Umfrage: Ausländerfeindlichkeit / Moslemfeindlichkeit

    • (1) 09.08.09 - 20:18

      Hallo ihr da draußen!

      Mein Mann ist Moslem. Und wie die meisten Moslems, zudem auch noch Ausländer. Ja. Und jetzt ist mir halt schon des öfteren aufgefallen, dass von außen, von Bekannten, Freunden oder Nachbarn unterschwellig ausländerfeindliche bzw. moslemfeindliche Sprüche kommen. Ich glaube, vieles ist denen auch garnicht bewusst, dass es beleidigend oder verletzend ist. Manches ist aber auch offen unverschämt.
      Ein Beispiel: Ich war kürzlich mit einer alten Schulfreundin beim Mittagessen. Wir waren ganz in der Nähe, wo mein Mann arbeitet und er hat gesagt, er will auch kurz vorbeischauen, hat dann aber doch abgesagt. Dann meinte meine Schulfreundin, das sei aber komisch, jetzt hat er ja garnicht kontrolliert mit wem ich mich treffe.
      Oder wenn man sich mit Nachbarn unterhält. Dann sagen die sowas wie: Ja, bei den Moslems ist es ja bei den meisten so, dass sie ihre Frauen unterdrücken.
      Oder wieder andere meinen: Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer und besonders die Türken und Araber (halt die Moslems) sind alles Messerstecher und Kriminelle. Oder Drogendealer...

      Ich wollte euch mal fragen, ist euch auch sowas aufgefallen, speziell vielleicht wenn euer Pertner kein Deutscher ist, dass öfters ausländerfeindliche Sprüche kommen, wenn auch nur unterschwellig?

      Als ich neulich beim Orthopäden saß, stand in der Bildzeitung (!!!) was von einem Iraker, der seine Frau erstochen hat. Da meinte ein anderer wartender patient zu mir "Ja, das ist bei denen (!!!) so"

      • Tja, so ist das... "wir" Deutschen brauchen doch ein Opfer und bevor wir in den eigenen Reihen suchen stürzen wir uns lieber auf Minderheiten.

        - "Wir" gucken Talkshows um zu wissen, wie toll wir (im Vergleich zu denen) sind
        - "Wir schauen Frauentausch um uns zu echauffieren
        - "Wir" regen uns über das Jugendamt und verwahrlosung von Kindern auf... (in einem Kinderschutzbund ist natürlich keiner!)
        - "Wir" regen uns über die Ausländer auf. Schließlich leben die von "unseren" Steuergeldern, sind kriminell und ganz böse zu ihren Frauen (vermutlich tragen sie immer einen Stein mit sich rum, für die spontane Steinigung...)

        aber viele wissen es ja besser ;-) "Wir" sind eben nicht alle Deutschen. Ich denke eher, dass die meisten schon vernünftig aufgeklärt sind. es sind vermutlich eher die BILDleder die so geBILDet sind und solch einen Stuss daherreden.

        "Wir alle sind Ausländer. Fast überall" :-)

        Liebe Grüße und lasst euch nicht ärgern :-)

        Was meinst du denn was besagte über Deutsche reden?

        Ich geb dir mal ein Beispiel einer Freundin die ein Kind von einem Afrikaner hat:

        "Die Deutschen sind doch so blöd, die erkennen Schwarze nicht, deshalb tauschen wir Päße"

        "Wir machen deutschen Frauen absichtlich Kinder, damit wir hier bleiben können"

        Ihr ist sogar mal einem ONS passiert, dass ein besagter Herr die Kondomspitze abriss.

        Weisst du, ich habe mit Klientel aus allen Bevölkerungsschichten zu tun. Die Unterdrückung der Frau ist gerade bei muslimisch stammenden Menschen sehr sehr ausgeprägt und Ehre steht über Menschen.
        Oft gerate ich in Konflikte, bei denen die Kulturunterschiede und das Verständnis auf beiden Seiten (deutsch und z.B. türkisch) schwer zu vermitteln ist.
        Ich arbeite hier in einem Quartier, in dem versucht wird, die untere Bevölkerungsschicht (Deutsche und Ausländer) einander Näher zu bringen.

        Du solltest das eher auf einer neutralen Ebene sehen und aufklären, anstatt aufregen, nicht pauschalisieren und alles auf eine Goldwaage legen.

        mfg

        • Ich möchte noch etwas dazuschreiben:

          Ein grosses Problem dabei ist auch, dass gerade die Frauen wenig bis gar kein Deutsch sprechen und sich somit auch nicht integrieren können/möchten/dürfen.
          Ganz oft kommen Kinder von ausländischen Bürgern erst in der Schule mit Deutsch und Deutschen in Kontakt.
          Gerade Kinder testen gerne ihre Grenze und da sich viele ausländische Kinder nicht richtig artikulieren können, bieten diese natürlich eine optimale Zielscheibe.
          Das baut Frust und Ausgrenzung auf beiden Seiten.

