@ Gesundheitsfreaks: Kaliumgehalt von Kartoffeln

    • (1) 16.05.09 - 19:27

      Hallo ihr Lieben,

      Vielleicht kann mir jemand helfen oder stellvertretend klüger googeln als ich es getan habe:

      Meine 17-jährige Tochter ist seit kurzem an der Dialyse.
      Ich muss sie kaliumarm ernähren ( weiss ich seit Jahren wie das geht )

      Kartoffeln sind hoch kaliumreich, deshalb bisher eher die Ausnahme auf dem Speiseplan.

      Vor einiger Zeit habe ich- eher zufällig- Biokartoffeln gekauft (Granola).
      Die schmecken nicht nur lecker sondern seitdem ist Kimmis Kaliumwert gesunken und im grünen Bereich, selbst wenn es "dauernd" Kartoffeln gibt.....

      Ich vermute einen starken Zusammenhang zwischen Kaliumgehalt von Kartoffeln und Düngeform- finde aber nichts Genaues im I-net.
      Scheint auch so als wenn verschiedene Sorten per se verschiedene Kaliumgehalte hätten..... ?

      weiss jemand mehr?

      vielen lieben Dank

      Petra

      • Hallo Petra,

        ich kann Dir zwar nichts sagen ob das Düngen etwas mit dem Kaliumgehalt zu tun hat, fühle mich aber trotzdem angesprochen.

        Ich bin Schwester in der Dialyse und mache dort neben der Dialysebehandlung auch Ernährungsberatung für Patienten und Angehörige.

        Wenn Deine Tochter die Kartoffeln essen kann und das Kalium hirunter nicht steigt dann ist das ok. Aber bedenke auch das alles Obst und Gemüse von der Natur gewachsen ist und somit einen unterschiedlichen Gehalt an Kalium haben kann.
        Dann kann es sehr schnell lebensbedrohlich für Deine Tochter werden und ich persönlich finde es außerordentlich fahrlässig den Kartoffelkonsum zu steigern in der Annahme das Kalium sinkt.
        Ich habe schon einige Male Notfalldialysen machen müssen weil die Patienten oder auch deren Angehörigen die Gefährlichkeit des Kaliums unterschätzt haben. Es ist auch möglich das der Kaliumwert gesunken ist weil ein anderes Dialysatkalium verwendet wird (aufgrund gestiegener Werte).

        Also bitte lass es lieber, Du spielst mit dem Leben Deiner Tochter.

        Du weißt auch nicht wie schnell sich die Restfunktion der Nieren verschlechtern wird und dann hat sie wirklich Probleme.


        Wenn Du möchtest kannst Du mich anschreiben wenn Du Fragen hast. Weiß ja nicht ob "Eure" Dialyse Ernährungsberatungen anbietet.

        Liebe Grüße
        und schönen Sonntag noch


        Nicole#liebdrueck

        • liebe Nicole

          ersteinmal vielen Dank für dein Interesse und deine Antwort.

          Ich weiss nicht ob das bei urbia funktioniert aber ich würde deine Adresse gerne linken um mit dir in Kontakt zu bleiben denn es stellen sich doch immer wieder Fragen zur Ernährung.

          Ersteinmal zur Beruhigung: ich spiele natürlich nicht mit Kims Gesundheit oder Leben.

          Ich bin mit der Niereninsuffizienz seit 15 Jahren vertraut und habe es auf Grund unserer/ ihrer Ernährung entgegen aller ärztlichen Prognosen lange Jahre geschafft den Verlauf hinauszuzögern.

          ( sogar ein bisschen ZU gut: wäre sie nach all den Jahren Bemühen 3 Monate (!) früher dialysepflichtig geworden wäre sie auf der Kinderwarteliste bei Eurotransplant geblieben... :-( )

          Jetzt - wo sie doch "dran" ist gilt mein äusserstes Interesse selbstverständlich dem Erhalt der Restfunktion der Nieren-

          Natürlich gibt es hier nicht "dauernd" Kartoffeln.... meine Frage ist eher akademisch-
          es ist einfach interessant ob es nicht doch (noch unbekannte) Feinheiten an der Waage gibt.
          Gerade WEIL Kalium EIN oder besser DAS Thema ist interessiere ich mich über das übliche hinaus:

          Haben zB. 1x die Woche gewässerte Kartoffeln aus überdüngtem Anbau vielleicht TROTZDEM mehr Kaliumgehalt als 2x die Woche frische Kartoffeln aus biologischem Anbau? Wie verhält es sich mit anderen Gemüsen?
          Ist der Kaliumgehalt nach Lagerung höher? (ja) Welchen Einfluss haben Sorte und Anbaugebiet?

          Wie gesagt: eher eine akademische Frage- aber eine sehr interessante. Es gibt mir Handlungsspielraum wenn es (einmal wieder) darauf ankommt an der Waage zu drehen.

          Das Dialysatkalium ist nicht gewechselt worden.

          Kims Kaliumwert kommt von 5,7 (!) und pendelt seit Umstellung auf "BIO (-Kartoffeln)" stabil zwischen 4,2 und in Ausnahmefällen 4,7 mml- also noch absolut unbedenklich wie du siehst.
          Der Kaliumwert hat sich so gut stabilisiert das sie manchmal nur noch 3 oder 3 1/2 Std dialysiert wird (zB weil die Maschine zickt oder der Katheder nicht läuft) statt der normalen 4 Std....

          Ebenso selbstverständlich wie ich Kims Kaliumwerte im Blick habe verhält es sich mit Phosphat incl. aller relevanten E-Nummern ( Kim braucht dank dessen nur ein Minimum Phosphatbinder zu nehmen ) Ebenfalls habe ich Flüssigkeitsaufnahme/ Urinmenge im Blick, Ödeme, Blutdruck und Gewichtzunahme ( 2 Kartons Restoric für alle Fälle da...)

          lach

          ich würde dich gerne anschreiben wenn ich Fragen habe.

          Z.B. Hochwertiges Eiweiß versus Harnstoff... ? #kratz

          lg

          Petra
          #liebdrueck







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