Beerdigung! Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

    • (1) 11.06.09 - 17:28

      (die Überschrift klingt ein bisschen blöd, wusste nicht wie ich es formulieren sollte)

      Hallo,

      eine etwas ungewöhnliche Frage, aber aufgrund meiner aktuellen Situation beschäftigt mich dieses Thema sehr.

      Meine Oma (eher Mutter, ich bin bei ihr aufgewachsen) ist im April nach einer Krebserkrankung verstorben.
      Sie hatte eine Sterbegeldversicherung die sie bereits in den 90er Jahren abgeschlossen hatte. Sie hatte auch bereits zu Lebzeiten alles mit dem Bestatter vereinbart. Sie wollte eine anonyme Beerdigung ebenso wie ihr Mann auch beerdigt wurde. Ein kleines Sparbuch blieb noch über von dem allerdings noch laufende Kosten wie Miete, Arztrechnungen die noch immer hineinflattern etc bezahlt werden müssen. Ich kümmere mich um Wohnungsauflösung und regel den Papierkram. Nun habe ich von der Versicherung ein Schreiben bekommen mit der Benachrichtigung das der Bestatter bereits bezahlt wurde. Kosten 3145,90 € #schock ohne die Kosten von der Stadt für die anonyme Grabfläche sowie Beisetzung von 1040,- €

      Das sind nun über 4000,- für eine anonyme Beisetzung und da ist noch kein Blümchen bei.
      Ich habe bisher noch keine Beerdigung miterlebt, ich war auch noch nie auf einer gewesen. Das es teuer ist wusste ich wobei ich jetzt doch etwas schockiert bin. So viel Geld und dann nicht einmal ein Ort zum trauern. Also kein wirklicher, nur die Rasenfläche wo sie irgendwo auf 20qm liegen kann.

      Ich mache mir viele Gedanken darüber. Ich bin schwanger, ich habe bereits ein Kind und wenn ich bedenke einen weiteren geliebten Menschen zu verlieren und ihn nicht mal (aufgrund des Geldes) so beerdigen kann wie ich es mir wünsche, dreht sich mir der Magen um.
      Ich denke ich werde für mich ebenso eine kleine Absicherung machen damit, sollte mir etwas passieren, damit wenigstens keiner auf einem Schuldenberg sitzenbleibt.

      Wie geht ihr damit um? Oder welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Spart ihr genügend an um solche (plötzlichen) Kosten decken zu können? Habt ihr auch bereits im jungen Alter Versicherungen die den Hinterbliebenen weiterhelfen können?

      Ich danke Euch für Eure Antworten! :-)

      Liebe Grüsse Biene#blume

      • Hallo

        Wir haben eine Sterbegeldversicherung.
        Mein Vater ist im März gestorben und hatte sein Geld in Akupunktur invesiert.Er hat die günstigste Beerdigung bekommen die es gab.Nach Abzug von dem Guthaben mussten meine Geschwister noch alle 230 Euro zahlen.
        Miich hat es zwar etwas geärgert aber mittlerweile ist der Ärger verzogen.
        Ich habe einige Dinge von daheim mitgenommen die ihren Wert haben.
        Die Wohnungsauflösung haben wir so gemacht.
        Ein Holländer hat das gemacht.Er hat die Wertgegenstände behalten und den Rest entsorgt.
        Der Vermieter hat eingewilligt das wir nur noch im März bezahlen mussten wenn das Haus geräumt wird.
        Von der Telekom haben wir jetzt eine Rechnung von 1,06 cent bekommen.Bekommen die nicht,haben das erbe ausgeschlagen.

        Trotzdem war es eine nette Trauerfeier :-(.Wir haben alle was zwischendrin von unseren Eltern bekommen und deshalb bin ich nicht böse.
        Dir alles gute.

        lg

        • Hallo

          Dem Vermieter haben wir Werkzeug geschenkt,er hat dann auf die Nebenkosten verzichtet.Die hatten ein sehr gutes Verhältniss.

          Ich musste aber auch die 230 Euro zahlen.

          lg

          Wir haben alle was zwischendrin von unseren Eltern bekommen und deshalb bin ich nicht böse.

          #schock
          sonst wärst du böse, weil du 230 euro für den letzten Gang deines VATERS gezahlt hast...???!

          Ich hoffe SEHR, dass ich das falsch verstanden habe???

          sonst wäre ich extrem geschockt bis hin zu betroffen über deine Aussage.
          ehrlich gesagt: mir wäre übel.

          • Hallo

            Nein ,da hast du mich falsch verstanden oder ich habe mich blöd ausgedrückt :-(.Ist noch alles so frisch .Ich habe mir Sachen die für mich einen besonderen Wert haben mitgenommen.Ausserdem bin ich froh das es so ausgegangen ist.Weil bei Erbsachen werden Familien zu feinden.

            lg

      Mein liebes Bienchen,

      unter allen Dienstleistern gehören sehr viele Beerdigungsfirmen zu den Spitzen Betrügern.

      Das fällt diesen deshalb so leicht, weil bei der Sargbeilegung oder bei der Einäscherung niemand dabei ist. Oder wenn diese von Angehörigen Vollmacht erhalten zur Erledigung aller Formalitäten. Oder wenn diese Beerdigungsfirmen direkt Zugang zu den Sterbeversicherungen (Policen) haben mit denen dann direkt abgerechnet wird. Da wird dann richtig hingelangt.

