Umfrage: Ausländerfeindlichkeit / Moslemfeindlichkeit

Hallo ihr da draußen!

Mein Mann ist Moslem. Und wie die meisten Moslems, zudem auch noch Ausländer. Ja. Und jetzt ist mir halt schon des öfteren aufgefallen, dass von außen, von Bekannten, Freunden oder Nachbarn unterschwellig ausländerfeindliche bzw. moslemfeindliche Sprüche kommen. Ich glaube, vieles ist denen auch garnicht bewusst, dass es beleidigend oder verletzend ist. Manches ist aber auch offen unverschämt.
Ein Beispiel: Ich war kürzlich mit einer alten Schulfreundin beim Mittagessen. Wir waren ganz in der Nähe, wo mein Mann arbeitet und er hat gesagt, er will auch kurz vorbeischauen, hat dann aber doch abgesagt. Dann meinte meine Schulfreundin, das sei aber komisch, jetzt hat er ja garnicht kontrolliert mit wem ich mich treffe.
Oder wenn man sich mit Nachbarn unterhält. Dann sagen die sowas wie: Ja, bei den Moslems ist es ja bei den meisten so, dass sie ihre Frauen unterdrücken.
Oder wieder andere meinen: Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer und besonders die Türken und Araber (halt die Moslems) sind alles Messerstecher und Kriminelle. Oder Drogendealer...

Ich wollte euch mal fragen, ist euch auch sowas aufgefallen, speziell vielleicht wenn euer Pertner kein Deutscher ist, dass öfters ausländerfeindliche Sprüche kommen, wenn auch nur unterschwellig?

Als ich neulich beim Orthopäden saß, stand in der Bildzeitung (!!!) was von einem Iraker, der seine Frau erstochen hat. Da meinte ein anderer wartender patient zu mir "Ja, das ist bei denen (!!!) so"

Tja, so ist das... "wir" Deutschen brauchen doch ein Opfer und bevor wir in den eigenen Reihen suchen stürzen wir uns lieber auf Minderheiten.

- "Wir" gucken Talkshows um zu wissen, wie toll wir (im Vergleich zu denen) sind
- "Wir schauen Frauentausch um uns zu echauffieren
- "Wir" regen uns über das Jugendamt und verwahrlosung von Kindern auf... (in einem Kinderschutzbund ist natürlich keiner!)
- "Wir" regen uns über die Ausländer auf. Schließlich leben die von "unseren" Steuergeldern, sind kriminell und ganz böse zu ihren Frauen (vermutlich tragen sie immer einen Stein mit sich rum, für die spontane Steinigung...)

aber viele wissen es ja besser ;-) "Wir" sind eben nicht alle Deutschen. Ich denke eher, dass die meisten schon vernünftig aufgeklärt sind. es sind vermutlich eher die BILDleder die so geBILDet sind und solch einen Stuss daherreden.

"Wir alle sind Ausländer. Fast überall" :-)

Liebe Grüße und lasst euch nicht ärgern :-)

Was meinst du denn was besagte über Deutsche reden?

Ich geb dir mal ein Beispiel einer Freundin die ein Kind von einem Afrikaner hat:

"Die Deutschen sind doch so blöd, die erkennen Schwarze nicht, deshalb tauschen wir Päße"

"Wir machen deutschen Frauen absichtlich Kinder, damit wir hier bleiben können"

Ihr ist sogar mal einem ONS passiert, dass ein besagter Herr die Kondomspitze abriss.

Weisst du, ich habe mit Klientel aus allen Bevölkerungsschichten zu tun. Die Unterdrückung der Frau ist gerade bei muslimisch stammenden Menschen sehr sehr ausgeprägt und Ehre steht über Menschen.
Oft gerate ich in Konflikte, bei denen die Kulturunterschiede und das Verständnis auf beiden Seiten (deutsch und z.B. türkisch) schwer zu vermitteln ist.
Ich arbeite hier in einem Quartier, in dem versucht wird, die untere Bevölkerungsschicht (Deutsche und Ausländer) einander Näher zu bringen.

Du solltest das eher auf einer neutralen Ebene sehen und aufklären, anstatt aufregen, nicht pauschalisieren und alles auf eine Goldwaage legen.

mfg

Ich möchte noch etwas dazuschreiben:

Ein grosses Problem dabei ist auch, dass gerade die Frauen wenig bis gar kein Deutsch sprechen und sich somit auch nicht integrieren können/möchten/dürfen.
Ganz oft kommen Kinder von ausländischen Bürgern erst in der Schule mit Deutsch und Deutschen in Kontakt.
Gerade Kinder testen gerne ihre Grenze und da sich viele ausländische Kinder nicht richtig artikulieren können, bieten diese natürlich eine optimale Zielscheibe.
Das baut Frust und Ausgrenzung auf beiden Seiten.

