Nachteile Kirchenaustritt

    • (1) 02.06.09 - 11:17

      Hi,

      mein Mann und ich haben beschlossen, dass wir (inkl. Sohn) aus verschiedenen Gründen aus der Kirche austreten.

      Was für Nachteile können für konfessionlose enstehen?

      Gruß
      Melli

        • (5) 02.06.09 - 11:34

          Selbstverständlich kann man kirchlich heiraten ohne in der Kirche zu sein und klar kann man in einen christlichen Kiga gehen auch wenn man konfessionslos ist. Im Mittelalter leben wir ja nun nicht mehr.

          • Man kann, meines Wissens, nur kirchlich heiraten wenn zumindest einer der Partner der Konfession angehört in deren Kirche sie heiraten wollen.

            Sind beide konfessionslos können sie nicht kirchlich heiraten.

            LG

            Puck

          • (7) 02.06.09 - 12:02

            Das stimmt so nicht, sondern liegt im Ermessen des jeweiligen Pfarramtes bzw. Kindergartens.

            Der katholische Kindergarten bei uns z.B. nimmt nur Kinder an, wenn mindestens ein Elternteil katholisch ist und die Kinder getauft sind.

            Bei der Taufe unserer Tochter (evangelisch) machte der Pfarrer dicke Backen, weil ein Pate nicht evangelisch sondern katholisch ist. Nach ziemlichem Hickhack wurde der Pate dann trotzdem akzeptiert

            • (8) 02.06.09 - 12:30

              rechtens ist es nicht, wenn ein kiga mit kirchlichem träger nicht kirhcliche kinder nicht aufnimmt. denn: auch die kigas in kirchlicher trägerschaft werden zu einem sehr großen teil staatlich gestützt und haben keinen privatkigastatus. ergo: keien bevorzugung auf grund von rasse, geschlecht oder religion...

              lg,

              schullek

          (9) 02.06.09 - 14:30

          in den meisten gemeinden(evang.) die ich kenne, ist die trauung nicht möglich, in meiner heimatgemeinde konnten wir auch lediglich einen gottesdienst zu eheschliessung haben, weil mein mann konfessionslos ist

          bei kindergärten und schulen, die kirchenbetrieben sind, endscheidet letztendlichauch die konfession, wenn beispielsweise mehr anfragen, als plätze sind.

          lg

          Birgit

          (10) 02.06.09 - 15:45

          "Selbstverständlich kann man kirchlich heiraten ohne in der Kirche zu sein und klar kann man in einen christlichen Kiga gehen auch wenn man konfessionslos ist. Im Mittelalter leben wir ja nun nicht mehr. "

          Beim Kindergarten hast Du recht, bei der Trauung nicht. Da muß schon mindestens einer der Partner der entsprechenden Konfession angehören!

          Informiere dich mal richtig, bevor du hier einen auf #cool machst! #augen

          Wenn beide konfessionslos sind, können sie auch nicht kirchlich heiraten.

          Sagt einem eigentlich der Hausverstand. #aha

      "Keine Aufnahme in einen christlichen Kindergarten"

      Falsch. Christliche Kindergärten nehmen problemlos konfessionslose Kinder auf.

      Stimmt....ist bei uns auch so!

(17) 02.06.09 - 15:25

Das mit dem Kindergarten stimmt so nicht!

Bei uns in Rheinland Pfalz bekommt man ein Platz in einen Katholischen KIGa, auch wenn beide Eltern aus der Kirche ausgetreten sind!

LG Tanja

  • (18) 02.06.09 - 15:38

    Deswegen hab ich evtl. geschrieben, bei uns nimmt der kath. Kiga nur Kinder auf, wenn mindestens ein Elternteil katholisch ist. Das ist von Pfarramt zu Pfarramt bzw. Kindergarten unterschiedlich.

    LG

Hallo Melli,

nun, je nach Kirchenrat gibt es da Einschränkungen bei kirchlicher Trauung, Taufe, Trauerfeier, Kindergartenaufnahme.