          Hier hapert es auch ganz oft an Integrationswillen und leider werden auf sozialer Ebene zu wenig Sozialarbeiter ausgebildet und auch adäquat eingestellt.
          Das ist ein riesen Manko und wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen, wenn sich auf sozialer Ebene und Sozialpolitik nichts ändert.

      • "Ich arbeite hier in einem Quartier, in dem versucht wird, die untere Bevölkerungsschicht (Deutsche und Ausländer) einander Näher zu bringen. "

        Ich denke auch, dass er die fehlende Integration oder überhaupt der fehlende Kontakt zu anderen Kulturen ausschlaggebend ist. Dadurch entstehen Vorurteile. Das ist KEIN deutsches Problem.
        Bsp: Im Nachbarort ist vor kurzem eine Dönerbude in "die Luft geflogen". Zeitgleich wurde ein ausländischer Mitbürger (Iraker???) mit schwersetn Verbrennungen in das KKH eingeliefert worden. Seine Erklärung: Er wäre nachts um 2 Uhr von Nazis im Wald überfallen und angezündet worden. (weil die auch im Wald stehen und warten!!!) Ihm wurde nachgewiesen, dass er sich zum Tatzeitpunkt im Dönerladen befunden hätte und das es wohl um streitigkeiten untereinander ging.
        Wenn ich so etwas höre, dann könnte mir auch die Hutschnur platzen. Aber deshalb zu verallgemeinern?

        Ich denke, eh du (die TE) hier jetzt fragst und dir Zuspruch holst, wärst du besser beraten, die Betroffenen aufzuklären. Vorurteile gibt es überall und werden meist von Menschen aufrechterhalten, die sich keine Mühe machen, hinter die Fasade zu schauen. Also reihe dich da am besten nicht ein!!!

        vg, m.

      • Hallo,


        ich kenne beide Seiten sehr gut, aber aus 'nem etwas anderen Blickwinkel!!

        Die Ausländer die über Deutsche reden, die Deutschen die über Ausländer reden usw.

        Ich bin eine Deutsche die für ne Ausländerin gehalten wird
        (und mich auch eher wie eine fühle, aber halt nicht SO wie über DIE gedacht wird)
        Ich bin Tochter eines Pakistaners und einer Deutschen.
        Ich fühlte mich schon immer mehr zur "ausländischen Mentalität/Kultur/Religion usw.." hingezogen, als zu dem was hier zu Lande als "typisch deutsch" angesehen wird.


        Ich bekomme es sehr oft am eigenen Leibe mit, dass sehr viele gleich davon ausgehen, dass schwarze Haare gleichstehend sind mit=dumm, ungebildet usw.

        Andererseits erwische ich mich auch dabei, wie ich manchmal denke "typisch deutsche"...usw.

        Mein Mann ist Afrikaner, ich kann dem was du erzählt hast nur zustimmen.
        Wenn ich manchmal höre wie Afrikaner über "Weiße"denken(dass bin ich ja egal welcher Nationalität oder Religion ich angehöre), könnte ich kotzen!!!

        Viele haben ein völlig verzertes Bild von uns hier(wir müssten ja alle reich sein, wie sind ja so und so<---die wissen besser wie "wir" sind, als wir selbst.
        Das ist dann auch völligst weltfremd und nicht in Worte zu fassen.(Meinen Mann hab ich schon davon überzeugt, dass nicht alle Klischees auf uns "Weiße" zutrifft.

        Ich bin also ein "Opfer" was beide Seiten betrifft
        (übrigens, die Türken verspotten mich weil ich nen Afrikaner zum Mann habe, ich bin ja Muslima...die checken auch nicht dass im Islam eine Ehe zwischen "Muslimen" erlaubt ist, egal welcher Herkunft sie angehören).


        Egal wer wo her kommt, die DUMMEN denken immer schlecht von den "anderen".
        So sind Menschen, jeder hat ne Schublade für alles im Kopf.
        Die Dummen sortieren die nicht so gut!

        Ich finde es manchmal ganz amüsant.