Hier hapert es auch ganz oft an Integrationswillen und leider werden auf sozialer Ebene zu wenig Sozialarbeiter ausgebildet und auch adäquat eingestellt.
Das ist ein riesen Manko und wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen, wenn sich auf sozialer Ebene und Sozialpolitik nichts ändert.

Unterschreiben beide Posts.

LG
Ch.
...die mit Dingen dieser Art auch schon beruflich zu tun hatte und hat...

weitere 2 Kommentare laden

Hallo,
naja also wenn ich ehrlich bin sind ja nicht alles Vorurteile.

Ich denke schon das viele Moslem oder eben allgemein "Ausländer" ihre Religion sehr oder vielleicht auch "zu" ernst nehmen. Siehe diese blödsinnigen Geschwistermorde bei den Türken #schock der Sohn muss die Ehre wiederhersteller usw.....

Und ja, auch wenn es sicher viele Deutsche Sozialschmarotzer gibt, sind es auch sehr viele Ausländer die unser Geld einsacken. Das sowas viele arbeitende Leute wütend macht dürfte auch klar sein.

Einige Ausländer passen sich an, andere nicht, was ich angesichts dessen das sie ja gerne unser Geld nehmen, auch nicht grade prickelnd finde.

Lg Katja

Hallo Du,

mein Vater ist geburtiger Moslem, allerdings in keinster Weise glaeubig, er verabscheut die Religion und bestimmte Dinge, die unter Moslmes leider immernoch vorkommen.
Ich treffe oft auf Menschen, die mich, wenn sie erfahren das mein Vater Kurde ist, fragen wie es denn kommt, dass ich ein Kind haben/schwanger werden/Geschlechtsverkehr haben darf, ohne das ich verheiratet bin.
Oder mich fragen, ob ich denn noch Kontakt zu meinem Vater habe, da ich ja ganz offenslcihtlich nicht zwangsverheiratet bin und mir meinem Mann selbst ausgesucht habe.
Oder warum ich arbeiten gehe, kein Kofptuch trage, etc. pp/
Ich kann mich dann nur wundern, aber naja, in den Koepfen der Leute ist es eben so.
Und ja, so ganz unrecht haben sie auch nicht. Ich kenne einige, die zwangsverheiratet wurden, unter anderem Cousin & Cousinen. Auch da kann ich mich nur wundern.
Ich kenne etliche Tuerken und Araber die seit 30 Jahren in Deutschland leben und ausser "Guten Tag" und einigen Schimpfwoertern kein Wort deutsch koennen und ihre Toechter, die in Deutschland aufgewachsen sind, zwangsverheiraten.
Ich finde das zum kotzen, unmoeglich und meinetwegen koennen die ganzen Herrschaften ausgewiesen werden, auch wenn ich mir damit jetzt Feinde mache.
Ja, es gibt politische Fluechtlinge, die unbedingt ihr Land verlassen muessen und das ist auch voellig ok. Trotzdem sollte man sich bis zu einem gewissen Grad seiner Umgebung anpassen und versuche, seinen Teil zu geben und nicht nur zu nehmen.

So, mein Wort zum Sonntag.

LG

Biene

Hallo,

Oder wieder andere meinen: Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer und besonders die Türken und Araber (halt die Moslems) sind alles Messerstecher und Kriminelle. Oder Drogendealer...

http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2007/12/27/u-bahn-schlaeger/hg-auslaender-kriminalitaet/auslaender-kriminalitaet.html

Nicht das ich diese Meinung teilen würde.

Ich finde interessant, dass das immer so ein riesen Thema ist.
Wie "Ausländer" (und ja hauptsächlich Türken etc) über Deutsche und Deutschland sprechen oder eine Großzahl sich hier einfügt, einlebt oder eingliedert interessiert kein Schwein.

Mein Mann kennt selbst "einen" der sich für einen Großteil seiner Landsmänner schämt!

Aber ansonsten ist es doch bei jeder Schublade so

Blond - blöd.
Tätowiert - asozial
Jung und Kind - Schmarotzer

Aber trotzdem kommen solche Vorurteile ja nicht von irgendwoher.. aber klar man nicht verallgemeinern

Hallo!