So können Bekannte an ihrem Wohnort nicht kirchlich heiraten, da beide nicht mehr in der Kirche sind (für mich ok, andere kritisieren es)

Die Taufe ist eine Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft, so da die gleichen Einschränkungen.

Bei Todesfällen gibt es vielerorts keine kirchliche Trauerfeier bzw wird auf manchen Friedhöfen das Beerdigen konfessionsloser Bürger abgelehnt, je nach Region muss der Verstorbene ggf im Nachbarort beerdigt werden, wenn dort ein "freier Friedhof" ist.

Kindergärten gehen teils dazu über, sofern die Kirche der Träger ist, die Aufnahmereihenfolge von der Konfession abhängig zu machen. Hier im Dorf gilt die Reihenfolge: Wohnort (hier), Konfession, Situation der Eltern (beide berufstätig etc)... anschliessend evtl freie Plätze werden dann an die Nachbarorte vergeben.

Ebenfalls kann man bei manchen Konfessionen kein Taufpate werden, wenn man nicht mehr einer Glaubensrichtung angehört.

Gruß

Mone

Hi Melli!

Will man im sozialen Bereich arbeiten, ist es schwieriger konfessionslos in kirchlichen Einrichtungen zu arbeiten.
Ich wurde z.B. von einer katholischen Berufsschule abgelehnt, da ich nicht getauft bin und der Satz konfessionsloser schon voll war.

Grüße, Katrin

Unter Umständen kein Kindergartenplatz. Wer einen sozialen Beruf hat, bekommt u. U. keine Arbeit.

Ich selbst musste die Erfahrung machen, dass ich benachteiligt werde bei Privatschulen/Internaten.

Ein Bespiel: Internatsplatz für Christen = 480,-- Euro, für Nichtchristen 2400 Euro...

Gruß

Manavgat

  • (22) 02.06.09 - 12:49

    Verstößt das nicht irgendwie doch gegen das Grundgesetz?

    • (23) 02.06.09 - 13:20

      das ist wohl wie mit dem Sportverein:
      Für Mitglieder sind Kurse preiswerter und Mitglieder werden bei Anfragen vorgezogen. ;-) Klingt für mich eigentlich normal:-p

      (24) 02.06.09 - 13:21

      Hallo,
      nein, weil kirchliche Einrichtungen Tendenzschutz genießen.
      Sie müssen sich weder an Arbeits-und Mutterschutzgesetze halten (können einer Schwangeren kündigen).
      Für kirchliche Einrichtungen ist sogar im AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) eine Ausnahme gemacht worden so das sie nach Religioszugehörigkeit diskriminieren dürfen.
      Siehe §9 AGG http://www.gesetze-im-internet.de/agg/__9.html

      Das ist ja das schizophrene, kirchliche Kindergärten werden zum überwiegenden Teil zu 100% aus NICHTkirchlichen Mitteln finanziert, also aus allgemeinen Steuermitteln und Mitgliedsbeiträgen.
      Trotzdem haben sie das sagen.

      In meiner Kleinstadt wo ich herkomme war es sogar so.

      Die Stadt baut den Kindergarten aus öffentlichen Mitteln, übergibt den gebauten Kindergarten an die evangelische Kirche, die die Trägerschaft übernimmt und nach ihrer Glaubenslehre führt, mit Mitgliedbeiträgen und öffentlichen Geldern der Stadt.
      Kein Cent Kirchensteuer fließt da rein, auch nicht für die Gehälter der Angestellten.

      Das Beispiel ist übrigens die Regel bei kirchlichen Einrichtungen.

      Wer sich damit mal genauer beschäftigt, denkt, das kann doch alles nicht wahr sein.
      Doch ist es, im Jahr 2009 in Deutschland.

      Ich denke wir brauchen noch 200 Jahre oder mehr, bis die Kirche dahin zurückgedrängt wurde wofür sie allenfalls da ist, nämlich ausschließlich für den privaten Bereich.

      Ich werde es wohl nicht mehr erleben.

      Gruß
      Demy

Du kommst in die Hölle und Deine Seele wird auf alle Ewigkeit in qualvoller Verdammnis leiden.

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