        (Im übrigen habe auch ICH ne Meinung zu gewissen Leuten, wenn ich mir so die halbstarken Hollywood Türken anschaue, oder die 16-17 jährigen Schwangeren aus deutschen Asi Familien deren Eltern Arbeitslosengeld 2 kassieren und alles für Zigaretten ausgeben, die Typen die wahllos vögeln für ne Aufenthaltserlaubnis, die Irren die ihre Schwestern erstechen um die "Ehre herzustellen...JEDER von uns hat schonmal so gedacht, ich würde es jedoch nie verallgemeinern.
        Ich gebe dem "Menschen"(um den gehts doch)erstmal ne Chance, dann urteile ich.


        LG
        Selma

    Hallo,
    naja also wenn ich ehrlich bin sind ja nicht alles Vorurteile.

    Ich denke schon das viele Moslem oder eben allgemein "Ausländer" ihre Religion sehr oder vielleicht auch "zu" ernst nehmen. Siehe diese blödsinnigen Geschwistermorde bei den Türken #schock der Sohn muss die Ehre wiederhersteller usw.....

    Und ja, auch wenn es sicher viele Deutsche Sozialschmarotzer gibt, sind es auch sehr viele Ausländer die unser Geld einsacken. Das sowas viele arbeitende Leute wütend macht dürfte auch klar sein.

    Einige Ausländer passen sich an, andere nicht, was ich angesichts dessen das sie ja gerne unser Geld nehmen, auch nicht grade prickelnd finde.

    Lg Katja

    Hallo Du,

    mein Vater ist geburtiger Moslem, allerdings in keinster Weise glaeubig, er verabscheut die Religion und bestimmte Dinge, die unter Moslmes leider immernoch vorkommen.
    Ich treffe oft auf Menschen, die mich, wenn sie erfahren das mein Vater Kurde ist, fragen wie es denn kommt, dass ich ein Kind haben/schwanger werden/Geschlechtsverkehr haben darf, ohne das ich verheiratet bin.
    Oder mich fragen, ob ich denn noch Kontakt zu meinem Vater habe, da ich ja ganz offenslcihtlich nicht zwangsverheiratet bin und mir meinem Mann selbst ausgesucht habe.
    Oder warum ich arbeiten gehe, kein Kofptuch trage, etc. pp/
    Ich kann mich dann nur wundern, aber naja, in den Koepfen der Leute ist es eben so.
    Und ja, so ganz unrecht haben sie auch nicht. Ich kenne einige, die zwangsverheiratet wurden, unter anderem Cousin & Cousinen. Auch da kann ich mich nur wundern.
    Ich kenne etliche Tuerken und Araber die seit 30 Jahren in Deutschland leben und ausser "Guten Tag" und einigen Schimpfwoertern kein Wort deutsch koennen und ihre Toechter, die in Deutschland aufgewachsen sind, zwangsverheiraten.
    Ich finde das zum kotzen, unmoeglich und meinetwegen koennen die ganzen Herrschaften ausgewiesen werden, auch wenn ich mir damit jetzt Feinde mache.
    Ja, es gibt politische Fluechtlinge, die unbedingt ihr Land verlassen muessen und das ist auch voellig ok. Trotzdem sollte man sich bis zu einem gewissen Grad seiner Umgebung anpassen und versuche, seinen Teil zu geben und nicht nur zu nehmen.

    So, mein Wort zum Sonntag.

    LG

    Biene

    (10) 09.08.09 - 20:32

    Hallo,

    Oder wieder andere meinen: Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer und besonders die Türken und Araber (halt die Moslems) sind alles Messerstecher und Kriminelle. Oder Drogendealer...

    http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2007/12/27/u-bahn-schlaeger/hg-auslaender-kriminalitaet/auslaender-kriminalitaet.html

    Nicht das ich diese Meinung teilen würde.

    (11) 09.08.09 - 20:39

    Ich finde interessant, dass das immer so ein riesen Thema ist.
    Wie "Ausländer" (und ja hauptsächlich Türken etc) über Deutsche und Deutschland sprechen oder eine Großzahl sich hier einfügt, einlebt oder eingliedert interessiert kein Schwein.

    Mein Mann kennt selbst "einen" der sich für einen Großteil seiner Landsmänner schämt!

    Aber ansonsten ist es doch bei jeder Schublade so

    Blond - blöd.
    Tätowiert - asozial
    Jung und Kind - Schmarotzer

    Aber trotzdem kommen solche Vorurteile ja nicht von irgendwoher.. aber klar man nicht verallgemeinern

    (12) 09.08.09 - 21:00

    Hallo!

    Es gibt immer solche und solche. ;-)

    Ist doch klar das gerade die "negativen" auffallen. So ist das doch bei allem. Das klassische Schubladendenken halt.