Es gibt immer solche und solche. ;-)

Ist doch klar das gerade die "negativen" auffallen. So ist das doch bei allem. Das klassische Schubladendenken halt.

Ich finde sowieso das es viel weniger Konflikte geben würde, wenn ALLE mal versuchen würden ein wenig mehr Verständnis und Respekt für fremde Religionen und Kulturen aufzubringen.

LG Candy

Ich habe berufsbedingt sehr viel mit Menschen anderer Nationen zu tun. Gehe bei unterschiedlichen Schiffen an Bord, und muß auch Unterschiede in der Mentalität feststellen, ohne da nun Vorurteile zu schüren.
Die Deutschen sind i.d.R. am unhöflichsten und stehen ein wenig über den Dingen.
Holländer, Engländer, Norweger, Scheden und Dänen sind superfreunldliche Menschen, bisher noch nie Probleme gehabt.
Türken ignorieren einen als Frau sehr gern, da steht man dann mit Lotsen und Steurern auf der Brücke und wird i.d.R. als Letzte, wenn überhaupt begrüßt, jedes mal.

Wie gesagt, es sind keine Vorurteile, sondern nur Feststellungen.

Lg,

Mimi

"Die Deutschen sind i.d.R. am unhöflichsten und stehen ein wenig über den Dingen.
Holländer, Engländer, Norweger, Schweden und Dänen sind superfreunldliche Menschen, bisher noch nie Probleme gehabt.
Türken ignorieren einen als Frau sehr gern..."

Dem kann ich nur zustimmen - ich arbeite bei der Ausländerbehörde!
Am schlimmsten aber sind die deutschen Ehegatten mit dem Spruch: "Ihr werdet doch von unseren Steuergeldern bezahlt" - ja zahle ich als Angestellte etwa keine Steuern??? #klatsch #augen

So ist es eben - und überall!

Um es mal mit den Worten eines Türken zu sagen: In Deutschland leben viele Türken die wir in der Türkei auch nicht haben wollen!

Und genau das sind nun mal die, die ihre Landsleute in ein schlechtes Licht rücken!
Sie versuchen hier durchzusetzen was in der Türkei bereits abgeschafft ist, bzw. aus freiwilligen Stücken passiert.

Das wäre ungefähr so als würden wir all unser Sozialschmarotzer in ein anderes Land schicken, dauert nicht lang und wir sind noch verhasster als sowieso schon!

Von Berufswegen her mache ich viele schlechter Erfahrungen mit Moslems (Gewalt, Beleidigungen, Respektlosigkeit...schon im Kindesalter), mehr als mit Deutschen ... ABER eine von zehn Familien ist IMMER freundlicher/zuvorkommender als die meisten Deutschen!
Noch mehr fällt das allerdings bei Ausländern auf die einen anderen Glauben haben, Griechen z.B., die sind kaum zu schlagen wenn es um Gastfreundlichkeit/Hilfe geht!

lg glu

Dein Zitat habe ich auch schon mal gehört - bei meiner Türkeireise vor einigen Jahren.
Reiseleitung: "Erstmal möchte ich mich für das Verhalten der Türken bei Ihnen stellvertretend entschuldigen. Aber Sie wissen ja, bei Ihnen leben diejenigen meiner Landsleute, die man bei uns nicht haben will" #schock

Ich war in einer Stadt, die viele junge Deutschtürken als Urlaubsziel nehmen. An vielen Kneipen und Gaststätten standen Schilder (auf Türkisch und unübersetzt): "Kein Eintritt für Türken" oder "Türken nur mit weiblicher Begleitung" #gruebel Die sind da echt nicht zimperlich!

LG, Nele

Hallo

Das sind oft ungebildete Pauschalaussagen die so nicht ganz richtig sind!!Aber ich habe auch schon öfters selbst gehört wie dann von den besagten was gegen deutsche oder andere Kulurkreise geschimpft oder gehetzt worden ist!Oder wie sie sich als was höheres und besseres einstufen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens.

Es gibt solche und solche Menschen!Jeder Mensch ist anders und darum sollte man nicht vorverurteilen;-).

Denn schließlich sind Wir alle Menschen egal Woher Wir kommen;-)

LG



Problem 1: Leider passieren diese Dinge wirklich gehäuft in muslimischen Familien.

Probelm 2: Ich erkenne keine öffentliche Diskussion, in der zum Beispiel Italiener, Griechen, Portugiesen, Vietnamesen von und und/oder der Politik immer wieder lautstark Integrationsbemühungen fordern. Von Seiten der Muslime schon. Warum?