      4.000,00 Euro, das sind 8.000,00 DM für eine einfache Beerdigung. Mann oh Mann!

      Also. Dem Beerdigungsunternehmen keine Versicherungspolicen aushändigen. Vorher die genaue Leistung absprechen und sich ein verbindliches schriftliches Angebot geben lassen. Leistung und Preise vergleichen. Danach gemäß dem Angebot Auftrag erteilen.

      Ich spare dafür nichts an weil ich eine ausreichende Risikoversicherung habe.

      Gruß
      Nobility

      • Das mit der Versicherung ist so aber nicht richtig.
        Selbst wenn man dem Bestatter die Police gibt bekommt man persönlich Bescheid was der bestatter überwiesen bekommen hat.
        Die Versicherung gehört immer noch einem selber bzw den Hinterbliebenen also bekommen die auch die Post der Versicherung.

        Jeder Bestatter macht im Normalfall vorher einen Kostenvoranschlag.
        Bei meinem Vater hat er gesagt 3000 Euro, das war der Komplettpreis (Sarg, Einäscherung, schöne Urne, Urnengrab, Blumen, anschließendes Kaffetrinken, Kosten Kapelle, Steinumrandung vom Grab, Kosten Sterbeurkunde, Zeitungsanzeigen Tod und Nachruf)
        Eben alles komplett. Es kamen keine weiteren Kosten dazu.
        Ca 2 Wochen nach der Beerdigung kam dann die Rechnung, die Sterbegeldversicherung war von der Endsumme bereits abgezogen, davor hatte meine Mutter aber schon lange Post von der Versicherung wieviel sie an den Bestatter ausbezahlt haben.
        Die Rechnung belief sich ziemlich genau auf den Kostenvoranschlag.

        Gruß
        Arkti

        • ....ich habe bis heute vom Bestatter noch keine Rechnung bzw Kopie von der einzelnen Auflistungen was was gekostet hat.
          Eine Bekannte sagte mir das es bei ihr 5 Wochen gedauert hat. Der Bestatter sammelt die ganzen Rechnungen und wenn alles Komplett und erledigt ist dann schicken sie einem alles zu.

          Oma hatte diesen Bestatter gewählt, ich hätte es nicht gemacht. Beim ersten Treffen waren sie sehr nett, danach haben ich nie mehr einen telefonisch erreicht und auf die "Bitte um Rückruf" kam nichts.
          Fand das unmöglich, geht schliesslich hier um geliebte Menschen die man verloren hat nicht um irgendeine Produktinformation. Einfach nur traurig.:-(

          • Mein Vater hatte diesen Bestatter auch vorher ausgewählt, obwohl viele immer meinten es wäre der teuerste. Stimmte einfach nicht.
            Denn die meisten Kosten sind halt so wie sie sind, z.b Grabkosten usw, da kann er nichts dran drehen.

            Wir haben unseren auch jederzeit telefonisch erreicht.
            Er hat wirklich viel getan, Papa bei der Krankenkasse abgemeldet, Behördengänge usw.
            Die Sterbeurkunde usw hat er ihr ziemlich schnell vorbeigebracht, am gleichen Tag der Ausstellung.
            Man braucht sie ja um diverse Dinge zu kündigen.

            Bei uns hat der Bestatter auch alles gesammelt, das letzte war praktisch die Rechnung vom Nachruf in der Zeitung. Dann hat es noch eine Woche gedauert und die detallierte Rechnung war da.

        (10) 11.06.09 - 20:29

        Und ob das so richtig ist.

        Die Lebens- oder Sterbepolice in den Händen eines Bestattungsunternehmen ist ein Freibrief.

        Das ist auch der Hauptgrund warum es den Beerdigungsunternehmen besser geht als den meisten anderen Dienstleistungsunternehmen.

        Es ist immer noch besser selbst mit der Versicherung, und getrennt selbst mit dem Beerdigungsunternehmen abzurechnen.

        Nicht jeder Bestatter und auch nicht im "Normalfall" macht ein schriftlich detailliertes Angebot. Nichts spricht dagegen, so zu verfahren.

        Gruß
        Nobility

Leider hatten wir in den letzten Monaten ähnliches durch mit meinem Schwiegerpapa.

Wir haben vielleicht den selben Betrag gezahlt (genau weiß ich das jetzt nicht, könnte aber hin kommen). Allerdings hat mein Schwiegerpapa ein ordentliches Grab, wo er mit seiner Frau drin liegt. Es handelt sich um ein Urnengrab. Wir hatten eine "schöne" Beerdigung - Urnenbeisetzung mit Trauerrede.

Ich persönlich mache mir darüber allerdings keine Gedanken. Irgendwelche Versicherungen haben wir nicht.

Hallo Biene,

nein wir haben keine " Versicherung " in irgend einer Art für unser Ableben, sondern möchten verbrannt und dann anonym in einem Friedwald begraben werden, mitten in der Natur, die wir so lieben .

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die einen Ort brauchen, an dem sie um Ihre Verstorbenen trauern können. Wir gehören nicht dazu, sondern tragen die Menschen, die uns wichtig waren , im Herzen. Damit hat sich jeder Grab-Kult von selbst erledigt.

Gruß,
Heike

Wende Dich mit den Unterlagen an einer Verbraucherberatungsstelle und lass es überprüfen.

Vermutlich rechnen die nicht damit, dass ein Trauernder die Sache überpüft...

Gruß

Manavgat

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