Kind mit Radel gegen Auto! Wer zahlt?

    • (1) 09.07.09 - 10:27

      Hi,

      wie sieht es rechtlich aus, wenn mein 7 jähriger Sohn auf dem Bürgersteig mit dem Radel fahrend gegen ein parkendes Auto fährt.

      Macht es einen Unterschied, ob das Auto halb auf der Straße, halb auf dem Bürgersteig parkt oder ob es ganz auf der Straße steht?

      Er fährt immer alleine mit dem Rad.



      LG Dany

      • (2) 09.07.09 - 10:30

        Hallo,

        meiner Auffassung der Verkehrsregeln nach, macht es ganz klar einen Unterschied, ob das Auto korrekt (also auf der Straße) oder verkehrswidrig (halb Straße, halb Fußweg) abgestellt ist. Außer, das Parken ist dort so erlaubt/gewollt.

        Steht das Auto korrekt und dein Sohn fährt ran sollte mit 7 Jahren die Familienhaftpflicht einspringen. Steht das Auto nicht korrekt, würde ich die Polizei anrufen bzw. dem Typen sagen, er solle sein Auto richtig parken, dann passiert sowas auch nicht.

        Du kannst allerdings jeden Vorfall der Versicherung melden, die kümmern sich meist auch darum, dass unberechtigte Forderungen abgewiesen werden.

        LG

        • (3) 09.07.09 - 10:34

          bein uns wird immer halb und halb geparkt.
          das durch ist der bürgersteig aber so eng, dass man kaum noch durch kommt.

          • (4) 09.07.09 - 10:37

            Jo,

            bei euch wird das immer so gemacht. Bedeutet aber nicht, dass es erlaubt ist.

            Melde den Fall deiner Haftpflicht und erkläre dazu die Parksituation.

            Ist das Parken so nicht erlaubt (kann es nicht sein, wenn keiner mehr richtig durchkommt), dann wird die Versicherung die Forderungen abweisen.

            Der gute Autofahrer hat damit Pech.

            Und hört auf halb und halb zu parken, wo es nicht erlaubt ist. Das nächste Auto könnte euers sein, was angeschrammt wird, weil Tante Liesel mitm Gehwägelchen, Frau Meier mitm Kinderwagen oder eben JeanPütz mitm Rad nicht durchkommt.

            LG

        Aha, wenn also jemand falsch parkt, dann darf ich sein Auto straffrei beschädigen?

        Interessante Rechtsauffassung...

        #schock

        • Was hat das mit "dürfen" zu tun?

          Wenn ein Autofahrer so parkt, dass keiner mehr durchkommt, ist das auf jedenfall ein Knöllchen wert, demzufolge (meiner Auffassung nach, und dies BETONTE ich extra für Leute wie dich ;-) ) auch ein Grund, der Versicherung diese Parksituation mitzuteilen.

          Denn Versicherungen zahlen dann entweder den Schaden oder weisen ihn ab. Dafür sind sie da!

          LG


          Ich glaube sie meint, dass der Autobesitzer auf jeden Fall eine Mitschuld trägt und daher höchstwahrscheinlich nicht den ganzen Schaden bezahlt bekommt.

          Von Strafe kann man hier auch nicht reden, das Kind ist sieben Jahre alt.

      (10) 09.07.09 - 10:48

      Hi,

      also ich widerspreche mal deiner Auffassung.

      Ich habe mal am Seitenstreifen eines Parkstreifens im Halteverbot gestanden und habe dafür ein Ticket bekommen. Der Polizist übergab mir gerade den Strafzettel als ein ausparkendes Auto mit Vollgas in meinen Wagen fuhr (es wäre mehr als genug Platz gewesen, um nicht gegen meinen Wagen zu fahren).

      In unserem Fall interessierte es 0 ob ich richtig oder falsch geparkt habe, es interessierte nur, dass fließender Verkehr in ruhenden Verkehr (nämlich meinen geparkten Wagen) fuhr.

      Die Versicherung und der Unfallverursacher haben dies auch problemlos anerkannt, zumal die Polizei als Zeuge da war.

      Gruß

      I.

      • (11) 09.07.09 - 10:52

        Hallo Ilka,

        ja, da hast du auch wieder Recht.
        Jetzt wo du es sagst, dämmert mir ein ähnlicher Fall im Bekanntenkreis.

        Da ist dann nur die Frage, ob es eben bei falschem Parken, wo keiner durchkommt - es also zwangsläufig "krachen muss" - auch so ist.

        Deswegen würde ich den Fall einfach meiner Versicherung melden, die Situation so schildern, und abwarten, wie deren fachliche Bewertung dazu ist. Ist ja deren Geld - vom Prinzip her.

        Aber eines ist soweit klar, ein Kind mit 7 ist "deliktfähig" (hieß das so?) und muss im Falle einer Beschädigung haften.

        LG

        • (12) 09.07.09 - 11:09

          Hi,

          also ich finde es schon mal grundanständig, wenn man es der Versicherung und dem PKW-Halter überhaupt meldet.

          Mir ist letztes Jahr nämlich auch vom Gehweg aus jemand in die Beifahrerseite gefahren, mein Wagen war diesmal ;-) korrekt in einer Parktasche geparkt. Ob es nun ein Fahrradfahrer oder Omi mit nem Gehwagen war, keine Ahnung, mein Tür war so verzogen und der Lack ab und ich war nur 5 min im KIGA um meine Tochter abzuholen. Gesehen hat's natürlich niemand und gemeldet hat sich auch keiner...

          Von daher finde ich es gut, wenn man den Unfall wenigstens zu gibt und sich nicht aus dem Staub macht.

          Gruß
          I.

(13) 09.07.09 - 10:34

Habt Ihr ne Haftpflicht?

Hallo Dany!

Ihr meldet ganz einfach den Schaden eurer Haftpflichtversicherung und schildert dort auch die PArksituation wie es dazu kommt. Alles weitere klärt dann die Haftpflichtversicherung mit dem Geschädigten.

Sollte es unter "selbst Schuld" fallen, wenn man auf dem Bürgersteig parkt und von einem Kind angefahren wird (ausversehen), dann wird dies auch die Haftpflicht mit dem Geschädigten ausmachen und wenn nötig haben Haftpflichtversicherungen auch die besten Anwälte.....genau für solche fälle hat man eine Versicherung! #aha

lg

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