Problem 3: Es gibt in D inzwischen relativ viele Menschen mit sehr offener Haltung gegenüber anderen Kulturen, auch der muslimischen. Ich gehörte auch mal dazu. Nur: Wenn man immer wieder mitbekommt, dass die eigenen Angebote mit Füßen getreten und verlacht werden, dann kommt auch der letzte interkulturell Kompetente dahinter, dass die Integration offenbar von der anderen Seite nicht erwünscht ist.

Das "Problem" sind nicht die bei uns integrierten Muslime, die uns eine ebensolche Achtung entgegenbringen, wie sie sie von uns erwarten dürfen. Diese Menschen, oft hoch gebildete und fleißige Menschen, sind eine echte Bereicherung für unser Land. Das Problem sind auch nicht die BILD-Leser, die nicht differenziert denken können.

Das Problem sind die, die hier leben, auf uns herabsehen, unsere Werte (= das Rechtssystem) nicht achten, gleichzeitig das Sozialsystem ausnehmen und sich wie die Wuz im Walde gebärden, so dass man sich bedroht fühlt.

Fazit: Das Problem sind auf beiden Seiten die Dummbrummen, die mit Scheuklappen denken und schlicht zu blöd sind.

Gut zusammengefaßt!#pro

LG

Ja das gefällt mir-------genau so sehe ich die Sache , nach immerhin 16 Jahren Ausländerarbeit in der 5. größten Stadt des Landes, auch.#pro

weitere 3 Kommentare laden

Hallo,
das Problem ist, daß eben an dem einen oder anderen Vorurteil meist auch irgendwas Wahres dran ist.
Das heißt damit ja nicht, daß sich solche Dinge grundsätzlich auf alle Leute beziehen. Aber es gibt eben immer den einen oder anderen, der sich so verhält, daß sich bestimmte Meinungen bilden. Letztendlich ist es dabei ganz egal, ob es sich um die Meinung handelt, die hierzulande manche Leute über Moslems haben oder ob es um das Verhalten Deutsche im Ausland oder was auch immer geht.
"Ja, bei den Moslems ist es ja bei den meisten so, dass sie ihre Frauen unterdrücken. " Ich persönlich habe da zum Beispiel bei der Arbeit (Kundenberatung) selber erlebt, das da schon öfter was dran ist (obwohl Unterdrückung natürlich übrerall vorkommen kann). Da gab es schon mehr als ein paar Fälle, wo Ehepaar/Paar zur Beratung kamen. Und obwohl es um die Angelegenheiten der Frau ging, hatte diese kaum eine Chance, sich am Gespräch zu beteiligen oder alleine zu entscheiden.
"Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer " Solche Aussagen entstehen meines Erachtens dann z.B. durch solche Leute, die sich einfach nicht integrieren möchte, d.h. nicht die Sprache lernen wollen, sich abschotten, dadurch kaum ein Arbeit finden und auf Staatskosten leben müssen. auch hier verderben eben manche durch ihr Verhalten die Preise für die anderen.
LG
olegre

Hallo,

oft kommen diese Sprüche einfach nur aus Unwissenheit. Mein Mann kommt aus Albanien, was übrigens der erste atheistische Staat der Welt war, und ich musste mich schon oft fragen lassen, ob ich jetzt ein Kopftuch trage? Dabei habe ich in Albanien bisher weniger Kopftuchträgerinnen gesehen als beispielsweise in Hamburg. Und die meisten in Albanien sagen zwar, dass sie islamischen Glaubens sind, aber praktizieren dies kaum. Mein Mann ist religionslos, so wie ich. Oft tragen auch noch reisserische Berichterstattungen der Medien zu diesem Halbwissen bei. Es gab einmal bei RTL von Antonia Rados einen "Bericht" über MannFrauen in Albanien, was ein wirklich ineteressantes Thema ist, wenn man sich eingehend und objektiv damit beschäftigen würde, aber angefangen von der falschen Aussprache der Ortsnamen, da haben sich mir die Fussnägel hochgerollt, bis hin zu der Kernaussage, dass in Albanien alle mit Pistolen und Gewehren rumlaufen, war dieser "Bericht" einfach nur schlecht. Aber Menschen, die das dann sehen, die hinterfragen dies nicht, und wir müssen uns dann halt komische Fragen und Aussagen gefallen lassen. Ich versuche dann immer vernünftig darauf einzugehen. Es ist nun einmal leider so, dass meiste nur negative Schlagzeilen zu uns kommen. Und dann fühlen sich alle in ihren Vorurteilen einmal wieder bestätigt.