    Ich finde sowieso das es viel weniger Konflikte geben würde, wenn ALLE mal versuchen würden ein wenig mehr Verständnis und Respekt für fremde Religionen und Kulturen aufzubringen.

    LG Candy

    Ich habe berufsbedingt sehr viel mit Menschen anderer Nationen zu tun. Gehe bei unterschiedlichen Schiffen an Bord, und muß auch Unterschiede in der Mentalität feststellen, ohne da nun Vorurteile zu schüren.
    Die Deutschen sind i.d.R. am unhöflichsten und stehen ein wenig über den Dingen.
    Holländer, Engländer, Norweger, Scheden und Dänen sind superfreunldliche Menschen, bisher noch nie Probleme gehabt.
    Türken ignorieren einen als Frau sehr gern, da steht man dann mit Lotsen und Steurern auf der Brücke und wird i.d.R. als Letzte, wenn überhaupt begrüßt, jedes mal.

    Wie gesagt, es sind keine Vorurteile, sondern nur Feststellungen.

    Lg,

    Mimi

    • "Die Deutschen sind i.d.R. am unhöflichsten und stehen ein wenig über den Dingen.
      Holländer, Engländer, Norweger, Schweden und Dänen sind superfreunldliche Menschen, bisher noch nie Probleme gehabt.
      Türken ignorieren einen als Frau sehr gern..."

      Dem kann ich nur zustimmen - ich arbeite bei der Ausländerbehörde!
      Am schlimmsten aber sind die deutschen Ehegatten mit dem Spruch: "Ihr werdet doch von unseren Steuergeldern bezahlt" - ja zahle ich als Angestellte etwa keine Steuern??? #klatsch #augen

      So ist es eben - und überall!

(15) 09.08.09 - 22:26

Um es mal mit den Worten eines Türken zu sagen: In Deutschland leben viele Türken die wir in der Türkei auch nicht haben wollen!

Und genau das sind nun mal die, die ihre Landsleute in ein schlechtes Licht rücken!
Sie versuchen hier durchzusetzen was in der Türkei bereits abgeschafft ist, bzw. aus freiwilligen Stücken passiert.

Das wäre ungefähr so als würden wir all unser Sozialschmarotzer in ein anderes Land schicken, dauert nicht lang und wir sind noch verhasster als sowieso schon!

Von Berufswegen her mache ich viele schlechter Erfahrungen mit Moslems (Gewalt, Beleidigungen, Respektlosigkeit...schon im Kindesalter), mehr als mit Deutschen ... ABER eine von zehn Familien ist IMMER freundlicher/zuvorkommender als die meisten Deutschen!
Noch mehr fällt das allerdings bei Ausländern auf die einen anderen Glauben haben, Griechen z.B., die sind kaum zu schlagen wenn es um Gastfreundlichkeit/Hilfe geht!

lg glu

  • (16) 10.08.09 - 12:42

    Dein Zitat habe ich auch schon mal gehört - bei meiner Türkeireise vor einigen Jahren.
    Reiseleitung: "Erstmal möchte ich mich für das Verhalten der Türken bei Ihnen stellvertretend entschuldigen. Aber Sie wissen ja, bei Ihnen leben diejenigen meiner Landsleute, die man bei uns nicht haben will" #schock

    Ich war in einer Stadt, die viele junge Deutschtürken als Urlaubsziel nehmen. An vielen Kneipen und Gaststätten standen Schilder (auf Türkisch und unübersetzt): "Kein Eintritt für Türken" oder "Türken nur mit weiblicher Begleitung" #gruebel Die sind da echt nicht zimperlich!

    LG, Nele

Hallo

Das sind oft ungebildete Pauschalaussagen die so nicht ganz richtig sind!!Aber ich habe auch schon öfters selbst gehört wie dann von den besagten was gegen deutsche oder andere Kulurkreise geschimpft oder gehetzt worden ist!Oder wie sie sich als was höheres und besseres einstufen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens.

Es gibt solche und solche Menschen!Jeder Mensch ist anders und darum sollte man nicht vorverurteilen;-).

Denn schließlich sind Wir alle Menschen egal Woher Wir kommen;-)

LG



Problem 1: Leider passieren diese Dinge wirklich gehäuft in muslimischen Familien.

Probelm 2: Ich erkenne keine öffentliche Diskussion, in der zum Beispiel Italiener, Griechen, Portugiesen, Vietnamesen von und und/oder der Politik immer wieder lautstark Integrationsbemühungen fordern. Von Seiten der Muslime schon. Warum?

