TÜV Auto - Chaos pur

    • (1) 15.06.09 - 13:17

      Hallo,

      vielleicht hat ja jemand von Euch eine Ahnung, was mir machen können.

      Ich habe heute mein Auto zum Tüv geschafft, mit gutem Gefühl.
      Jetzt hat mich die Werkstatt angerufen, es würde Probleme geben - es wäre ein anderer Prüfer da gewesen als sonst, der bei uns bemängelt hatte, dass linker Kotflügel und der Schweller durchgerostet seien. Der Prüfer soll mit einem Hammer mehrfach auf den Flügel gehauen haben - der hat nur ein Loch.

      Kosten gesamt: 1300€

      Ich habe gesagt, dass ist das Auto nicht mal mehr wert (VW Golf 3 Variant mit fast 200.000 km auf dem Buckel).

      Nun sagten sie mir, sie würden es nochmal durchrechnen - jetzt sind sie bei 560€ - immer noch zu viel, wir brauchen nächstes Jahr eh ein neues wegen Familienzuwachs.

      Der Prüfer soll sich aufgeführt haben wie sonstwas, soll aber die Plakete trotzdem erteilt und aufgeklebt haben.

      Da er angeblich noch bei anderen Autos ähnlich vorgegangen sein soll, hat die Werkstatt ihn (angeblich) rausgeschmissen.

      *grübel*

      Ich weiß nicht, ob das alles so korrekt abgelaufen ist.

      Wir haben ja die Plakette und die Mängelliste. Kann ich die Mängel auch woanders beheben lassen oder muss das sofort und bei der selben Werkstatt geschehen?

      Die Werkstatt sagte mir, wenn ich die Mängel nicht sofort beseitigen lassen, müssten sie die Plakette wieder abkratzen. Stimmt das?

      Ich hätte ja mit der alten noch ein bisschen fahren können, 2 Monate lang ist es ja keine Ordnungswidrigkeit - kann ich die alte wieder zurückfordern?

      Oh man, so ein Ärger.

      Ich hoffe, ihr habt einen Tipp für mich - mir kommt das alles nicht ganz koscher vor.

      LG Rike

            • (5) 15.06.09 - 15:09

              So wie Du es beschreibst läuft das, wenn Du zum TÜV direkt fährst.
              Das Auto hätte so beim TÜV keine Plakette bekommen, die Fragestellerin hätte 4 Wochen Zeit gehabt, die Mängel zu beheben, wäre solange mit der alten Plakette rumgefahren.

              Hier lief es aber offensichtlich anders:
              - Der Prüfer kam in die Werkstatt.
              - Er stellt einem Mangel fest, der so gravierend ist, dass es normalerweise keine Plakette gibt.
              - Der Werkstattmeister versichert dem TÜV-Prüfer, dass dieser Mangel von ihm behoben wird.
              - Der Prüfer erteilt daraufhin die Plakette "unter Vorbehalt"
              - Klar, dass der Werkstattmeister jetzt im Wort steht und den Wagen nicht ohne Reparatur mit neuer Plakette vom Hof fahren lässt.

              Meine Werkstatt macht das auch so. Es ist ein Service am Kunden, der nicht das AUto ein 2. Mal vorstellen muss und 2 Mal Prüfungsgebühren zahlen muss.

              • Nein, die Mängel wurden als geringfügig eingestuft.

                Somit ist man befreit von einer Nachprüfung, sollte aber, um Ärger mit Polizei und natürlich der Sicherheit wegen diese Mängel trotzdem innerhalb eines Monats beheben.

                LG RIke

                • Ist doch logisch. Bei gravierenden Mängeln darf keine Plakette erteilt werden.
                  Der Prüfer hat "geringe Mängel" angegeben, weil die Werkstatt dafür bürgt, dass die Mängel behoben werden.

                  • Nein, ich habe extra noch einmal beim TÜV angerufen - die Servicehotline (mein Mann kann nicht gut erklären), die hat mir dann auch ein PDF geschickt.

                    Die Situation, die Du beschreibst, bezieht sich auf die Kategorie "Erhebliche Mängel", dabei bekommt man normalerweise keine Plakette, in Werkstätten wird sie häufig trotzdem vergeben, da die Werkstätten dafür bürgen, dass die Fehler behoben werden.

                    Bei geringfügigen Mängeln muss überhaupt nicht aus TÜV-Sicht nachgeprüft und ausgebessert werden (z.B. Glühlampen etc), aber es wird angeraten, dei Mängel zu beheben, da sonst bei Straßenkontrollen ein Warngeld droht.