Liebe Grüße

Lina

Das haben die Berichte von RTL so an sich.

Ja natürlich haben sie das. Aber die wenigstens der "Otto-Normal-Bürger" schauen Arte oder Ähnliches. Auf Arte gab es zu dem selben Thema einen aufschlussreichen und objektiven Bericht. Aber leider gehört Arte nun einmal nicht zu den meinungsbildenden Sendern in diesem Land.

Hallo,

komischerweise erlebe ich das genau andersrum#kratz

Unsere Familie besteht zum größten Teil aus "Ausländern" und wir hatten deshalb nie irgendwelche Probleme oder Anfeindungen.

Es ist aber so, dass die Landsleute meines Mannes viele Vorurteile gegenüber den Europäern bzw. "Nicht-Muslimen" haben. Es ist sogar schon vorgekommen, dass wir zu größeren Feiern (wie Geburtstage usw.) nicht bzw. ausdrücklich nur mein Mann eingeladen wurden.
Für die bin ich der Ausländer.

LG

Hallo,
das war bei der Hochzeit meiner deutschen Kusine mit einem Türken auch so.
Die Feier war sehr langweilig und steif, die Türken meinten es läge an den Deutschen die da waren#augen
LG
Selma

Hi,

interessante Diskussion, zu der ich - obwohl deutsch-deutsch verheiratet - gern meinen Senf dazugebe:

Erstmal hat jeder Mensch Vorurteile. Das muss auch so sein, denn sonst kann man die Welt in seiner Vielzahl an Eindrücken und Gegebenheiten gar nicht durchdringen. Ich fliege im Oktober für 2 Wochen nach Kenia und natürlich habe ich eine Vorstellung, wie die Leute da so drauf sind - also Vorurteile. Wichtig ist dann, was man draus macht, also ob man bereit ist, daraus stichhaltige URTEILE zu bilden. Oder ob man um jeden Preis an den Vorurteilen festhalten will.

Letzteres ist vor allem bei einfach strukturierten Menschen (aller Nationalitäten) zu beobachten. Erstmal brauchen die besonders viele Vorurteile, weil sie mit ihrem eingeschränkten Horizont die Welt besonders schlecht begreifen können.
Andererseits wollen sie ihre eigene kleine Welt besonders dringend gegen das Fremde (Angst machende) abgrenzen... was eben auch wieder am beschränkten Horizont liegt.

Also: Vorurteile, Feindbilder, Stereotypen entstehen durch Wunsch nach Abgrenzung, Sicherheit innerhalb der eigenen Gruppe. Verstärkt bei geistige Schlichtheit. Hat also mit der Nationalität eher weniger zu tun und ist kein deutsches Phänomen!

LG, Nele

Diese Feindlichkeit entsteht dadurch, weil ein bedeutender Teil sich tatsächlich so präsentiert.
Dadurch rücken diese schwarzen Schafe die anständigen Leute in den Hintergrund.
Mir sind sehr oft Moslems begegnet, die sich bestimmte Fehltritte, was ihr Verhalten anging, geleistet haben. Die Art, wie sie Frauen "anmachen", oder deren genereller Ton im Sinne von "Halt die Fresse, oder ich schlag dich" und noch einiges mehr.
Und nein, es waren keine Situationen, wo diese Menschen dazu provoziert worden sind.
Dadurch habe ich früher so ähnlich gedacht, wie du es von deiner Umwelt mitbekommst. Bis ich selber 2 Arbeitskollegen türkischer und iranischer Abstammung kennenlernte. Die beiden waren das absolute Gegenteil: höfflich, nett, respektvoll gegenüber Frauen.

Es gibt solche und solche, aber wenn man oft nur die negative Seite mitbekommt, entsteht eben dieses "feindliche" Bild. Man weiß es einfach nicht besser.

Möglicherweise tragen die Medien einen Teil dazu bei. Die Talkshows sowieso, da sie von der Sensationsgeilheit leben. Aber auch in der Presse ist öfter von Ehrenmodern unter Moslems zu lesen, als Rache oder Affektmorden unter "Nicht-Moslems".
Ich weiß nicht, in wie fern die Medien das ausschlachten, weil sie das Klischee von Ehrenmodern lieber publizieren als einen Amok laufenden Vater, der mit Job, Frau, 3 Kindern, Hund und Hypothek auf das Haus überfordert war.

Fakt ist, dass man mit negativen Eindrücken recht oft konfrontiert wird und sich diese negative Meinung dadurch manifestiert. Obwohl sie bei weitem nicht immer gerechtfertigt ist.