Problem 3: Es gibt in D inzwischen relativ viele Menschen mit sehr offener Haltung gegenüber anderen Kulturen, auch der muslimischen. Ich gehörte auch mal dazu. Nur: Wenn man immer wieder mitbekommt, dass die eigenen Angebote mit Füßen getreten und verlacht werden, dann kommt auch der letzte interkulturell Kompetente dahinter, dass die Integration offenbar von der anderen Seite nicht erwünscht ist.

Das "Problem" sind nicht die bei uns integrierten Muslime, die uns eine ebensolche Achtung entgegenbringen, wie sie sie von uns erwarten dürfen. Diese Menschen, oft hoch gebildete und fleißige Menschen, sind eine echte Bereicherung für unser Land. Das Problem sind auch nicht die BILD-Leser, die nicht differenziert denken können.

Das Problem sind die, die hier leben, auf uns herabsehen, unsere Werte (= das Rechtssystem) nicht achten, gleichzeitig das Sozialsystem ausnehmen und sich wie die Wuz im Walde gebärden, so dass man sich bedroht fühlt.

Fazit: Das Problem sind auf beiden Seiten die Dummbrummen, die mit Scheuklappen denken und schlicht zu blöd sind.

Hätte ich das Sozialsystem in den Mund genommen, wäre es nicht so glimpflich ausgegangen wie bei dir.
Aber das ein Endlos Thema#augen und fordert eine andere gesetzliche Lage, die leider weit und breit nicht in Sicht ist.

mfg

(24) 10.08.09 - 08:49

Hallo,
das Problem ist, daß eben an dem einen oder anderen Vorurteil meist auch irgendwas Wahres dran ist.
Das heißt damit ja nicht, daß sich solche Dinge grundsätzlich auf alle Leute beziehen. Aber es gibt eben immer den einen oder anderen, der sich so verhält, daß sich bestimmte Meinungen bilden. Letztendlich ist es dabei ganz egal, ob es sich um die Meinung handelt, die hierzulande manche Leute über Moslems haben oder ob es um das Verhalten Deutsche im Ausland oder was auch immer geht.
"Ja, bei den Moslems ist es ja bei den meisten so, dass sie ihre Frauen unterdrücken. " Ich persönlich habe da zum Beispiel bei der Arbeit (Kundenberatung) selber erlebt, das da schon öfter was dran ist (obwohl Unterdrückung natürlich übrerall vorkommen kann). Da gab es schon mehr als ein paar Fälle, wo Ehepaar/Paar zur Beratung kamen. Und obwohl es um die Angelegenheiten der Frau ging, hatte diese kaum eine Chance, sich am Gespräch zu beteiligen oder alleine zu entscheiden.
"Die meisten (!!!) Ausländer hier in Deutschland sind ja sowieso Sozialschmarotzer " Solche Aussagen entstehen meines Erachtens dann z.B. durch solche Leute, die sich einfach nicht integrieren möchte, d.h. nicht die Sprache lernen wollen, sich abschotten, dadurch kaum ein Arbeit finden und auf Staatskosten leben müssen. auch hier verderben eben manche durch ihr Verhalten die Preise für die anderen.
LG
olegre

(25) 10.08.09 - 09:06

Hallo,

oft kommen diese Sprüche einfach nur aus Unwissenheit. Mein Mann kommt aus Albanien, was übrigens der erste atheistische Staat der Welt war, und ich musste mich schon oft fragen lassen, ob ich jetzt ein Kopftuch trage? Dabei habe ich in Albanien bisher weniger Kopftuchträgerinnen gesehen als beispielsweise in Hamburg. Und die meisten in Albanien sagen zwar, dass sie islamischen Glaubens sind, aber praktizieren dies kaum. Mein Mann ist religionslos, so wie ich. Oft tragen auch noch reisserische Berichterstattungen der Medien zu diesem Halbwissen bei. Es gab einmal bei RTL von Antonia Rados einen "Bericht" über MannFrauen in Albanien, was ein wirklich ineteressantes Thema ist, wenn man sich eingehend und objektiv damit beschäftigen würde, aber angefangen von der falschen Aussprache der Ortsnamen, da haben sich mir die Fussnägel hochgerollt, bis hin zu der Kernaussage, dass in Albanien alle mit Pistolen und Gewehren rumlaufen, war dieser "Bericht" einfach nur schlecht. Aber Menschen, die das dann sehen, die hinterfragen dies nicht, und wir müssen uns dann halt komische Fragen und Aussagen gefallen lassen. Ich versuche dann immer vernünftig darauf einzugehen. Es ist nun einmal leider so, dass meiste nur negative Schlagzeilen zu uns kommen. Und dann fühlen sich alle in ihren Vorurteilen einmal wieder bestätigt.


Liebe Grüße

Lina

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