                    LG Rike

                    Achso, und bei den gravierenden / erheblichen Mängeln muss die Korrektur während der Prüfung durchgeführt werden, nur dann gibt es die Plakette. Also echtes Bürgen ist das dann auch nicht - so kann ich es dem PDF entnehmen und so wurde es mir auch an der Hotline gesagt.

                    LG Rike

            (10) 15.06.09 - 15:19

            Ja, das hab ich ihnen auch erzählt - davon wussten sie aber angeblich nix. Da aber mein Mann auch beim TÜV arbeitet, konnte ich sie wohl überzeugen.

            Oh man, ich bin froh, wenn ich unser Auto wieder habe.

            Liebe Grüße
            Rike

        Wenn der TÜV Prüfer die Plakette aufgeklebt hat wird es auch einen positiven TÜV Bericht geben.
        Die Werkstatt darf die Plakette nicht wieder abkratzen.

        Auf dem Bericht werden zwar sicherlich Mängel stehen, aber du bist nicht verpflichtet sie beheben zu lassen. Außer du hast eben noch keine Plakette.

        LG Ina

Hallo,

wir haben auch Probleme mit unsrem TÜV, allerdings sinds bei uns nur die vorderen Stoßdämpfer.

ihr könnt das auch in anderen Werkstätten machen lassen.

Wo wir waren wollten die 550€ für die Dinger und Einbau,haben sie übers Internet bestellt und 150€ gezahlt.
Naja, wir konnten nur 1 einbauen, da auf der anderen Seite was mit ner Schraube war, haben aber eine Werkstatt gefunden die uns das nu macht.

Hmm, ob es sich aber denn lohnt das noch zu machen ist fraglich bei euch.
Ich glaub die alte Plakette kriegste nimmer.

Viel Glück und LG

Hallo
Lass dich nicht übers Ohr hauen. Ich bin zwar kein Fachmann aber kann mir nicht vorstellen das sie die Plakette abkratzen dürfen. Wir sind letztens OHNE TÜV mit unserem Wohnwagen zum TÜV gefahren und es gab Probleme mit den Reifen. Wir sind dann OHNE TÜV wieder heim und hatten Zeit das ganze klären zu lassen.

LG
Jelena

Hi,

ich würde beim TÜV anrufen, das gleiche erzählen was du hier erzählst und fragen, welcher Prüfer zu dem fraglichen Zeitpunkt beim Autohaus geprüft hat.

Soso, die "schmeißen" einen Prüfer fast raus, weil er besonders gründlich vorgeht. Boah. Das Geschreie würde ich mal gerne hören, wenn - weil falsch geprüft bzw. nicht gründlich genug - aufgrund der übersehenen Fehler ein Unfall passiert, womöglich noch ein Kind dabei verletzt wird. Dann ist es der "böse" TÜV, der nicht genau geschaut hat.

Ich verstehe nicht, dass alle den TÜV als "Feind" sehen, anstatt dass man froh ist, dass versteckte Sicherheitsmängel aufgedeckt werden.

Zu DER Werkstatt würde ICH mein Auto nicht mehr geben, ich will ein ordentlich geprüftes Auto, und keines, bei dem der Prüfer "alle 6 Augen" zudrückt. Ich will mich in meinem Auto sicher fühlen. Andere Verkehrsteilnehmer sollten ebenfalls davon ausgehen können, dass verkehrstüchtige Vehikel unterwegs sind.

LG
Gael

  • Hallo Gael,

    versteh mich nicht falsch :-)

    Ich habe primär ein ungutes Gefühl bei der Werkstatt, nachdem dass hier alles so abgelaufen ist, hat nix mit dem Prüfer zu tun.

    Deshalb will ich die Mängel auch nicht dort sondern woanders beheben lassen, aber dafür brauch ich erst einmal mein Auto wieder.

    Nach endlosen Telefonaten mit Werkstatt und TÜV, Mann und Bruder habe ich nun Gott sei Dank die Werkstatt soweit, dass sie mir das Auto aushändigt, so dass ich das dann bei dem bekannten in meiner alten Heimat reparieren lassen kann, dem ich zu 100% vertraue und wo ich auch weiß, dass er mich nicht über den Tisch zieht.

    Nur das wollte ich erreichen, nicht mit einem unsicheren Auto weiterfahren :-)

    LG Rike

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