wir zu dem anderen Thema....Mein Mann ist auch zu Hause...
      Ca. noch ein Halbes Jahr,dann geht er wieder seinen Beruf nach.
      Warum er zu Hause ist?
      Weil unser Nesthäkchen Schwerstbehindert ist und ich ehrlich gesagt (Momentan) auf seine Mithilfe angewiesen bin.
      Wenn jetzt jemand behauptet das könne man auch anders regeln dann bitte;-)

      Meine Kinder laufen anständig rum, und ich bin total Pingelig was Sauberkeit betrifft.

      Das eigentliche Problem ist einfach das Grundsätzlich immer Großfamilien im Fernsehen gezeigt werden die entweder eine Grundsätzliche Problematik (mit was auch immer ) haben oder es mit der Sauberkeit nicht so Ernst nehmen.

      Schade....

      LG

      Nicola ----> die sehr sehr Stolz auf ihre Kinderschaar ist

      • Hallo,

        wenn Ihr Euch die berufliche Auszeit Deines Mannes selber finanziert, hat sicher niemand was dagegen ...

        Gruß,
        Julia

        P.S. Wir waren zu viert und mein Vater hat noch mal drei in zweiter Ehe bekommen ... wir haben nie auch nur einen Pfennig Sozialleistungen beantragt oder gar erhalten, selbst den 50 DM-Zuschuß zu Schulbüchern gab es für uns nicht (lang ist es her, dass es sowas gab). Im nahen Freundeskreis waren zwei Familien mit je 6 Kindern, alles auf eigene Kosten und mit hohem Standard. Wir und die anderen wurden nie in die "Schublade asozial" gepresst ... wer hätte das auch tun sollen?

    (11) 22.04.09 - 19:32

    Ich stamme auch aus einer Großfamilie und NEIN Großfamilie und asozial hängt nicht direkt zusammen.
    Leider gibt es den Stempel der Gesellschaft aber viel zu oft.
    Ich kenne einige Großfamilien, deren Kinder wesentlich sozialer sind als die komplette Umgebung einfach aus dem Gedanken heraus, sei besser vielleicht wirst du dann nicht abgestempelt.
    Großfamilien allerdings, die komplett auf Staatskosten leben sind asozial, denn wenn man vorher weiß, dass man ein Kind nicht ohne finanzielle Unterstützung ernähren, kleiden und adäquat fördern kann, sollte man kein Kind bekommen bzw. von sich aus etwas an der Situation ändern. Denn sonst sind die Leidtragenden immer die Kinder und das unabhängig davon, ob es sich um eine Großfamilie handelt oder um die ganz "normale" Durchschnittsfamilie.

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